Bund soll zweigleisigen Ausbau der Gäubahn bald realisieren

LNV-Pressemitteilung vom 29.7.2016

Das Land hatte – im Einklang mit allen im Landtag vertretenen demokratischen Parteien und den politischen Entscheidungsträgern in Kreisen, Städten und Gemeinden – beim Bund eine Höherstufung mehrerer Schienenprojekte im Bundesverkehrswegeplan gefordert. Als besonders vordringlich nannte der LNV die Wiederherstellung der Zweigleisigkeit der sogenannten Gäubahn zwischen Horb und Tuttlingen.

Nutzen durch Zeitersparnis, die es nicht gibt?

LNV-Stellungnahme vom 30.4.2016

Der Nutzen eines Verkehrsprojekts wird im Wesentlichen aus der Monetarisierung der Zeitersparnis abgeleitet. Die Verkehrswissenschaft hat jedoch nachgewiesen, dass alle im Verkehr erzielten Zeitgewinne wieder in Verkehr reinvestiert werden, insbesondere in längere Wege. Die in Wirklichkeit nicht vorhandenen Zeitgewinne fließen sogar mehrfach als Nutzen in die Bewertung ein – ein gravierender methodischen Fehler.

Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz

LNV-Stellungnahme vom 27.1.2016

Die VwV-LGVFG verlangt zwar an mehreren Stellen „die Belange von Natur und Landschaft dürfen dem Vorhaben nicht entgegen stehen“ und die Vorlagepflicht für einen Nachweis dieser Umweltverträglichkeit. Sie ignoriert aber, dass für viele Straßen oft keinerlei Verfahren notwendig sind. Wir müssen daher davon ausgehen, dass in vielen Förderfällen keine Prüfung auf Verträglichkeit mit Umwelt- und Naturschutzbelangen durch die Behörden erfolgt.

LNV wünscht sich landesweit gültiges Monatsticket

LNV-Pressemitteilung vom 14.1.2016

Die Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Unterstützung der vom Land vorgesehenen Einführung des Landestarifs wird vom LNV begrüßt. Bereits in der 1. Stufe ab 2018 sollte eine landesweit gültige Monatskarte nach dem Modell des bereits eingeführten und bewährten BW-(Tages-)Tickets eingeführt werden. Für Fahrgäste, die nicht nur in einem Verkehrsverbund und an einzelnen Tagen unterwegs sind, besteht bisher kein überregionales Zeitkarten-Angebot.

Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz

BUND, LNV und VCD begrüßen in ihrer Stellungnahme weitgehend die geplanten Änderungen des Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes (LGVFG). 60% der Mittel sollen für den Ausbau des Umweltverbundes reserviert werden, das Spektrum förderfähiger Vorhaben vor allem im Umweltverbund wird erweitert und weniger Großmaßnahmen gefördert.

LNV begrüßt neues Gäubahn-Konzept

LNV-Pressemitteilung vom 05.02.2015

Der Landesnaturschutzverband (LNV) hat das auf der Versammlung des Interessenverbands vorgestellte neue Fahrplankonzept „Interim Plus“ für die Gäubahn geprüft und stellt eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum ursprünglichen Konzept fest. Es wird einen exakten Intercity-Stundentakt geben, dadurch auch Stundentakt-Bedienung in Engen, Oberndorf und Sulz und Stundentakt-Anschlüsse in Rottweil. Der südliche Abschnitt wird gegenüber dem nördlichen nicht mehr benachteiligt.

Lob für ÖPNV-Verbesserung in der Region Stuttgart

LNV-Stellungnahme vom 22.12.2014

In seiner Stellungnahme zur Änderung des ÖPNV-Gesetzes sowie des Gesetzes über die Einrichtung des Verbands Region Stuttgart, begrüßt der LNV die geplanten Änderungen bei den Zuständigkeiten. Geplanten Expressbuslinien sollten allerdings nicht auf den Flughafen konzentriert werden, sondern die Zentren rund um Stuttgart verbinden. Eigene Busspuren sollten ferner im Straßenbestand ausgewiesen werden. Die Stellungnahme wird vom BUND-Landesverband Baden-Württemberg und Pro Bahn (Regionalverband Region Stuttgart) mitgetragen.

Umweltverträgliche Transporte müssen gesteigert werden

LNV-Pressemitteilung vom 30.10.2014

Der LNV bestärkt die Landesregierung in der Bemühung, mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene oder das Binnenschiff zu verlagern und wünscht guten Erfolg. Bisher ist es, obwohl in allen Regierungsprogrammen als Ziel formuliert, nie gelungen, den Anteil der umweltverträglicheren Transportarten wesentlich zu steigern. Für den LNV sind vor allem LKW-Langstreckenfahrten nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch fragwürdig, da der Güterschwerverkehr im hohen Maß den rasanten Verschleiß der Straßeninfrastruktur verursacht.

Schienenpersonenverkehr Zielkonzept 2025

LNV-Stellungnahme vom 28.7.2014

Der LNV hält das vorgelegte Konzept für sinnvoll und notwendig; im Vergleich zu dem, was auf diesem Gebiet bisher vorhanden war, stellen wir einen enormen Fortschritt fest: Es ist gelungen, Angebote zu systematisieren und zu standardisieren, sachgerecht nach transparenten Kriterien. Das Landesverkehrsgesetz, das den ÖPNV als gleichwertige Alternative zum Individualverkehr beschreibt, wird durch konkrete Zielsetzungen unterstützt: Stundentakt, Expresszugsystem zwischen Oberzentren …

S21-Gutachten berücksichtigt zu wenig Bahn-Reisende

LNV-Pressemitteilung vom 14.3.2014

Aufschlussreich ist die Aussage des Gutachtens im Hinblick auf einen prognostizierten Zuwachs von bis zu 49 Ankünften pro Stunde. Dann schneidet der S21-Bahnhof beim Bewegungskomfort der Reisenden deutlich schlechter ab als der Kopfbahnhof. Dies ergibt sich aus der Tatsache, dass der Kopfbahnhof die doppelte Anzahl von Bahnsteigen hat und sich dadurch Züge und Reisende besser verteilen lassen. Im geplanten Tunnelbahnhof mit nur 8 Bahnsteigen und höherer Frequenz von Zügen am gleichen Bahnsteig kann sich der Fahrgastandrang zu und von den Zügen nicht mehr abbauen.

Bahnverbindung Breisach-Colmar wiederherstellen

LNV-Pressemitteilung vom 14.3.2014

Der Landesnaturschutzverband fordert, dass die Bahnstrecke in die Gesamtfortschreibung des Regionalplanes aufgenommen wird. Er stellt einen entsprechenden Antrag an den Regionalverband Südlicher Oberrhein zur Wiederherstellung der Bahnverbindung (Freiburg-) Breisach-Colmar als inter-regional bedeutsames Schienenprojekt. Der Großraum Freiburg-Colmar ist eine kulturell, wirtschaftlich und touristisch eng verflochtene Wachstumsregion mit annähernd 400.000 Einwohnern und mehreren Tausend Arbeitsplätzen, die von der Bahn erschlossen werden sollte.

Bundesverkehrswegeplan, Anmeldeliste Straße

LNV-Stellungnahme vom 18.3.2013

Der LNV begrüßt es, dass der Bund zunächst den Bedarf für die Erhaltungsmaßnahmen festlegen will. Der LNV erwartet, dass bei ehrlicher Berechnung keine Finanzmittel für weiteren Straßenbau verbleiben. Die angebliche Notwendigkeit von Straßenneubauten beruhen auf Nutzen-Kosten-Verhältnissen, bei denen die Projektnutzen aus monetarisierten Zeitgewinnen berechnet wurden. Diese Zeitgewinne gibt es nicht! Im Verkehr gewonnene Zeit wird wieder in Verkehr investiert.

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