Die Veranstaltung findet online statt.
Mit über 400.000 km Fließgewässernetz und mehr als 185 Milliarden m³ jährlichen mittleren Abfluss sind die Fließgewässer in Deutschland flächendeckend vorhanden und besitzen große Potenziale im Bereich der Wärmegewinnung für grüne Nah- und Fernwärme.
In Untersuchungen wurde das Flusswärmepotenzial in den 80 Großstädten in Deutschland ausgewertet. 41 der 80 Großstädte können grundsätzlich vom Potenzial her ihren gesamten Raumwärmebedarf zu 100 % und mehr aus den Fließgewässern decken. Auch Stuttgart und andere baden-württembergische Städte verfügen mit dem Neckar und seinen Nebenflüssen, dem Rhein und der Donau über ein erhebliches Flusswärmepotenzial für eine zukunftsfeste grüne Nah- und Fernwärmeversorgung.
Aufgrund des Klimawandels gibt es in deutschen Fließgewässern einen Temperaturanstieg von 3-4 Grad Celsius, bis 2050 ist mit einem weiteren Grad zu rechnen. Christian Seidel stellt an diesem Abend die Potenziale von 9 Flüssen in Baden-Württemberg vor. Er geht auf die technischen Voraussetzungen ein, die gegeben sein sollten oder geschaffen werden müssten und erörtert auch Herausforderungen, die ein Wärmenetz an verschiedenen Standorten mit sich bringt.
Der Referent des Abends, Christian Seidel, studierte Bauingenieurwesen an der TU Braunschweig und der TU Wien und ist seit 2005 Arbeitsgruppenleiter. Seine Arbeitsgebiete umfassen zum einen Fragestellungen im Bereich der Statik, Dynamik sowie Strömungsmechanik und zum anderen die Entwicklung und Optimierung von Wasserkraftmaschinen und -anlagen. Des weiteren sind Wasserkraftpotenzialuntersuchungen, Flexibilisierung und Regelleistungsbereitstellung, die Fließgewässerwärmegewinnung, die Untersuchung aquathermischer Potenziale, deren Erschließung durch Wasserkraftanlagen und andere wasserbauliche Infrastrukturen sowie damit verbundene Fragestellung Inhalt der Forschungsarbeiten.







