Mehr Natur wagen – Tagungsbericht

Das LNV-Zukunftsforum Naturschutz widmete sich unter dem Titel “Mehr Natur wagen – Chance für die Artenvielfalt in Städten und Dörfern? ” dem Thema, dass seit einigen Jahren einerseits eine massive Versiegelung von Grünflächen im Siedlungsbereich zu beobachten ist, andererseits aber immer mehr – auch bedrohte – Tierarten in die Siedlungsbereiche ausweichen. Wir freuen uns, dass sich auch Umweltminister Franz Untersteller der Diskussion mit fast 200 Teilnehmenden stellte .

Natur-Objekte des Jahres 2019

Eine kurze Zusammenstellung des LNV
Wie jedes Jahr soll mit den „Naturobjekten des Jahres“ auf die Gefährdung und den Verlust von Pflanzen, Tieren und anderen Naturobjekten aufmerksam gemacht und die Artenvielfalt gefördert werden. Der LNV hat hierzu wieder eine Liste der Naturobjekte des Jahres 2019 zusammengestellt. Der Atlantische Lachs ist Fisch des Jahres 2019, der trotz erster Erfolge in Deutschland weiter vom Aussterben bedroht ist, da passierbare Flüsse und geeignete Laichhabitate Mangelware sind. Der Lachs ist ein anspruchsvoller Wanderfisch, der unverbaute, saubere Flüsse und Bäche braucht, um vom Meer, seinem Hauptlebensraum, in seine Laichgebiete zu kommen und sich dort erfolgreich fortpflanzen zu können. Dringend muss beides wiederhergestellt werden.

LNV: Landesbauordnung muss nachhaltiger werden!

Verbesserungen bei Stellplätzen, Artenschutz, Solarenergie und Begrünung
Land kann und muss mit der Landesbauordnung Städte und Dörfer lebenswerter machen – für Menschen, Tiere und Pflanzen
Nachbesserungen im Bereich Umwelt- und Naturschutz fordert der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) in seiner Stellungnahme zur aktuellen Änderung der Landesbauordnung. So fehlten beispielsweise konkrete Vorgaben zur Absicherung von Glasfassaden gegen den millionenfachen Vogelschlag, zur Nutzung von Solarenergie sowie zur Eindämmung naturfeindlicher Schottergärten. Scharfe Kritik übt der LNV an dem Vorhaben, Autos bei der Anlage von Stellplätzen zu bevorzugen.

Stadtnatur: Massensterben beenden – Lebensräume schaffen

Naturschutztagung des Landesnaturschutzverbandes verabschiedet Resolutionen gegen Vogelschlag an Glasfassaden und gegen Schottergärten. Die rund 200 Teilnehmenden fordern darin, den millionenfachen Vogeltod an Glasfassaden einzudämmen sowie Lebensräume in Gärten zu schaffen, statt sie in graue Schotterflächen zu verwandeln.

LNV begrüßt „Masterplan Stadtnatur“

Einen Entwurf für den „Masterplan Stadtnatur“ hat das Bundesumweltministerium (BMU) jetzt vorgelegt – und erntet dafür von Naturschützern Lob. Denn während auf monotonen Äckern und Wiesen die biologische Vielfalt schwinde, steige die Bedeutung von Städten und Dörfern als Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

Vogelschlag an Glas

LNV-Info 5/2017

Bauen mit Glas liegt im Trend – es wird jedoch nur selten bedacht, dass jährlich mehrere Millionen Vögel an Glasscheiben und stark spiegelnden Gebäudefassaden tödlich verunglücken.

Schwalben ziehen fort – die Probleme bleiben hier

LNV fordert, jetzt bessere Brutbedingungen für das Frühjahr zu schaffen

Tausende Mehl- und Rauchschwalben machen sich derzeit auf den weiten Weg in ihre Winterquartiere jenseits der Sahara. Die einst allgegenwärtigen Sommer- und Glücksboten sind mittlerweile massiv weniger geworden. Beide Schwalbenarten sind auf der bundesdeutschen Roten Liste angekommen. Das ist ein alarmierendes Signal.

Förmliche Unterschutzstellung begrüßt

LNV-Stellungnahme zu vier FFH-Verordnungen
Aufgrund der EU-Klage gegen Deutschland wegen unvollständiger Umsetzung der FFH-Richtlinie muss auch das Land die FFH-Gebiete förmlich als Schutzgebiete nach nationalem Recht ausweisen. Dies geschieht in vier Sammelverordnungen, einer pro Regierungsbezirk. Der LNV begrüßt in seiner Stellungnahme diesen überfälligen Schritt. Auch der Kartenmaßstab 1:5000 statt bislang 1: 25.000 ist ein deutlicher Gewinn. Der LNV macht jedoch auch beispielhaft auf Mängel z.B. bei der Gebietsabgrenzung (nicht immer nach fachlichen Kriterien), bei den Erhaltungszielen und fehlender Vernetzung der Gebiete aufmerksam.

LNV-Mitgliederversammlung in Stuttgart

LNV-Vorsitzender Dr. Gerhard Bronner im Amt bestätigt
Die Delegierten der LNV-Mitgliedsverbände bestätigten am 14. April 2018 einstimmig Dr. Gerhard Bronner als Vorsitzenden des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg (LNV). Als stellvertretende Vorsitzende wurden Thomas Dietz und Tilman Preuss erneut gewählt.
Karl-Heinz Lieber vom Umweltministerium, Leiter der Abteilung Naturschutz, bezeichnete das Jahr 2017 als „Jahr des Insektensterbens“ und verdeutlichte den dramatischen Einbruch der Insektenpopulationen anhand exemplarischer Untersuchungen.

Mehr Nachhaltigkeit bei der Bioenergie

LNV-Position vom 31.10.2012, überarbeitet September 2015

Bioenergie hat viele Vorteile. Sie kann (fast) überall erzeugt werden, ist speicherbar und kann so Verbrauchsschwankungen ausgleichen. Sie ist vielseitig und lässt sich als Strom, Wärme und Kraftstoff nutzen. Zunehmend werden jedoch auch ihre Schattenseiten sichtbar. Bioenergie tritt in Konkurrenz zur landwirtschaftlichen Nahrungsproduktion, führt zu erhöhten Agrarimporten (mit Folgen in den Herkunftsländern), kann zur Intensivierung und Monotonisierung der Feldflur führen.

Neuer Informationsflyer von LNV und weiteren Verbänden

Spurenstoffe in Gewässern haben auch in kleinsten Konzentrationen große Umweltwirkungen
Schmerzmittel, Hormone und Süßstoffe bilden problematischen Cocktail
In einer gemeinsamen Initiative haben der Dachverband Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) und seine Mitgliedsverbände Deutscher Alpenverein BW, NaturFreunde BW, Landesfischereiverband, Landesjagdverband, Schwäbischer Albverein und Schwarzwaldverein den Informationsflyer „Spurenstoffe – Was sind Spurenstoffe? Und was geht mich das an?“ veröffentlicht. Sie setzen damit ein Zeichen gegen die chemische Belastung von Bächen, Flüssen und Seen. Der Flyer richtet sich besonders an Menschen, die gerne und oft Zeit in der Natur verbringen. Er gibt praktische Tipps, wie der Eintrag von Spurenstoffen in Natur und Umwelt vermieden werden kann.

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