LNV-Mitgliederversammlung

Naturschutz gewinnt an Bedeutung

Energiewende steht weiterhin im Fokus
Ehrennadel für drei Naturschützer / Leitlinien verabschiedet / Gastvortrag zu Biosphärengebiet Schwäbische Alb
Bei der Mitgliederversammlung des LNV am 27. April 2013 in Stuttgart wurde klar: Die Energiewende bleibt Thema Nummer eins. Ein besonders wichtiger Tagesordnungspunkt war die Verabschiedung der neuen Leitlinien des Dachverbands der Natur- und Umweltschutzverbände, was einstimmig erfolgte. Zudem wurden drei bedeutende Naturschützer mit der LNV-Ehrennadel ausgezeichnet.
Einen Gastvortrag hielt die Geschäftsführerin des Biosphärengebiets Schwäbische Alb, Petra Bernet.
Der LNV-Vorsitzende Reiner Ehret unterstrich das Thema „Energiewende“ als weiterhin zentrales Thema des Landesverbands, das alle Mitgliedsverbände gleichermaßen fordere, bei welchem aber insgesamt große Einigkeit herrsche. Er hob die Bedeutung der Energiewende für künftige Generationen hervor. Durch Erneuerbare
Energien, Energieeffizienz, aber auch Energiesparen könne die Wertschöpfung in der eigenen Region oder Kommune verbleiben. „Wir brauchen eine weitestgehend CO2-freie Energieversorgung und eine geringere Importabhängigkeit “, so der LNV-Chef weiter.
Neben dem Energiethema gebe es aber noch eine stetig wachsende Anzahl weiterer Fachgebiete, um welche sich der LNV kompetent kümmere. Ehret sprach von rund 18 Themenbereichen, für welche der LNV als Ansprechpartner für Stellungnahmen gefragt sei. Durch die neue Landesregierung sei in viele ökologische und naturschutzbedeutsame Themen Bewegung gekommen. „Sogar im Rundfunkrat sollen demnächst zwei Vertreter aus dem Naturschutz sitzen“, sagte Ehret, der selbst in diesem Gremium sitzt.
Drei Preisträger der LNV-Ehrennadel Ehrets Einschätzung nach gibt es im ehrenamtlichen Naturschutz einen wachsenden Bedarf an kompetenten und pragmatischen Naturschutzexperten. Drei Personen mit diesen Attributen wurden am Samstag mit der LNV-Ehrennadel ausgezeichnet: Brigitte Vogel aus dem Hohenlohekreis, bekannt für ihr Engagement für ein Eisvogelschutzgebiet, der anerkannte Höhlenschützer Ralph Müller vom Arbeitskreis Schwäbisch Hall sowie der Tübinger Vogelschützer Rudolf Kratzer. Für den LNV ist eines sicher: Ohne so zupackende und engagierte Menschen wäre ein effektiver Natur- und Umweltschutz nicht möglich.
Neben vereinsspezifischen Regularien stand die Verabschiedung der LNV-Positionen auf dem Plan. Die neu überarbeiteten Leitlinien konnten einstimmig beschlossen werden und sollen demnächst in Druck gehen. Die Überarbeitung der Positionen zum Natur- und Umweltschutz war notwendig geworden, nachdem die letzte Fassung zehn Jahre alt war und sich vieles in der Umweltdiskussion sowie bei den gesetzlichen Rahmenbedingungen verändert hat.
Zum Schluss der Veranstaltung zeigte Petra Bernet, Geschäftsführerin des Biosphärengebiets Schwäbische Alb, bei ihrem Gastvortrag auf, welche Chancen sich für eine Region durch ein Biosphärengebiet ergeben können. Ihr Fazit: Ein Biosphärengebiet eröffne die Chance für eine dauerhaft nachhaltige und naturschutzorientierte Entwicklung integrativ über gesellschaftliche Interessen hinweg. Will heißen: Sicherung der Lebensqualität jetzt und in Zukunft.

LNV-Mitglieder-Versammlung

Ehrennadel für Rudolf Kratzer

Ehrennadel für Ralph Müller

Ehrennadel für Brigitte Vogel