Autofahren ohne Autofahrer

LNV-Pressemitteilung vom 06.02.2015

Autoindustrie und Politik haben nach aktuellen Medienberichten ein gemeinsames Ziel: das automatisierte Fahren. Die Euphorie ist groß: man hat schon die dafür geeignete Teststrecke (A 81) gefunden und möchte, laut einem Daimler-Konzern-Sprecher, am liebsten mit der Erprobung dort schon in diesem Jahr beginnen. Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) hält diese Technologie für bei weitem noch nicht ausgereift.

LNV begrüßt neues Gäubahn-Konzept

LNV-Pressemitteilung vom 05.02.2015

Der Landesnaturschutzverband (LNV) hat das auf der Versammlung des Interessenverbands vorgestellte neue Fahrplankonzept „Interim Plus“ für die Gäubahn geprüft und stellt eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum ursprünglichen Konzept fest. Es wird einen exakten Intercity-Stundentakt geben, dadurch auch Stundentakt-Bedienung in Engen, Oberndorf und Sulz und Stundentakt-Anschlüsse in Rottweil. Der südliche Abschnitt wird gegenüber dem nördlichen nicht mehr benachteiligt.

Kritik an Rechtseinschränkungen für Naturschutzverbände

LNV-Stellungnahme vom 27.1.2015

In seiner Stellungnahme zur Änderung des Landesverwaltungsverfahrensgesetzes (LVwVfG) kritisiert der LNV die Rechtseinschränkungen für anerkannte Naturschutzverbände in Planfeststellungsverfahren: keine Fristverlängerung mehr für die Abgabe von Stellungnahmen, strikte Präklusion, also Ausschluss aller nicht fristgerecht eingereichter Argumente. Außerdem lehnt der LNV den „Spatenstich“ als Baubeginn für planfestgestellte Bauvorhaben ab.

Lob für ÖPNV-Verbesserung in der Region Stuttgart

LNV-Stellungnahme vom 22.12.2014

In seiner Stellungnahme zur Änderung des ÖPNV-Gesetzes sowie des Gesetzes über die Einrichtung des Verbands Region Stuttgart, begrüßt der LNV die geplanten Änderungen bei den Zuständigkeiten. Geplanten Expressbuslinien sollten allerdings nicht auf den Flughafen konzentriert werden, sondern die Zentren rund um Stuttgart verbinden. Eigene Busspuren sollten ferner im Straßenbestand ausgewiesen werden. Die Stellungnahme wird vom BUND-Landesverband Baden-Württemberg und Pro Bahn (Regionalverband Region Stuttgart) mitgetragen.

Alternativen zur PKW-Maut

LNV-Pressemitteilung vom 12.12.2014

Der LNV schlägt für die Finanzierung der Infrastruktur-Sanierung statt problematischer, wenig ergiebiger, ökologisch wirkungsloser Mautpläne folgende Lösungen vor, die ein Mehrfaches der PKW-Maut ohne bürokratischen Mehraufwand erbringen. So sollte unter anderem eine am Energiewert orientierte schrittweise Angleichung der Dieselbesteuerung (aktuell ca. 47 C/l) an die Benzinbesteuerung (65 C/l) stattfinden und der grenzüberschreitende Luftverkehr besteuert werden, dem bisher weder Mineralölsteuer, noch Ökosteuer, noch Mehrwertsteuer auferlegt ist.

Umweltverträgliche Transporte müssen gesteigert werden

LNV-Pressemitteilung vom 30.10.2014

Der LNV bestärkt die Landesregierung in der Bemühung, mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene oder das Binnenschiff zu verlagern und wünscht guten Erfolg. Bisher ist es, obwohl in allen Regierungsprogrammen als Ziel formuliert, nie gelungen, den Anteil der umweltverträglicheren Transportarten wesentlich zu steigern. Für den LNV sind vor allem LKW-Langstreckenfahrten nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch fragwürdig, da der Güterschwerverkehr im hohen Maß den rasanten Verschleiß der Straßeninfrastruktur verursacht.

L 600 bei Sandhausen muss zurückgebaut werden

Pressemitteilung von LNV, BUND und NABU vom 28.10.2014

Die Umweltverbände NABU, LNV und BUND nehmen die Entscheidung der Gemeinde Sandhausen mit Kopfschütteln zur Kenntnis, die vom Petitionsaus-schuss des Landtags vorgeschlagenen Alternativen zum Rückbau von Teilen der L 600 bei Sandhausen abzulehnen. Die Gemeinde Sandhausen hatte sich über viele Jahre gegen einen Rückbau der L 600 bei Sandhausen gesperrt, obwohl dieser als Ausgleichsmaßnahme für den Neubau der B 535 seit 1989! rechtsverbindlich planfestgestellt war.

Elektro-Autos bitte nicht auf Busspuren!

LNV-Pressemitteilung vom 30.09.2014

Elektroautos sollen nach dem Entwurf zum Elektromobilitätsgesetz durch freie Fahrt auf den Busspuren bevorzugt werden. Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV), Dachverband der baden-württembergischen Naturschutzverbände hält das für keine gute Idee. Um Elektroautos einen Vorteil im Straßenverkehr zu verschaffen, kämen allenfalls privilegierte Parkplätze in Frage.

Schienenpersonenverkehr Zielkonzept 2025

LNV-Stellungnahme vom 28.7.2014

Der LNV hält das vorgelegte Konzept für sinnvoll und notwendig; im Vergleich zu dem, was auf diesem Gebiet bisher vorhanden war, stellen wir einen enormen Fortschritt fest: Es ist gelungen, Angebote zu systematisieren und zu standardisieren, sachgerecht nach transparenten Kriterien. Das Landesverkehrsgesetz, das den ÖPNV als gleichwertige Alternative zum Individualverkehr beschreibt, wird durch konkrete Zielsetzungen unterstützt: Stundentakt, Expresszugsystem zwischen Oberzentren …

LNV kritisiert das Wachstumsdenken beim Straßenbau

LNV-Pressemitteilung vom 8.5.2014

Mit Unverständnis reagiert der Dachverband der Natur- und Umweltschutzver-bände in Baden-Württemberg auf den Beschluss der Regierungsfraktionen, umgehend 30 zusätzliche Stellen in der Straßenbauverwaltung zu finanzieren. Für den nächsten Doppelhaushalt laufen sogar Überlegungen, Finanzmittel für 100 neue Stellen einzubringen. „Wie lange müssen wir noch warten, bis endlich eine Landesregierung den Mut hat, mit dem Wachstumsdenken im Straßenbau zu brechen?“ fragt der LNV-Vorsitzende.

S21-Gutachten berücksichtigt zu wenig Bahn-Reisende

LNV-Pressemitteilung vom 14.3.2014

Aufschlussreich ist die Aussage des Gutachtens im Hinblick auf einen prognostizierten Zuwachs von bis zu 49 Ankünften pro Stunde. Dann schneidet der S21-Bahnhof beim Bewegungskomfort der Reisenden deutlich schlechter ab als der Kopfbahnhof. Dies ergibt sich aus der Tatsache, dass der Kopfbahnhof die doppelte Anzahl von Bahnsteigen hat und sich dadurch Züge und Reisende besser verteilen lassen. Im geplanten Tunnelbahnhof mit nur 8 Bahnsteigen und höherer Frequenz von Zügen am gleichen Bahnsteig kann sich der Fahrgastandrang zu und von den Zügen nicht mehr abbauen.

Bahnverbindung Breisach-Colmar wiederherstellen

LNV-Pressemitteilung vom 14.3.2014

Der Landesnaturschutzverband fordert, dass die Bahnstrecke in die Gesamtfortschreibung des Regionalplanes aufgenommen wird. Er stellt einen entsprechenden Antrag an den Regionalverband Südlicher Oberrhein zur Wiederherstellung der Bahnverbindung (Freiburg-) Breisach-Colmar als inter-regional bedeutsames Schienenprojekt. Der Großraum Freiburg-Colmar ist eine kulturell, wirtschaftlich und touristisch eng verflochtene Wachstumsregion mit annähernd 400.000 Einwohnern und mehreren Tausend Arbeitsplätzen, die von der Bahn erschlossen werden sollte.

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