LNV: Landesbauordnung muss nachhaltiger werden!

Verbesserungen bei Stellplätzen, Artenschutz, Solarenergie und Begrünung
Land kann und muss mit der Landesbauordnung Städte und Dörfer lebenswerter machen – für Menschen, Tiere und Pflanzen
Nachbesserungen im Bereich Umwelt- und Naturschutz fordert der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) in seiner Stellungnahme zur aktuellen Änderung der Landesbauordnung. So fehlten beispielsweise konkrete Vorgaben zur Absicherung von Glasfassaden gegen den millionenfachen Vogelschlag, zur Nutzung von Solarenergie sowie zur Eindämmung naturfeindlicher Schottergärten. Scharfe Kritik übt der LNV an dem Vorhaben, Autos bei der Anlage von Stellplätzen zu bevorzugen.

LNV: „Schottergärten sind illegal“

Baubehörden sollen Landesbauordnung durchsetzen
Schottergärten für Tiere so wertlos wie ein Aldi-Parkplatz / LNV-Tagung zum Artenschutz in Siedlungen im November in Stuttgart
Schottergärten sind für die Natur wertlos – und zugleich ein Verstoß gegen die Landesbauordnung. Darauf weist der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) in einem Brief hin, den er im Vorfeld seiner Tagung „Zukunftsforum Naturschutz“ in Stuttgart an das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau geschickt hat.

Dammbruch beim Flächenverbrauch

Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) bedauert die Verdoppelung des Flächenverbrauchs von täglich 3,6 Hektar im Jahr 2016 auf 7,9 Hektar/täglich in 2017. Die Kommunen führen einen ruinösen Wettbewerb um junge Familien, indem sie großzügige Einfamilienhaus-Grundstücke abgeben und das auch noch subventioniert. Die Aufsichtsbehörden kümmern sich zu wenig um das rechtlich bindende Gebot, neue Bauflächen nur im unbedingt notwenigen Umfang auszuweisen.

Wohnungsbau: Naturschützer und Architekten auf gleicher Linie

Der Landesnaturschutzverband schließt sich auch ausdrücklich der Forderung der Architektenkammer an, den Kommunen mehr Spielräume zur Durchsetzung der Innenentwicklung einzuräumen. Die Kammer hatte gefordert, den Kommunen bei städtebaulich wichtigen Schlüsselgrundstücken ein erweitertes Vorkaufsrecht einzuräumen. Auch die Idee, eine Bau- oder Verkaufspflicht durchzusetzen, wird begrüßt.

Daimler-Werk Rastatt – Werkserweiterung in Grenzen

BUND, LNV und NABU sehen deutliche Reduzierung der negativen Wirkungen für Umwelt und Natur
Durch eine deutliche Beschränkung des Flächenverbrauchs gegenüber der ursprünglich von Daimler favorisierten Erweiterung, den Verzicht auf den Bau einer Straßenanbindung durch das Rastatter Bruch sowie durch Maßnahmen für die Reduzierung des Auto- und LKW-Verkehrs bewerten BUND, LNV und NABU die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie „Zukunftsgerichtete Entwicklung des Mercedes-Benz Werkes Rastatt“ als Kompromiss, der auch für Umwelt und Natur eine tragfähige Lösung in Aussicht stellt.

LNV fordert Bebauungsplan-Änderungen für Nachverdichtungen

Der Landesnaturschutzverband (LNV) begrüßt Minister Hauks Plädoyer für die Aufstockung von Gebäuden. In vielen alten Bebauungsplänen ist eine unverantwortlich lockere Bebauung festgesetzt. Wer sein Haus um ein Stockwerk erhöhen wolle oder auf riesigen Bauparzellen ein zweites Wohnhaus errichten wolle, dürfe das nicht.

LNV kritisiert maßlose Flächenforderungen für Wohnungsbau

Auf wenig Gegenliebe stößt beim Landesnaturschutzverband (LNV) der Vorstoß der SPD-Gremien, die neben sinnvollen Schritten wie einer Bekämpfung der Zweckentfremdung von Wohnraum, stärkerer Wohnbauförderung und stärkerer Bauverdichtung auch 7400 ha zusätzlicher Bauflächen fordern, wobei neue Gewerbeflächen noch nicht einmal enthalten sind!

Reform kann helfen, die Wohnungsnot zu bekämpfen

Landesnaturschutzverband fordert Grundsteuerreform Bodenwertmodell würde zur Vereinfachung führen Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) schlägt vor, der Wohnungsnot in Ballungsräumen auch durch eine andere Ausgestaltung der Grundsteuer entgegenzuwirken. Er kritisiert das mangelnde Interesse der Länderfinanzminister an dieser Idee, die eine Reihe von Vorteilen hätte. Die Mietpreisbremse hat versagt, die Städte haben Probleme, ausreichend neue Wohnbauflächen zu schaffen, ein Ende der Wohnungsnot ist […]

Daimler-Werkserweiterung nicht in den Rheinauen

LNV-BUND-NABU-Pressemitteilung vom 18.9.2017

BUND, NABU und LNV fordern ökologische Alternativen für die Werkserweiterung, damit die Rheinauen nicht unter Beton und Asphalt verschwinden. Die Vorsitzenden der Naturschutzverbände LNV, BUND und NABU haben klar verdeutlicht, dass sie eine Erweiterung des Werksgeländes nach Süden sowie die geplanten Umfahrungsstraßen ablehnen.

Gewerbegebiete: Flächensparen durch Mehrfachnutzung

Naturschützer fordern weniger Flächenverbrauch für Gewerbegebiete,
Studie belegt Flächensparpotenziale durch Parkhäuser
Der Landesnaturschutzverband (LNV) kritisiert den verschwenderischen Flächenver-brauch in Gewerbegebieten durch ebenerdige Parkplätze und ungenutzte Dachflächen. Parkhäuser statt Großparkplätzen könnten den Flächenverbrauch reduzieren und weitere Gewerbeflächen verfügbar machen.

Effizienter Einsatz von Steuergeldern im Bereich Verkehr und Umwelt

LNV-Pressemitteilung vom 15.5.2017

Mit einem offenen Brief äußert der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) sein Unverständnis über die Entscheidung des Stuttgarter Gemeinderates, die Parkplätze für eine neue Sporthalle auf der Waldau auszweiten. Laut Pressebericht hat der Gemeinderat trotz hoher Kosten die Zahl der Tiefgaragen-Parkplätze in dem bestens mit ÖPNV erschlossenen Gebiet, entgegen den Vorschlägen der Stadtverwaltung, von 40 auf 67 erhöht.

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