Neuigkeiten aus dem Naturschutz in Baden-Württemberg

LNV vergibt Ehrennadel an engagierten Naturschützer

Auszeichnung für Konrad Baumer aus Vogtsburg
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) hat bei seiner virtuellen Mitgliederversammlung im April Konrad Baumer als herausragende Persönlichkeit des Naturschutzes für besondere Verdienste im Natur- und Umweltschutz mit der LNV-Ehrennadel gewürdigt. Die Auszeichnung wurde heute am Badberg im Kaiserstuhl im Rahmen einer kleinen Feierstunde des Schwarzwaldvereins durch LNV-Vorstandsmitglied Dr. Eberhard Aldinger übergeben.

LNV-Position zum Bodenschutz

LNV-Info 7/2021
Bodenschutz immer wichtiger
In der Anpassungsstrategie an den Klimawandel in Baden-Württemberg wird bei den Maßnahmen zwar die vermehrte Ausweisung von Bodenschutzflächen gefordert, dann aber gleich darauf hingewiesen, dass von dieser Möglichkeit gegenwärtig kein Gebrauch gemacht wird.

Klage gegen B10-Ortsumfahrung Enzweihingen

Eilantrag mit Unterstützung weiterer Naturschutzverbände eingereicht
Der NABU Baden-Württemberg hat gegen den Planfeststellungsbeschluss zur B10-Ortsumfahrung von Vaihingen-Enzweihingen Klage eingereicht und per Eilantrag aufschiebende Wirkung gegen den Sofortvollzug beantragt. Der NABU macht sich damit weiter für eine bessere Alternative stark. Unterstützt wird er dabei von BUND, Landesnaturschutzverband (LNV) und der Schutzgemeinschaft Mittleres Enztal.

Naturschutzverbände fordern deutlich mehr Tempo für Renaturierung der Fließgewässer

Es ist ein dickes Brett, das Baden-Württemberg beim Gewässerschutz bohren muss. „Wir sind meilenweit davon entfernt, die EU-Ziele zu erreichen. Das Umsetzungstempo muss jetzt im dritten Bewirtschaftungszyklus deutlich anziehen, damit wir eine Chance haben, alle Gewässer in einen guten Zustand zu überführen“, sagt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle. Gemeinsam mit den Verbandsspitzen von BUND und LNV im Land hat er die kürzlich verschickte Stellungnahme der drei Naturschutzverbände NABU, BUND und LNV an das Land unterschrieben. Darin fordern die Verbände das Umweltministerium und die Regierungspräsidien auf, spürbar mehr Einsatz für die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) zu zeigen. „Wir sind enttäuscht, dass der gute ökologische Zustand der Gewässer in weiten Teilen des Landes weiterhin verfehlt wird. 21 Jahre nach Inkrafttreten der Wasserrahmenrichtlinie sind die wenigen Erfolge ernüchternd. Das Land muss sich endlich zu einem konsequenten Gewässerschutz bekennen, weitere mutlose Jahre können wir uns schlicht nicht mehr leisten“, ergänzt die BUND-Landesvorsitzende Sylvia Pilarsky-Grosch. Der LNV-Vorsitzende Gerhard Bronner erklärt: „Das Land hat die Gewässerentwicklung nicht mit ausreichendem Nachdruck betrieben und eingefordert. Jetzt muss die Aufholjagd beginnen. Wir brauchen mehr Personal und Finanzmittel, um dem Ziel des guten Zustands der Gewässer bis 2027 einen großen Schritt näher zu kommen.“

Schottergarten Schottergärten – Gärten des Grauens

LNV-Info 4/2020, aktualisiert
In den letzten Jahren hat sich in Gärten eine Unart ausgebreitet: Schotterflächen statt Stauden, Gehölzen und Grasflächen! Das trägt zum Insektensterben bei. Daran können auch einzelne Zwergsträucher zwischen den Gesteinsbrocken nichts ändern.

LNV-Infobrief Juli 2021

Im Blickpunkt: Heute rasen – morgen schleichen Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Naturschützerinnen und Naturschützer, ein generelles Tempolimit ist Bundessache. Eigentlich. Aber Länder können es über den Bundesrat in die Bundespolitik einbringen. Rheinland-Pfalz will immerhin kommunale Spielräume zu Tempolimits aus Lärmschutzgründen erweitern: „Auf Bundesebene werden wir uns für mehr eigenständige Kompetenzen der Kommunen bei der Einführung von Geschwindigkeitsbegrenzungen auf […]

LNV-Infobrief Juni 2021

Im Blickpunkt: Den Flächenfraß bekämpfen Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Naturschützerinnen und Naturschützer, jetzt ist es doch geschehen: Mit dem Baulandmobilisierungsgesetz wurde der Ende 2019 ausgelaufene § 13 b wieder ins Baugesetzbuch aufgenommen. Ein Änderungsantrag aus Baden-Württemberg im Bundesrat, der darauf abzielte, den Anwendungsbereich von § 13 b BauGB auf Gebiete mit angespannten Wohnungsmärkten und maßgeblich auf den sozialen […]

Kompensationsmaßnahmen

Dauer der Unterhaltungspflicht
Kompensationsmaßnahmen für dauerhaft bestehende Eingriffe müssen auch dauerhaft bestehen und unterhalten werden. Viele Akteure (Eingreifer, Maßnahmenträger, Kommunen) gehen davon aus, dass nach 25 Jahren die Unterhaltsverpflichtungen automatisch erlöschen. Dies ist definitiv falsch.

LNV-Infobrief Mai 2021

Im Blickpunkt: Koalitionsvertrag unter der Lupe Liebe Naturschützer/innen, als Naturschützer fällt mir zum neuen Koalitionsvertrag der Spruch vom halb vollen oder halb leeren Glas ein. In welcher Hälfte befindet sich der Naturschutz? Klimaschutz steht über allem – da wird an vielen Rädchen gedreht, und das ist auch uneingeschränkt zu begrüßen. Aber vielleicht verdecken die vielen Rädchen auch die Tatsache, dass […]

Straßenbeleuchtung darf kein Insektenkiller sein

Naturschutzgesetz schreibt insektenfreundliche Beleuchtung vor / Große Defizite bei der Umsetzung
Zum Start der Insektensaison fordert der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) die Kommunen auf, Straßen naturverträglich zu beleuchten – wie es das Landesnaturschutzgesetz vorschreibt. Die Naturschützer monieren, dass sowohl Planungsbüros als auch amtliche Beratungs- und Förderstellen zu einseitig auf die Energieeinsparung achten und den Schutz von Insekten und anderen Tieren vernachlässigen.

Mehr Anstrengungen erforderlich!

Zumeldung zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg, Dachverband von 36 Naturschutzverbänden, begrüßt das Urteil, mit dem das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe dem Klimaschutzgesetz der Bundesregierung ein miserables Zeugnis ausstellt. „Wir sind erstaunt, wie positiv die bisherigen Bremser im Klimaschutz wie Wirtschaftsminister Altmaier, die FDP und die CSU die „Ohrfeige“ aus Karlsruhe aufgenommen haben.“, meint LNV-Chef Dr. Gerhard Bronner. „Das lässt hoffen für die Zukunft.“

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