Zustimmung für Photovoltaik-Pflicht auf gewerblichen Dachflächen und Parkplätzen

In ihrer gemeinsamen Stellungnahme zur PV-Pflicht-Verordnung begrüßen BUND, Fridays for Future, LNV und NABU, dass eine Pflicht zur Nutzung von gewerblichen Dachflächen und Parkplätzen für Photovoltaikanlagen eingeführt werden soll. Sie halten den vorgelegten achtseitigen Entwurf für eine praxisorientierte Umsetzung allerdings für zu lang, zumal er neue Fragen aufwirft. Besser wäre es, die grundlegende Zielsetzung – möglichst viel installierte Leistung (nicht […]

Naturschutzverbände unterstützen 1.000 Megawatt-Solarkampagne

Solarstrom: Bis 2030 wichtigste Energiequelle im Land
Photovoltaik als Teil der naturverträglichen Energiewende in Baden-Württemberg
Die baden-württembergischen Landesverbände von BUND und NABU, der Landesnaturschutzverband LNV und die Bodensee-Stiftung unterstützen die 1.000 MW-Solarstromkampagne, denn die beschlossene PV-Pflicht und die Neuauflage des Speicherprogramms durch das Landesumweltministerium sind positiv, alleine aber zu wenig. Damit setzen führende Umweltverbände in Baden-Württemberg ein klares Signal für mehr Klimaschutz. Neben der dringend notwendigen Energieeinsparung fordern sie im Jahr der Landtagswahl den massiven Ausbau der Erzeugung von Strom und Wärme aus Erneuerbaren Energien. Strom aus Photovoltaikanlagen soll dabei in den kommenden zehn Jahren die wichtigste Energiequelle im Südwesten werden. Das ist das Ziel der neuen 1.000 Megawatt-Solarkampagne der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg. Diese breit und langfristig angelegte Kampagne, bei der sich auch Kommunen, das Handwerk und viele Energieversorgungsunternehmen im Land engagieren, bekommt jetzt Rückenwind von vier wichtigen Naturschutzverbänden im Land.

Energiewende in Baden-Württemberg

LNV- Position vom 31.5.2012

Es ist Konsens, dass für einen wirksamen Klimaschutz und zur Abkopplung von knapper und stetig teurer werdenden fossilen Energieträgern unser Energieversorgungssystem bis zur Mitte dieses Jahrhunderts weitgehend ohne Kohle, Öl und Erdgas auskommen muss. Die Reduktion der energiebedingten Kohlendioxid-Emissionen duldet keinen weiteren Aufschub. Mit der Atomkatastrophe in Fukushima wurde deutlich, dass die Kernenergie keine geeignete Technologie für mehr Klimaschutz ist.

Gewerbegebiete: Flächensparen durch Mehrfachnutzung

Naturschützer fordern weniger Flächenverbrauch für Gewerbegebiete,
Studie belegt Flächensparpotenziale durch Parkhäuser
Der Landesnaturschutzverband (LNV) kritisiert den verschwenderischen Flächenver-brauch in Gewerbegebieten durch ebenerdige Parkplätze und ungenutzte Dachflächen. Parkhäuser statt Großparkplätzen könnten den Flächenverbrauch reduzieren und weitere Gewerbeflächen verfügbar machen.

Solaranlage Solarenergie und Naturschutz in Einklang bringen

Pressemitteilung des LNV, Bodensee-Stiftung, BUND und NABU vom 15.5.2017

Das Land hat per Verordnung die Kulisse, in der über das Erneuerbare-Energien-Gesetz geförderte Solarparks errichtet werden können, auf alle benachteiligten Gebiete, d. h. landwirtschaftlich ge-nutzte Flächen, deren Bewirtschaftung nur mit höheren Kosten bzw. Einkommensverlusten und weiteren Nachteilen möglich ist, ausgedehnt. Als Ausschlussgebiete sind lediglich Nationalparke und Naturschutzgebiete festgelegt, überall sonst in benachteiligten Gebieten können grundsätzlich Solaranlagen gebaut werden.

Kritik an Photovoltaik-Freiflächenanlagen

LNV-Stellungnahme vom 27.1.2017

Der LNV sieht Freiflächen-Solaranlagen auf Äckern und Grünland grundsätzlich kritisch. Je nach Umfang von Freiflächenanlagen wird der Druck auf die ohnehin knappe Ressource „Fläche“ zusätzlich erhöht, es gehen landwirtschaftlicher Produktionsraum sowie Lebensraum für Tiere und Pflanzen und Erholungsraum für die Bevölkerung verloren. Das geplante Gesetz belässt den Ländern keine zusätzliche Steuerungsmöglichkeit. Die Prüfung der Umweltbelange nach BauGB für das obligatorische Bauleitplanverfahren hält der LNV für zu schwach.

Naturschützer bremsen bei Photovoltaik-Freiflächen

LNV-Pressemitteilung vom 10.12.2014

Der Landesnaturschutzverband, Dachverband der baden-württembergischen Naturschutzverbände, begrüßt, dass die CDU/CSU-Bundestagsfraktion weniger PV-Freiflächenanlagen ausschreiben möchte als vom Bundeswirtschaftsministerium vorgesehen. „Photovoltaik gehört auf Dächer und nicht auf Äcker und Wiesen“, so der stellvertretende LNV-Vorsitzende Gerhard Bronner. Das Stromnetz könne nur eine begrenzte Menge Solarstrom aufnehmen und die lasse sich auch mit gebäudeintegrierten Anlagen decken.

Grenzabstände für Wärmedämmung verringern

LNV-Stellungnahme vom 1.10.2013

Der LNV hat in seiner gemeinsamen Stellungnahme mit weiteren Naturschutzverbänden die geplante Möglichkeit, für energetische Sanierungen die Grenze zum Nachbargrundstück in einer Tiefe von 0,3 m überschreiten zu dürfen, begrüßt. Abgelehnt hat der LNV dagegen die geplanten Änderungen der Grenzabstände von Gehölzen zum Schutz von Solaranlage vor Beschattung. Stadtdurchgrünung und damit Beschattung und Kühlung durch Bäume seien in Zeiten der Klimaerwärmung wichtiger.

Die Energiewende ist nicht schuld an hohen Strompreisen

LNV übt scharfe Kritik an tendenziöser Berichterstattung und an der FDP

Der LNV ist enttäuscht von der medialen Berichterstattung über die Energiewende, die Einspeisung von regenerativ erzeugtem Strom und den Anstieg der Strompreise. „Hier werden falsche Zusammenhänge hergestellt und die Leser in die Irre geführt“, weiß der Vorsitzende Reiner Ehret. Auch über die Verlautbarungen der FDP ärgert sich der Chef des Dachverbands der Natur- und Umweltschutzverbände.

Begrüßung Neuregelungen bei der Landesbauordnung

LNV-Pressemitteilung vom 24.7.2013

Der Dachverband der Natur- und Umweltschutzverbände freut sich über die Novelle der Landesbauordnung, wonach soziale und ökologische Kriterien in Zukunft eine größere Rolle spielen sollen. „Insbesondere die Erleichterungen für die Schaffung von Solaranlagen an Gebäuden und die Verpflichtung zur Anlage von Fahrradabstellplätzen bei Neubauten sind ökologisch sinnvoll“, betont der LNV-Referent für Flächenmanagement Dr. Heiner Grub.

Energiewende endlich umsetzen

LNV-Pressemitteilung vom 6.6.2013

Das Weltklima ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und jeder sollte sich dessen bewusst sein. Der Vorsitzende des LNV, Reiner Ehret, fordert deshalb die politischen Entscheidungsträger dazu auf, den populären Reden über die Bedeutung des Umweltschutzes endlich auch entschlossenes Handeln folgen zu lassen.

1 2