Tagungsbericht LNV-Zukunftsforum zur EU-Agrarreform

EU-Agrarreform-was blüht uns da? LNV-Zukunftsforum Naturschutz am 16.11.2019 in Stuttgart Das LNV-Zukunftsforum Naturschutz thematisierte vor über 200 Teilnehmer/innen die künftige Ausrichtung der EU-Agrarpolitik. Aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchteten die Referenten deren Auswirkungen auf Landwirtschaft, Natur und Umweltgüter wie das Wasser, sowie mögliche Lösungsansätze. HIerzu zählt auch das Konzept “Kulturlandschaft Baden-Württemberg 2030” von LNV und weiteren Umweltverbänden. Am Ende der Tagung […]

Natur-Objekte des Jahres 2020

Von der Turteltaube über die Robinie bis zum Stinkmorchel
Wie jedes Jahr hat der LNV auch dieses Jahr wieder eine Kurzliste der Naturobjekte des Jahres zusammengestellt. Die Pflanzengesellschaft des Jahres ist der Borstgrasrasen. Diese auf nährstoffarme Standorte und eine extensive Nutzung angewiesenen Pflanzengesellschaften sind durch Artenverarmung.

LNV: Weder Hotel noch Panoramahütte im Bernauer Schutzgebiet genehmigungsfähig

Zumeldung
Der Landesnaturschutzschutzverband (LNV) findet die „Nicht-Entscheidung“ des Petitionsausschusses zur geplanten Panoramahütte in Bernau „bemerkenswert“. In einer Pressemitteilung vom 8. November hatte die Vorsitzende Petra Krebs mitgeteilt, dass der Ausschuss zu keiner einheitlichen Bewertung der Baumaßnahme gelangt sei und die Unterlagen zur Kompromisssuche an die Landesverwaltung überweist. Die höhere Naturschutzbehörde sei nicht eingebunden gewesen.

Rückblick auf LNV-Tagung zur Agrarpolitik

„EU‐Agrarreform – was blüht uns da?“, fragte der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) provokant im Titel seiner diesjährigen Tagung „Zukunftsforum Naturschutz“ in Stuttgart. Trotz hochkarätiger Referenten konnte auf diese Frage niemand eine gesicherte Antwort geben. Denn die Weichen für die zukünftige Agrarpolitik werden derzeit erst gestellt.

Biber in Baden-Württemberg

LNV-Info 3/2007

nser größtes heimisches Nagetier erobert seit seinem ersten Wiederauftreten in Baden-Württemberg um 1980 unaufhaltsam von vier Seiten unser Land: Von Nordosten über Altmühl und Wörnitz, von Südosten über Donau und Iller, von Süden aus der Schweiz über den Hochrhein und (hier allerdings zaghaft) von Westen aus Frankreich vom Elsass her. Die erfolgreiche Reproduktion und die jetzigen “Wanderungszugewinne” lassen die Prognose zu, dass Baden-Württemberg unter den jetzigen “Rahmenbedingungen” vermutlich in einigen Jahrzehnten wieder flächendeckend zum Biberland geworden ist.

LNV vermisst großen Wurf bei Veränderung der Luftverkehrssteuer und Mehrwertsteuer für Fernverkehr der Bahn

Kaum Lenkungswirkung für Verkehrsmittelwahl
Für viel zu zaghaft hält der LNV die am 16.10.2019 vom Bundeskabinett der Großen Koalition beschlossenen Veränderungen der Luftverkehrssteuer und der Mehrwertsteuer für Fernverkehr-Bahntickets. Diese groß angekündigten Maßnahmen sollen nach Angabe der Bundesregierung einen Anreiz zur Verkehrsmittelwahl zu Gunsten der Bahn bieten und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Anders als in den Sektoren Energiewirtschaft, Haushalte und Industrie mit Minderungen zwischen rund 20 und rund 40 %, wurden im Bereich Verkehr gegenüber dem Jahr 1990 immer noch keine Senkungen der Treibhausgase erreicht.

LNV unterstützt Eckpunktepapier der Landesregierung

Volksbegehren Artenschutz
Der LNV begrüßt die von der Landesregierung am 15.10.2019 vorgelegten „Eckpunkte zum Schutz der Insekten in Baden-Württemberg als Weiterentwicklung des Gesetzentwurfes „Rettet die Bienen“. Das Umweltministerium und das Landwirtschaftsministerium haben das Papier als Alternative zu dem Gesetzesentwurf des Volksbegehrens Artenschutz entworfen. Als erfreuliches Signal wertet der LNV, dass die Träger des Volksbegehrens dieses Eckpunktepapier im Grundsatz anerkennen und die Mobilisierung für das Volksbegehren bis Mitte Dezember aussetzen.

Breites Bündnis stellt Studie mit Vorschlägen zur Rettung der Kulturlandschaft vor

15 Verbände fordern 225 Millionen Euro zusätzlich für die Landwirtschaft
„Das Artensterben auf Äckern und Wiesen kann gestoppt werden – mit einer Agrarförderung, die Biodiversitätsleistungen ausreichend vergütet und auch kleine Landwirtschaftsbetriebe zielgenau unterstützt“, fasst der NABU-Landesvorsitzende Johannes Enssle die gute Nachricht der heutigen Pressekonferenz zusammen. Auf 63 Seiten legen die Landesverbände von NABU, BUND, LNV, die Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau, die Bodensee-Stiftung, Landesjagdverband, Landesschafzuchtverband, der Landesverband für Obstbau, Garten und Landschaft, Naturfreunde und Schwäbischer Albverein, „Vorschläge zur Weiterentwicklung der Agrarförderung in Baden-Württemberg“ auf den Tisch. Insgesamt fordern die Verbände 225 Millionen Euro pro Jahr zusätzlich in den beiden wichtigsten Agrarförderprogrammen des Landes, FAKT (Förderprogramm für Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl) und Landschaftspflegerichtlinie (LPR). Fünf weitere Verbände und Organisationen unterstützen das Vorhaben.

Kein Aktionismus, Naturverjüngung abwarten

LNV-Stellungnahme zum „Notfallplan Wald“
Die Trockenjahre 2018/2019 haben regional erhebliche Borkenkäferschäden an Fichte und Trockenschäden an Buche verursacht. Die Forstverwaltung sorgt sich um die Zukunft des Waldes bei zunehmender Klimaerwärmung. Am 2. September hatte Minister Hauk daher zu einem Waldgipfel „Notfallplan Wald“ geladen. Der LNV warnt vor Aktionismus und betont in seiner Stellungnahme, dass der Naturverjüngung grundsätzlich Vorrang eingeräumt werden soll, also in den ersten fünf Jahren keine Aufforstung stattfinden soll. Kranke und tote Bäume, von denen keine Ansteckungsgefahr mehr ausgeht, sollten zum Schutz vor Sonne und des Kleinklimas erhalten werden

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