16. Dezember 2014, Pressemitteilung Naturschützer und Wölfe

LNV vermisst Aussagen zu Naturschutzleitzielen beim CDU-Kandidaten

Die Rückkehr des vierbeinigen Wolfes nach Baden-Württemberg würden die im Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) vereinten Naturschützer begrüßen. Wie ein zweibeiniger Wolf als Chef der Landesregierung zu bewerten wäre, ist für sie durchaus noch offen. Skeptisch stimmt den Landesnaturschutzverband die Pauschalkritik der CDU-Opposition an der Landesregierung, der der LNV eine erfolgreiche Politik für den Umwelt- und Naturschutz bescheinigt. „Von der Ausstattung des staatlichen Naturschutzes, die die Landesregierung innerhalb weniger Jahre umgesetzt hat, hätten wir unter den früheren Landesregierungen nicht zu träumen gewagt“, so LNV-Chef Reiner Ehret. „Grün-rot setzt engagiert um, was schwarz-gelb auf dem Papier geplant hat“.

Spannend ist für die Naturschützer, wie sich der Ministerpräsidenten-Kandidat bei Umweltthemen positioniert. Aus seiner Zeit als Landrat in Tuttlingen sei Guido Wolf zwar als erfolgreicher Förderer der Wirtschaft bekannt, der sich auch für soziale Projekte engagierte. Die Umwelt als dritte Säule der Nachhaltigkeit habe ihn aber nicht besonders interessiert. Er sei eher als Hemmnis für einen besseren Schutz für Natur und Umwelt wahrgenommen worden. Doch wie man auf einem zweibeinigen Hocker nicht stabil sitzen könne, so benötige eine gute Politik für die Zukunft alle drei Säulen der Nachhaltigkeit, betont der LNV-Vorsitzende.

Alarmiert sind die Naturschützer darüber, dass unter den „12 Leitzielen für ein besseres Baden-Württemberg“, die sich Wolf vorgenommen hat, sich kein einziges mit dem Natur- und Umweltschutz beschäftigt. Der LNV ist gespannt, ob Wolf bis zur Landtagswahl auch Natur und Umwelt noch als Politikfeld entdeckt.

LNV-PM zum Ministerpräsidenten-Kandidat Guido Wolf

Themen zu diesem Artikel: Naturschutz und Landschaftspflege, Pressemitteilung, Verwaltung

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