„Moor-Renaturierung“ als Emissionszertifikat?

Moore sind gigantische Kohlendioxidspeicher und bedeutsam für den Klimaschutz

Anlässlich des Welttags der Feuchtgebiete macht der LNV auf die enorme Bedeutung von Feuchtbiotopen sowohl für den Arten- als auch für den Klimaschutz aufmerksam. Besonderes Augenmerk richtet der Dachverband der Natur- und Umweltschutzverbände in Baden-Württemberg auf den Erhalt und die Renaturierung von Mooren. Werden intensiv genutzte Moore renaturiert, so verwandeln sie sich von CO2-Emissionsquellen in CO2-Senken. Derartige Maßnahmen sollten als CO2-Zertifikate handelbar sein. Zudem könnten sie als Ausgleichsmaßnahmen anerkannt werden.

Ein Großteil der Moorböden in Baden-Württemberg wurde in den letzten Jahrhunderten trockengelegt, als Torf gestochen oder in Äcker und Grünland umgewandelt. „Eine Renaturierung durch Vernässung und extensive Bewirtschaftung ist jedoch möglich und dringend erforderlich“, sagt der stellvertretende LNV-Vorsitzende Dr. Gerhard Bronner. Allerdings müsse man dazu auch Geld in die Hand nehmen.

Bereits heute kann die Renaturierung von Mooren als naturschutzrechtliche Ausgleichsmaßnahme verbucht werden. Hilfreich wäre, sie auch in den Emissionszertifikate-Handel aufzunehmen.

Moore stellen gigantische Kohlendioxid-Speicher dar, da unter Luftabschluss organisches Material nicht abgebaut wird. Werden Moore jedoch trockengelegt, startet ein Zersetzungsprozess, der bislang gebundenes Kohlendioxid in großen Mengen freisetzt.

„Die Wiederherstellung von Mooren ist eine äußerst effektive Klimaschutzmaßnahme“, betont Bronner. Abgesehen davon seien Moore ein wichtiger Lebensraum seltener und bedrohter Tier- und Pflanzenarten.

LNV-PM zu Feuchtgebieten