Dauergrünland muss dauerhaft geschützt werden

Pressemitteilung vom 28.09.2015

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Baden-Württemberg, der Landesnaturschutzverband (LNV) und der NABU Baden-Württemberg begrüßen einhellig die Einführung eines unbefristeten Umwandlungsverbots für Dauergrünland in Baden-Württemberg. Am heutigen Montag endet die Anhörungsfrist zur Änderung des Landwirtschafts- und Landeskulturgesetzes (LLG), das das erfolgreiche Umbruchverbot von Dauergrünland für Baden-Württemberg festschreiben soll.

Dauerhaftes Grünland-Umbruchverbot begrüßt

LNV-Stellungnahme vom 24.9.2015

LNV und NABU begrüßen in ihrer gemeinsamen Stellungnahme die Einführung eines unbefristeten Umbruchverbots für Dauergrünland. Sie lehnen jedoch die geplante Ausdehnung der Ausgleichsmöglichkeit für genehmigten Umbruch auf das ganze Land anstelle der räumlichen Nähe ab. Auch haben sie Bedenken gegen die geplante Regelvermutung, dass Beerenobst, Trauben, Christbaumkulturen und Kurzumtriebshölzer die gleichen positiven Wirkungen wie Dauergrünland erbringen hinsichtlich Klimaschutz, Wasserschutz, Bodenschutz oder Biodiversität.

Miniatur-Äcker zeigen bedrohte Arten

LNV-Pressemitteilung vom 3.6.2015

Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) präsentiert in seinem Pavillon auf dem evangelischen Kirchentag ein „buntes“ Thema: Auf Miniatur-Äckern sind seltene Wildkräuter und Präparate bedrohter Tierarten der Feldflur zu sehen. Der LNV weist damit auf eine der bedrohten Lebensgemeinschaften hin. Im Sinn des Mottos des Kirchentages bietet er den Besuchern wichtige Informationen, wie sie durch eigenes „kluges“ Handeln ihren Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung auf Äckern leisten können. Wildkräuter begleiten den Ackerbau des Menschen seit langer Zeit. Kornblume und Mohn sind Teil der Kulturlandschaften Mitteleuropas.

LNV zu Bauernverbandsattacken an der Düngeverordnung:

LNV-Pressemitteilung vom 04.05.2015

Die Neufassung der Düngeverordnung war notwendig geworden, weil die Europäische Union Deutschland rechtliche Schritte wegen Untätigkeit bei der Reduktion der Nitratbelastung androhte. Mit einer Vielzahl von detaillierten Regelungen und Pflichten für die Landwirte soll das Problem nun angegangen werden. Der Bauernverband attackiert die Neufassung heftig. Auch Dr. Gerhard Bronner, Landwirtschaftsreferent des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg (LNV), kommen bei der Lektüre des Entwurfs der neuen Düngeverordnung Zweifel, ob das wirklich der richtige Weg ist.

Korrekturbedarf bei neuer Agrarförderung

Pressemitteilung vom 6.10.2014 von LNV, BUND und NABU

Gemeinsam haben die drei Umweltverbände LNV, BUND und NABU eine Stellungnahme zum Maßnahmen- und Entwicklungsplan ländlicher Raum (MEPL III) erarbeitet. Sie anerkennen, dass das Land wichtige Verbesserungen in Richtung Naturschutz vorgenommen hat. Im FAKT, dem Nachfolgeprogramm des MEKA, werden naturschutzgerechte Wirtschaftsweisen nun deutlich höher gefördert, und auch die Vergütungssätze in der Landschaftspflegerichtlinie werden erhöht. Davon profitieren artenreiche Mähwiesen und Streuobstwiesen.

FAKT fördert den Gleichklang von Naturschutz und Landwirtschaft

LNV-Pressemitteilung vom 14.7.2014

Der Landesnaturschutzverband begrüßt, dass die Landesregierung in der neuen Förderperiode die landwirtschaftliche Förderung stärker an gesellschaftlichen Leistungen ausrichtet. “Das MEKA war ein gutes, innovatives Programm, das auch europaweit Maßstäbe gesetzt hat”, so LNV-Landwirtschaftsreferent Gerhard Bronner. “Es wurde aber noch zu viel Geld mit der Gießkanne verteilt. Was die Landesregierung nun mit “FAKT” fördert, ist zielgenauer.”

Maßnahmen- und Entwicklungsplan Ländlicher Raum (MEPL III)

LNV-Stellungnahme vom 4.7.2014

Im Maßnahmen- und Entwicklungsplans III (MEPL III) vereint die Landesregierung diejenigen Förderrichtlinien, über die die EU-Zuschüsse in der laufenden Förderperiode 2014-2020 im Bereich Land- und Forstwirtschaft sowie Tourismus und Landschaftpflege ausgeschüttet werden. In seiner Stellungnahme stimmt der LNV zwar in weiten Teilen mit der Einschätzung des Umweltberichts überein. Der LNV kritisiert aber u.a. die irreführende Darstellung der Förderung in der Flurbereinigung als Naturschutzförderinstrument.

Landwirtschaftliche „Beratung2020“

LNV-Stellungnahme vom 23.6.2014

Der Landesnaturschutzverband und die Landesarbeitsgemeinschaft der Naturschutzbeauftragten fordern in ihrer gemeinsamen Stellungnahme, dass jede Beratungs die Überprüfung und Berücksichtigung von Naturschutzrestriktionen (Schutzgebiete, Biotope) umfassen müsse. Die bislang vorwiegend betriebswirtschaftlich orientierte Beratung führte in vielen Fällen dazu, dass sich Betriebe in einer Weise entwickelten, die zur Schädigung von Biotopen führten.

Flurneuordnung und Naturschutz

LNV-Stellungnahme vom 27.5.2014

Neben Lob für Begrüßenswertes äußert der Landesnaturschutzverband in seiner Stellungnahme eine Reihe von Anträgen auf Klarstellungen bei den rechtlichen Sicherungen von landschaftspflegerischen Anlagen einschließlich ökologischem Mehrwert. Auch sollten die Verantwortlichkeiten bei deren Unterhaltung sowie bei der Finanzierung und bei den Fördermöglichkeiten klar geregelt werden.

Läuft CDU-Fraktion Amok gegen den Naturschutz?

LNV-Pressemitteilung vom 2.4.2014

Was ist mit dem früheren (auch-)Naturschutzminister Hauk los, fragen sich die Naturschützer im Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV). In seiner Rede beim Donaueschinger CDU-Parteitag kritisierte Hauk vordergründig die angebliche „Bevormunderei“ der rot-grünen Regierung. Aber fast alle Beispiele, an denen Hauk dies festmachte, zielten gegen den Natur- und Umweltschutz. Der anschließende tosende Beifall spricht nach Ansicht der Naturschützer Bände über die Verfassung dieser angeblich „wertkonservativen“ Partei.

Natura 2000 – Lücken im Naturschutznetz?

Pressemitteilung vom 3.12.2013

Beim 14. Zukunftsforum des Landesnaturschutzverbandes (LNV), Dachverband von 34 Natur- und Umweltschutzvereinen im Land, am 30. November ging es zwar in erster Linie um Maßnahmen und Instrumente zur Weiterentwicklung des Europäischen Schutzgebietssystems Natura 2000. Zuvor wurden aber auch philosophisch-ethische Fragen erörtert und die Wertebegriffe von Natur und Landschaft beleuchtet.

Hunger in der Welt – wie kann das sein?

LNV-Pressemitteilung vom 15.10.2013

Jeder siebte Mensch auf der Erde muss laut Welthungerhilfe hungern. Waren in der Vergangenheit Kriege, Dürren und Armut die Ursache, so wird nach Ansicht des LNV in Zukunft der absolute Mangel an Nahrungsmitteln an Bedeutung gewinnen. Weltweit steigt nicht nur der Fleischkonsum, sondern nach wie vor auch die Zahl der Menschen auf unserem Globus. Der Produktivitätszuwachs der Landwirtschaft kann mit der steigenden Nachfrage nicht mehr Schritt halten. Der Anbau von Agrospritpflanzen verschärft das Problem.

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