Ökologische Standards im Wohnungsbau nicht opfern!

LNV-Pressemitteilung vom 21.04.2016

Verbände der Wohnungswirtschaft haben kürzlich zusammen mit dem Städte- und Gemeindetag in Baden-Württemberg Eckpunkte für ein Wohnungsbau-Beschleunigungsgesetz vorgelegt. Manche der Forderungen gehen am Problem vorbei. Einige Punkte des Papieres beruhen nach Ansicht des LNV auf Missverständnissen. So wird der zusätzliche Wohnungsbedarf für Flüchtlinge und auf Grund der Bevölkerungsentwicklung bereits mit den gültigen „Hinweise im Plausibilitätsprüfung des Wohnflächenbedarfs“ berücksichtigt.

Grenzabstände für Wärmedämmung verringern

LNV-Stellungnahme vom 1.10.2013

Der LNV hat in seiner gemeinsamen Stellungnahme mit weiteren Naturschutzverbänden die geplante Möglichkeit, für energetische Sanierungen die Grenze zum Nachbargrundstück in einer Tiefe von 0,3 m überschreiten zu dürfen, begrüßt. Abgelehnt hat der LNV dagegen die geplanten Änderungen der Grenzabstände von Gehölzen zum Schutz von Solaranlage vor Beschattung. Stadtdurchgrünung und damit Beschattung und Kühlung durch Bäume seien in Zeiten der Klimaerwärmung wichtiger.

Durchführung der Energieeinsparverordnung

LNV-Stellungnahme vom 9.7.2009

Die Übertragung der Verantwortung für die Einhaltung der Energiestandards auf Planer, Architekten und Bauleiter unter Verzicht auf behördliche Kontrolle ist in der Realität gescheitert. Der LNV sieht technische und hoheitliche Kontrollen (z.B. durch Vorlage der Baustoffbegleitdokumente) als unverzichtbar an.

Energiepass als Energiebedarfsausweis

LNV-Info vom 12.2.2007

Massiver Lobbyeinfluss und völliges Desinteresse des Bundeswirtschaftsministeriums haben dazu geführt, dass es nicht gelungen ist, den seriösen Energiebedarfsausweis durchgehend zu verankern. Vielmehr wird bei bestimmten Gebäuden nur die Dokumentation des Energieverbrauchs durch einen sogenannten Energieverbrauchsausweis anerkannt. Damit wird aber weniger die energetische Qualität des Gebäudes als vielmehr die Sparsamkeit der Bewohner dokumentiert.