Neuigkeiten aus dem Naturschutz in Baden-Württemberg

Perspektiven für die Kulturlandschaft

LNV-Info 4/2008

Unsere gewachsene Kulturlandschaft wird zunehmend zum ,,Pflegefall”. Der ,,Flächenverbrauch” schreitet weiter voran und verwandelt gewachsene Kulturlandschaft zu Wohn-, Industrie- und Verkehrslandschaften. Lebensräume für Tiere und Pflanzen, aber auch Erholungsräume für den Menschen, nehmen dramatisch ab. Deshalb ist der Flächenverbrauch unverzüglich drastisch einzudämmen.

Rechtsgrundlagen des besonderen Artenschutzes

LNV-Info 3/2008

Das Artenschutzrecht ist durch EU-Recht und das Bundesnaturschutzrecht direkt geregelt und muss nicht in die Landesnaturschutzgesetze aufgenommen werden. Der LNV stellt in diesem Info diejenigen Paragraphen des BNatSchG, der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie von 1992 (92/43/EWG) und der Vogelschutz-Richtlinie von 1979 (79/409/EWG) zusammen, die den besonderen Artenschutz betreffen. Zusätzlich wurde § 21a BNatSchG zu Schäden an bestimmten Arten aufgenommen.

Wege zu einer innovativen und zukunftsfähigen Energiewirtschaft

LNV-Info 2/2008

Bis 2020 muss das Fundament für eine nachhaltige Energieversorgung errichtet werden. Baden-Württemberg kann aber nur dann einen angemessenen Beitrag zu den aktuellen Klimaschutzzielen erbringen, wenn die Energie-Effizienz deutlich verbessert wird, und die erneuerbaren Energien ausgebaut werden.
Von Dr. Joachim Nitsch, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V., Stuttgart
Gemeinsames Konzept von LNV, BUND und NABU

Beschleunigtes Bebauungsplanverfahren im Innenbereich

LNV-Info 1/2008

Mit der Änderung des Baugesetzbuchs (BauGB) vom 21. 12.06 wurde die Möglichkeit des beschleunigten Bebauungsplan-verfahren für den Innenbereich eingeführt. Die ursprünglich begrüßenswerte Idee, innerörtliche Brachflächen einer beschleunigten Wiedernutzung zuzuführen, ist allerdings mit Nachteilen für den Natur- und Umweltschutz ausgefallen, weil mit dem beschleunigten Verfahren die Pflicht zur Erstellung eines Umweltberichts, zur Umweltprüfung und zum Teil sogar die Ausgleichspflicht entfallen.

Kritik an geplanter Energieeinspar-Verordnung

Der Landesnaturschutzverband fordert Ministerpräsident Oettinger auf „Bitte ziehen Sie bei der Energieeinsparverordnung die Notbremse!“ Kritik am laschen Vorgehen des Wirtschaftsministeriums Harsche Kritik äußert der Landesnaturschutzverband (LNV) gegenüber dem Wirtschaftsministerium: Würden die neuen Durchführungsbestimmungen zur Energieeinsparverordnung (EnEV) wie geplant festgesetzt, seien nicht einmal die darin gesteckten „bescheidenen“ Landesziele zu erreichen. LNV-Vorsitzender Reiner Ehret fordert Ministerpräsident Oettinger deswegen in einem Schreiben auf, […]

Widerstreitende Interessen im Naturschutz zusammengeführt

LNV-Ehrennadel für Werner Brekle

verliehen am 12.4.2008
Seit über 25 Jahren gelingt es Werner Brekle, widerstreitende Interessen im Naturschutz zusammenzuführen und auszugleichen. Seine Arbeit “ziehe seither Kreise, wie wenn man einen Stein ins Wasser wirft”, so Reinhard Wolf, der die Laudatio hielt . Schon 1965 sei er Naturschutzwart beim Schwäbischen Albverein geworden, seit 1983 Gaunaturschutzwart und seit 1984 Leiter des LNV-Arbeitskreises. Er betreibe stets in ruhiger und konstruktiver Weise Naturschutz. Sorge bereitet ihm vorallem der anhaltenden Flächenverbrauch.

Einsatz gegen die Verbauung der Wutach

LNV-Ehrennadel für Erika Scheuch

verliehen am 12.4.2008
In seiner Laudatio für Erika Scheuch bezeichnete Gerhard Bossert vom Schwarzwaldverein diese als eine Frau der Tat, welche unermüdlich daran gearbeitet hat, um Unliebsames zu verändern oder zu verbessern. Seit 1976 habe sie über 30 Jahre lang als Vorsitzende des Schwarzwaldvereins Stühlingen außergewöhnlich viel bewegt – sei es ihr Einsatz gegen die Verbauung der Wutach, ihr grenzübergreifendes Engagement ins schweizerische Schleitheim oder als treibende Kraft für die Ausweisung mehrere Naturschutzgebiete.

Das Waldökosystem stets im Blick

LNV-Ehrennadel für Förster Dieter Dobler

verliehen am 28.4.2007
LNV-Schatzmeister Dr. Heiner Grub lobte in seiner Laudatio Dieter Dobler,der schon als junger Förster stets das gesamte Waldökosystem im Blick gehabt habe und sich deswegen im Gegensatz zu vielen anderen schon von Anfang an im Natur- und Umweltschutz engagiert habe. Von 1983 bis 1989 habe er als Vorsitzend er des Bund Naturschutz Alb-Neckar Zeichen gesetzt und von 2000 bis 2003 mit großem Engagement den LNV-Arbeitskreis geleitet. Für die Errichtung des Umweltbildungszentrums Listhof sei er treibende Kraft gewesen

Klage- und Beteiligungsrechte der Naturschutz-Verbände

Zusammenfassung eines IDUR-Seminars

In der Aarhus-Konvention war festgelegt worden, dass jeder Mensch das Recht hat, in einer seiner Gesundheit und seinem Wohlbefinden zuträglichen Umwelt zu leben, und dass er sowohl als Einzelperson als auch in Gemeinschaft mit anderen die Pflicht hat, die Umwelt zum Wohle gegenwärtiger und künftiger Generationen zu schützen und zu verbessern. Als Konsequenz daraus ergeben sich bessere Beteiligungs- und Klagerechte für die Umweltverbände.

Taschenbuch des Naturschutzes

Ein Leitfaden für Naturschutzwarte und alle Freunde der Natur

In kurzer Form enthält das Taschenbuch des Naturschutzes in Baden-Württemberg die wichtigsten rechtlichen Bestimmungen für den Naturschutz in Feld, Wald und Flur. Es möchte damit Orientierung geben und Naturschützerinnen und Naturschützer bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützen.
Erschienen 2007, nicht mehr ganz aktuell, da sich das Bundesnaturschutzgesetz geändert hat.

Amphibienleiteinrichtungen sind keine Ausgleichsmaßnahmen

LNV-Info 13/2007

Amphibiendurchlässe sind Vermeidungsmaßnahmen und keine Ausgleichsmaßnahmen! Dies ist im Merkblatt zum Amphibienschutz an Straßen (MAmS 2000) geregelt, erstellt vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen. Es gilt an Autobahnen und Bundesstraßen. Durch Erlass des Verkehrsministeriums vom 21.01.02 gilt das Merkblatt auch an Landesstraßen, sowie an Straßen, die vom Land bezuschusst werden, somit auch für Kreis- und Gemeindestraßen, die über GVFG-Mittel finanziert werden.

Fledermausarten und ihre Lichtempfindlichkeit

LNV-Info 12/2007

Immer wieder taucht die Frage auf, ob sich Licht negativ auf Fledermauspopulationen auswirkt. Beleuchtung von Gebäuden mit Fledermauskolonien, vornehmlich Kirchen, sollten unterbleiben, da es Kolonien gab, die daraufhin das Quartier verlassen haben. Vorallem die mausohrartigen Fransen-, Bechsteinfledermaus und das Große Mausohr sind sehr lichtscheu. Andererseits jagen Abendsegler, Zwergfledermaus und Breitflügelfledermaus im Schein von Straßenlaternen. Für diese Tiere dürfte Licht auf Insekten für die Jagd von Vorteil sein.

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