Neuigkeiten aus dem Naturschutz in Baden-Württemberg

LNV begrüßt Einigung zur Bodenwertsteuer

Wichtiger Schritt zur Förderung der Innenentwicklung
Die Einigung der Landtagsfraktionen der Grünen und der CDU auf das Modell der „modifizierten Bodenwertsteuer“ bei der anstehenden Grundsteuerreform begrüßt der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) außerordentlich. Der Wert des Gebäudes soll bei der Bemessung der Grundsteuerkeine Rolle mehr spielen, sondern nur der Wert des Bodens. Experten erhoffen sich davon die Mobilisierung brachliegender Baulücken, da das Horten von Bauland und das Halten von sogenannten “Enkelgrundstücken” deutlich teurer wird. Das kann für solche Grundstücke durchaus eine Verfünffachung der Grundsteuer oder auch darüber hinaus bedeuten. Baulich effizient genutzte Grundstücke (bspw. Mehrfamilienhäuser) werden dafür steuerlich entlastet.

LNV-Infobrief Februar 2020

Im Blickpunkt: Initiative Artenkenntnis Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Naturschützerinnen und Naturschützer, der Gesetzesentwurf, der aus dem Eckpunktepapier zum Volksbegehren entwickelt wurde, ist noch kaum in trockenen Tüchern, da geht der Landesnaturschutzverband ein neues Großprojekt an. Seit Jahren, ja Jahrzehnten, klagen wir darüber, dass es immer weniger Artenkenner/innen gibt, dass Arten- und praktische Naturkenntnis immer weniger in Schulen und […]

Biber in Baden-Württemberg

LNV-Info 3/2007

nser größtes heimisches Nagetier erobert seit seinem ersten Wiederauftreten in Baden-Württemberg um 1980 unaufhaltsam von vier Seiten unser Land: Von Nordosten über Altmühl und Wörnitz, von Südosten über Donau und Iller, von Süden aus der Schweiz über den Hochrhein und (hier allerdings zaghaft) von Westen aus Frankreich vom Elsass her. Die erfolgreiche Reproduktion und die jetzigen “Wanderungszugewinne” lassen die Prognose zu, dass Baden-Württemberg unter den jetzigen “Rahmenbedingungen” vermutlich in einigen Jahrzehnten wieder flächendeckend zum Biberland geworden ist.

LNV-Info 1/2020

Grünland, Umbruchverbot und Ackerstatus
In der Vergangenheit kam es mehrfach vor, dass langjähriges Grünland zu Acker umgebrochen wurde, obwohl ein Grünlandumbruchverbot bestand, ohne dass dies rechtliche Folgen hatte. Das LNV-Info erläutert die Rechtsgrundlagen vor dem 1.1.2015, als allein der Status der Flächen entscheidend war, und danach, als die 5-Jahres Regel hinzukam.

Initiative Artenkenntnis

Mit dieser Initiative will der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V. Interesse für Artenkenntnis wecken. Wir freuen uns, dass Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Schirmherrschaft hierfür übernommen hat. weiterlesen Diese Seite ist noch im Aufbau.

Natur-Objekte des Jahres 2020

Von der Turteltaube über die Robinie bis zum Stinkmorchel
Wie jedes Jahr hat der LNV auch dieses Jahr wieder eine Kurzliste der Naturobjekte des Jahres zusammengestellt. Die Pflanzengesellschaft des Jahres ist der Borstgrasrasen. Diese auf nährstoffarme Standorte und eine extensive Nutzung angewiesenen Pflanzengesellschaften sind durch Artenverarmung.

Geschädigte Wälder: Chancen für den Artenschutz nutzen

Naturschutzverbände warnen in offenem Brief vor Großputzete im Wald
In einem offenen Brief werben die Naturschutzverbände NABU, BUND und LNV in Baden-Württemberg beim Landesbetrieb ForstBW sowie bei kommunalen und privaten Waldbesitzerinnen und -besitzern dafür, die von der Dürre der Sommermonate 2018 und 2019 geschädigten Laubwälder nicht radikal aufzuräumen, sondern für den Artenschutz zu nutzen. „Statt eine Großputzete in den dürregeschädigten Wäldern zu veranstalten, sollten absterbende und tote Bäume lieber an Ort und Stelle bleiben, um auf Totholz angewiesene Tier- und Pflanzenarten zu unterstützen. Spechte, Fledermäuse und viele Insektenarten würden direkt profitieren. Insbesondere in Buchenwäldern sorgt das massive Ausräumen des Waldes für weitere Absterbeprozesse bei den verbliebenen Bäumen, die durch plötzliche und starke Freistellung im Folgejahr Hitze und Sonne ausgesetzt wären. Außerdem wird der Holzmarkt derzeit mit minderwertigen Holzqualitäten überschwemmt, was den Preis in den Keller treibt. Für Waldarbeiter ist die Arbeit in einem geschädigten Wald sehr gefährlich, da die vielen abgestorbenen Äste leicht abbrechen und herabstürzen. Es spricht also vieles dafür, die Bäume im Wald zu belassen“, rät der Waldexperte und NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle.

1 2 3 48