Umwelt-, Windenergie- und Gutachterverbände legen Kriterien für gute Artenschutzgutachten vor

Für mehr Transparenz und Qualität bei der Planung von Bauvorhaben
Die baden-württembergischen Landesverbände von BUND, NABU, LNV, Bundesverband WindEnergie (BWE-LV BW) und dem Berufsverband Landschaftsökologie (BVDL) haben heute (20.05.) einen gemeinsam Kriterienkatalog für eine gute gutachterliche Praxis vorgestellt. Dieser soll dazu beitragen, bei größeren Planungen, wie dem Bau von Windenergieanlagen oder Straßen, die Qualität der dafür benötigten Artenschutzgutachten durch mehr Transparenz und einheitliche Methodenstandards sicherzustellen.

Umwelt- und Verkehrsverbände bezeichnen B 10-Umgehung Enzweihingen als rechtswidrig

Forderung nach neuer Bürgerbefragung in ganz Vaihingen
Die baden-württembergischen Umwelt- und Verkehrsverbände von BUND, NABU, Verkehrsclub Deutschland VCD, Landesnaturschutzverband LNV und Landesfischereiverband LFV sowie die Schutzgemeinschaft Mittleres Enztal wehren sich gegen Pläne zur B 10-Ortsumgehung bei Vaihingen-Enzweihingen. In einer gemeinsamen Stellungnahme schätzen sie diese als rechtswidrig ein. „Weil die naturschutzfachliche wie verkehrspolitische Bedeutung weit über Vaihingen hinausgeht, haben sich BUND, LFV, LNV, NABU und VCD auf Landesebene abgestimmt und in diese Debatte eingeschaltet“, stellen die fünf Verbände fest und stellen sich damit an die Seite der Schutzgemeinschaft Mittleres Enztal.

LNV zu Verkehr in Städten: Mautgebühren hoch, Tempo runter!

Landesnaturschutzverband hält Vorschläge von Prof. Friedrich von der Uni Stuttgart für zukunftsweisend und fordert, innovative Ideen umzusetzen
Der Stuttgarter Verkehrsprofessor Markus Friedrich will das Mautsystem revolutionieren, um Mobilität zukunftsfähig machen. Nicht nur auf Autobahnen, sondern vor allem da, wo Autos die größten Probleme bereiten, müsse der Staat eine Streckengebühr erheben: in den Städten. Zudem plädiert er für eine generelle Tempo-30-Regelung in Städten. Der Landesnaturschutzverband (LNV) fordert die Politik auf, diese innovativen Vorschläge aufzugreifen.

Weniger Nitrat für mehr Umweltschutz

Umweltverbände fordern Nachbesserung der Landesverordnung zur Düngung in Stickstoffüberschuss-Gebieten

Nach der Verurteilung der Bundesrepublik Deutschland durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) wegen ihres Verstoßes gegen die EU-Nitratrichtlinie hat das Land Baden-Württemberg einen – leider unzureichenden – Verordnungsentwurf zur Düngung vorgelegt. Verschiedene Umwelt- und Wasserwirtschaftsverbände sehen darin nicht das nötige Engagement, um die vorgegebenen EU-Ziele zu erreichen und fordern Nachbesserungen.

Bundesregierung steht Wohnungsbau im Weg

Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg kritisiert Blockade einer Gesetzesänderung zur erleichterten Mobilisierung von Baulücken. Diese würde es Kommunen ermöglichen , leichter brachliegende Baugrundstücke für den Wohnungsbau nutzbar zu machen.

Zürich als Vorbild für den Stuttgarter Stadtverkehr

Umweltverbund stärken und Autoverkehr unattraktiver machen
Es kommt nicht darauf an, vermeintlich bessere Standorte für Messstellen zu suchen, sondern nachhaltig die Luftschadstoffe zu reduzieren, meint LNV-Chef Dr. Gerhard Bronner und verweist auf Erfolge in Zürich. Die Schweizer Metropole privilegiert den Umweltverbund (Fuß- und Radverkehr, ÖPNV) konsequent und macht zugleich den Autoverkehr unattraktiver.

LNV: Diskussion um Grenzwerte ist zynisch

Luftreinhaltung und Gesundheit
Neue Mainzer Studie bestätigt: vierzig Mal mehr vorzeitige Todesfälle durch Luftverschmutzung als durch Verkehrsunfälle
Gestern wurde über eine neue Studie Mainzer Chemiker und Mediziner über die gesundheitlichen Auswirkungen der Luftverschmutzung berichtet. „Nach der Studie verliert jeder von uns im Schnitt etwa zwei Lebensjahre durch Luftverschmutzung. Angesichts dieser Zahlen von zu strengen Grenzwerten zu sprechen, ist zynisch und geht an der wissenschaftlichen Sachlage völlig vorbei“, sagt der Vorsitzende des Landesnaturschutzverbandes (LNV) Gerhard Bronner. In Deutschland komme es durch Feinstaub und andere Luftschadstoffe zu rund vierzig Mal mehr vorzeitigen Todesfällen als durch Verkehrsunfälle.

LNV: Keine Tricksereien bei Messstellen!

Koalitionsstreit um Verkehrsbeschränkungen in Stuttgart
Neue Messstellen können das Problem nicht lösen, warnt LNV-Chef Bronner
Im aktuellen Koalitionsstreit um Verkehrsbeschränkungen und neue Luft-Messstellen in Stuttgart warnt der Landesnaturschutzverband (LNV) vor Tricksereien. „Manche kommen im Kampf gegen Fahrverbote auf originelle Ideen, die aber bei näherer Betrachtung völlig daneben sind“, meint LNV-Vorsitzende Gerhard Bronner. „Messstellen in größerer Höhe anzubringen oder dort, wo nicht so viele Autos fahren, ist rechtlich unzulässig und reine Augenwischerei ohne Gesundheitseffekt.“

Vogelschlag an Glasflächen

MdL Nemeth (CDU) und Landesnaturschutzverband fordern weitere Schritte
n einer kleinen Anfrage an das Umweltministerium begehrte MdL Paul Nemeth (CDU) Auskunft über die Problematik des Vogelschlages. Zuvor hatte der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) unter Hinweis auf rund 15 Millionen toter Vögel pro Jahr im Land eine Regelung in der Landesbauordnung gefordert. In der Antwort auf die Anfrage bestätigte das Umweltministerium, dass die vom LNV genannte Zahl der jährlich getöteten Vögel „nicht unplausibel“ sei. Vogelschlag an Glasflächen sei ein wesentliches Problem des Artenschutzes und könne bei manchen Arten eine Mit-Ursache für ihren Rückgang sein.

LNV und NABU: Windenergieanlage in Braunsbach muss weiter still stehen

Naturschutzverbände begrüßen Betriebsverbot im Brutgebiet von Greifvögeln
Das Windrad Braunsbach-ORL 6 im Landkreis Schwäbisch Hall darf nicht in Betrieb gehen, auch nicht über Nacht oder im Winter. Damit hat das Verwaltungsgericht Stuttgart mit Beschluss vom 15. Februar 2019 erneut den Umweltverbänden LNV und NABU Recht gegeben und die fehlende Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) für das bereits errichtete Windrad gerügt. Das Gericht verweist in seinem Beschluss darauf, dass der Winter- und Nachtbetrieb bereits beim letzten Verfahren des Verwaltungsgerichtshofs beantragt war und schon damals abschlägig beschieden wurde.

Plettenberg bei Dotternhausen unter Schutz stellen!

Naturschutzwürdig als ökologisches und landschaftliches Kleinod
Der Landesnaturschutzverband hat beim Regierungspräsidium die Ausweisung des Plettenberges bei Dotternhausen (Zollernalbkreis) als Naturschutzgebiet beantragt. Die hohe ökologische Wertigkeit mit dem Vorkommen zahlreicher seltener Tier- und Pflanzenarten erfordere diesen Schritt.

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