Neuigkeiten aus dem Naturschutz in Baden-Württemberg

Fledermausarten und ihre Lichtempfindlichkeit

LNV-Info 12/2007

Immer wieder taucht die Frage auf, ob sich Licht negativ auf Fledermauspopulationen auswirkt. Beleuchtung von Gebäuden mit Fledermauskolonien, vornehmlich Kirchen, sollten unterbleiben, da es Kolonien gab, die daraufhin das Quartier verlassen haben. Vorallem die mausohrartigen Fransen-, Bechsteinfledermaus und das Große Mausohr sind sehr lichtscheu. Andererseits jagen Abendsegler, Zwergfledermaus und Breitflügelfledermaus im Schein von Straßenlaternen. Für diese Tiere dürfte Licht auf Insekten für die Jagd von Vorteil sein.

Innenentwicklung vor Außenentwicklung

LNV-Info 11/2007

Für die bauliche Entwicklung der Städte und Gemeinden gilt die gesetzliche Vor-schrift des BauGB § 1 a, Ziff. 2: „zur Verringerung der zusätzlichen Inanspruchnahme von Flächen für bauliche Nutzungen sind die Möglichkeiten der Entwicklung der Gemeinden insbesondere durch Wiedernutzbarmachung von Flächen, Nachverdichtung und andere Maßnahmen zur Innenentwicklung zu nutzen“.

Gemeinnützigkeits- und Spendenrecht

LNV-Info 10/2007

„Hilfen für Helfer“ heißt das am 10. Oktober 2007 in Kraft getretene Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements. Es gilt rückwirkend ab dem 01.01.2007. Innerhalb der Naturschutz- und Umweltverbände werden allerdings nur wenige Ehrenamtliche direkt von den neuen „Hilfen für Helfer“ profitieren können. Grundlegend neu ist der Steuerfreibetrag in Höhe von maximal 500 Euro im Jahr für nebenberufliche Tätigkeiten.

Modernisierung der Großkraftwerke auf fossiler Rohstoffbasis

LNV-Info 9/2007

Werden Großkraftwerke auf Basis fossiler Rohstoffe neu geplant oder modernisiert, so sollten Behörden und Naturschutzverbände darauf achten, dass diese Kraftwerke gewisse Mindeststandards einhalten. Neue oder ertüchtigte oder modernisierte Großkraftwerke sind generell in Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zu errichten. Der Gesamtjahresnutzungsgrad von Großkraftwerken sollte mindestens bei 60% liegen.

Wasserkraftnutzung in Baden-Württemberg

LNV-Info 5/2007

Die Erzeugung von Strom aus Wasserkraft kann neben anderen regenerativen Energiequellen (z.B. Sonne, Wind) einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Energieversorgung leisten und genießt in Baden-Württemberg breite gesellschaftliche Unterstützung. Dennoch sind Wasserkraftanlagen aus Sicht der Naturschutzverbände insgesamt differenziert zu bewerten. Vor dem Hintergrund der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, wurde die folgende Position zur Nutzung der Wasserkraft beschlossen, die sowohl die Belange der Gewässerökologie als auch der Nutzung erneuerbarer Energie berücksichtigt.

Streuobstbau in Baden-Württemberg

LNV-Info 8/2007

Mit rund 175.000 Hektar besitzt Baden-Württemberg nicht nur deutschlandweit, sondern auch aus europäischer Sicht die bedeutendsten Streuobstbestände. Sie sind Teil der gewachsenen Kulturlandschaft und prägen bis heute in vielen Regionen Baden-Württembergs das Landschaftsbild. Mit über 5.000 Tier- und Pflanzenarten zählen sie zu den artenreichsten Lebensräumen in Mitteleuropa. Darüber hinaus besitzen sie eine herausragende Bedeutung als Genreservoir für rund 3.000 Obstsorten.

Naturschutz-Beurteilung regenerativer Energiegewinnung

LNV-Info 7/2007

Anlagen zur Gewinnung regenerativer Energie sind neben der Energieeinsparung und der Energieeffizienz ein wesentlicher Bau¬stein für eine zukunftsfähige Energiegewinnung ohne fossile Energieträger und ohne Atomkraft. Unter dieser Prämisse sind bei der Bewertung von Eingriffen in Natur und Landschaft durch solche Anlagen Umweltentlastungen selbstverständlich zu berücksichtigen und in ihrem Umfang abzuwägen. Für diese Abwägung sollen hier Hinweise gegeben werden.

NaturLernen

Tagungsband LNV-Zukunftsforum 2007

Den Interessierten und/oder Betroffenen ist das Problem bestens bekannt: Die Überfütterung unserer jungen Mitmenschen mit den zahllosen Ablenkungs- und Zerstreuungsmitteln lässt nur wenig Zeit und geistigen Freiraum für Phänomene wie Natur, Nachhaltigkeit oder Reflexionen über die Rolle des Menschen in der Natur. Sieben Referenten und Referentinnen hatten Wege aufgezeigt, wie man diesem Problem begegnen kann.

Feinstaub – was ist das – wie schadet er?

LNV-Info 6/2007

Feinstaub zählt zu den partikelförmigen Luftschadstoffen. Je kleiner diese Staubpartikel sind, desto ähn¬licher verhalten sie sich wie die gasförmi¬gen Luft-Bestandteile: Sie sinken also nicht/kaum zu Boden, sondern bleiben als Schwebstaub in der Luft. Dem Feinstaub werden Partikel zugerechnet, die einen Durchmesser von nicht mehr als 10 Mikro¬meter aufweisen, was etwa einem Zehntel des Durchmessers eines Haares entspricht. Mit dieser Größenordnung – PM10 genannt – werden die Partikel „lungengängig“, d. h. sie werden nicht mehr von der Nase oder den oberen Atmungsorganen zurückgehalten bzw. ausgefiltert.

“Tag der Artenvielfalt” begeistert organisiert

LNV-Ehrennadel für Werner Mangold

verliehen am 28.4.2007
Seit 1970 war er Werner Mangold Mitglied der Aktionsgemeinschaft für Natur- und Umweltschutz in Baden-Württemberg, heute Landesnaturschutzverband. 1971 wurde er in den DBV-Landesvorstand (heute NABU) gewählt. 1978 gründete er die DBV-Landesgeschäftsstelle. Seit 1989 beteiligte er sich tatkräftig am Aufbau von NABU-Landesverbänden in den neuen Bundesländern. Seit 1992 leitet er den LNV-Arbeitskreis Ulm/Alb-Donau-Kreis.
† am 14.11.2014

Außergewöhnliche Ehrung für freiberufliche Journalistin

LNV-Ehrennadel für Margit Haas

verliehen am 28.4.2007
Mit besonderem Engagement habe sich Margit Haas den Veranstaltungen des “LNV-Leistungsabzeichen Natur” im Rahmen des Schülerferienprogramms gewidmet. Hinzu kamen Berichte über LNV-Schulprojekte, das Projekt “Lernort Natur” im Ebersbacher Biotop “Salzreute” sowie die zahlreichen von ihr initiierten Serien zum Thema “Natur und Umweltschutz”. Dass viele NWZ-Leser das Kürzel “LNV” im Landkreis Göppingen durchaus dechiffrieren könnten, zähle auch nach Auffassung des LNV-Vorstandes mit zu Haas Verdiensten.

Die Entwicklung des motorisierten Straßenverkehrs

LNV-Info 4/2007

Ungeachtet der Defizite öffentlicher Kassen geht die Planung zum Bau neuer Straßen munter weiter. Dabei halten die von den Planern angegebenen Gründe für den Bau neuer Straßen einer Überprüfung meist nicht stand. Sie stehen in deutlichem Widerspruch zu verkehrswissenschaftlichen Erkenntnissen und demographischen Fakten. Der Sachverständigenrat für Umweltfragen kritisiert das falsche Bewertungsverfahren und stellt in seinem Sondergutachten „Umwelt und Straßenverkehr“ (Juni 2005, S.95) fest: „Eine Überschätzung der Nutzeffekte der Infrastrukturprojekte ist die zwangsläufige Folge.”

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