Landschaftserhaltungsverbände (LEV)

LNV-Info 7/2010

Landschaftspflege- oder -erhaltungsverbände (Verein, GmbH) sind freiwillige Zusammenschlüsse von Landkreisen, Kommunen, Naturschutzverbänden und Landnutzern. Sie verfolgen in Anlehnung an den Deutschen Verband für Landschaftspflege (DVL) das Ziel, ein flächendeckendes Netz naturnaher, intakter Lebensräume aufzubauen, um in allen deutschen Kulturlandschaften die Lebensgrundlagen zu erhalten und die Pflege von· Biotopen zu organisieren.

EU-beihilfefähige Naturschutzflächen

LNV-Info 6/2010

Der Europäische Gerichtshof hat am 14.10.2010 entschieden, dass eine „landwirtschaftliche Fläche“ im Sinne der EU-Vorgaben auch dann vorliegt, wenn deren Nutzung zwar auch landwirtschaftlichen Zwecken dient, der überwiegende Zweck aber in der Verfolgung der Ziele der Landschaftspflege und des Naturschutzes besteht. D. h. Naturschutzflächen, auf denen zum Beispiel aus Gründen der Landschaftspflege Schafe weiden, sind bei der Gewährung von Direktzahlungen der EU-Agrarpolitik ohne Einschränkungen zu berücksichtigen.

Kormoranverordnung

LNV-Stellungnahme vom 14.4.2010

Die derzeitige Situation ist durch eine landesweit sehr uneinheitliche Vergrämungspraxis und einen hohen Aufwand für Einzelverfügungen gekennzeichnet. Der LNV hat deshalb am 5.3.2009 das Ministerium ländlicher Raum angeschrieben und eine landeseinheitliche Festsetzung der Vergrämungsgebiete vorgeschlagen. Der Entwurf zur neuen Kormoranverordnung geht in diese Richtung.

Streuobstwiesen-Konzeption

LNV-Stellungnahme vom 2.3.2009

Die als Entwurf vorliegende MLR-Konzeption „Streuobstwiesen in Baden-Württemberg – Maßnahmen, Handlungsfelder, Förderung“ in Form einer Broschüre ist von der Intention her grundsätzlich zu begrüßen. Der LNV weist allerdings auf eine Vielzahl von Verbesserungsmöglichkeiten und Unzulänglichkeiten hin. Der LNV erwartet von einem Aktionsplan Streuobst konkrete Angaben, in welchem Umfang und in welcher Qualität Streuobstwiesen in Baden-Württemberg erhalten werden sollen, klare Angaben dazu, wie das Land dieses Ziel erreichen will und schlussendlich ein belastbares Finanzierungskonzept.

Modernisierung Ländlicher Wege

LNV-Stellungnahme vom 24.2.2009

Schlimm ist die Tatsache, dass die Landesregierung von Naturschutz stets nur spricht, mit ihren Finanzmitteln aber immer wieder das Gegenteil anstrebt: Erst im Herbst wurden 3 Mio. Euro aus der Landschaftspflegerichtlinie zum Schaden von Natur und Vertragsnaturschutz gestrichen, um nun 5 Mio. Euro zusätzlich für die weitere Vernichtung von Natur und Lebensräumen durch Wegeneubau im Ländlichen Raum einzusetzen.

Ökokonto-Verordnung

LNV-Stellungnahme vom 10.2.2009

Das Ökokonto bietet in Baden-Württemberg erstmals landesweit die Chance, im Vorfeld von Eingriffen in Natur und Landschaft Maßnahmen zur Verbesserung des Naturhaushalts umzusetzen, die nachprüfbar einen Mehrwert für die Schutzgüter Lebensräume, Boden und Gewässer erbringen. Nach Auffassung der Naturschutzverbände ist diese durch die dauerhaft-dingliche Sicherung in den Grundbüchern („auf ewig“) zu garantieren. Mit der Zuordnung der Maßnahme zu einem konkreten Eingriff ist diese Sicherung zu vollziehen.

Perspektiven für die Kulturlandschaft

LNV-Info 4/2008

Unsere gewachsene Kulturlandschaft wird zunehmend zum ,,Pflegefall“. Der ,,Flächenverbrauch“ schreitet weiter voran und verwandelt gewachsene Kulturlandschaft zu Wohn-, Industrie- und Verkehrslandschaften. Lebensräume für Tiere und Pflanzen, aber auch Erholungsräume für den Menschen, nehmen dramatisch ab. Deshalb ist der Flächenverbrauch unverzüglich drastisch einzudämmen.

Taschenbuch des Naturschutzes

Ein Leitfaden für Naturschutzwarte und alle Freunde der Natur

In kurzer Form enthält das Taschenbuch des Naturschutzes in Baden-Württemberg die wichtigsten rechtlichen Bestimmungen für den Naturschutz in Feld, Wald und Flur. Es möchte damit Orientierung geben und Naturschützerinnen und Naturschützer bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützen.
Erschienen 2007, nicht mehr ganz aktuell, da sich das Bundesnaturschutzgesetz geändert hat.

Naturschutz-Beurteilung regenerativer Energiegewinnung

LNV-Info 7/2007

Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energie sind neben der Energieeinsparung und der Energieeffizienz ein wesentlicher Bau¬stein für eine zukunftsfähige Energiegewinnung ohne fossile Energieträger und ohne Atomkraft. Unter dieser Prämisse sind bei der Bewertung von Eingriffen in Natur und Landschaft durch solche Anlagen Umweltentlastungen selbstverständlich zu berücksichtigen und in ihrem Umfang abzuwägen. Für diese Abwägung sollen hier Hinweise gegeben werden.

Zwei Jahre Verwaltungsreform – eine ernüchternde Bilanz

LNV-Info vom 26.1.2007

Personalabbau und Kürzung der Finanzzuweisung („Effizienzrendite“) müssen bei gleichzeitiger Übertragung neuer Aufgaben zu gravierenden Defiziten bei der Erfüllung der Naturschutzaufgaben der Verwaltung führen. Heute stehen landesweit lediglich 300 Naturschutz-Bedienstete 1.300 in der Flurneuordnung und knapp 1.000 in der Landwirtschaftsverwaltung gegenüber. Im gleichen Zug steigen jedoch die Naturschutzaufgaben, zu nennen wären die Umsetzung von Natura 2000, Mitwirkung bei der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie, Beurteilung der Umweltberichte bei Bebauungsplänen usw.

Erhaltungsziele von Natura 2000 Gebieten

LNV-Info vpm 23.6.2005

Mit der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) haben sich die Mitgliedstaaten der Europäischen Union das Ziel gesetzt, durch Errichtung des Schutzgebietsnetzes Natura 2000 die Lebensraumtypen und die Populationen von bedrohten Arten so zu schützen, dass ihr Fortbestand in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet gewährleistet ist. An dieser übergeordneten Zielsetzung müssen sich die Schutzbemühungen jedes einzelnen Natura 2000-Gebietes orientieren. Darauf ausgerichtet sind deshalb auch die Erhaltungsziele für die Gebiete zu formulieren.

Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

Leitlinien der Naturschutzverbände für die Naturparkplanung

Der Nördliche und Mittlere Schwarzwald ist eine Region von hervorragender Bedeutung.
Die Einmaligkeit und unverwechselbare Schönheit der Landschaft muss gesichert werden, sowie die Vielfalt der Tier- und Pflanzenarten.
2002, 27 Seiten, reich bebildert
kostenlose Abgabe gegen Portoersatz
bitte bestellen bei der LNV-Geschäftsstelle

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