Neuigkeiten aus dem Naturschutz in Baden-Württemberg

Keine Verlängerung des Betonparagraphen § 13b Baugesetzbuch!

Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg widerspricht der Empfehlung der Baulandkommission, § 13b BauGB bis 2022 zu verlängern
Die Baulandkommission hat heute ihren Abschlussbericht vorgelegt. Neben einigen sinnvollen Vorschlägen enthält das Papier auch die Aufforderung, den umstrittenen § 13b Baugesetzbuch (BauGB) bis 2022 zu verlängern, der ansonsten zum Jahresende ausliefe. Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) reagiert entsetzt, hat doch die Regelung zu einem maßlosen Flächenverbrauch geführt, der mit der eigentlichen Intention der Regelung, bezahlbare Wohnungen in Verdichtungsräumen beschleunigt bauen zu können, nichts zu tun hat.

Neue Öffnungsklausel für Grundsteuerreform nutzen!

Bodenwertsteuer wäre einfach und naturschonend
Das Land Baden-Württemberg soll die neue Öffnungsklausel des Bundes nutzen und die Grundsteuer künftig als reine Bodenwertsteuer erheben. Das wäre einfacher und unbürokratischer, könnte den Wohnungsbau im Innenbereich ankurbeln und den Flächenverbrauch im Außenbereich eindämmen.

Naturschützer begrüßen EuGH-Urteil zur Pkw-Maut

Damit wird der Weg frei zu einer wirklich sinnvollen Straßennutzungsgebühr
Die solle nicht das Halten eines Kraftfahrzeugs belasten, sondern das Fahren. Die Maut könnte auch emissionsabhängig gestaltet werden. So müsste ein schwerer SUV ein Mehrfaches eines bescheidenen Kleinwagens bezahlen.

Anpacken für die Artenvielfalt und Stadtklima: Schotter raus, Blüten rein

NABU und LNV fordern landesweites Gebot von Grünflächen statt Steinwüsten
Anlässlich des Tages des Gartens am Montag (10.06.) rufen NABU und LNV die Städte und Gemeinden dazu auf, mehr für den Erhalt der Artenvielfalt im Siedlungsgrün zu tun. „Trotz der breiten gesellschaftlichen Diskussionen um den Klimawandel und den Rückgang der Insekten fehlt in vielen Kommunen noch der Handlungswille, ganz konkret gegen die Verschotterung der Vorgärten vorzugehen.

LNV-Infobrief Juni 2019

Am 26. Mai 2019 fanden die Europawahlen statt. Das Ergebnis hat Parteien mit Umweltschutz im Fokus gestärkt. Wahlen in Europa sind auch eine Weichenstellung dafür, wie es mit den erneuerbaren Energien weitergehen soll. Es ist gerade große Mode, sich dazu eindrucksvolle Zielwerte für die nächsten Jahrzehnte zu geben.

LNV und NABU drängen auf CO2-Abgabe

Verbände aus Baden-Württemberg fordern Bundesratsinitiative
Die baden-württembergischen Naturschutzverbände LNV und NABU fordern die Landesregierung auf, sich mit einer Bundesratsinitiative für eine Bepreisung von CO2 einzusetzen. „Ohne CO2-Abgabe wird der Klimaschutz in Deutschland nicht vorankommen. Was unter Fachleuten und demonstrierenden Schülerinnen und Schülern längst Konsens ist, sollte inzwischen auch bei der Politik angekommen sein: Wir brauchen eine CO2-Abgabe und wir brauchen sie schnell!“, sagen die Vorsitzenden Dr. Gerhard Bronner (LNV) und Johannes Enssle (NABU BW). Sie empfehlen, die Einnahmen größtenteils wieder an die Bürgerinnen und Bürger auszuschütten und für die Energiewende einzusetzen.

Wie kann es im Schwarzwald ruhiger werden?

Änderung der Zulassung für Motorräder und Sportwagen gefordert
Völlig unrealistische Prüfzyklen führen dazu, dass Motorräder in der Praxis nahezu beliebig laut sein dürfen. Motorradfahrer dürfen völlig legal künstlich Lärm dazu schalten!

Eine Stimme für Natur, Umwelt und Klimaschutz

BUND, LNV und NABU rufen Bürgerinnen und Bürger zur Europawahl auf
Für BUND, LNV und NABU in Baden-Württemberg ist die Europawahl kommenden Sonntag eine entscheidende Wahl für Natur, Umwelt und Klima. Die Verbandsspitzen der drei größten Naturschutzverbände im Südwesten appellieren daher an die Bürgerinnen und Bürger im Land: „Ergreifen Sie die Chance, gehen Sie am 26. Mai wählen und geben Sie Natur, Umwelt, Klima und der Demokratie Ihre Stimme.“ Gerade in den Bereichen Umwelt und Natur hat die Europäische Union eine entscheidende Rolle und große Verdienste errungen. Etwa 70 Prozent der Umweltgesetze werden in Brüssel verhandelt. Viele der Fortschritte im Natur- und Umweltschutz sind nicht auf nationaler Ebene, sondern aufgrund von EU-Richtlinien ermöglicht worden. Dazu gehören der Schutz der Flüsse und Seen, der Schutz der Artenvielfalt und der Schutz des Menschen und der Umwelt vor Chemikalien.

Natur-Objekte des Jahres 2019

Eine kurze Zusammenstellung des LNV
Wie jedes Jahr soll mit den „Naturobjekten des Jahres“ auf die Gefährdung und den Verlust von Pflanzen, Tieren und anderen Naturobjekten aufmerksam gemacht und die Artenvielfalt gefördert werden. Der LNV hat hierzu wieder eine Liste der Naturobjekte des Jahres 2019 zusammengestellt. Der Atlantische Lachs ist Fisch des Jahres 2019, der trotz erster Erfolge in Deutschland weiter vom Aussterben bedroht ist, da passierbare Flüsse und geeignete Laichhabitate Mangelware sind. Der Lachs ist ein anspruchsvoller Wanderfisch, der unverbaute, saubere Flüsse und Bäche braucht, um vom Meer, seinem Hauptlebensraum, in seine Laichgebiete zu kommen und sich dort erfolgreich fortpflanzen zu können. Dringend muss beides wiederhergestellt werden.

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