Neuigkeiten aus dem Naturschutz in Baden-Württemberg

Ethylen-Rohrleitungsanlage

LNV Stellungnahme vom 17.09.2009

Das zu verfolgende und zu sichernde Gemeinwohlziel (Art. 14 Abs. 3 S. 1 GG), das in § 1 des Gesetzentwurfs behauptet wird, ist nicht hinreichend konkret. Das Bundesverfassungsgericht bezweifelt ausdrücklich die hinreichende Bestimmtheit der Regelung eines allgemein umschriebenen Zwecks, die regionale Wirtschaftsstruktur zu verbessern und Arbeitsplätze in einem strukturschwachen Gebiet zu schaffen.

Europäische Weinmarktreform 2015/2018

LNV-Info 2/2009

Neben dem Weinbau bieten die Weinbergterrassen mit ihren Trockenmauern auch wertvollen Lebensraum für eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt. Seit Jahren plädiert der LNV für einen naturverträglichen Weinbau auf Terrassenlagen. Zur Zeit steht der Terrassenweinbau in den Steillagen in starker Konkurrenz zum Anbau in flurbereinigten Weinbergen. Der ungleich höhere Arbeitsaufwand in den Steillagen kann kaum durch höhere Verkaufspreise kompensiert werden.

Landes-Geodatenzugangsgesetz und zugehörige Artikelgesetze

LNV-Stellungnahme vom 02.09.2009

Der LNV begrüßt die geplante rechtliche Regelung für einen Zugang und die Nutzung von Geodaten durch Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung und Wirtschaft. Insbesondere befürworten wir, dass damit auch die Interoperabilität und Kombinierbarkeit von Geodaten geregelt werden soll. Hier gibt es seit Jahrzehnten allein schon innerhalb der Zuständigkeitsbereiche des MLR erhebliches Verbesserungspotential.

Die Zukunft des ländlichen Raumes

Tagungsband LNV-Zukunftsforum 2009

Die Probleme und die großen Herausforderungen, vor denen der Ländliche Raum im Bereich Naturschutz, Wirtschaft, Verkehr, Bildung oder Soziales steht, berühren viele Politikbereiche.
Die Natur- und Umweltschützer sind hierbei besonders gefordert.
Wie wandelt sich der Ländliche Raum und welche Auswirkungen hat dieser Wandel?
Der Tagungsband kann für 10.- € beim Landesnaturschutzverband bezogen werden.

Der Weg zum Naturnahen Wald

LNV-Info 1/2009

Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) legt mit diesem Positionspapier seine Forderungen an eine notwendige, bis heute fehlende Definition der guten fachlichen Praxis in der Waldbewirtschaftung vor (Kap. II). Die LNV-Positionen konkretisieren insofern den § 5 Abs. 5 BNatSchG1. Ziel muss aus Sicht des LNV die naturnahe Waldbewirtschaftung sein (Kap. I), es sei denn, Artenschutz oder kulturhistorische Nutzungsformen sprechen dagegen.

Durchführung der Energieeinsparverordnung

LNV-Stellungnahme vom 9.7.2009

Die Übertragung der Verantwortung für die Einhaltung der Energiestandards auf Planer, Architekten und Bauleiter unter Verzicht auf behördliche Kontrolle ist in der Realität gescheitert. Der LNV sieht technische und hoheitliche Kontrollen (z.B. durch Vorlage der Baustoffbegleitdokumente) als unverzichtbar an.

Weihnachtsbaumkulturen

LNV-Stellungnahme vom 30.6.2009

Der LNV plädiert dafür, eine reguläre Genehmigung für für Kurzumtriebsplantagen, wie z. B. WEihnachtsbaum- und Schmuckreisigkulturen, wie bisher beizubehalten. Als einziges Kriterium für die Notwendig einer Genehmigung sind Begrenzungen der Wuchshöhen festgelegt. Nach Abs. 4 müssen die Anlagen bei Erreichen dieser Wuchshöhen vollständig beseitigt und neu angelegt werden. Wir sehen in dieser Regelung erhebliche Überwachungsprobleme.

Kurze Wege

Über den Zusammenhang von Alltag und Siedlungsform

DVD mit drei Filmen (zu je 15 Minuten)
nützlicher Hintergrundinformation als Folienpräsentation und ein interessantes Booklet.
Wie lassen sich Beruf und Familie unter einen Hut bringen? Zwei Familien mit Kindern, beide Eltern sind berufstätig: Wie organisieren sie ihren Alltag – draußen im Grünen und mitten in der Stadt?

EU-Wasserrahmenrichtlinie

LNV-Stellungnahme vom 22.6.2009

Die Bewirtschaftungspläne und Maßnahmenprogramme wurden sorgfältig erstellt.
Die Datenerhebung, die Darstellung und die Öffentlichkeitsbeteiligung bei der Erstellung der Pläne sind vorbildlich. Hier haben die Wasserbehörden eine große Leistung vollbracht. Die Auswahl der Programmstrecken wäre nachvollziehbar, wenn es sich um eine Priorisierung handeln würde. Sie darf jedoch nicht dazu führen, dass an den Gewässern, die nicht als Programmstrecken ausgewählt sind, auf die Erreichung des guten ökologischen Zustands verzichtet wird.

Überzeugender Naturschützer für den Landkreis Böblingen

LNV-Ehrennadel für Dr. Heinz-Dieter Elschenbroich

verliehen am 25.4.2009
Herrn Dr. Elschenbroichs Stärke ist es, Menschen unterschiedlichster Couleur unter einen Hut zu bringen, was er in den 23 Jahren Führung des Böblinger LNV-Arbeitskreises in beeindruckender Weise gezeigt hat. Bereits 1999 erhielt er für sein Engagement im Naturschutz das Bundesverdienstkreuz. Gegenüber Behörden trug er die Interessen des Naturschutzes stets überzeugend vor.
† 11. März 2016

Bei künftigen Lehrern Verständnis für Natur geweckt

LNV-Ehrennadel für Prof. Dr. Dieter Rodi

verliehen am 25.4.2009
Als „Multiplikator vor lauter Multiplikatoren“ – an der Pädagogischern Hochschule in Schwäbisch Gmünd vor den auszubildenden Lehrern – hat Prof. Rodi einen enormen Einfluss ausgeübt, wie Verständnis für Natur geweckt werden könne. Während seiner Zeit als langjähriger Vorsitzender des Naturkundevereins Schwäbisch Gmünd gelang es ihm, mit dem Aufbau von Lehrpfaden oder der Gestaltung des Naturkundemuseums in Schwäbisch Gmünd Zeichen zu setzen.

Generalwildwegeplan

LNV-Stellungnahme vom 4.5.2009

Die zugeschickte Karte und die dort aufgezeigten Wildtierkorridore sind in einem Maßstab dargestellt, dass eine Plausibilitätsprüfung, ob versehentlich Aussiedlerhöfe oder ganze Dörfer in den Korridoren liegen, nicht möglich ist. Es fällt auf, dass kaum Wildtierkorridore über die Landesgrenzen hinweg gehen. Es muss bereits im Kartenbegleittext, und im Material- und Methodenkapitel klar dargestellt werden, dass die berechneten Korridore an den Außengrenzen Baden-Württembergs unvollständig sind.

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