„Kartellamt auf Krawall gebürstet“

LNV-Pressemitteilung vom 05.02.2015

Wenn der Freiburger Journalist Bernward Janzing in einem taz-Kommentar dem Kartellamt Krawall attestiert, ist dies eine ungewohnt deftige Sprache. „Der Vorwurf allerdings wird mit guten Gründen erhoben“, bemerkte heute der Vorsitzende des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg (LNV), Reiner Ehret. Die Stadt Titisee-Neustadt will es Schönau nachmachen und ein eigenes Stadtwerk betreiben, wie es die Bürger der Schwarzwaldstadt schon vor Jahren gründeten.

Entwurf zum Fracking-Gesetz

LNV-Stellungnahme vom 20.01.2015

Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg hat mit Datum 19.03.2013 zu einem ersten Entwurf des BMU von Regelungen zum Einsatz des Fracking-Verfahrens im Rahmen des Wasserhaushaltsgesetzes Stellung genommen. Der nun vorliegende Entwurf des BMUB, Stand 19.12.2014, weist sehr wesentliche Verbesserungen zum Schutz der Gewässer sowie von Umwelt, Natur und Landschaft auf, umgeht jedoch weiterhin ein grundsätzliches Verbot des Fracking-Verfahrens zur unkonventionellen Erdgasgewinnung im Bundesbergrecht, Wasserrecht und Naturschutzrecht.

Naturschützer bremsen bei Photovoltaik-Freiflächen

LNV-Pressemitteilung vom 10.12.2014

Der Landesnaturschutzverband, Dachverband der baden-württembergischen Naturschutzverbände, begrüßt, dass die CDU/CSU-Bundestagsfraktion weniger PV-Freiflächenanlagen ausschreiben möchte als vom Bundeswirtschaftsministerium vorgesehen. „Photovoltaik gehört auf Dächer und nicht auf Äcker und Wiesen“, so der stellvertretende LNV-Vorsitzende Gerhard Bronner. Das Stromnetz könne nur eine begrenzte Menge Solarstrom aufnehmen und die lasse sich auch mit gebäudeintegrierten Anlagen decken.

Zustimmung überwiegt

LNV-Pressemitteilung vom 09.12.2014

Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) begrüßt die Änderungen im Erneuerbare-Energie-Gesetz weitgehend. „Zielführend sind insbesondere die Ausdehnung der Gültigkeit auf Nichtwohngebäude, die Erhöhung des geforderten regenerativen Anteils auf 15 % und die Flexibilisierung bei der Auswahl der Erfüllungsmöglichkeiten“, stellt Dr. Gerhard Bronner, stellvertretender Vorsitzender des Naturschutzdachverbands, fest.

Erneuerbare-Wärme-Gesetz

LNV-Stellungnahme vom 23.09.2014

Der LNV begrüßt die geplanten Änderungen weitgehend, insbesondere die Ausdehnung von Wohn- auf Nichtwohngebäude, die Erhöhung des geforderten regenerativen Anteils von 10 % auf 15 % und die Ausweitung der Erfüllungsmöglichkeiten. Der LNV fordert allerdings, dass die Jahresarbeitszahl von vorgeschriebenen 3,5 bei elektrisch betriebenen Wärmepumpen messtechnisch im Betrieb nachgewiesen wird.

Verwertung von Biotoppflegegut- durch Biomasse-Verkohlung

LNV unterstützt Studie

Der LNV hat eine Studie der Wissenschaftlerin Carola Holweg unterstützt, in der die Verwertung von Landschaftspflegegut durch Verkohlung untersucht wurde. Schnittgut von Schilfflächen und von Obstbaumschnitt wurde mit zwei verschiedenen Verfahren verkohlt. Es zeigte sich, dass nur das mobile Carbomob-Verfahren mit Verarbeitung vor Ort geeignet ist, nicht aber das HTC-Verfahren.Auch Material mit hoher Restfeuchte, wie etwa Schilf, erwies sich als ungeeignet.

„Wir geben dem Naturschutz eine Stimme“

LNV-Pressemitteilung vom 15.4.2014

Bei der Mitgliederversammlung des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg, Dachverband von 34 Natur- und Umweltschutzverbänden, stand am Samstag ein straffes Programm auf der Tagesordnung. Unter anderem legte der LNV-Vorsitzende Reiner Ehret seinen Bericht des Vorstands ab und unterstrich dabei die Rolle des LNV als „einheitliche Stimme für den Naturschutz“. Als Dachverband seien zwar Kompromisse untereinander notwendig, letztendlich ziehe man aber am gleichen Strang.

Wasserkraft mit Licht und Schatten

LNV-Pressemitteilung vom 21.3.2014

,Wasserkraft und Energie – das Thema ist auch in Baden-Württemberg heftig umstritten. Während die Betreiber von Wasserkraftwerken die lange Tradition und die emissionsfreie Energiequelle betonen, sehen Gewässerökologen und Angler in manchen Turbinen schlicht „Fischhäckselanlagen“ und ein Hemmnis für die Entwicklung naturnaher Gewässer. Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV), Dachverband von 34 Natur- und Umweltschutzvereinen, hält das umweltverträgliche Potenzial der Wasserkraft für weitgehend ausgeschöpft.

Änderung Erneuerbare-Wärme-Gesetz

LNV-Stellungnahme vom 14.10.13

Die Bedeutung des Gebäudebestandes für die Umsetzung der Energiewende ist bislang viel zu wenig im Fokus des politischen Handelns. Die Ziele der Landesregierung den Energieverbrauch bis 2050 um die Hälfte zu reduzieren, den Anteil der Erneuerbaren Energien bis dahin auf mind. 80 % zu steigern und den Kohlendioxidausstoß um 90% zu verringern können nur erreicht werden, wenn schon jetzt entsprechend gehandelt wird.

Biokraftstoffe sind schlechter als ihr Ruf

LNV-Pressemitteilung vom 14.10.2013

Der Landesnaturschutzverbandes (LNV) tritt der Propaganda der Bioenergielobby entgegen, welche suggeriert, es seien genug Flächen für den Anbau von Bioenergiepflanzen vorhanden. So behauptet die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), innerhalb der EU stünden 20 Millionen Hektar für Energieerzeugung zur Verfügung. Das hält man beim LNV schlichtweg für falsch. Der LNV lehnt Biokraftstoffe generell ab und kritisiert die mangelnde Nachhaltigkeit vieler Bioenergie-Nutzungspfade. Vielmehr setzt sich der LNV für eine Beschränkung der Bioenergienutzung auf Rest- und Abfallstoffe sowie Nebenprodukte ein.

Grenzabstände für Wärmedämmung verringern

LNV-Stellungnahme vom 1.10.2013

Der LNV hat in seiner gemeinsamen Stellungnahme mit weiteren Naturschutzverbänden die geplante Möglichkeit, für energetische Sanierungen die Grenze zum Nachbargrundstück in einer Tiefe von 0,3 m überschreiten zu dürfen, begrüßt. Abgelehnt hat der LNV dagegen die geplanten Änderungen der Grenzabstände von Gehölzen zum Schutz von Solaranlage vor Beschattung. Stadtdurchgrünung und damit Beschattung und Kühlung durch Bäume seien in Zeiten der Klimaerwärmung wichtiger.

Rasenschnitt sollte in Biogasanlagen kein Tabu sein

LNV-Pressemitteilung vom 23.9.2013

Der LNV begrüßt die Initiative des Umweltministers Franz Untersteller zur effizienten Nutzung von Bio- und Grünabfällen. Der stellvertretende LNV-Vorsitzende Dr. Gerhard Bronner weist jedoch darauf hin, dass sinnvolle Bioabfall-Nutzungspfade heute durch die Gesetzeslage verhindert werden. „Das Kreislaufwirtschaftsgesetz in Kombination mit der Bioabfallverordnung behandelt beispielsweise Rasenschnitt wie potenziellen Sondermüll und verhindert, dass er in Biogasanlagen eingesetzt werden und dort Mais ersetzen kann“, so Bronner.

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