LNV Infobrief März 2014

Im Blickpunkt: Waldnaturschutz im Aufwind

Das zurückliegende Jahr hat den Waldnaturschutz ein gutes Stück voran gebracht: Der neue Nationalpark eröffnet für Arten- und Prozessschutz im Wald, aber auch für das Naturerlebnis ganz neue Perspektiven. Die Rückverwilderung von Wirtschaftswald zum „Urwald aus zweiter Hand“, wird zu einem lehrreichen Prozess führen. Erfolgreich verliefen auch die Bemühungen um eine Ökologisierung der Waldwirtschaft: Flächige Räumungen von erntereifen Wäldern waren bislang selbst in Schutzgebieten üblich, zumeist sogar versehen mit dem Etikett „naturnahe Waldwirtschaft“. Dies wird nun der Vergangenheit angehören

LNV-Infobrief Februar 2014

Im Blickpunkt: Energiewende und Netzausbau

Werden die Pläne der neuen schwarz-roten Bundesregierung umgesetzt, wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien erschwert. Statt des Zubaus von jährlich rund 7 Gigawatt sollen nur noch zwischen 2,5 und 3,5 Gigawatt Leistung pro Jahr gefördert werden. Dieser neue „Ausbaukorridor“ soll laut Koalitionsvertrag „eine bessere Verknüpfung mit dem Netzausbau“ sicher stellen. Mir scheint dies ein Argument, das von den eigentlichen Gründen ablenkt. Spielen doch die geplanten Hochspannungstrassen quer durch Deutschland keine Rolle für die Photovoltaik oder die bei uns vor Ort erzeugte Windenergie.

LNV-Infobrief Januar 2014

Im Blickpunkt: Der ÖPNV und die Bahn

Im März 2013 wurde der ÖPNV-Innovationspreis des Landes auf Vorschlag des LNV von Verkehrsminister Herrmann für das Tarifangebot „KONUS“ (kostenlose Nutzung des ÖPNV im Schwarzwald) verliehen. Das Prinzip: Die Gästekarte an 140 Orten mit über 10.000 Gastbetrieben und 11 Millionen Übernachtungen berechtigt zur Fahrt im Nahverkehr im gesamten Schwarzwald. Auf einer breiten Beitragsbasis reichen weniger als 50 Cent Zuschlag pro Übernachtung aus, um das KONUS-System zu finanzieren.

LNV-Infobrief Dezember 2013

Im Blickpunkt: Unsere LNV-Koalition

am Ende des Jahres wird landauf, landab „Bilanz gezogen“, Pluspunkte werden notiert und schlechte Noten verteilt – je nach Interessenlage. Ich möchte Ihnen eine solche Rückschau ersparen. Dies auch, weil ich weiß, dass gerade bei einem so vielfältig zusammengesetzten Dachverband wie dem LNV die „Interessenlagen“ durchaus nicht immer identisch sind. Ich will mich deshalb darauf beschränken, Ihnen, die Sie wieder ein ganzes Jahr lang Mut und Geduld bewiesen haben bei der Natur- und Umweltschutzarbeit, meinen herzlichen Dank zu sagen.

LNV-Infobrief November 2013

Im Blickpunkt: Natura 2000

Vor wenigen Wochen wurden die Ergebnisse des sechsjährigen Monitoring der FFH-Lebensräume und FFH-Arten publiziert. Die Klassifizierung erfolgte entlang der Kategorien „günstiger“, „ungünstiger-unzureichend“ und „ungünstig-schlechter“ Erhaltungszustand. Ziel der FFH-Richtlinie ist es, alle Arten und Lebensräume in den günstigen Erhaltungszustand zu versetzen, um ihr Überleben dauerhaft zu sichern. Dies ist laut Monitoring-Bericht in Baden-Württemberg für 43% der Arten und 36% der Lebensraumtypen erreicht. Das Land schneidet damit zwar etwas besser als der Bundesschnitt ab, ist aber dennoch weit vom Ziel entfernt.

LNV-Infobrief Oktober 2013

Im Blickpunkt: „Lasst den Wald in Ruhe!“

Dieser Satz stammt Peter Wohlleben, dem umstrittenen Förster und erfolgreichen Buchautor, der mit seinen Veröffentlichungen zu beweisen versucht, dass Wälder ohne menschliche Eingriffe bes-ser gedeihen. In der Eifel-Gemeinde Hümmel bewirtschaftet er einen ökologischen Vorzeigewald (www.peter-wohlleben.de). Seiner Meinung nach machen dem Wald die Forstämter, die Freizeitindustrie, die Jägerlobby, die Holz- und Forstwirtschaft und die Bioenergiebranche zu schaffen. Eine offene und öffentliche Diskussion zwischen Forstleuten und der Naturschutzszene ist sicher hilfreich.

LNV-Infobrief September 2013

Im Blickpunkt: Spurenstoffe in Gewässern

Als Spurenstoffe oder Mikroverunreinigungen werden anthropogene organisch-chemische Stoffe bezeichnet, die in unseren Gewässern im Konzentrationsbereich von einigen Mikro- bis herunter zu Bruchteilen von Nanogramm im Liter auftreten. Diese Konzentrationen sind geradezu unvorstellbar nieder, als anschaulicher Vergleich dient gelegentlich ein einziger Zuckerwürfel im Wasservolumen eines Tankschiffs (µg/L) oder in einem Stausee (ng/L).
Als pdf-Datei: LNV-Infobrief September 2013

LNV-Infobrief Juli/August 2013

Im Blickpunkt: Die Naturschutzstrategie

Lang hat es gedauert bis das Kabinett die Naturschutzstrategie beschlossen hat. Der langwierige Prozess von den ersten Beratungen der amtlichen Naturschützer mit den ehrenamtlichen (noch unter der vorigen Regierung!) bis zur Zustimmung der grün-roten Ministerrunde hat gezeigt, dass es sich die Landesregierung nicht einfach gemacht hat.
Den vollständigen Infobrief als pdf-Datei: LNV-Infobrief Juli 2013

LNV-Infobrief Juni 2013

Im Blickpunkt: Nationalpark Nordschwarzwald

Der von uns schon seit Jahrzehnten erhoffte Nationalpark in Baden-Württemberg wird wohl bald Wirklichkeit werden. Es ist jetzt an den Abgeordneten des Landtags, den entscheidenden Beschluss zu fassen. Der LNV mit der vielfältigen Struktur seiner 34 Mitgliedsverbände hat durch seinen Vorstand ein einstimmiges Votum für die Einrichtung des Nationalparks Nordschwarzwald abgegeben. Ich bitte Sie alle, bei der Einrichtung und Ausgestaltung des Nationalparks mitzuwirken.
Den vollständigen Infobrief als pdf-Datei: LNV-Infobrief Juni 2013

LNV-Infobrief Mai 2013

Im Blickpunkt: Naturschutzbeauftragte

Baden-Württemberg ist das einzige Bundesland, das ehrenamtliche Naturschutzbeauftragte (NSB) kennt. Ihre Unabhängigkeit ist in Gefahr. Unbequeme NSB wurden kalt gestellt, indem man sie bei der Wahl durch den Kreistag durch vermeintlich pflegeleichtere ersetzt hat. NSB erleben häufig Konflikte mit Vertretern der Kommunen. Interessenskonflikte sind so vorprogrammiert, die Unabhängigkeit der NSB in Frage gestellt.
Der vollständige LNV-Infobrief als pdf-Datei: LNV-Infobrief Mai 2013

LNV-Infobrief April 2013

Im Blickpunkt: Regenerative Energien

Lange hat es dieses Jahr gedauert, bis mildere Frühlingstemperaturen ins Land ziehen. Während sogenannte „Klimaskeptiker“ darin gleich einen Beweis gegen den Klimawandel sehen, führen Klimakundler den langen Winter gerade auf die Erderwärmung zurück: Das Abschmelzen der Polkappen verändert die Luftströmungen und beschert uns so eisige Temperaturen. Frostig sieht es auch bei der Klimaschutzpolitik aus. Das marktwirtschaftliche Mittel der CO2-Lizenzen hat völlig versagt, ihr Preis ist auf unter 3 € gesunken.
Den LNV-Infobrief als pdf-Datei: LNV-Infobrief April 2013

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