Hochschulen bilden kaum noch Artenkenner aus

Eine Umfrage des LNV bei Arbeitgebern im Naturschutzbereich zeigt: Die Artenkenntnisse der Hochschulabsolventen in biologischen und ökologischen Fächern haben sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Deshalb haben Planungsbüros und Naturschutzbehörden Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu finden.

Artenkenntnis und organismische Biologie an den Hochschulen

Auswertung einer Umfrage bei Arbeitgebern im Naturschutzbereich
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e. V. (LNV) setzt sich für den Erhalt der Biologischen Vielfalt ein. In den letzten Jahren haben wir den Eindruck gewonnen, dass die allgemeine organismische Biologie in Forschung und Lehre sowohl an Universitäten als auch Schulen und somit die Kenntnis über (heimische) Arten leider immer mehr zurückgehen.

Umweltverwaltung im Land schlecht aufgestellt

Negative Folgen der Verwaltungsreform
LNV begrüßt geplante Personalaufstockung
Schutzgebiete können aus Personalnot nicht überwacht werden und verschlechtern sich, Ausgleichsmaßnahmen stehen oft nur auf dem Papier, Planungsverfahren ziehen sich in die Länge: Schon lange bemängelt der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV), dass in der Umweltverwaltung des Landes Personal fehlt. „In den letzten Jahrzehnten wurde bei der Umweltverwaltung überproportional eingespart, weil Einsparungen bei anderen Landesaufgaben tabuisiert waren“, so der LNV-Vorsitzende Dr. Gerhard Bronner.

LNV warnt vor Rückgang der Insekten!

LNV-Pressemitteilung zum Internationalen Tag des Artenschutzes am 3. März 2017

Weitreichende Auswirkungen auf Ökosysteme
Der Landesnaturschutzverband ist alarmiert, dass trotz vieler Bemühungen zum Artenschutz der Gefährdungsgrad typischer Arten der Feldflur und selbst vieler bisheriger „Allerweltsarten“ deutlich gestiegen ist. Vor allem über den drastischen Rückgang von Insekten und damit auch der insektenfressenden Vögel und anderer Wirbeltiere ist besorgniserregend. Laut Studien ist mit Einbußen von bis zu 80 % der Biomasse an Insekten in den letzten Jahren zu rechnen.

Biber in Baden-Württemberg

LNV-Info 3/2007

nser größtes heimisches Nagetier erobert seit seinem ersten Wiederauftreten in Baden-Württemberg um 1980 unaufhaltsam von vier Seiten unser Land: Von Nordosten über Altmühl und Wörnitz, von Südosten über Donau und Iller, von Süden aus der Schweiz über den Hochrhein und (hier allerdings zaghaft) von Westen aus Frankreich vom Elsass her. Die erfolgreiche Reproduktion und die jetzigen „Wanderungszugewinne“ lassen die Prognose zu, dass Baden-Württemberg unter den jetzigen „Rahmenbedingungen“ vermutlich in einigen Jahrzehnten wieder flächendeckend zum Biberland geworden ist.

Natur-Objekte des Jahres 2017

Eine kurze Zusammenstellung des LNV
Mit den „Naturobjekten des Jahres“ soll auf die Gefährdung und den Verlust von Pflanzen, Tieren und anderen Naturobjekten aufmerksam gemacht werden und die Arten-Vielfalt gefördert werden. Es gibt vielfältige Ursachen für den Artenrückgang, so ist der Klatschmohn durch die intensive Landwirtschaft gefährdet. Auch der Klimawandel stellt eine Bedrohung dar. So gilt die Fichte – der Baum des Jahres 2017 – als die heimische Baumart mit dem ungünstigsten Anpassungspotenzial an kommende klimatische Veränderungen.

Förderung von Forstbetriebsgemeinschaften begrüßt

LNV-Stellungnahme zur Umweltzulage Wald vom 20.10.2016

In seiner Stellungnahme zur überarbeiteten Förderrichtlinie begrüßt der LNV, dass künftig neben Privatwaldbesitzern auch anerkannte Forstbetriebsgemeinschaften Anträge auf finanziellen Ausgleich stellen können. Dieser wird für Einkommenseinbußen durch auflagenbedingte Bewirtschaftungseinschränkungen in Natura 2000-Gebieten in Höhe von 50 Euro pro ha und Jahr gewährt. Diese Umweltzulage dient auch der Akzeptanzförderung von Natura 2000.

LNV heißt den Luchs willkommen

Der Badische Landwirtschaftliche Hauptverband lehnt eine Rückkehr von Wolf und Luchs ab. Das bedauert der Landesnaturschutzverband (LNV), auch wenn er manche Bedenken der Landwirte nachvollziehen kann. Als EU-Mitgliedsstaat ist Deutschland verpflichtet, eine Rückkehr ursprünglich heimischer Raubtiere zu dulden. An eine aktive Einbürgerung des Wolfes denkt niemand, doch beim Luchs, der im 19. Jahrhundert bei uns ausgerottet wurde, würden die Naturschützer gerne „nachhelfen“.

Landschaftspflege braucht mehr Geld

LNV-Pressemitteilung vom 21.9.2016

Der Landesnaturschutzverband (LNV) nimmt den Landschaftspflegetag in Bad Rippoldsau-Schapbach zum Anlass, um zu betonen, dass eine gepflegte Landschaft nicht zum Nulltarif zu haben ist. „Nicht alle Wacholderheiden und Moore können ehrenamtlich gepflegt werden“, so LNV-Vorsitzender Gerhard Bronner. Die Erhaltung und Pflege geschützter Biotope ist aber eine Pflicht, die vom Naturschutzgesetz und der FFH-Richtlinie der EU vorgegeben ist.

Naturparadies Saalbachniederung

LNV-Pressemitteilung vom 21.6.2016

Bei einem Ortstermin in der Saalbachniederung übergab der Vorsitzende des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg (LNV), Dr. Gerhard Bronner an Franz Debatin von der NABU-Ortsgruppe Hambrücken einen Gutschein über 3.500 €. Das Geld wurde von der LNV-Stiftung zur Förderung des Natur- und Umweltschutzes für den Erwerb von Wiesengrundstücken bewilligt. Der NABU hat hier mit seinem jahrzehntelangen Engagement ein einzigartiges Naturparadies geschaffen und erhalten.

Landschaftspflegegeräte für den Naturschutz

Kooperation LNV und Umweltstiftung Stuttgarter Hofbräu

Ziel der Vergaberunde war die Ausstattung aktiver Naturschutzgruppen mit Landschaftspflegemaschinen. Um eine gute Auslastung zu sichern, stehen die Geräte gruppen- und verbändeübergreifend zur Verfügung. Der LNV stellte Logistik und Know-how, die Hofbräu-Umweltstiftung förderte großzügig mit über 100.000 Euro. Im Ergebnis erhielten 13 Gruppen die benötigten Maschinensets. Bei rd. 10 Übergabe-Terminen beeindruckte das außergewöhnliche Engagement der Naturschützer/innen. Ein Flyer informiert darüber, welche Maschinen wo stehen.

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