Mehr Natur wagen – Tagungsbericht

Das LNV-Zukunftsforum Naturschutz widmete sich unter dem Titel “Mehr Natur wagen – Chance für die Artenvielfalt in Städten und Dörfern? ” dem Thema, dass seit einigen Jahren einerseits eine massive Versiegelung von Grünflächen im Siedlungsbereich zu beobachten ist, andererseits aber immer mehr – auch bedrohte – Tierarten in die Siedlungsbereiche ausweichen. Wir freuen uns, dass sich auch Umweltminister Franz Untersteller der Diskussion mit fast 200 Teilnehmenden stellte .

LNV begrüßt „Masterplan Stadtnatur“

Einen Entwurf für den „Masterplan Stadtnatur“ hat das Bundesumweltministerium (BMU) jetzt vorgelegt – und erntet dafür von Naturschützern Lob. Denn während auf monotonen Äckern und Wiesen die biologische Vielfalt schwinde, steige die Bedeutung von Städten und Dörfern als Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

Schwalben ziehen fort – die Probleme bleiben hier

LNV fordert, jetzt bessere Brutbedingungen für das Frühjahr zu schaffen

Tausende Mehl- und Rauchschwalben machen sich derzeit auf den weiten Weg in ihre Winterquartiere jenseits der Sahara. Die einst allgegenwärtigen Sommer- und Glücksboten sind mittlerweile massiv weniger geworden. Beide Schwalbenarten sind auf der bundesdeutschen Roten Liste angekommen. Das ist ein alarmierendes Signal.

Mehr Nachhaltigkeit bei der Bioenergie

LNV-Position vom 31.10.2012, überarbeitet September 2015

Bioenergie hat viele Vorteile. Sie kann (fast) überall erzeugt werden, ist speicherbar und kann so Verbrauchsschwankungen ausgleichen. Sie ist vielseitig und lässt sich als Strom, Wärme und Kraftstoff nutzen. Zunehmend werden jedoch auch ihre Schattenseiten sichtbar. Bioenergie tritt in Konkurrenz zur landwirtschaftlichen Nahrungsproduktion, führt zu erhöhten Agrarimporten (mit Folgen in den Herkunftsländern), kann zur Intensivierung und Monotonisierung der Feldflur führen.

Natur-Objekte des Jahres 2018

Eine kurze Zusammenstellung des LNV
Wie jedes Jahr soll mit den „Naturobjekten des Jahres“ auf die Gefährdung und den Verlust von Pflanzen, Tieren und anderen Naturobjekten aufmerksam gemacht und die Artenvielfalt gefördert werden. Der LNV hat hierzu wieder eine Liste der ausgezeichneten Naturobjekte des Jahres 2018 zusammengestellt.
Die Flechte des Jahres ist die Fransen-Nabelflechte(Umbilicariacylindrica), die an den Steilflächen von mineralreichen Silikatfelsen der Hochlagen in Mitteleuropa siedelt und bedroht ist.

Sonderprogramm Ökologie ist Meilenstein für den Naturschutz

„Baden-Württemberg ist auf dem besten Weg, im Naturschutz an die Spitze der Bundesländer zu gelangen“, ist der LNV-Vorsitzende Gerhard Bronner überzeugt. “Es ist ein wichtiger Meilenstein für den Naturschutz, dass sich Grüne und CDU für die nächsten beiden Haushaltsjahre auf ein 36 Millionen Euro schweres ,Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt‘ geeinigt haben. Das ist eine gute Investition in die Zukunft unseres Landes und zeigt, dass Grün-Schwarz in Baden-Württemberg für den Naturschutz funktioniert“, sagt der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle. „Dass beide Regierungsparteien mittlerweile Naturschutz als wichtiges Thema sehen, ist gut und richtig. Nur brauchen wir auch flächendeckend wirksame Maßnahmen zur Stärkung der biologischen Vielfalt wie die Reduktion des Pestizideinsatzes in Baden-Württemberg“, sagt die BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender.

Naturschützer fordern Aktionsprogramm gegen den stummen Frühling

Mit großer Mehrheit beschlossen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am LNV-Zukunftsforum zum Insektensterben eine Resolution, in der ein Aktionsprogramm zur Bekämpfung des Insektensterbens gefordert wird. Darin enthalten ist die Aufhebung der Zulassung von Pestiziden mit Neonicotinoiden als Wirkstoff. In Frankreich wurden diese Mittel verboten, ohne dass damit wirtschaftliche Nachteile für die Bauern verbunden wären.

LNV begrüßt mehr Mittel für die biologische Vielfalt

Der LNV begrüßt die Bereitstellung von zusätzlichen Mitteln für die Stärkung der biologischen Vielfalt.
“Wir bedanken uns dafür ausdrücklich bei den Koalitionspartnern”, so LNV-Chef Gerhard Bronner. Die Mittel für konkrete Projekte für die Artenvielfalt sind ebenso gut angelegt wie die für eine Verbesserung des Monitoring. Wie wichtig es ist, auch die Entwicklung der Arten zu beobachten, zeigt der alarmierende Rückgang der Insekten, der zu lange unentdeckt blieb.

Artenkenntnis und organismische Biologie an den Hochschulen

Auswertung einer Umfrage bei Arbeitgebern im Naturschutzbereich
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e. V. (LNV) setzt sich für den Erhalt der Biologischen Vielfalt ein. In den letzten Jahren haben wir den Eindruck gewonnen, dass die allgemeine organismische Biologie in Forschung und Lehre sowohl an Universitäten als auch Schulen und somit die Kenntnis über (heimische) Arten leider immer mehr zurückgehen.

LNV warnt vor Rückgang der Insekten!

LNV-Pressemitteilung zum Internationalen Tag des Artenschutzes am 3. März 2017

Weitreichende Auswirkungen auf Ökosysteme
Der Landesnaturschutzverband ist alarmiert, dass trotz vieler Bemühungen zum Artenschutz der Gefährdungsgrad typischer Arten der Feldflur und selbst vieler bisheriger „Allerweltsarten“ deutlich gestiegen ist. Vor allem über den drastischen Rückgang von Insekten und damit auch der insektenfressenden Vögel und anderer Wirbeltiere ist besorgniserregend. Laut Studien ist mit Einbußen von bis zu 80 % der Biomasse an Insekten in den letzten Jahren zu rechnen.

Biber in Baden-Württemberg

LNV-Info 3/2007

nser größtes heimisches Nagetier erobert seit seinem ersten Wiederauftreten in Baden-Württemberg um 1980 unaufhaltsam von vier Seiten unser Land: Von Nordosten über Altmühl und Wörnitz, von Südosten über Donau und Iller, von Süden aus der Schweiz über den Hochrhein und (hier allerdings zaghaft) von Westen aus Frankreich vom Elsass her. Die erfolgreiche Reproduktion und die jetzigen “Wanderungszugewinne” lassen die Prognose zu, dass Baden-Württemberg unter den jetzigen “Rahmenbedingungen” vermutlich in einigen Jahrzehnten wieder flächendeckend zum Biberland geworden ist.

1 2 3 4