Neuigkeiten aus dem Naturschutz in Baden-Württemberg

LNV-Infobrief Juni 2021

Im Blickpunkt: Den Flächenfraß bekämpfen Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Naturschützerinnen und Naturschützer, jetzt ist es doch geschehen: Mit dem Baulandmobilisierungsgesetz wurde der Ende 2019 ausgelaufene § 13 b wieder ins Baugesetzbuch aufgenommen. Ein Änderungsantrag aus Baden-Württemberg im Bundesrat, der darauf abzielte, den Anwendungsbereich von § 13 b BauGB auf Gebiete mit angespannten Wohnungsmärkten und maßgeblich auf den sozialen […]

LNV-Ehrennadel für Dr. Dieter Hassler

Dr. Dieter Hassler aus Kraichtal wurde mit der LNV-Ehrennadel ausgezeichnet. Der Mitgründer der AGNUS Bruchsal e.V. gilt als einer der profiliertesten und umtriebigsten Naturschützer der Region. Einer seiner größten Erfolge ist der Schutz des letzten unzerschnittenen Gebietes nordöstlich von Bruchsal mit seinen Obstwiesen und wertvollen Biotopen, das vor Jahren durch den Bau der B35 Ost verlorenzugehen drohte.

Kompensationsmaßnahmen

Dauer der Unterhaltungspflicht
Kompensationsmaßnahmen für dauerhaft bestehende Eingriffe müssen auch dauerhaft bestehen und unterhalten werden. Viele Akteure (Eingreifer, Maßnahmenträger, Kommunen) gehen davon aus, dass nach 25 Jahren die Unterhaltsverpflichtungen automatisch erlöschen. Dies ist definitiv falsch.

LNV-Infobrief Mai 2021

Im Blickpunkt: Koalitionsvertrag unter der Lupe Liebe Naturschützer/innen, als Naturschützer fällt mir zum neuen Koalitionsvertrag der Spruch vom halb vollen oder halb leeren Glas ein. In welcher Hälfte befindet sich der Naturschutz? Klimaschutz steht über allem – da wird an vielen Rädchen gedreht, und das ist auch uneingeschränkt zu begrüßen. Aber vielleicht verdecken die vielen Rädchen auch die Tatsache, dass […]

Straßenbeleuchtung darf kein Insektenkiller sein

Naturschutzgesetz schreibt insektenfreundliche Beleuchtung vor / Große Defizite bei der Umsetzung
Zum Start der Insektensaison fordert der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) die Kommunen auf, Straßen naturverträglich zu beleuchten – wie es das Landesnaturschutzgesetz vorschreibt. Die Naturschützer monieren, dass sowohl Planungsbüros als auch amtliche Beratungs- und Förderstellen zu einseitig auf die Energieeinsparung achten und den Schutz von Insekten und anderen Tieren vernachlässigen.

Mehr Anstrengungen erforderlich!

Zumeldung zum Urteil des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg, Dachverband von 36 Naturschutzverbänden, begrüßt das Urteil, mit dem das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe dem Klimaschutzgesetz der Bundesregierung ein miserables Zeugnis ausstellt. „Wir sind erstaunt, wie positiv die bisherigen Bremser im Klimaschutz wie Wirtschaftsminister Altmaier, die FDP und die CSU die „Ohrfeige“ aus Karlsruhe aufgenommen haben.“, meint LNV-Chef Dr. Gerhard Bronner. „Das lässt hoffen für die Zukunft.“

Tag gegen den Lärm – LNV fordert Rücksicht und bessere, einheitliche Rechtsgrundlagen

Zum „Tag gegen den Lärm“, der seit 1998 in Deutschland stattfindet, ruft der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) zu mehr gegenseitiger Rücksichtnahme auf. Dies gilt ganz besonders im Verkehrsbereich als dem Hauptverursacher von Lärm. Absichtlich lautes Fahren durch Sportwagen- und Motorradfahrer und Herstellen und Nutzen von Zusatzausstattung, die diesen „Sound“ erst ermöglichen, ist zu unterlassen. Die Gesetzgeber EU-Kommission und Bundesregierung fordert der LNV auf, endlich für echten Lärmschutz zu sorgen.

Gäubahn Zürich-Singen-Stuttgart

Streckenausbau und Weiterbetrieb zum Hauptbahnhof statt jahrzehntelanger Tunnelbaustelle auf den Fildern
Im Streit um die Beibehaltung der Anbindung der Gäubahn an den Stuttgarter Hauptbahnhof appellieren der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) und der Fahrgastverband PRO BAHN an Stadt, Region, Land und Bahn, den größten Nutzen für Fahrgäste und Wirtschaft anzustreben. Die seit einigen Wochen diskutierte Variante mit einem neuen 12 km langen Gäubahntunnel quer über die Fildern von Böblingen-Goldberg bis zum Flughafen genüge diesem Anspruch nicht. Die Verbände legen daher einen kostengünstigen Alternativvorschlag zur direkten Anbindung der Gäubahn an den Stuttgarter Hauptbahnhof vor.

LNV-Vorsitzender Dr. Gerhard Bronner im Amt bestätigt

Zwei weitere Vereine schließen sich dem LNV an
Die Delegierten der LNV-Mitgliedsverbände bestätigten am 10. April 2021 einstimmig Dr. Gerhard Bronner als Vorsitzenden des Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV). Als stellvertretende Vorsitzende wurden Thomas Dietz und Tilman Preuss erneut gewählt. Bestätigt wurde auch die LNV-Schatzmeisterin Regina Schmidt-Kühner und die drei Beisitzer Stefan Frey, der Präsident des Schwäbischen Albvereins Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß und Reinhart Sosat. Als neue LNV-Mitglieder wurden die Vereine „Naturnahe Weidelandschaften e. V.“ und „Auerhuhn im Schwarzwald e. V.“ aufgenommen. Der Dachverband LNV vertritt damit 36 Natur- und Umweltschutzvereine in Baden-Württemberg mit insgesamt rund 540.000 Mitgliedern.

LNV-Infobrief April 2021

Im Blickpunkt: Gunter Müller ist neues Mitglied im LNV-Vorstand.
Er ist Delegierter des Deutschen Alpenvereins, Landesverband Baden-Württemberg. Er arbeitete an der floristischen Kartierung Baden-Württembergs mit, deren Zentralstelle das Staatliche Museum für Naturkunde Stuttgart ist.

Beleuchtung außerörtlicher Radwege – gemeinsame Empfehlung von BUND, LNV, NABU und der Fachgruppe Dark Sky

LNV-Info 3/2021 Mit dem vorliegenden LNV-Info sollen den LNV-Arbeitskreisen und Gemeinden Hinweise an die Hand geben werden, wenn Anfragen nach Beleuchtung außerörtlicher Radwege gestellt werden. Beleuchtung hat schädliche Effekte auf nachtaktive Tierarten, z. B. Insekten und Fledermäuse. Außerorts soll deshalb so wenig zusätzliche Beleuchtung wie möglich installiert werden. Schutzgebiete i. w. S. und ihre Umgebung sind grundsätzlich auszunehmen. Ganz besondere […]

Streuobst ist immaterielles Kulturerbe

Verbände: Aufnahme von Streuobst als Immaterielles Kulturerbe muss Startsignal sein für stärkeres Engagement im Land
Die Umwelt- und Naturschutzverbände NABU, BUND und LNV in Baden-Württemberg freuen sich mit dem Verein Hochstamm Deutschland über die Anerkennung des Streuobstanbaus als Immaterielles Kulturerbe. „Die Würdigung kommt zur richtigen Zeit. Sie ist ein toller Erfolg für alle 1,3 Millionen Unterstützerinnen und Unterstützer des Antrags und eine Steilvorlage für die künftige Landesregierung, dem Streuobstanbau noch deutlich mehr Engagement zu widmen“, sind sich die drei Verbände einig.

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