Neuigkeiten aus dem Naturschutz in Baden-Württemberg

Internationale Schienenverbindung Stuttgart-Zürich („Gäubahn“): Kein Anschluss unter diesem Bürgermeister

Bürgermeister Pätzold verweigert Gespräch mit LNV und PRO BAHN
Mit dröhnendem Schweigen reagiert der für Bau und Umwelt zuständige Stuttgarter Bürgermeister Peter Pätzold auf Gesprächswünsche zur geplanten Kappung der Gäubahn zwischen Stuttgart und Zürich. Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) und der Fahrgastverband PRO BAHN hatten Bürgermeister Pätzold bereits Anfang September um ein Gespräch gebeten und in einem Brief gefordert, auf einen Verzicht auf die vermeidbare Kappung hinzuwirken. Auch auf Nachfrage hörten die Verbände aus dem Rathaus dazu: nichts.

Biber in Baden-Württemberg

LNV-Info 3/2007, aktualisiert
Unser größtes heimisches Nagetier erobert seit seinem ersten Wiederauftreten in Baden-Württemberg um 1980 unaufhaltsam von vier Seiten unser Land: Von Nordosten über Altmühl und Wörnitz, von Südosten über Donau und Iller, von Süden aus der Schweiz über den Hochrhein und (hier allerdings zaghaft) von Westen aus Frankreich vom Elsass her. Die erfolgreiche Reproduktion und die jetzigen “Wanderungszugewinne” lassen die Prognose zu, dass Baden-Württemberg unter den jetzigen “Rahmenbedingungen” vermutlich in einigen Jahrzehnten wieder flächendeckend zum Biberland geworden ist.

Vogelschlag an Glas

LNV-Info 7/2020
Bauen mit Glas liegt im Trend – es wird jedoch nur selten bedacht, dass jährlich mehrere Millionen Vögel an Glasscheiben und stark spiegelnden Gebäudefassaden tödlich verunglücken.

Onlineseminar-Reihe “Eingriffsregelung und Kompensation”

Im Rahmen des Projektes “Stärkung des Ehrenamtes im Naturschutz (StEiN)” erhalten ehrenamtliche Naturschützer fundiertes Wissen, um ihre Rechte in Anhörungsverfahren und Naturschutzkonflikten zu kennen und sicher wahrzunehmen. Mit dem Projekt StEiN bietet der LNV Fortbildungen zu fachöich-naturwissenschaftlichen Themen, rechtlichen Fragestellungen, aber auch zu Kommunikation, Konfliktmanagement und Methodik an. In der aktuellen vierteiligen StEiN-Online-Seminarreihe “Eingriffsregelung und Kompensation” bauen die einzelnen Vorträge […]

LNV-Infobrief Oktober 2020

Im Blickpunkt: Umwelt, Verkehr und die Bahn … Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Naturschützerinnen und Naturschützer, im Naturschutz ist in den vergangenen Jahren vieles besser geworden: ein Naturschutzgesetz, drei Großschutzgebiete, dank der EU besserer Artenschutz. Auch beim Klimaschutz gibt es gewisse Erfolge: So sind in fast allen Sektoren die Emissionen an Treibhausgasen (THG) seit 1990 zurückgegangen. Zwar nicht genug, […]

Änderung der Musterbauordnung

LNV beanstandet Fehlen von Regelungsbereichen
Die Musterbauordnung ist eine Mustervorgabe der Bauministerkonferenz, um möglichst inhaltsgleiche Landesbauordnungen sicherzustellen. Der aktuelle Änderungsentwurf klammert wichtige Regelungsbereiche völlig aus, wie der LNV in seiner Stellungnahme kritisiert. So fehlen technische Standards, wie Gebäude mit hohem Verglasungsanteil gestaltet werden müssen, um Vogelschlag zu vermeiden. Es fehlen Vorgaben über die Zulassung und Verwendung recyclinggerechter Baustoffe. Es fehlt an Überwachungsmechanismen zum Verbot von Schottergärten, zu Festlegungen in Grünordnungsplänen, zu energetischen Vorgaben u.a.m.

Lob für mehr Bodenschutz

LNV-Stellungnahme zur geplanten Neuordnung des Abfallrechts
Der LNV lobt in seiner Stellungnahme zum Landes-Kreislaufwirtschaftsgesetz (LKreiWiG) die neue Vorbildregelung der öffentlichen Hand für den Einsatz von Recycling-Baustoffen. Positiv ist auch die Verankerung eines Bodenschutzkonzepts und des bodenkundlichen Baubegleiters im Landesbodenschutz- und -altlastengesetz.

BUND-LNV-NABU-Stellungnahme zum Entwurf eines Landesgrundsteuergesetzes

Lob für einen Meilenstein
Die Landesregierung hat eine Grundsatzentscheidung für das Bodenwertmodell getroffen und weicht damit von der bundesrechtlichen Grundsteuer-Neuregelung ab. BUND, LNV und NABU loben dies in ihrer gemeinsamen Stellungnahme als Meilenstein. Das Bodenwertmodell fördert Investitionen in bebaubare Flächen und in den Gebäudebestand. Es dient damit dem Natur- und Umweltschutz, insbesondere dem Boden- und Flächenschutz. Zudem gilt das Bodenwertmodell als verfassungsfest, einfach zu handhaben und für Bürgerinnen und Bürger leicht nachvollziehbar.

LNV begrüßt MLR-Handreichung zum Extensiven Grünland

Förderkriterien für die extensive Wiesen und Weiden werden transparenter
Seit Jahren drängt der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV), die Förderung von extensivem Grünland zu vereinfachen und für transparente Kriterien zu sorgen. Insbesondere die Berechnung der förderfähigen landwirtschaftlichen sogenannten „Bruttofläche“ hat enormes Konfliktpotential. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg (MLR) gibt nun in einer Handreichung wichtige Hinweise für die Praxis. Der LNV erhofft sich, dass damit die Kooperation von Betrieben mit dem Naturschutz erleichtert wird.

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