Neuigkeiten aus dem Naturschutz in Baden-Württemberg

Land und Trägergemeinschaft vereinbaren Fortführung des Ausgleichsfonds Wolf

Zumeldung zur Pressemitteilung Nr. 139/2020 des Umweltministeriums vom 29.06.2020
Der LNV begrüßt es, dass der Ausgleichsfonds Wolf bis Ende 2021 weitergeführt wird. Es gilt, den Schutz einer streng geschützten Tierart sicherzustellen. Gleichzeitig müssen gerissene Tiere den betroffenen Tierhaltenden ersetzt werden und zwar schnell und unbürokratisch. Aus diesem Grund engagiert sich der LNV als Mitglied im Trägerkreis.

Wolfsabweisender Herdenschutz: Unbürokratisch und schnell reagiert!

Das Umweltministerium hat schnell reagiert, lobt der LNV, und übernimmt künftig innerhalb der „Förderkulisse Wolfsprävention“ die Zaun- und Arbeitskosten für den Herdenschutz vor Wolfsangriffen vollständig (zuvor 90 %). Für ihren Mehraufwand beim Weidemanagement auf Naturschutzflächen können die Nutztierhalter zudem mit einer Zulage von 100 € je Hektar rechnen.

Schottergärten – Gärten des Grauens

In den letzten Jahren hat sich in Deutschlands Gärten eine Unart ausgebreitet: Statt Stauden, Gehölzen und Grasflächen findet man immer mehr Schotterflächen. Das schadet der Artenvielfalt und trägt zum Insektensterben bei. Daran können auch einzelne Zwergsträucher zwischen den Gesteinsbrocken nichts ändern.

LNV-Infobrief Juni 2020

Im Blickpunkt: Vom Warten
Im Land warten wir auf die Weiterbehandlung des aus dem Volksbegehren hervorgegangenen „Biodiversitäts-Stärkungsgesetzes“. Als einziger Umweltverband hat der LNV in einer Stellungnahme noch Verbesserungen im Detail gefordert.

Junge Naturforscher*innen gesucht: Jetzt bewerben!

Programm „Youth in Nature“ startet im September
Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren können sich jetzt für das Programm „Youth in Nature“ bewerben. Auf mehreren ein- oder zweitägigen Exkursionen erforschen sie gemeinsam verschiedene Tier- und Pflanzengruppen wie Vögel, Fledermäuse und Reptilien – angeleitet von den besten Artenkennerinnen und -kennern Baden-Württembergs. Projektgruppen gibt es rund um Stuttgart, Karlsruhe, Tübingen, Freiburg und am Bodensee. „Youth in Nature“ ist Teil der „Initiative Artenkenntnis“ des Landesnaturschutzverbandes (LNV), deren Schirmherr Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist.

LNV: MdB Nüßlein hat genug Unheil angerichtet!

CSU-Bundestagsabgeordneter beschwert sich über Sachverständigenrat für Umweltfragen
Der CSU-Bundestagsabgeordnete Georg Nüßlein hat sich bei Umweltministerin Svenja Schulze über den Sachverständigenrat für Umweltfragen beschwert. Der politisiere anstatt wissenschaftlich zu beraten. Dies nimmt der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) zum Anlass, sich intensiver mit dem Abgeordneten Georg Nüßlein auseinander zu setzen. „Georg Nüßlein hat wie kein anderer Politiker die deutsche Umweltpolitik sabotiert“, meint Gerhard Bronner, Vorsitzender das Landesnaturschutzverbandes. „Anstatt engagierte Wissenschaftler zu verunglimpfen, soll er lieber seine Obstruktionspolitik gegen eine zeitgemäße Umweltpolitik beenden!“

Youth in nature

Youth in Nature – wir sind dann mal draußen Dies ist ein Projekt der „Initiative Artenkenntnis“. Es richtet sich in erster Linie an junge Menschen, die unsere Tier- Pflanzen- und Pilzarten fundiert kennenlernen möchten: direkt vor der Haustür, im Wäldchen, auf der Wiese, sogar im Stadtpark und auf dem Schulweg. Willst du mehr Arten kennenlernen als Amsel, Drossel, Fink und […]

Biber in Baden-Württemberg

LNV-Info 3/2007

Unser größtes heimisches Nagetier erobert seit seinem ersten Wiederauftreten in Baden-Württemberg um 1980 unaufhaltsam von vier Seiten unser Land: Von Nordosten über Altmühl und Wörnitz, von Südosten über Donau und Iller, von Süden aus der Schweiz über den Hochrhein und (hier allerdings zaghaft) von Westen aus Frankreich vom Elsass her. Die erfolgreiche Reproduktion und die jetzigen “Wanderungszugewinne” lassen die Prognose zu, dass Baden-Württemberg unter den jetzigen “Rahmenbedingungen” vermutlich in einigen Jahrzehnten wieder flächendeckend zum Biberland geworden ist.

LNV-Infobrief Mai 2020

Im Blickpunkt: Natur kennen lernen
In den Hintergrund gerückt sind wegen Covid19 die mindestens ebenso gravierenden Bedrohungen unserer Lebensgrundlagen durch Klimawandel und Verlust der Biodiversität. Auch in Europa ist es bislang nicht gelungen, die Monotonisierung der Landschaft und das Artensterben zu beenden, den Flächenverbrauch durch Siedlungen und Verkehr auf Kosten von Landwirtschaft und Natur entscheidend zu reduzieren.

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