Neuigkeiten aus dem Naturschutz in Baden-Württemberg

Naturschutz ist machbar

LNV-Ehrennadel für Gerd Walter

verliehen am 12.4.2006
In seiner Laudatio bezeichnete Gerd Schach, langjähriger Natur-schutz-Wegbegleiter des Geehrten, diesen als einen Glücksfall für den Naturschutz insgesamt. Gerd Walter, der 53 Jahre lang aktiv im Naturschutz tätig war, war seit Gründung des LNV im Jahr 1979 bis 1992 Sprecher des LNV-Arbeitskreises im Alb-Donau-Kreis und von 1985 bis 2000 LNV-Vorstandsmitglied. Er ist Träger der goldenen Ehrennadel des Schwäbischen Albvereins und seit 1999 dessen Ehrenmitglied. † am 19.12.2006

Ende im Gelände


Lesebuch und Film (DVD)

über den verschwenderischen Umgang mit unserer Landschaft
– eine Analyse mit Lösungsansätzen
Produziert vom LNV
Aktuell wird in Baden-Württemberg täglich eine Fläche von über 10 ha (das entspricht 13 Fußballfeldern) bebaut – mit gravierenden ökologischen und ökonomischen Folgen. Die Politik hat das Problem inzwischen wahrgenommen, doch von einer klaren Lösungsstrategie ist man noch weit entfernt.

Erhaltungsziele von Natura 2000 Gebieten

LNV-Info vpm 23.6.2005

Mit der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) haben sich die Mitgliedstaaten der Europäischen Union das Ziel gesetzt, durch Errichtung des Schutzgebietsnetzes Natura 2000 die Lebensraumtypen und die Populationen von bedrohten Arten so zu schützen, dass ihr Fortbestand in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet gewährleistet ist. An dieser übergeordneten Zielsetzung müssen sich die Schutzbemühungen jedes einzelnen Natura 2000-Gebietes orientieren. Darauf ausgerichtet sind deshalb auch die Erhaltungsziele für die Gebiete zu formulieren.

Für eine umweltgerechte Energieversorgung

LNV-Info vom 23.6.2005

Der Landesnaturschutzverband (LNV) und die Arbeitsgemeinschaft der Badisch-Württembergischen Bauernverbände streben den Ausbau erneuerbarer Energien an. Sie fordern die Landesregierung auf, weitere konkrete Schritte zu unternehmen. CO2-neutrale Verfahren müssen stärker verbreitet werden. Der Verbrauch endlicher Energieträger (Öl, Gas, Kohle und Kernkraft) muss konsequent zurückgeführt werden, um die Zunahme der Klimaprobleme einzudämmen und den nachfolgenden Generationen mehr Ressourcen zu erhalten.

Das Wasserstoffauto

LNV-Info vom 9.6.2004

Eine Technik mit zweifelhafter Umweltbilanz
Das Wasserstoffauto mit Brennstoffzellen soll die Lösung für die Verkehrsprobleme der Zukunft sein. Es ist jedoch ein umweltbelastender Irrweg, wie das Umweltbundesamt vermeldet. Es werden häufig “Energieträger” und “Energiequellen” verwechselt. Als Energieträger ist der Wasserstoff tatsächlich sehr emissionsarm, aber nur solange die eigentliche “Energiequelle”, mit deren Hilfe er hergestellt wird, nicht mit in die Bilanz einbezogen wird.

Naturschutzerin am Bodensee

LNV-Ehrennadel für Brigitte Bergmann

verliehen am 28.4.2004
In ihrer Laudatio reihte Gundel Beck-Neumann, langjährige stellvertretende Vorsitzende des LNV, eine beeindruckende Liste der Tätigkeiten und Erfolge der Geehrten auf: Schon 1971, als noch kaum jemand an Umweltschutz dachte, habe Sie einen Arbeitskreis Umweltschutz und eine Jugendgruppe mit über 70 Aktiven gegründet. 1979 rief sie den hiesigen Arbeitskreis des LNV ins Leben, den sie nach 30 Jahren (!) heute noch mit Elan leitet.

Urgestein des Naturschutzes

LNV-Ehrennadel für Peter Stoll

verliehen am 28.4.2004
In seiner Laudatio hob Ehret insbesondere die integrierende Kraft der Persönlichkeit Stolls hervor, der langjährig Präsident des Schwäbischen Albvereins und seit 1991 Vorstandsmitglied des LNV war. Er hätte ihm gerne zusätzlich zur Ehrennadel den Titel “Mr. Nachhaltigkeit” verliehen, da es Peter Stoll wie kein anderer verstanden habe, dem Naturschutzgedanken auch in den großen Wandervereinen zum Durchbruch zu verhelfen.
† am 7.10.2015

Langjähriger Vorsitzender des Landesnaturschutzverbandes

LNV-Ehrennadel für Prof. Günther Reichelt

verliehen am 28.4.2004
Bei der Mitgliederversammlung am 28. April 2004 in Stuttgart hat der LNV die LNV-Ehrennadel Professor Günther Reichelt verliehen, welcher als Landesvorsitzender die Geschicke des LNV von 1975 bis 1991 geleitet hatte. Dr. Gerhard Bronner, stellvertretender Landesvorsitzender des LNV, bezeichnete Professor Reichelt als einen “kämpferischen Naturschützer, der sich schon damals nicht durch Brosamen hat abspeisen lassen, die von Regierungen und Behörden gelegentlich fallen gelassen wurden”.

Leistungsabzeichen Natur

LNV-Info vom 22.4.2004

Der Grundgedanke des „Leistungsabzeichens Natur“ besteht darin, dass der Kenntnis von Pflanzen, Tieren, Fossilien, Mineralien, Himmelskörper, von Heimat und Landschaft durch die Verleihung eines hübschen Abzeichens größere Wertschätzung beigemessen werden soll. Kinder können durch die Teilnahme an geeigneten Veranstaltungen von Naturschutzverbänden und Behörden/Institutionen (Naturschutzzentren, Forstämter, Museen u.a.) das Leistungsabzeichen in drei Stufen erwerben.

Cross Border Leasing

LNV-info vom 25.3.2004

Cross Border Leasing wird meist von Großbanken und anderen Finanzdienstleistern ( z. B. Daimler-DEBIS, Daimler-Crysler-Capital-Service) arrangiert. Diese vermitteln interessierten Kommunen, Landkreisen und Zweckverbände an in Trusts zusammengeschlossene US-Investoren. Weitere Akteure sind Unternehmensberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte. Das Selbstbestimmungsrecht der Gemeinden ist in Artikel 28 des Grundgesetzes folgendermaßen definiert: „Den Gemeinden muss das Recht gewährleistet sein, alle Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft im Rahmen der Gesetze in eigener Verantwortung zu regeln“. Es scheint fraglich, ob dies bei Übernahme von öffentlichen Dienstleistungen durch US-Investoren noch gewährleistet ist.

Ökoaudit für landwirtschaftliche Familienbetriebe

LNV-Publikation vom 27.2.2004

Am Beispiel von fünf landwirtschaftlichen Betrieben auf der Baar (Baden-Württemberg) wurde getestet, ob mit Hilfe eines vereinfachten Agrar-Ökoaudits Verbesserungspotentiale für die Betriebe und die Umwelt ermittelt werden können.
Bisherige Studien zeigen, dass die Methodik des Ökoaudits bei großen Agrarbetrieben anwendbar ist, wie sie z. B. in den neuen Bundesländern vorherrschen. Für bäuerliche Familienbetriebe, wie sie in Süddeutschland vorherrschen, wurden bisher der Aufwand und die Kosten als zu hoch angesehen .

Solarenergie in der freien Landschaft

LNV-Info vom 29.3.2004

Die Nutzung regenerativer Energien hat den Vorteil, dass anders als bei der Nutzung fossiler Energieträger kein Kohlendioxid emittiert wird und dass die Gefahren der Radioaktivität vermieden werden. Kritisch zu sehen sind dagegen großflächige Photovoltaikanlagen in der freien, bislang unbebauten Landschaft. Die Inanspruchnahme der freien Landschaft für bauliche und technische Anlagen ist in Deutschland und speziell in Baden-Württemberg eines der drängendsten Umweltprobleme überhaupt.

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