Naturschutzrechtliches Kompensationsverzeichnis

Die Unteren Naturschutzbehörden sind seit dem Jahr 2011 verpflichtet, naturschutzrechtliche Kompensationsmaßnahmen öffentlich einsehbar in einem Verzeichnis zu dokumentieren. Im Frühjahr 2015 wurden die Kompensationsverzeichnisse der 44 Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg vom LNV ausgewertet. Grundlage bilden dabei die öffentlich einsehbaren Kompensationsverzeichnisse der einzelnen Land- und Stadtkreise der LUBW . In allen Kreisen sind im Ergebnis nachvollziehbare Angaben zur Kurzbeschreibung vorhanden.

Umsetzung von baurechtlichen Ausgleichsmaßnahmen

LNV-Info Nr. 1/2015

Neue Bebauungspläne greifen in den Naturhaushalt ein, führen zu Lebensraum-Verlusten und Flächenversiegelung. Deshalb besteht eine gesetzliche Ausgleichspflicht: Mit geeigneten Maßnahmen müssen die Kommunen diese Eingriffe ausgleichen (kompensieren). Immer wieder wird beanstandet, dass in Bebauungsplänen festgesetzte Kompensationsmaßnahmen nicht oder nur unzureichend umgesetzt werden. Die Rückmeldungen auf eine LNV-interne Umfrage ergaben, dass einige Gemeinden Ausgleichsmaßnahmen vorbildlich oder doch zumindest gut umsetzen, leider aber überwiegen die Negativbeispiele .

Zu hohe Ausweisung von Wohnbauflächen im ländlichen Raum

LNV-Pressemitteilung vom 20.08.2015

Die Naturschützer des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg sehen sich durch eine jüngst veröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft bestätigt. Dort war festgestellt worden, dass in Ballungsräumen zu wenig, im ländlichen Raum aber zu viele Wohnbauflächen ausgewiesen werden. Letzteres führe dazu, dass immer mehr Neubaugebiete entstehen bei gleichzeitiger Zunahme des Leerstandes.

Striktere Vorgaben bei Gewerbeflächen gefordert

LNV-Pressemitteilung vom 7.8.2015

Der LNV anerkennt die Leistung der Landesregierung bei der Reduktion des Flächenverbrauchs. Noch völlig ungelöst ist aber das Problem der luxurierenden Gewerbeflächen. Sie machen mittlerweile einen viel größeren Teil der neuen Siedlungsfläche aus als die Wohnflächen. Bei Dumpingpreisen von manchmal unter 30 € pro qm Bauland im ländlichen Raum haben Firmen keinerlei Anreiz, sparsam mit Fläche umzugehen. Und so werden großzügig Reserveflächen eingeplant, es wird einstöckig gebaut und es werden große Parkplätze geschaffen.

Naturschutzverbände begrüßen Kompromiss zur L600

Pressemitteilung von LNV, BUND und NABU vom 23.03.2015

Die heutige Einigung im Streit um den Rückbau der L600 bei Sandhausen kommentieren Dr. Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) – Landesverband Baden-Württemberg, Dr. Andre Baumann, Landesvorsitzender des Naturschutzbund (NABU) – Landesverband Baden-Württemberg e.V., und Reiner Ehret, Landesvorsitzender des Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V. (LNV)

MdL Müller befürwortet weitere Zersiedelung der Bodenseeregion

LNV-Pressemitteilung vom 05.03.2015

In einem offenen Brief erhebt der Landesnaturschutzverband heftige Kritik an Ulrich Müller, dem Landtagsabgeordneten des Bodenseekreises. Die Naturschützer beziehen sich dabei auf eine Pressemitteilung Müllers, in der er die Landesregierung wegen ihrer angeblich restriktiven Flächenpolitik kritisiert. Die Landesregierung hatte in ihren „Hinweisen zum Bedarfsnachweis für Wohnbauflächen“ strengere Vorgaben für die Gemeinden gemacht.

Der staatlich geförderte Hochbau wird endlich nachhaltiger!

LNV-Pressemitteilung vom 19.11.2014

Eine Arbeitsgruppe hat im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes vereinfachte Nachhaltigkeitsstandards für den staatlich geförderten Hochbau entwickelt. Sie sind bei allen Hochbauprojekten anwendbar; die Architektenkammer bietet für die Anwendung des Kriterienkataloges einschlägige Fortbildungsveranstaltungen an. Vorgeschlagen wurde das Projekt gemeinsam von Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) und Städtetag.

L 600 bei Sandhausen muss zurückgebaut werden

Pressemitteilung von LNV, BUND und NABU vom 28.10.2014

Die Umweltverbände NABU, LNV und BUND nehmen die Entscheidung der Gemeinde Sandhausen mit Kopfschütteln zur Kenntnis, die vom Petitionsaus-schuss des Landtags vorgeschlagenen Alternativen zum Rückbau von Teilen der L 600 bei Sandhausen abzulehnen. Die Gemeinde Sandhausen hatte sich über viele Jahre gegen einen Rückbau der L 600 bei Sandhausen gesperrt, obwohl dieser als Ausgleichsmaßnahme für den Neubau der B 535 seit 1989! rechtsverbindlich planfestgestellt war.

„Wir geben dem Naturschutz eine Stimme“

LNV-Pressemitteilung vom 15.4.2014

Bei der Mitgliederversammlung des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg, Dachverband von 34 Natur- und Umweltschutzverbänden, stand am Samstag ein straffes Programm auf der Tagesordnung. Unter anderem legte der LNV-Vorsitzende Reiner Ehret seinen Bericht des Vorstands ab und unterstrich dabei die Rolle des LNV als „einheitliche Stimme für den Naturschutz“. Als Dachverband seien zwar Kompromisse untereinander notwendig, letztendlich ziehe man aber am gleichen Strang.

LNV-Ehrennadel für Dr. Berthold Laufer

LNV-Pressemitteilung vom 14.4.2014

Bei der Mitgliederversammlung am 12. April 2014 in Stuttgart hat der LNV den Natur- und Umweltschützer Dr. Berthold Laufer, Sprecher des LNV-Arbeitskreises Tuttlingen, mit der LNV-Ehrennadel ausgezeichnet. Dr. Berthold Laufer ist für sein überdurchschnittliches Engagement und seinen unerschrockenen Einsatz auf dem Gebiet des Umwelt- und Naturschutzes über die Kreisgrenzen hinaus bekannt. Seine Stellungnahmen, beispielsweise zu Flächenverbrauch, Gewässerschutz, Standorten von Windkraftanlagen sind von Detailwissen geprägt und bringen die Problematik auf den Punkt.

Läuft CDU-Fraktion Amok gegen den Naturschutz?

LNV-Pressemitteilung vom 2.4.2014

Was ist mit dem früheren (auch-)Naturschutzminister Hauk los, fragen sich die Naturschützer im Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV). In seiner Rede beim Donaueschinger CDU-Parteitag kritisierte Hauk vordergründig die angebliche „Bevormunderei“ der rot-grünen Regierung. Aber fast alle Beispiele, an denen Hauk dies festmachte, zielten gegen den Natur- und Umweltschutz. Der anschließende tosende Beifall spricht nach Ansicht der Naturschützer Bände über die Verfassung dieser angeblich „wertkonservativen“ Partei.

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