Neuigkeiten aus dem Naturschutz in Baden-Württemberg

Beleuchtung außerörtlicher Radwege – gemeinsame Empfehlung von BUND, LNV, NABU und der Fachgruppe Dark Sky

LNV-Info 3/2021 Mit dem vorliegenden LNV-Info sollen den LNV-Arbeitskreisen und Gemeinden Hinweise an die Hand geben werden, wenn Anfragen nach Beleuchtung außerörtlicher Radwege gestellt werden. Beleuchtung hat schädliche Effekte auf nachtaktive Tierarten, z. B. Insekten und Fledermäuse. Außerorts soll deshalb so wenig zusätzliche Beleuchtung wie möglich installiert werden. Schutzgebiete i. w. S. und ihre Umgebung sind grundsätzlich auszunehmen. Ganz besondere […]

Streuobst ist immaterielles Kulturerbe

Verbände: Aufnahme von Streuobst als Immaterielles Kulturerbe muss Startsignal sein für stärkeres Engagement im Land
Die Umwelt- und Naturschutzverbände NABU, BUND und LNV in Baden-Württemberg freuen sich mit dem Verein Hochstamm Deutschland über die Anerkennung des Streuobstanbaus als Immaterielles Kulturerbe. „Die Würdigung kommt zur richtigen Zeit. Sie ist ein toller Erfolg für alle 1,3 Millionen Unterstützerinnen und Unterstützer des Antrags und eine Steilvorlage für die künftige Landesregierung, dem Streuobstanbau noch deutlich mehr Engagement zu widmen“, sind sich die drei Verbände einig.

LNV-Infobrief März 2021

50 Jahre LNV
2021 ist ein besonderes Jahr für den LNV. Am 30. März 1971 gegründet, blickt unser Dachverband heute auf 50 Jahre zurück – und nach vorne. Wir feiern unser Jubiläum am 18. September 2021 im Hospitalhof in Stuttgart mit einem großen Fest und wir glauben ganz fest daran, dass dies als Präsenz-Veranstaltung möglich sein wird.

LNV fordert: Wasserschutzgebiete mit besorgniserregenden Nitratentwicklungen in die „Roten Gebiete“ der Landesverordnung aufnehmen

Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) unterstützt die Forderung der Wasserverbände und Wasserversorger, dass weitere Wasserschutzgebiete mit bedenklichen Entwicklungen der Nitratkonzentration in die sogenannten „Roten Gebiete“ nach der Landesverordnung zur Bundes-Düngeverordnung aufgenommen werden müssen. Es kann und darf nicht sein, dass Wasserschutzgebiete mit Messstellen über dem EU-Grenzwert von 50 mg Nitrat pro Liter oder solche mit sich signifikant in diese Richtung entwickelnden Nitratwerten außen vor bleiben.

Flächenfraß-Paragraph 13b BauGB kostet Steuerzahler 84 Millionen Euro

LNV fordert Bundestagsabgeordnete von CDU und SPD auf, die Neuaufnahme des Paragraphen ins Baugesetzbuch zu stoppen
Weil durch den „Flächenfraß-Paragraf“ 13b im Baugesetzbuch (BauGB) Kosten von den Bauherren auf die Gesellschaft abgewälzt wurden, muss der Steuerzahler alleine in Baden-Württemberg für rund 84 Millionen Euro aufkommen. Das rechnet der Landesnaturschutzverband (LNV) vor. Derzeit berät der Bundestag über die insbesondere von CDU und CSU angestrebte Neuaufnahme des §13b ins Baugesetzbuch.

LNV-Forderungen zur Reduktion des Flächenverbrauchs

LNV-Info 02/2021
Der Flächenverbrauch ist in Baden-Württemberg trotz aller Bemühungen immer noch zu hoch. Nach den Zielen der Landesregierung sollte er 2020 bei 3 ha pro Tag liegen und weiter zurückgehen, tatsächlich liegt er zwischen 5 und 6 ha. Die LNV-Forderungen nach Instrumenten zur Stärkung der Innen- und Begrenzung der Außenentwicklung richten sich vor allem an den Gesetzgeber auf Bundesebene (Baugesetzbuch), aber auch an alle Raumordnungs- und Baubehörden sowie Gemeindeverwaltungen und Gemeinderäte.

Kann Bayern alles – außer Baustoffrecycling?

LNV übt scharfe Kritik an Minister Seehofer / Brief an Markus Söder
Der Landesnaturschutzverband (LNV) kritisiert scharf, dass das Bundesinnenministerium die sogenannte „Mantelverordnung“ blockiert. Sie soll Recycling und Entsorgung von Baustoffen vereinheitlichen und Anreize für die Kreislaufwirtschaft geben. Nach 15 Jahren Diskussion sperrt sich nun Minister Horst Seehofer gegen den ausgearbeiteten Kompromiss. Warum? Weil sich Bayern als einziges Bundesland nicht in der Lage sieht, einen zeitgemäßen Umgang mit Bauschutt zu organisieren und ihn weiterhin einfach in stillgelegte Gruben abkippen möchte.

Naturschutzverbände im Land unterstützen Anerkennung von Streuobst als immaterielles Kulturerbe der UNESCO

Die drei Umwelt- und Naturschutzverbände LNV, NABU und BUND in Baden-Württemberg unterstützen den vom Verein Hochstamm Deutschland eingereichten Antrag auf Anerkennung des Streuobstanbaus als Immaterielles Kulturerbe durch die UNESCO. Die drei Verbände sind Mitglieder bei Hochstamm Deutschland. Das Land Baden-Württemberg hat den Antrag auf Anerkennung im April 2020 bereits befürwortet. Als nächster Schritt steht nun auf Bundesebene die Entscheidung der Kultusministerkonferenz im März an. Gleichzeitig sehen die Verbände die Streuobstbestände im Land aufgrund sinkender Preise für Bio-Mostobst weiter gefährdet.

Natur-Objekte des Jahres 2021

Wieder stellt der LNV eine Liste der Natur-Objekte des Jahres 2021 zusammen. Hiermit soll auf wertvoll und bedrohte Arten aufmerksam gemacht werden, oder auch auf umstrittene Arten. Es werden auch Böden, Landschaften, Alleen und vieles andere ausgezeichnet.

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