LNV-Infobrief August 2018

Im Blickpunkt: Zementwerk – Steine und andere Probleme Liebe Naturschützerinnen und Naturschützer, sehr geehrte Damen und Herren, die beeindruckende Kulisse der „Balinger Riesen“ gilt als der markanteste Teil des Albtraufs, die Hochfläche der Alb als herrliche Region zum Wandern. Der Landrat des Zollernalbkreises hat 2018 zum „Aktionsjahr Artenvielfalt“ ausgerufen. Idylle pur. Ein Wanderer auf dem Plettenberg sollte allerdings vorsichtig sein. […]

LNV-Infobrief Juli 2018

Im Blickpunkt: EU-Agrarpolitik – Klientelpolitik statt Gemeinwohl

„Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen“! Das ist das Prinzip, das die Umweltverbände für die Neuausrichtung der Agrarförderung seit Jahren fordern. Immerhin 6,5 Milliarden Euro wurden über diese Programme in Deutschland in 2017 ausbezahlt. Bisher wird vor allem mit der Gießkanne gefördert: Das meiste Geld fließt in pauschale Zahlungen pro Hektar, egal wie sie bewirtschaftet werden. Und auch vom Rest dient nur ein Teil den öffentlichen Leistungen, der Erhaltung der Artenvielfalt und der Kulturlandschaft. Ausgerechnet dort will die EU nun kürzen, während die erste Säule mit ihren Pauschalzahlungen weitgehend unangetastet bleiben soll.

LNV-Infobrief Juni 2018

Im Blickpunkt: Gratwanderung Bergsport und Naturschutz Liebe Naturschützerinnen und Naturschützer, seit Oktober letzten Jahres bin ich vom Landesverband des Deutschen Alpenvereins (DAV) als Delegierter in den Vorstand des LNV berufen. Seit dem Jahr 2009 ist der Landesverband des DAV bereits Mitglied im LNV und bringt über seine Vertretung die Naturschutzinteressen von rund 230.000 Mitgliedern aus 52 Sektionen ein. Als seit […]

LNV-Infobrief Mai 2018

Im Blickpunkt: Der Wolf in BW: jetzt wird’s ernst!

Ein Wolf hat im Nordschwarzwald 40 Schafe gerissen, nachdem bisher nur Einzeltiere zum Wolfopfer wurden. Der erste „Problemwolf“? Zuvor sind zwei Wölfe totgefahren und einer illegal erschossen worden. Landwirtschaftsminister Peter Hauk fordert Bejagen und Fallenstellen, sein Kollege Franz Untersteller aus dem Umweltministerium rät zu Gelassenheit. Fest steht, dass niemand befürchten muss, bei einem Waldspaziergang verspeist zu werden. In den rd. 20 Jahren Wolfspräsenz in Deutschland hatten wir noch keinen Wolfsangriff auf Menschen, wohl aber jährlich bis zu vier Tote durch Hunde bzw. 50.000 Verletzte durch Hundebisse.

LNV-Infobrief April 2018

Sigrid Meineke wurde zur LNV-Referentin für die Landschaftserhaltungsverbände (LEV) berufen. Sie ist Biologin und im Naturschutz in verschiedenen Bereichen tätig ehrenamtlich (z. B. 30 Jahre Naturschutzbeauftragte) sowie hauptamtlich mit Schwerpunkt im Landkreis Lörrach. Ihre letzten beiden beruflichen Stationen, Leitung des Naturschutzgroßprojekts Feldberg-Belchen-Oberes Wiesental und Geschäftsführung des LEV Lörrach lernte sie den Wert der kleinbäuerlichen Landwirtschaft als Partner für den Naturschutz kennen. Doch ihr Überleben ist stark gefährdet, sozusagen “Rote Liste 2”.

LNV-Infobrief März 2018

Im Blickpunkt: Grundsteuerreform
Derzeit wird vor dem Bundesverfassungsgericht (BVG) in Karlsruhe die Grundsteuer verhandelt. Schon seit Jahren ist bekannt, dass die der Grundsteuer zu Grunde liegenden Einheitswerte völlig veraltet sind. Das BVG sieht dringenden Aktualisierungsbedarf, die Bundesländer und der Bund konnten sich aber bisher auf kein neues Modell einigen.

LNV- Infobrief Februar 2018

Im Blickpunkt: Prognose 2018 zum Verkehrsgeschehen
Prognosen sind immer ein Wagnis – ich wage es, einige Vorhersagen zu machen, die den Verkehrsbereich betreffen und trotz Fasnacht ernst gemeint sind.

LNV-Infobrief Dezember 2017

Im Blickpunkt: Ein ereignisreicher November
Einen solchen Zuspruch zum LNV-Zukunftsforum wie in diesem Jahr zum Thema „Droht ein stummer Frühling? Weniger Insekten – Ursachen und Folgen für Mensch und Natur“ hatten wir noch nie. Dutzenden mussten wir absagen, weil der Raum nicht mehr als 160 Personen fasste. Auch inhaltlich war das Zukunftsforum ein Highlight. Kompetente Referenten erhellten verschiedene Aspekte des Themas, auch wenn noch manches weiterer Forschung vorbehalten bleibt.

LNV-Infobrief November 2017

Nr. 11 vom 10.11.2017 Im Blickpunkt: Verkehr, Umwelt, Zukunftsfähigkeit Liebe Naturschützerinnen und Naturschützer, Verkehr und Umwelt – ein Dauerthema in Bund und Land, siehe z. B. die schwierige Regierungsbildung in Berlin. Schon 1990 sprach ein weitsichtiger Umweltminister Baden-Württembergs (Dr. Erwin Vetter, CDU) in einer Regierungserklärung über Luftreinhaltepläne und davon, dass darin „bei einer erhöhten Luftbelastung örtliche verkehrsbeschränkende Maßnahmen angeordnet werden […]

LNV-Infobrief Oktober 2017

Im Blickpunkt: Der Wind weht wo er will

„Der Wind weht wo er will“, heißt es im Johannes-Evangelium. Zurzeit weht er den Windmüllern scharf ins Gesicht. Die Gegner des Ausbaus der Windkraft organisieren sich in Dachverbänden und leisten Entwicklungshilfe, wo der Widerstand vor Ort noch zögerlich ist. Noch gravierender ist jedoch die Umstellung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes auf Ausschreibungslösungen. Bei den ersten beiden Ausschreibungen gab es keine Zuschläge in Baden-Württemberg.

LNV-Infobrief August 2017 / Im Blickpunkt: Forstreform

Im Blickpunkt: Forstreform

Seit einigen Monaten berichten die Medien über den Streit zwischen dem Land und dem Bundeskartellamt über die Aufgaben der Landesforstverwaltung. Als Fazit steht fest, dass die Forstorganisation in der bisherigen Form keinen Fortbestand mehr hat. Sind damit die – auch für den Naturschutz bedeutsamen – anerkannten hohen Standards der multifunktionalen Waldbewirtschaftung in Baden-Württemberg in Gefahr? Fragen und Befürchtungen, die nicht nur unsere ökologischen und sozialen Kernbereiche berühren, sondern sich auch auf die weichen Standortsfaktoren unseres Bundeslandes beziehen.

LNV-Infobrief Juli 2017 / Im Blickpunkt: Abbremsen!

Kennen Sie das treffendste Argument der Gegner eines allgemeinen Tempolimits? Bei höheren Geschwindigkeiten sei man kürzere Zeit auf der Autobahn und verbrauche deshalb weniger Sprit. Nun ja, manchmal ist das Diskussionsniveau etwas höher. Interessant ist aber die Frage, inwieweit Geschwindigkeit generell ein Hemmnis für mehr Nachhaltigkeit ist. Beim Auto führt sie höherem Verbrauch, weiteren Fahrtstrecken und Fehlsteuerungen bei der Fahrzeugentwicklung.

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