Moore und Moorschutz im Klimawandel – Noch ein Zukunftsmodell?

Dienstag, 3.05.2022, 19:00 bis 21:00 Uhr
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Naturschutz im Gespräch im Mai – Expertenaustausch im LNV

Im Gespräch mit Herrn Dr. Alois Kapfer, Moorreferent des LNV

Das Bundes-Klimaschutzgesetz gibt für Deutschland ehrgeizige nationale Klimaschutzziele vor.
Um diese zu erreichen, sollen auch die Moorböden stärker geschützt und langfristig erhalten werden. Dazu haben Bund und Länder Ziele für den Moorbodenschutz vereinbart. Der Schutz und die Renaturierung von Moorböden in der Landwirtschaft ist im Klimaschutzplan 2050 fest verankert. Auch das Klimaschutzprogramm 2030 enthält Maßnahmen zum Schutz von Moorböden – einschließlich Einsparungen beim Verwenden von Torf.
Bis 2025 stellt das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) deshalb 330 Millionen Euro für konkrete Maßnahmen zum Moorbodenschutz bereit, vor allem für die großflächige Wiedervernässung entwässerter Moorböden.

 

Eine Bewirtschaftung der Flächen soll trotz der angehobenen Wasserstände weiterhin möglich sein, wenn dies gewollt ist. Ganz konkret sollen Maßnahmen zur Anhebung und Steuerung der Wasserstände umgesetzt werden, und zwar so, dass die Zersetzung des Moorbodens (Torfs) insbesondere auf genutzten Flächen zumindest deutlich reduziert oder im besten Fall gestoppt wird. Das wesentliche Instrument zur Zielerreichung und Umsetzung dieser Maßnahmen soll eine Bundesförderrichtlinie werden. Dazu wird ein neues Bundesprogramm Moorbodenschutz geschaffen. (Quelle: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft BMEL)

Dr. Alois Kapfer erläutert vor diesem Hintergrund den Stand des Moorschutzes in Baden-Württemberg und stellt Forderungen auf, die erfüllt werden müssten, um diesen wirksam zu verbessern.

Er gibt einen Überblick darüber, was Moore überhaupt sind, wie ihr Zustand derzeit ist und wie sich der Klimawandel jetzt schon auf sie auswirkt und in Zukunft weiter auswirken wird. Er zeigt den Zustand der Moore in Baden-Württemberg auf und macht eine kritische Bestandsaufnahme, was im Land bislang überhaupt für die Moore getan wird und wo es Nachholbedarf gibt.

Was das für den Naturschutz bedeutet, und wo sich Ansatzpunkte finden, um etwas zu verändern, zeigt er Ihnen an Beispielen auf.

Zum Referenten: Dr. Kapfer ist Agraringenieur und Landschaftsökologe mit einem eigenen Ingenieurbüro. Die Landentwicklung von Auen- und Moorlandschaften ist ihm in seiner Arbeit ein wichtiges Anliegen. Seit 2021 nimmt er sich auch im LNV als Moorreferent den Fragen der Moorerhaltung und -entwicklung an.

Weitere Informationen finden Sie auf diesem Flyer.

Die Veranstaltung ist kostenlos.

Bitte melden Sie sich mit dem unten angehängten Anmeldeformular an. Teilnahmebestätigung und Zugangsinformationen werden Ihnen zeitnah zugesandt.

Bildnachweis: Herbert Aust auf Pixabay

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