Naturschutzverbände fordern deutlich mehr Tempo für Renaturierung der Fließgewässer

Es ist ein dickes Brett, das Baden-Württemberg beim Gewässerschutz bohren muss. „Wir sind meilenweit davon entfernt, die EU-Ziele zu erreichen. Das Umsetzungstempo muss jetzt im dritten Bewirtschaftungszyklus deutlich anziehen, damit wir eine Chance haben, alle Gewässer in einen guten Zustand zu überführen“, sagt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle. Gemeinsam mit den Verbandsspitzen von BUND und LNV im Land hat er die kürzlich verschickte Stellungnahme der drei Naturschutzverbände NABU, BUND und LNV an das Land unterschrieben. Darin fordern die Verbände das Umweltministerium und die Regierungspräsidien auf, spürbar mehr Einsatz für die Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) zu zeigen. „Wir sind enttäuscht, dass der gute ökologische Zustand der Gewässer in weiten Teilen des Landes weiterhin verfehlt wird. 21 Jahre nach Inkrafttreten der Wasserrahmenrichtlinie sind die wenigen Erfolge ernüchternd. Das Land muss sich endlich zu einem konsequenten Gewässerschutz bekennen, weitere mutlose Jahre können wir uns schlicht nicht mehr leisten“, ergänzt die BUND-Landesvorsitzende Sylvia Pilarsky-Grosch. Der LNV-Vorsitzende Gerhard Bronner erklärt: „Das Land hat die Gewässerentwicklung nicht mit ausreichendem Nachdruck betrieben und eingefordert. Jetzt muss die Aufholjagd beginnen. Wir brauchen mehr Personal und Finanzmittel, um dem Ziel des guten Zustands der Gewässer bis 2027 einen großen Schritt näher zu kommen.“

LNV fordert: Wasserschutzgebiete mit besorgniserregenden Nitratentwicklungen in die „Roten Gebiete“ der Landesverordnung aufnehmen

Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) unterstützt die Forderung der Wasserverbände und Wasserversorger, dass weitere Wasserschutzgebiete mit bedenklichen Entwicklungen der Nitratkonzentration in die sogenannten „Roten Gebiete“ nach der Landesverordnung zur Bundes-Düngeverordnung aufgenommen werden müssen. Es kann und darf nicht sein, dass Wasserschutzgebiete mit Messstellen über dem EU-Grenzwert von 50 mg Nitrat pro Liter oder solche mit sich signifikant in diese Richtung entwickelnden Nitratwerten außen vor bleiben.

LNV-Positionen zum Natur- und Umweltschutz

aktualisierte Auflage 2018
Der LNV bekennt sich mit diesen LNV-Positionen zum Leitbild einer dauerhaft nachhaltigen, im Sinne von umweltgerechten Entwicklung, wie es die Vereinten Nationen in ihrem Aktionsprogramm zur Nachhaltigkeit 1992 in Rio de Janeiro verabschiedet haben. Nachhaltigkeit bedeutet eine engere Verzahnung der drei Säulen Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft. Der Landesnaturschutzverband setzt sich dafür ein, dass das Nachhaltigkeitsgebot in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens Eingang findet.

Aktionsprogramm Jagst bitte weiterführen

Von Seiten des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg (LNV) dankt dessen Vorsitzender Dr. Gerhard Bronner allen Akteuren, insbesondere der Landesregierung und dem Regierungspräsidium Stuttgart für die bisherigen Maßnahmen an der Jagst. Sie seien ein guter Maßstab für Verbesserungen an ähnlichen Flüssen.

LNV fordert zum Weltwassertag am 22.03.2018

Gewässerrandstreifen einhalten und keine Bebauung in Überschwemmungsgebieten
Neuer Flyer informiert über Spurenstoffe
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg begrüßt das Motto „Nature for Water“ des 25. UN-Weltwassertags am 22. März 2018. Für den LNV ist klar, dass ein langfristiger und wirkungsvoller Schutz unseres Wassers ohne eine naturnahe Gewässerstruktur und -bewirtschaftung nicht funktionieren kann.

Neuer Informationsflyer von LNV und weiteren Verbänden

Spurenstoffe in Gewässern haben auch in kleinsten Konzentrationen große Umweltwirkungen
Schmerzmittel, Hormone und Süßstoffe bilden problematischen Cocktail
In einer gemeinsamen Initiative haben der Dachverband Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) und seine Mitgliedsverbände Deutscher Alpenverein BW, NaturFreunde BW, Landesfischereiverband, Landesjagdverband, Schwäbischer Albverein und Schwarzwaldverein den Informationsflyer „Spurenstoffe – Was sind Spurenstoffe? Und was geht mich das an?“ veröffentlicht. Sie setzen damit ein Zeichen gegen die chemische Belastung von Bächen, Flüssen und Seen. Der Flyer richtet sich besonders an Menschen, die gerne und oft Zeit in der Natur verbringen. Er gibt praktische Tipps, wie der Eintrag von Spurenstoffen in Natur und Umwelt vermieden werden kann.

Spurenstoffe in Gewässern

LNV-Info 1/2018
Bis zu 70.000 Chemikalien kommen heutzutage europaweit täglich zum Einsatz. Ein großer Teil davon findet seinen Weg in unsere Umwelt und den Wasserkreislauf. Aber erst als vermehrt Pflanzenschutzmittel im Grundwasser nachgewiesen wurden, rückten Verunreinigungen mit sogenannten Spurenstoffen verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit. Doch was sind Spurenstoffe eigentlich?

Naturschutzverbände loben Wettbewerb zu Bio-Musterregionen

Mit dem Wettbewerb „Bio-Musterregionen“ will das baden-württembergische Landwirtschaftsministerium (MLR) „Bio“ und „Regio“ besser vernetzen, regionale Kreisläufe stärken und einen Ideenwettbewerb für Vermarktungswege anstoßen. Die Natur- und Umweltschutzorganisationen NABU, BUND und LNV bewerten die Initiative des MLR positiv.

Lob für Wasserkrafterlass für WKA bis 1000 kW

LNV-Stellungnahme zum Entwurf einer Neufassung Drei Jahre nach Ablauf des alten Wasserkrafterlasses für Wasserkraftanlagen bis 1000 kW hat das UM die Neufassung in die Anhörung gegeben. Der LNV hält die Neufassung mit seinen nach der Größe des Fließgewässers gestuften Orientierungswerten für gelungen und eine deutliche Verbesserung gegenüber der bisherigen Regelung. Allerdings sollte aus LNV-Sicht auch bei Wasserkraftstandorten mit einem mittleren […]

Wasserkraft nutzen, wo es ökologisch vertretbar ist

Pressemitteilung des Landesnaturschutzverbandes (LNV), des Naturschutzbundes (NABU) und des Landesfischereivereins (LFV)

Mindestwasser und Durchgängigkeit sichern Tierwelt das Überleben
In ihrem gemeinsamen, aktualisierten Positionspapier zur Wasserkraft formulieren Landesfischereiverband BW (LFV), Landesnaturschutzverband BW (LNV) und NABU BW Anforderungen an eine Nutzung der Wasserkraftpotentiale in Baden-Württemberg unter der Prämisse eines ökologischen Fließgewässerschutzes. Dabei muss die Erhaltung und die Wiederherstellung von naturnahen und ökologisch funktionsfähigen Fließgewässern und -abschnitten erste Priorität haben.

Gemeinsame Erklärung von LFV, LNV und NABU zur Wasserkraftnutzung in Baden-Württemberg

In ihrem gemeinsamen, aktualisierten Positionspapier zur Wasserkraft formulieren Landesfischereiverband BW (LFV), Landesnaturschutzverband BW (LNV) und NABU BW Anforderungen an eine Nutzung der Wasserkraftpotentiale in Baden-Württemberg unter der Prämisse eines ökologischen Fließgewässerschutzes. Dabei muss die Erhaltung und die Wiederherstellung von naturnahen und ökologisch funktionsfähigen Fließgewässern und -abschnitten erste Priorität haben. Download: Position Wasserkraft

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