Neuigkeiten aus dem Naturschutz in Baden-Württemberg

NaturLernen

Tagungsband LNV-Zukunftsforum 2007

Den Interessierten und/oder Betroffenen ist das Problem bestens bekannt: Die Überfütterung unserer jungen Mitmenschen mit den zahllosen Ablenkungs- und Zerstreuungsmitteln lässt nur wenig Zeit und geistigen Freiraum für Phänomene wie Natur, Nachhaltigkeit oder Reflexionen über die Rolle des Menschen in der Natur. Sieben Referenten und Referentinnen hatten Wege aufgezeigt, wie man diesem Problem begegnen kann.

Feinstaub – was ist das – wie schadet er?

LNV-Info 6/2007

Feinstaub zählt zu den partikelförmigen Luftschadstoffen. Je kleiner diese Staubpartikel sind, desto ähn¬licher verhalten sie sich wie die gasförmi¬gen Luft-Bestandteile: Sie sinken also nicht/kaum zu Boden, sondern bleiben als Schwebstaub in der Luft. Dem Feinstaub werden Partikel zugerechnet, die einen Durchmesser von nicht mehr als 10 Mikro¬meter aufweisen, was etwa einem Zehntel des Durchmessers eines Haares entspricht. Mit dieser Größenordnung – PM10 genannt – werden die Partikel „lungengängig“, d. h. sie werden nicht mehr von der Nase oder den oberen Atmungsorganen zurückgehalten bzw. ausgefiltert.

“Tag der Artenvielfalt” begeistert organisiert

LNV-Ehrennadel für Werner Mangold

verliehen am 28.4.2007
Seit 1970 war er Werner Mangold Mitglied der Aktionsgemeinschaft für Natur- und Umweltschutz in Baden-Württemberg, heute Landesnaturschutzverband. 1971 wurde er in den DBV-Landesvorstand (heute NABU) gewählt. 1978 gründete er die DBV-Landesgeschäftsstelle. Seit 1989 beteiligte er sich tatkräftig am Aufbau von NABU-Landesverbänden in den neuen Bundesländern. Seit 1992 leitet er den LNV-Arbeitskreis Ulm/Alb-Donau-Kreis.
† am 14.11.2014

Außergewöhnliche Ehrung für freiberufliche Journalistin

LNV-Ehrennadel für Margit Haas

verliehen am 28.4.2007
Mit besonderem Engagement habe sich Margit Haas den Veranstaltungen des “LNV-Leistungsabzeichen Natur” im Rahmen des Schülerferienprogramms gewidmet. Hinzu kamen Berichte über LNV-Schulprojekte, das Projekt “Lernort Natur” im Ebersbacher Biotop “Salzreute” sowie die zahlreichen von ihr initiierten Serien zum Thema “Natur und Umweltschutz”. Dass viele NWZ-Leser das Kürzel “LNV” im Landkreis Göppingen durchaus dechiffrieren könnten, zähle auch nach Auffassung des LNV-Vorstandes mit zu Haas Verdiensten.

Die Entwicklung des motorisierten Straßenverkehrs

LNV-Info 4/2007

Ungeachtet der Defizite öffentlicher Kassen geht die Planung zum Bau neuer Straßen munter weiter. Dabei halten die von den Planern angegebenen Gründe für den Bau neuer Straßen einer Überprüfung meist nicht stand. Sie stehen in deutlichem Widerspruch zu verkehrswissenschaftlichen Erkenntnissen und demographischen Fakten. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen kritisiert das falsche Bewertungsverfahren und stellt in seinem Sondergutachten „Umwelt und Straßenverkehr“ (Juni 2005, S.95) fest: „Eine Überschätzung der Nutzeffekte der Infrastrukturprojekte ist die zwangsläufige Folge.”

Energiepass als Energiebedarfsausweis

LNV-Info vom 12.2.2007

Massiver Lobbyeinfluss und völliges Desinteresse des Bundeswirtschaftsministeriums haben dazu geführt, dass es nicht gelungen ist, den seriösen Energiebedarfsausweis durchgehend zu verankern. Vielmehr wird bei bestimmten Gebäuden nur die Dokumentation des Energieverbrauchs durch einen sogenannten Energieverbrauchsausweis anerkannt. Damit wird aber weniger die energetische Qualität des Gebäudes als vielmehr die Sparsamkeit der Bewohner dokumentiert.

Zwei Jahre Verwaltungsreform – eine ernüchternde Bilanz

LNV-Info vom 26.1.2007

Personalabbau und Kürzung der Finanzzuweisung („Effizienzrendite“) müssen bei gleichzeitiger Übertragung neuer Aufgaben zu gravierenden Defiziten bei der Erfüllung der Naturschutzaufgaben der Verwaltung führen. Heute stehen landesweit lediglich 300 Naturschutz-Bedienstete 1.300 in der Flurneuordnung und knapp 1.000 in der Landwirtschaftsverwaltung gegenüber. Im gleichen Zug steigen jedoch die Naturschutzaufgaben, zu nennen wären die Umsetzung von Natura 2000, Mitwirkung bei der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie, Beurteilung der Umweltberichte bei Bebauungsplänen usw.

Naturschutz ist machbar

LNV-Ehrennadel für Gerd Walter

verliehen am 12.4.2006
In seiner Laudatio bezeichnete Gerd Schach, langjähriger Natur-schutz-Wegbegleiter des Geehrten, diesen als einen Glücksfall für den Naturschutz insgesamt. Gerd Walter, der 53 Jahre lang aktiv im Naturschutz tätig war, war seit Gründung des LNV im Jahr 1979 bis 1992 Sprecher des LNV-Arbeitskreises im Alb-Donau-Kreis und von 1985 bis 2000 LNV-Vorstandsmitglied. Er ist Träger der goldenen Ehrennadel des Schwäbischen Albvereins und seit 1999 dessen Ehrenmitglied. † am 19.12.2006

Ende im Gelände


Lesebuch und Film (DVD)

über den verschwenderischen Umgang mit unserer Landschaft
– eine Analyse mit Lösungsansätzen
Produziert vom LNV
Aktuell wird in Baden-Württemberg täglich eine Fläche von über 10 ha (das entspricht 13 Fußballfeldern) bebaut – mit gravierenden ökologischen und ökonomischen Folgen. Die Politik hat das Problem inzwischen wahrgenommen, doch von einer klaren Lösungsstrategie ist man noch weit entfernt.

Erhaltungsziele von Natura 2000 Gebieten

LNV-Info vpm 23.6.2005

Mit der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) haben sich die Mitgliedstaaten der Europäischen Union das Ziel gesetzt, durch Errichtung des Schutzgebietsnetzes Natura 2000 die Lebensraumtypen und die Populationen von bedrohten Arten so zu schützen, dass ihr Fortbestand in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet gewährleistet ist. An dieser übergeordneten Zielsetzung müssen sich die Schutzbemühungen jedes einzelnen Natura 2000-Gebietes orientieren. Darauf ausgerichtet sind deshalb auch die Erhaltungsziele für die Gebiete zu formulieren.

Für eine umweltgerechte Energieversorgung

LNV-Info vom 23.6.2005

Der Landesnaturschutzverband (LNV) und die Arbeitsgemeinschaft der Badisch-Württembergischen Bauernverbände streben den Ausbau erneuerbarer Energien an. Sie fordern die Landesregierung auf, weitere konkrete Schritte zu unternehmen. CO2-neutrale Verfahren müssen stärker verbreitet werden. Der Verbrauch endlicher Energieträger (Öl, Gas, Kohle und Kernkraft) muss konsequent zurückgeführt werden, um die Zunahme der Klimaprobleme einzudämmen und den nachfolgenden Generationen mehr Ressourcen zu erhalten.

Das Wasserstoffauto

LNV-Info vom 9.6.2004

Eine Technik mit zweifelhafter Umweltbilanz
Das Wasserstoffauto mit Brennstoffzellen soll die Lösung für die Verkehrsprobleme der Zukunft sein. Es ist jedoch ein umweltbelastender Irrweg, wie das Umweltbundesamt vermeldet. Es werden häufig “Energieträger” und “Energiequellen” verwechselt. Als Energieträger ist der Wasserstoff tatsächlich sehr emissionsarm, aber nur solange die eigentliche “Energiequelle”, mit deren Hilfe er hergestellt wird, nicht mit in die Bilanz einbezogen wird.

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