Neuigkeiten aus dem Naturschutz in Baden-Württemberg

LNV-Forderungen zur Reduktion des Flächenverbrauchs

LNV-Info 02/2021
Der Flächenverbrauch ist in Baden-Württemberg trotz aller Bemühungen immer noch zu hoch. Nach den Zielen der Landesregierung sollte er 2020 bei 3 ha pro Tag liegen und weiter zurückgehen, tatsächlich liegt er zwischen 5 und 6 ha. Die LNV-Forderungen nach Instrumenten zur Stärkung der Innen- und Begrenzung der Außenentwicklung richten sich vor allem an den Gesetzgeber auf Bundesebene (Baugesetzbuch), aber auch an alle Raumordnungs- und Baubehörden sowie Gemeindeverwaltungen und Gemeinderäte.

Kann Bayern alles – außer Baustoffrecycling?

LNV übt scharfe Kritik an Minister Seehofer / Brief an Markus Söder
Der Landesnaturschutzverband (LNV) kritisiert scharf, dass das Bundesinnenministerium die sogenannte „Mantelverordnung“ blockiert. Sie soll Recycling und Entsorgung von Baustoffen vereinheitlichen und Anreize für die Kreislaufwirtschaft geben. Nach 15 Jahren Diskussion sperrt sich nun Minister Horst Seehofer gegen den ausgearbeiteten Kompromiss. Warum? Weil sich Bayern als einziges Bundesland nicht in der Lage sieht, einen zeitgemäßen Umgang mit Bauschutt zu organisieren und ihn weiterhin einfach in stillgelegte Gruben abkippen möchte.

Naturschutzverbände im Land unterstützen Anerkennung von Streuobst als immaterielles Kulturerbe der UNESCO

Die drei Umwelt- und Naturschutzverbände LNV, NABU und BUND in Baden-Württemberg unterstützen den vom Verein Hochstamm Deutschland eingereichten Antrag auf Anerkennung des Streuobstanbaus als Immaterielles Kulturerbe durch die UNESCO. Die drei Verbände sind Mitglieder bei Hochstamm Deutschland. Das Land Baden-Württemberg hat den Antrag auf Anerkennung im April 2020 bereits befürwortet. Als nächster Schritt steht nun auf Bundesebene die Entscheidung der Kultusministerkonferenz im März an. Gleichzeitig sehen die Verbände die Streuobstbestände im Land aufgrund sinkender Preise für Bio-Mostobst weiter gefährdet.

Natur-Objekte des Jahres 2021

Wieder stellt der LNV eine Liste der Natur-Objekte des Jahres 2021 zusammen. Hiermit soll auf wertvoll und bedrohte Arten aufmerksam gemacht werden, oder auch auf umstrittene Arten. Es werden auch Böden, Landschaften, Alleen und vieles andere ausgezeichnet.

Gebietsheimisches Saatgut

Erfolgreicher Abschluss des durch die SNF geförderten LNV-Projektes Das Bundesnaturschutzgesetz schreibt vor, dass Begrünungen, beispielsweise von Straßenböschungen, außerhalb von Siedlungen nur mit einheimischen Pflanzen erfolgen dürfen, genauer: Ab dem 2. März 2020 ist nur noch das Ausbringen von Gehölzen und Saatgut innerhalb ihrer Vorkommensgebiete erlaubt. Was genau das vor allem für Planungen und Gartenbaubetriebe bedeutet, erläutert der neue Leitfaden, der […]

LNV mit neuer Energie-Position: massive Defizite bei Effizienz und Suffizienz

Ja zu Freiflächensolaranlagen, Stromimporten und Windparks Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V. (LNV) hat ein neues Positions- und Forderungspapier zur Energie- und Klimawende veröffentlicht. Darin mahnt er insbesondere größere Fortschritte bei Energieeffizienz und -suffizienz an, lehnt Freiflächensolaranlagen nicht mehr generell ab und spricht sich für den Bau von Windrädern an den naturverträglichsten Standorten aus – gebündelt in Windparks. Der LNV distanziert sich […]

Neue Energie-Position: massive Defizite bei Effizienz und Suffizienz

Ja zu Freiflächensolaranlagen, Stromimporten und Windparks
Der LNV hat ein neues Positions- und Forderungspapier zur Energie- und Klimawende veröffentlicht. Darin mahnt er insbesondere größere Fortschritte bei Energieeffizienz und -suffizienz an, lehnt Freiflächensolaranlagen nicht mehr generell ab und spricht sich für den Bau von Windrädern an den naturverträglichsten Standorten aus – etwa gebündelt in Windparks. Der LNV distanziert sich vom Ziel der Energieautarkie und zeigt sich offen für die Abscheidung von Kohlendioxyd.

Naturschutzverbände unterstützen 1.000 Megawatt-Solarkampagne

Solarstrom: Bis 2030 wichtigste Energiequelle im Land
Photovoltaik als Teil der naturverträglichen Energiewende in Baden-Württemberg
Die baden-württembergischen Landesverbände von BUND und NABU, der Landesnaturschutzverband LNV und die Bodensee-Stiftung unterstützen die 1.000 MW-Solarstromkampagne, denn die beschlossene PV-Pflicht und die Neuauflage des Speicherprogramms durch das Landesumweltministerium sind positiv, alleine aber zu wenig. Damit setzen führende Umweltverbände in Baden-Württemberg ein klares Signal für mehr Klimaschutz. Neben der dringend notwendigen Energieeinsparung fordern sie im Jahr der Landtagswahl den massiven Ausbau der Erzeugung von Strom und Wärme aus Erneuerbaren Energien. Strom aus Photovoltaikanlagen soll dabei in den kommenden zehn Jahren die wichtigste Energiequelle im Südwesten werden. Das ist das Ziel der neuen 1.000 Megawatt-Solarkampagne der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg. Diese breit und langfristig angelegte Kampagne, bei der sich auch Kommunen, das Handwerk und viele Energieversorgungsunternehmen im Land engagieren, bekommt jetzt Rückenwind von vier wichtigen Naturschutzverbänden im Land.

Flächenverbrauch nach § 13b BauGB: Landes-Pressemitteilung missachtet grüne Positionen

LNV-Pressemitteilung vom 08.01.2021

Das Wirtschaftsministerium lobt den § 13b in den höchsten Tönen und fordert seine Wiedereinführung. Der LNV ist befremdet darüber: “Wir wissen, dass der grüne Teil der Landesregierung diese Regelung mit guten Gründen ablehnt und sich das Land deshalb bei der Abstimmung im Bundesrat enthalten hat”, sagt LNV-Chef Dr. Gerhard Bronner.

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