Langlebigen Produkten gehört die Zukunft

LNV fordert mehr Qualitätswettbewerb bei Elektrogeräten

Der LNV begrüßt die Ankündigung des Umweltministeriums, elektronische Produkte auf ihre Recyclingfähigkeit zu prüfen und sich bei Nichteinhaltung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes ein Verwaltungsverfahren vorzubehalten. Angesichts der Verknappung der Ressourcen muss aus Sicht des Dachverbands der Natur- und Umweltschutzverbände die Langlebigkeit von Produkten endlich gefördert werden.

Der LNV fordert schon seit langem gesetzliche Maßnahmen gegen eine von manchen Herstellern offensichtlich bewusst geplante Verkürzung der Lebensdauer von Produkten. Im Frühjahr letzten Jahres veröffentlichte der Verband einen Info-Brief und eine Presseinformation zum Thema „geplante Obsoleszenz“. Eine solche bezeichnet das gezielte Einbauen von Schwachstellen in elektronische Geräte, um Neukäufe anzuregen.

„Angesichts der Verknappung der Ressourcen muss die Langlebigkeit von Produkten an Bedeutung gewinnen“, betont der LNV-Vorsitzende Reiner Ehret. Leider sei nach wie vor das Gegenteil der Fall. Wer sich mit dem Thema „geplante Obsoleszenz“ beschäftige, stoße schnell auf einige ganz offensichtliche und gut dokumentierte Beispiele – vom Drucker bis zur Waschmaschine.

Ehret ist davon überzeugt, dass der heutzutage übliche Preiswettbewerb durch einen Qualitätswettbewerb abgelöst werden muss. Dann hätten auch solche Firmen Vorteile, die nicht auf „Ex-und-hopp“ setzten. „Kurze Produktlebensdauern verschwenden Ressourcen und bringen Umwelt- und gesundheitsbelastende Abfallberge hervor“, so Ehret.

Der LNV sieht die Politik in der Pflicht, gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die ein ökologisches Wirtschaften begünstigen. Er begrüßt deshalb den Vorstoß des Umweltministeriums, die Einhaltung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes verstärkt zu überprüfen.

Weitere Informationen zum Thema „Geplante Obsoleszenz“ unter:
http://www.lnv-bw.de/info/info12-01-obsoleszenz.pdf

LNV-PM zum Qualitätswettbewerb bei Elektrogeräten