Lob für rechtliche Grundlage zum besseren Biodiversitätsschutz

LNV-Stellungnahme zur Änderung NatSchG und LLG
In seiner Stellungnahme zur geplanten Änderung des Naturschutzgesetzes (NatSchG) und des Landwirtschafts- und Landeskulturgesetzes (LLG) begrüßt der LNV die wesentlichen Inhalte. Er mahnt die Einhaltung des Zeitplans im Gesetzgebungsprozess ein, wie er am Runden Tisch zum Volksbegehren zugesagt wurde. Die LNV-Stellungnahme enthält zudem eine ganze Liste weiterer Änderungswünsche, so ein Verbot von Motorsport auf landwirtschaftlichen Flächen, Ergänzungen zum Kompensationsverzeichnis, Schutz der Fauna (nicht nur der Insekten) vor Lichtverschmutzung, eine Stammhöhe von 1,80 m bei Neupflanzung von Streuobst, ein Pestizidverbot auch in „Refugialflächen“ u.a.m.

Natur-Objekte des Jahres 2020

Von der Turteltaube über die Robinie bis zum Stinkmorchel
Wie jedes Jahr hat der LNV auch dieses Jahr wieder eine Kurzliste der Naturobjekte des Jahres zusammengestellt. Die Pflanzengesellschaft des Jahres ist der Borstgrasrasen. Diese auf nährstoffarme Standorte und eine extensive Nutzung angewiesenen Pflanzengesellschaften sind durch Artenverarmung.

Geschädigte Wälder: Chancen für den Artenschutz nutzen

Naturschutzverbände warnen in offenem Brief vor Großputzete im Wald
In einem offenen Brief werben die Naturschutzverbände NABU, BUND und LNV in Baden-Württemberg beim Landesbetrieb ForstBW sowie bei kommunalen und privaten Waldbesitzerinnen und -besitzern dafür, die von der Dürre der Sommermonate 2018 und 2019 geschädigten Laubwälder nicht radikal aufzuräumen, sondern für den Artenschutz zu nutzen. „Statt eine Großputzete in den dürregeschädigten Wäldern zu veranstalten, sollten absterbende und tote Bäume lieber an Ort und Stelle bleiben, um auf Totholz angewiesene Tier- und Pflanzenarten zu unterstützen. Spechte, Fledermäuse und viele Insektenarten würden direkt profitieren. Insbesondere in Buchenwäldern sorgt das massive Ausräumen des Waldes für weitere Absterbeprozesse bei den verbliebenen Bäumen, die durch plötzliche und starke Freistellung im Folgejahr Hitze und Sonne ausgesetzt wären. Außerdem wird der Holzmarkt derzeit mit minderwertigen Holzqualitäten überschwemmt, was den Preis in den Keller treibt. Für Waldarbeiter ist die Arbeit in einem geschädigten Wald sehr gefährlich, da die vielen abgestorbenen Äste leicht abbrechen und herabstürzen. Es spricht also vieles dafür, die Bäume im Wald zu belassen“, rät der Waldexperte und NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle.

LNV: Weder Hotel noch Panoramahütte im Bernauer Schutzgebiet genehmigungsfähig

Zumeldung
Der Landesnaturschutzschutzverband (LNV) findet die „Nicht-Entscheidung“ des Petitionsausschusses zur geplanten Panoramahütte in Bernau „bemerkenswert“. In einer Pressemitteilung vom 8. November hatte die Vorsitzende Petra Krebs mitgeteilt, dass der Ausschuss zu keiner einheitlichen Bewertung der Baumaßnahme gelangt sei und die Unterlagen zur Kompromisssuche an die Landesverwaltung überweist. Die höhere Naturschutzbehörde sei nicht eingebunden gewesen.

Rückblick auf LNV-Tagung zur Agrarpolitik

„EU‐Agrarreform – was blüht uns da?“, fragte der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) provokant im Titel seiner diesjährigen Tagung „Zukunftsforum Naturschutz“ in Stuttgart. Trotz hochkarätiger Referenten konnte auf diese Frage niemand eine gesicherte Antwort geben. Denn die Weichen für die zukünftige Agrarpolitik werden derzeit erst gestellt.

LNV unterstützt Eckpunktepapier der Landesregierung

Volksbegehren Artenschutz
Der LNV begrüßt die von der Landesregierung am 15.10.2019 vorgelegten „Eckpunkte zum Schutz der Insekten in Baden-Württemberg als Weiterentwicklung des Gesetzentwurfes „Rettet die Bienen“. Das Umweltministerium und das Landwirtschaftsministerium haben das Papier als Alternative zu dem Gesetzesentwurf des Volksbegehrens Artenschutz entworfen. Als erfreuliches Signal wertet der LNV, dass die Träger des Volksbegehrens dieses Eckpunktepapier im Grundsatz anerkennen und die Mobilisierung für das Volksbegehren bis Mitte Dezember aussetzen.

Breites Bündnis stellt Studie mit Vorschlägen zur Rettung der Kulturlandschaft vor

15 Verbände fordern 225 Millionen Euro zusätzlich für die Landwirtschaft
„Das Artensterben auf Äckern und Wiesen kann gestoppt werden – mit einer Agrarförderung, die Biodiversitätsleistungen ausreichend vergütet und auch kleine Landwirtschaftsbetriebe zielgenau unterstützt“, fasst der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle die gute Nachricht der heutigen Pressekonferenz zusammen. Auf 63 Seiten legen die Landesverbände von NABU, BUND, LNV, die Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau, die Bodensee-Stiftung, Landesjagdverband, Landesschafzuchtverband, der Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft, Naturfreunde und Schwäbischer Albverein, „Vorschläge zur Weiterentwicklung der Agrarförderung in Baden-Württemberg“ auf den Tisch. Insgesamt fordern die Verbände 225 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich in den beiden wichtigsten Agrarförderprogrammen des Landes, FAKT (Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl) und Landschaftspflegerichtlinie (LPR). Fünf weitere Verbände und Organisationen unterstützen das Vorhaben.

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