Neuigkeiten aus dem Naturschutz in Baden-Württemberg

Natur-Objekte des Jahres 2019

Eine kurze Zusammenstellung des LNV
Wie jedes Jahr soll mit den „Naturobjekten des Jahres“ auf die Gefährdung und den Verlust von Pflanzen, Tieren und anderen Naturobjekten aufmerksam gemacht und die Artenvielfalt gefördert werden. Der LNV hat hierzu wieder eine Liste der Naturobjekte des Jahres 2019 zusammengestellt. Der Atlantische Lachs ist Fisch des Jahres 2019, der trotz erster Erfolge in Deutschland weiter vom Aussterben bedroht ist, da passierbare Flüsse und geeignete Laichhabitate Mangelware sind. Der Lachs ist ein anspruchsvoller Wanderfisch, der unverbaute, saubere Flüsse und Bäche braucht, um vom Meer, seinem Hauptlebensraum, in seine Laichgebiete zu kommen und sich dort erfolgreich fortpflanzen zu können. Dringend muss beides wiederhergestellt werden.

Umwelt- und Verkehrsverbände bezeichnen B 10-Umgehung Enzweihingen als rechtswidrig

Forderung nach neuer Bürgerbefragung in ganz Vaihingen
Die baden-württembergischen Umwelt- und Verkehrsverbände von BUND, NABU, Verkehrsclub Deutschland VCD, Landesnaturschutzverband LNV und Landesfischereiverband LFV sowie die Schutzgemeinschaft Mittleres Enztal wehren sich gegen Pläne zur B 10-Ortsumgehung bei Vaihingen-Enzweihingen. In einer gemeinsamen Stellungnahme schätzen sie diese als rechtswidrig ein. „Weil die naturschutzfachliche wie verkehrspolitische Bedeutung weit über Vaihingen hinausgeht, haben sich BUND, LFV, LNV, NABU und VCD auf Landesebene abgestimmt und in diese Debatte eingeschaltet“, stellen die fünf Verbände fest und stellen sich damit an die Seite der Schutzgemeinschaft Mittleres Enztal.

LNV-Ehrennadel für Reinhard Wolf aus Marbach

Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) hat bei seiner Mitgliederversammlung am 13.04.2019 Reinhard Wolf, bis 2013 höchster Naturschützer im Regierungspräsidium Stuttgart, für herausragendes ehrenamtliches und berufliches Naturschutzengagement gewürdigt.

LNV zu Verkehr in Städten: Mautgebühren hoch, Tempo runter!

Landesnaturschutzverband hält Vorschläge von Prof. Friedrich von der Uni Stuttgart für zukunftsweisend und fordert, innovative Ideen umzusetzen
Der Stuttgarter Verkehrsprofessor Markus Friedrich will das Mautsystem revolutionieren, um Mobilität zukunftsfähig machen. Nicht nur auf Autobahnen, sondern vor allem da, wo Autos die größten Probleme bereiten, müsse der Staat eine Streckengebühr erheben: in den Städten. Zudem plädiert er für eine generelle Tempo-30-Regelung in Städten. Der Landesnaturschutzverband (LNV) fordert die Politik auf, diese innovativen Vorschläge aufzugreifen.

Weniger Nitrat für mehr Umweltschutz

Umweltverbände fordern Nachbesserung der Landesverordnung zur Düngung in Stickstoffüberschuss-Gebieten

Nach der Verurteilung der Bundesrepublik Deutschland durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) wegen ihres Verstoßes gegen die EU-Nitratrichtlinie hat das Land Baden-Württemberg einen – leider unzureichenden – Verordnungsentwurf zur Düngung vorgelegt. Verschiedene Umwelt- und Wasserwirtschaftsverbände sehen darin nicht das nötige Engagement, um die vorgegebenen EU-Ziele zu erreichen und fordern Nachbesserungen.

Bundesregierung steht Wohnungsbau im Weg

Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg kritisiert Blockade einer Gesetzesänderung zur erleichterten Mobilisierung von Baulücken. Diese würde es Kommunen ermöglichen , leichter brachliegende Baugrundstücke für den Wohnungsbau nutzbar zu machen.

LNV-Infobrief April 2019

Im Blickpunkt: Alle reden vom Brexit … Liebe Naturschützerinnen und Naturschützer, alles redet vom Brexit, wie verrückt die Diskussionen in Großbritannien laufen und wie schädlich der Austritt Großbritanniens für die EU wäre. Manchmal hat man den Eindruck, ein Handel zwischen EU-Ländern und Nicht-EU-Ländern sei gar nicht mehr möglich. Als Nachbar der Schweiz wissen wir es besser. Durch die Brille des […]

NABU, BUND und LNV zum „Bündnis für Wohnungsbau“

Stellungnahme der Umweltverbände als pdf-Datei zum Herunterladen Die kommunalen Landesverbände und Verbände der Wohnungswirtschaft haben als „Bündnis für Wohnungsbau“ am 08. Januar 2019 in einem sechsseitigen, schriftlichen Statement der Öffentlichkeit mitgeteilt. Die Umweltverbände halten den Forderungen der Wohnungswirtschafts- und Kommunalverbände entgegen: Wohnraumbedarf nimmt überproportial zu Die Bevölkerung in Baden-Württemberg hat sich im Zeitraum 2007 bis 2017, also innerhalb eines Jahrzehnts, […]

Zürich als Vorbild für den Stuttgarter Stadtverkehr

Umweltverbund stärken und Autoverkehr unattraktiver machen
Es kommt nicht darauf an, vermeintlich bessere Standorte für Messstellen zu suchen, sondern nachhaltig die Luftschadstoffe zu reduzieren, meint LNV-Chef Dr. Gerhard Bronner und verweist auf Erfolge in Zürich. Die Schweizer Metropole privilegiert den Umweltverbund (Fuß- und Radverkehr, ÖPNV) konsequent und macht zugleich den Autoverkehr unattraktiver.

LNV: Diskussion um Grenzwerte ist zynisch

Luftreinhaltung und Gesundheit
Neue Mainzer Studie bestätigt: vierzig Mal mehr vorzeitige Todesfälle durch Luftverschmutzung als durch Verkehrsunfälle
Gestern wurde über eine neue Studie Mainzer Chemiker und Mediziner über die gesundheitlichen Auswirkungen der Luftverschmutzung berichtet. „Nach der Studie verliert jeder von uns im Schnitt etwa zwei Lebensjahre durch Luftverschmutzung. Angesichts dieser Zahlen von zu strengen Grenzwerten zu sprechen, ist zynisch und geht an der wissenschaftlichen Sachlage völlig vorbei“, sagt der Vorsitzende des Landesnaturschutzverbandes (LNV) Gerhard Bronner. In Deutschland komme es durch Feinstaub und andere Luftschadstoffe zu rund vierzig Mal mehr vorzeitigen Todesfällen als durch Verkehrsunfälle.

LNV: Keine Tricksereien bei Messstellen!

Koalitionsstreit um Verkehrsbeschränkungen in Stuttgart
Neue Messstellen können das Problem nicht lösen, warnt LNV-Chef Bronner
Im aktuellen Koalitionsstreit um Verkehrsbeschränkungen und neue Luft-Messstellen in Stuttgart warnt der Landesnaturschutzverband (LNV) vor Tricksereien. „Manche kommen im Kampf gegen Fahrverbote auf originelle Ideen, die aber bei näherer Betrachtung völlig daneben sind“, meint LNV-Vorsitzende Gerhard Bronner. „Messstellen in größerer Höhe anzubringen oder dort, wo nicht so viele Autos fahren, ist rechtlich unzulässig und reine Augenwischerei ohne Gesundheitseffekt.“

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