Wolfs-Wilderei: Breites Bündnis belohnt Hinweise zum Tod des Schluchsee-Wolfs

Zumeldung von LNV und LJV zur Gemeinsamen Pressemitteilung des NABU LV und anderen Beim dem tot im Schluchsee aufgefundenen Wolf konnten Geschossreste nachgewiesen werden, der junge Wolf ist also mit großer Wahrscheinlichkeit erschossen worden. Deshalb ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft in dieser Sache. Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) und der Landesjagdverband Baden-Württemberg (LJV) verurteilen den illegalen Abschuss aufs Schärfste und rufen die […]

LNV und NABU zur Jagstkatastrophe:

LNV-NABU-Pressemitteilung vom 27.08.2015

Beim Landesnaturschutzverband (LNV) und Naturschutzbund Baden-Württemberg (NABU) herrscht Entsetzen über das Ausmaß der Umweltkatastrophe an der Jagst. Es sei zu befürchten, dass der sehr hohe Artenreichtum dieses baden-württembergischen Naturschutzjuwels – mit zahlreichen Schutzgebieten dekoriert – auf absehbare Zeit verloren sei. NABU und LNV fordern strengere Auflagen und Kontrollen bei der Lagerung gewässertoxischer Stoffe und einen Maßnahmenplan für die ökologische Gesundung der Jagst.

Reihe notwendiger Verbesserungen beim neuen Naturschutzgesetz

LNV-Pressemitteilung vom 10.3.2015

Der LNV begrüßt etwa die gesetzlichen Regelungen zu Landschaftserhaltungs-Verbänden, für deren Gründung sich der LNV seit Jahren einsetzt. Er lobt die Gesetzesinhalte zur Sicherung des Biotopverbunds, zum Moorschutzkonzept, zur Sicherung von Schutzgebieten vor gentechnisch veränderten Organismen und vieles anderes mehr. Erfreut zeigt sich der LNV, dass eine alte LNV-Forderung aufgenommen wurde: Für die Naturbildung von Kindern kann künftig eine Positivliste häufiger Tierarten erstellt werden, die in Kindergärten und Schulen gehalten werden dürfen.

Viel Lob und wenig Kritik zur Novelle des Landesnaturschutzgesetzes

LNV-Stellungnahme vom 9.3.2015

Der LNV hält die Novelle des Naturschutzgesetzes für weitgehend gelungen, äußert aber auch Kritik z.B. an den weniger strengen Regelungen für Naturparke im Vergleich zum Bundesgesetz, fehlende Verbindlichkeit von Landschaftsplänen und Anhebung der Mindestgröße von Trockenmauern für den Biotopstatus. Ergänzungswünsche des LNV betreffen u.a. die Anhörungsrechte. Als Verwaltungsvereinfachung bietet sich nach LNV-Sicht der Verzicht auf eine strategische Umweltprüfung für Landschaftspläne an.

LNV zum neuen Jagdgesetz

LNV-Pressemitteilung vom 19.5.2014

Auch der Landesnaturschutzverband als Dachverband der baden-württembergischen Naturschutzvereine hat sich nun zum neuen Jagd- und Wildtiermanagementgesetz geäußert. Bedenken äußert der LNV am Schalenmodell – also der Einteilung der jagdbaren oder zu managenden Tiere in eine Nutzungs-, Entwicklungs- und Schutzschale. Er sieht freilich nicht wie andere einen zu großen Einfluss des Naturschutzes, sondern befürchtet eher, dass potenziell sehr viele Säugetiere und Vögel einer Doppelzuständigkeit von Jagd und Naturschutz unterworfen werden, die in der Praxis zu Problemen führt.

Einführung Jagd- und Wildtiermanagementgesetz

LNV-Stellungnahme vom 13.5.2014

Der LNV plädiert dafür, nur Arten, an denen aktuell oder potentiell ein Verwertungsinteresse besteht, dem Jagdrecht zu unterstellen. Die Tierarten der sog. Schutzschale sollten nicht ins Jagdrecht übernommen werden. Dies nicht nur wegen schlechter Erfahrungen mit Doppelzuständigkeiten zweier Verwaltungen für ein Sachgebiet. Auch die Möglichkeit, potentiell sämtliche Vogel- und Säugerarten per Verordnung dem neuen Jagd- und Wildtiermanagementgesetz zu unterstellen, sieht der LNV kritisch.

LNV-Positionen zum Natur- und Umweltschutz

LNV-Pressemitteilung vom 19.7.2013

Der LNV bekennt sich mit diesen LNV-Positionen zum Leitbild einer dauerhaft nachhaltigen, im Sinne von umweltgerechten Entwicklung, wie es die Vereinten Nationen in ihrem Aktionsprogramm zur Nachhaltigkeit 1992 in Rio de Janeiro verabschiedet haben. Nachhaltigkeit bedeutet eine engere Verzahnung der drei Säulen Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft. Der Landesnaturschutzverband setzt sich dafür ein, dass das Nachhaltigkeitsgebot in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens Eingang findet.

Landesfischereigesetz

LNV-Stellungnahme vom 7.5.2012

Der Besatz mit fangreifen Fischen zum Zweck des anschließenden Herausangelns sollte verboten werden, insbesondere auch in Teichwirtschaften, weil dies dem Tierschutz widerspricht. Fischbesatz sollte nur noch im Rahmen von Hegeplänen (§ 21a Abs. 2) vorgenommen werden.
Das derzeit nur in der FischereiVO (dort § 3 Abs. 1) verankerte Nachtangelverbot sollte im Gesetz verankert werden.

Änderung des Fischereigesetzes

LNV-Stellungnahme vom 8.9.2011

Die Einführung eines Anordnungsrechts für Fischereibehörden begrüßt der LNV. Da es sich bei den Landespflichten zum Monitoring, zu Untersuchungen und zu Berichtspflichten um naturschutzrechtliche und wasserrechtliche Vorschriften handelt, sollte dieses Recht allerdings nicht allein für die Fischereibehörde eingeführt werden. Der LNV gibt zu bedenken, dass auch höhere Krebse und Muscheln sowie alle „Fischnährtiere“, also Makrozoobenthos unter das Fischereigesetz, aber eben auch unter das Monitoring nach FFH- oder WRRL oder landeseigenen Pflichten fallen.

Kormoranverordnung

LNV-Stellungnahme vom 14.4.2010

Die derzeitige Situation ist durch eine landesweit sehr uneinheitliche Vergrämungspraxis und einen hohen Aufwand für Einzelverfügungen gekennzeichnet. Der LNV hat deshalb am 5.3.2009 das Ministerium ländlicher Raum angeschrieben und eine landeseinheitliche Festsetzung der Vergrämungsgebiete vorgeschlagen. Der Entwurf zur neuen Kormoranverordnung geht in diese Richtung.

Bedrohte Fischarten ganzjährig schützen

LNV-Stellungnahme vom 17.12.2009

Der LNV bittet um Prüfung der Einführung einer ganzjährigen Schonzeit für stark bedrohte Fischarten. Der Huchen z. B. ist in der baden-württembergischen Donau praktisch ausgestorben, dennoch darf er – ausgenommen von Februar bis Mai – dort geangelt werden! Ähnliches gilt für Quappe, Rapfen, Aland u.a. Ähnliches gilt für Steinkrebs und Edelkrebs, die nach wie vor gefangen werden dürfen. Insbesondere beim Steinkrebs, der in den Anhang IV der FFH-Richtlinie aufgenommen wurde, ist dies nicht nachvollziehbar.