Wasserkraftnutzung in Baden-Württemberg

LNV-Info 5/2007

Die Erzeugung von Strom aus Wasserkraft kann neben anderen regenerativen Energiequellen (z.B. Sonne, Wind) einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Energieversorgung leisten und genießt in Baden-Württemberg breite gesellschaftliche Unterstützung. Dennoch sind Wasserkraftanlagen aus Sicht der Naturschutzverbände insgesamt differenziert zu bewerten. Vor dem Hintergrund der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, wurde die folgende Position zur Nutzung der Wasserkraft beschlossen, die sowohl die Belange der Gewässerökologie als auch der Nutzung erneuerbarer Energie berücksichtigt.

Naturschutz-Beurteilung regenerativer Energiegewinnung

LNV-Info 7/2007

Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energie sind neben der Energieeinsparung und der Energieeffizienz ein wesentlicher Bau¬stein für eine zukunftsfähige Energiegewinnung ohne fossile Energieträger und ohne Atomkraft. Unter dieser Prämisse sind bei der Bewertung von Eingriffen in Natur und Landschaft durch solche Anlagen Umweltentlastungen selbstverständlich zu berücksichtigen und in ihrem Umfang abzuwägen. Für diese Abwägung sollen hier Hinweise gegeben werden.

Energiepass als Energiebedarfsausweis

LNV-Info vom 12.2.2007

Massiver Lobbyeinfluss und völliges Desinteresse des Bundeswirtschaftsministeriums haben dazu geführt, dass es nicht gelungen ist, den seriösen Energiebedarfsausweis durchgehend zu verankern. Vielmehr wird bei bestimmten Gebäuden nur die Dokumentation des Energieverbrauchs durch einen sogenannten Energieverbrauchsausweis anerkannt. Damit wird aber weniger die energetische Qualität des Gebäudes als vielmehr die Sparsamkeit der Bewohner dokumentiert.

Für eine umweltgerechte Energieversorgung

LNV-Info vom 23.6.2005

Der Landesnaturschutzverband (LNV) und die Arbeitsgemeinschaft der Badisch-Württembergischen Bauernverbände streben den Ausbau erneuerbarer Energien an. Sie fordern die Landesregierung auf, weitere konkrete Schritte zu unternehmen. CO2-neutrale Verfahren müssen stärker verbreitet werden. Der Verbrauch endlicher Energieträger (Öl, Gas, Kohle und Kernkraft) muss konsequent zurückgeführt werden, um die Zunahme der Klimaprobleme einzudämmen und den nachfolgenden Generationen mehr Ressourcen zu erhalten.

Das Wasserstoffauto

LNV-Info vom 9.6.2004

Eine Technik mit zweifelhafter Umweltbilanz
Das Wasserstoffauto mit Brennstoffzellen soll die Lösung für die Verkehrsprobleme der Zukunft sein. Es ist jedoch ein umweltbelastender Irrweg, wie das Umweltbundesamt vermeldet. Es werden häufig “Energieträger” und “Energiequellen” verwechselt. Als Energieträger ist der Wasserstoff tatsächlich sehr emissionsarm, aber nur solange die eigentliche “Energiequelle”, mit deren Hilfe er hergestellt wird, nicht mit in die Bilanz einbezogen wird.

Solarenergie in der freien Landschaft

LNV-Info vom 29.3.2004

Die Nutzung regenerativer Energien hat den Vorteil, dass anders als bei der Nutzung fossiler Energieträger kein Kohlendioxid emittiert wird und dass die Gefahren der Radioaktivität vermieden werden. Kritisch zu sehen sind dagegen großflächige Photovoltaikanlagen in der freien, bislang unbebauten Landschaft. Die Inanspruchnahme der freien Landschaft für bauliche und technische Anlagen ist in Deutschland und speziell in Baden-Württemberg eines der drängendsten Umweltprobleme überhaupt.

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