31. Juli 2013, Pressemitteilung Gefährlicher Gen-Mais darf keinesfalls importiert werden

Striktes Verbot von SmartStax in Europa

Dass der Anbau und die Einfuhr von Gen-Mais in Deutschland verboten ist, erachtet der LNV als wichtige gesetzliche Hürde. Doch dieses Schutzschild könnte bald gefährdet sein. Der besonders resistente, genmanipulierte Mais „SmartStax“ soll als Futtermittel innerhalb der EU erlaubt werden und könnte dann – zwar auf Umwegen, aber legal – ins Essen gelangen. Der Vorsitzende des Dachverbands der Natur- und Umweltschutzverbände Reiner Ehret ist empört und pocht auf ein striktes Einfuhr- und Anbauverbot.

„Es kann doch nicht sein, dass die Gen-Lobby über Futtermittel, Landwirtschaft und letztendlich über die Gesundheit der Menschen bestimmt“, schimpft LNV-Chef Ehret. Ein Bericht von „Report München“ am 30. Juli hatte sich mit einem besonders resistenten Gen-Mais aus dem Hause Monsanto befasst. Danach steht der umstrittene und aus Sicht des LNV gefährliche Gen-Mais SmartStax in der EU kurz vor der Zulassung als Futtermittel.

Der neue Gen-Mais produziert laut „Report“ sogar Insektizide selbst. Außerdem sei er so widerstandsfähig, dass er große Mengen Unkrautvernichtungsmittel vertrage. Zum Beispiel auch das schädliche Pflanzengift Glyphosat. Dies gelangt dann über die Gülle auf die Felder.

„Die Belastung der Umwelt und der Menschen mit diesem Unkrautvernichtungsmittel ist jetzt schon viel zu hoch und würde dadurch noch weiter zunehmen“, befürchtet Ehret.

„Dass sich Ausbringung und Verfütterung des neuartigen Maises negativ auf die Gesundheit von Mensch und Tier auswirken könnten, scheint man billigend in Kauf zu nehmen“, empört sich der LNV-Vorsitzende weiter. Auch das Bundesamt für Naturschutz habe im Gespräch mit „Report“ vor einer Zulassung gewarnt. Dem kann sich der LNV nur anschließen und auf die Einsicht der EU-Kommission hoffen.

LNV-PM zum Genmais

Themen zu diesem Artikel: Gentechnik, Landwirtschaft, Pressemitteilung

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