Nicht nachlassen bei der Luftreinhaltung!

Naturschützer: Verwirrung um Feinstaub und Stickoxide

Der Landesnaturschutzverband (LNV), Dachverband von 32 Naturschutzorganisationen in Baden-Württemberg, tritt energisch dem Eindruck entgegen, die Luftbelastung durch Autoabgase werde übertrieben und es bestehe gar keine Gesundheitsgefahr. „Es wäre wünschenswert, wenn Politik und Medien sich mehr an Fakten orientieren würden und z.B. zur Kenntnis nehmen, dass Stickoxide etwas anders sind als Feinstaub“, so LNV-Chef Gerhard Bronner.

Für zynisch und verantwortungslos hält der LNV die Aussage der vielzitierten 100 Lungenärzte, es gebe keine Feinstaubtoten. Dazu Naturschützer Bronner: „Nur weil man nicht direkt am Einatmen von Feinstaub stirbt, sondern an Folgekrankheiten wie Herzinfarkt, Diabetes oder Lungenkrebs, ist Feinstaub nicht harmlos. Sonst könnte man auch Lärm, Alkohol, Benzol und Asbest für harmlos erklären“. Diese Zusammenhänge seien wissenschaftlich gut gesichert. Bisher ging man von 45.000 Feinstaubtoten pro Jahr in Deutschland aus (dem 15fachen der Verkehrstoten!), neuere Studien legen eher 120.000 Tote nahe.

Die Feinstaubgrenzwerte seien also keinesfalls zu niedrig angesetzt. Auch bei Einhaltung aller Grenzwerte würden noch viele Tausend Menschen an Krankheiten sterben, die durch die Feinstaubbelastung verursacht wurden. Und für den gefährlichsten Feinstaub, den ultrafeinen, gibt es noch gar keine Grenzwerte. Zwar habe der Feinstaub teilweise natürliche Quellen und es gingen größere Mengen auf das Konto der Ammoniakemissionen aus der Landwirtschaft als auf das der Dieselabgase. Aber jede Verursachergruppe müsse einen Beitrag leisten, die Belastung zu reduzieren.

Anders ist nach Aussage des LNV die Situation bei den Stickoxiden. Dort bestehe tatsächlich ein Sicherheitsabstand zwischen den Grenzwerten und der Wirkschwelle für die menschliche Gesundheit. Dies sei aber bei Grenzwertsetzungen im Sinne des europäischen Vorsorgeprinzips durchaus üblich, solange auch schärfere Grenzwerte technisch eingehalten werden können. Dies sei auch bei Dieselfahrzeugen möglich, wenn die beste verfügbare Technik eingebaut werde. Genau davor habe sich aber die Automobilindustrie aus Kostengründen gedrückt.

Letztlich habe die vielgescholtene Deutsche Umwelthilfe nichts anderes gemacht, als auf der Einhaltung bestehender Gesetze zu bestehen. Unabhängig davon, ob die Grenzwerte optimal festgelegt sind oder nicht: wo kämen wir hin, fragt sich der LNV, wenn die Industrie selbstherrlich darüber entscheiden würde, welche Grenzwerte sie einhalten möchte und welche nicht?

pdf-Datei zum Herunterladen: LNV-Pressemitteilung zur Luftreinhaltung

Hintergrundinformationen
Umweltbundesamt zu Gesundheitsrisiken
Beitrag im Bayrischen Rundfunk
Mitteilung der Grünen im Bundestag


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