Windräder auf dem Feldberg sind Schnapsidee

Der Landesnaturschutzverband (LNV), Dachverband von 37 Naturschutzvereinen in Baden-Württemberg, lehnt Windkraftanlagen auf dem Feldberg vehement ab. Bürgermeister Johannes Albrecht von Feldberg hat diese vorgeschlagen, um Strom für erweiterte Beschneiungsanlagen zu produzieren.

Gerhard Bronner, Vorsitzender des LNV, hält Windräder auf dem Feldberg für eine „Schnapsidee“. „Wir freuen uns darüber, dass die regenerativen Energien und auch die Windenergie ausgebaut werden. Aber der Feldberg ist wirklich der allerletzte Ort im Land, wo hierfür geeignet ist!“, so der Naturschützer. Der Feldberg mit Ausnahme des Skihanges habe als Naturschutzgebiet die höchste Schutzkategorie, die absolut tabu für bauliche Eingriffe bleiben müsse. Eine Vielzahl von seltenen Vogelarten lebe dort, von denen das Auerhuhn nur die bekannteste ist. Nachgewiesenermaßen üben Windkraftanlagen eine „Scheuchwirkung“ auf Auerhühner aus.

In allen Planungen werde der Feldberg als Tabuzone für Windkraft klassifiziert. Es gebe landesweit hunderte von potentiellen Windkraftstandorten, bei denen keine oder geringe Konflikte mit geschützten Arten zu erwarten sind. „Baut dort Windkraftanlagen und lasst das ökologische Tafelsilber des Landes, die Naturschutzgebiete, in Ruhe!“, appelliert Bronner an die Politik.
Beim Feldberg kommt hinzu, dass er eine einzigartige Landmarke ist. „Die Erhaltung eines ansprechenden, nicht technisch überprägten Landschaftsbildes ist neben dem Schutz der Biodiversität ein gesetzlicher Auftrag des Naturschutzgesetzes.“, wendet der LNV gegen die Planung ein. In der zehnstufigen Klassifizierung des Landschaftsbildes liegt das Feldberggebiet in den höchsten Klassen, sieht man vom Umfeld des Feldberger Hofes ab.

Pressemitteilung zum download: LNV-PM Windräder auf dem Feldberg sind Schnapsidee