Neuigkeiten aus dem Naturschutz in Baden-Württemberg

Kritik an geplanter Energieeinspar-Verordnung

Der Landesnaturschutzverband fordert Ministerpräsident Oettinger auf „Bitte ziehen Sie bei der Energieeinsparverordnung die Notbremse!“ Kritik am laschen Vorgehen des Wirtschaftsministeriums Harsche Kritik äußert der Landesnaturschutzverband (LNV) gegenüber dem Wirtschaftsministerium: Würden die neuen Durchführungsbestimmungen zur Energieeinsparverordnung (EnEV) wie geplant festgesetzt, seien nicht einmal die darin gesteckten „bescheidenen“ Landesziele zu erreichen. LNV-Vorsitzender Reiner Ehret fordert Ministerpräsident Oettinger deswegen in einem Schreiben auf, […]

Widerstreitende Interessen im Naturschutz zusammengeführt

LNV-Ehrennadel für Werner Brekle

verliehen am 12.4.2008
Seit über 25 Jahren gelingt es Werner Brekle, widerstreitende Interessen im Naturschutz zusammenzuführen und auszugleichen. Seine Arbeit “ziehe seither Kreise, wie wenn man einen Stein ins Wasser wirft”, so Reinhard Wolf, der die Laudatio hielt . Schon 1965 sei er Naturschutzwart beim Schwäbischen Albverein geworden, seit 1983 Gaunaturschutzwart und seit 1984 Leiter des LNV-Arbeitskreises. Er betreibe stets in ruhiger und konstruktiver Weise Naturschutz. Sorge bereitet ihm vorallem der anhaltenden Flächenverbrauch.

Einsatz gegen die Verbauung der Wutach

LNV-Ehrennadel für Erika Scheuch

verliehen am 12.4.2008
In seiner Laudatio für Erika Scheuch bezeichnete Gerhard Bossert vom Schwarzwaldverein diese als eine Frau der Tat, welche unermüdlich daran gearbeitet hat, um Unliebsames zu verändern oder zu verbessern. Seit 1976 habe sie über 30 Jahre lang als Vorsitzende des Schwarzwaldvereins Stühlingen außergewöhnlich viel bewegt – sei es ihr Einsatz gegen die Verbauung der Wutach, ihr grenzübergreifendes Engagement ins schweizerische Schleitheim oder als treibende Kraft für die Ausweisung mehrere Naturschutzgebiete.

Das Waldökosystem stets im Blick

LNV-Ehrennadel für Förster Dieter Dobler

verliehen am 28.4.2007
LNV-Schatzmeister Dr. Heiner Grub lobte in seiner Laudatio Dieter Dobler,der schon als junger Förster stets das gesamte Waldökosystem im Blick gehabt habe und sich deswegen im Gegensatz zu vielen anderen schon von Anfang an im Natur- und Umweltschutz engagiert habe. Von 1983 bis 1989 habe er als Vorsitzend er des Bund Naturschutz Alb-Neckar Zeichen gesetzt und von 2000 bis 2003 mit großem Engagement den LNV-Arbeitskreis geleitet. Für die Errichtung des Umweltbildungszentrums Listhof sei er treibende Kraft gewesen

Klage- und Beteiligungsrechte der Naturschutz-Verbände

Zusammenfassung eines IDUR-Seminars

In der Aarhus-Konvention war festgelegt worden, dass jeder Mensch das Recht hat, in einer seiner Gesundheit und seinem Wohlbefinden zuträglichen Umwelt zu leben, und dass er sowohl als Einzelperson als auch in Gemeinschaft mit anderen die Pflicht hat, die Umwelt zum Wohle gegenwärtiger und künftiger Generationen zu schützen und zu verbessern. Als Konsequenz daraus ergeben sich bessere Beteiligungs- und Klagerechte für die Umweltverbände.

Taschenbuch des Naturschutzes

Ein Leitfaden für Naturschutzwarte und alle Freunde der Natur

In kurzer Form enthält das Taschenbuch des Naturschutzes in Baden-Württemberg die wichtigsten rechtlichen Bestimmungen für den Naturschutz in Feld, Wald und Flur. Es möchte damit Orientierung geben und Naturschützerinnen und Naturschützer bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützen.
Erschienen 2007, nicht mehr ganz aktuell, da sich das Bundesnaturschutzgesetz geändert hat.

Amphibienleiteinrichtungen sind keine Ausgleichsmaßnahmen

LNV-Info 13/2007

Amphibiendurchlässe sind Vermeidungsmaßnahmen und keine Ausgleichsmaßnahmen! Dies ist im Merkblatt zum Amphibienschutz an Straßen (MAmS 2000) geregelt, erstellt vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen. Es gilt an Autobahnen und Bundesstraßen. Durch Erlass des Verkehrsministeriums vom 21.01.02 gilt das Merkblatt auch an Landesstraßen, sowie an Straßen, die vom Land bezuschusst werden, somit auch für Kreis- und Gemeindestraßen, die über GVFG-Mittel finanziert werden.

Fledermausarten und ihre Lichtempfindlichkeit

LNV-Info 12/2007

Immer wieder taucht die Frage auf, ob sich Licht negativ auf Fledermauspopulationen auswirkt. Beleuchtung von Gebäuden mit Fledermauskolonien, vornehmlich Kirchen, sollten unterbleiben, da es Kolonien gab, die daraufhin das Quartier verlassen haben. Vorallem die mausohrartigen Fransen-, Bechsteinfledermaus und das Große Mausohr sind sehr lichtscheu. Andererseits jagen Abendsegler, Zwergfledermaus und Breitflügelfledermaus im Schein von Straßenlaternen. Für diese Tiere dürfte Licht auf Insekten für die Jagd von Vorteil sein.

Innenentwicklung vor Außenentwicklung

LNV-Info 11/2007

Für die bauliche Entwicklung der Städte und Gemeinden gilt die gesetzliche Vor-schrift des BauGB § 1 a, Ziff. 2: „zur Verringerung der zusätzlichen Inanspruchnahme von Flächen für bauliche Nutzungen sind die Möglichkeiten der Entwicklung der Gemeinden insbesondere durch Wiedernutzbarmachung von Flächen, Nachverdichtung und andere Maßnahmen zur Innenentwicklung zu nutzen“.

Gemeinnützigkeits- und Spendenrecht

LNV-Info 10/2007

„Hilfen für Helfer“ heißt das am 10. Oktober 2007 in Kraft getretene Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements. Es gilt rückwirkend ab dem 01.01.2007. Innerhalb der Naturschutz- und Umweltverbände werden allerdings nur wenige Ehrenamtliche direkt von den neuen „Hilfen für Helfer“ profitieren können. Grundlegend neu ist der Steuerfreibetrag in Höhe von maximal 500 Euro im Jahr für nebenberufliche Tätigkeiten.

Modernisierung der Großkraftwerke auf fossiler Rohstoffbasis

LNV-Info 9/2007

Werden Großkraftwerke auf Basis fossiler Rohstoffe neu geplant oder modernisiert, so sollten Behörden und Naturschutzverbände darauf achten, dass diese Kraftwerke gewisse Mindeststandards einhalten. Neue oder ertüchtigte oder modernisierte Großkraftwerke sind generell in Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zu errichten. Der Gesamtjahresnutzungsgrad von Großkraftwerken sollte mindestens bei 60% liegen.

Wasserkraftnutzung in Baden-Württemberg

LNV-Info 5/2007

Die Erzeugung von Strom aus Wasserkraft kann neben anderen regenerativen Energiequellen (z.B. Sonne, Wind) einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Energieversorgung leisten und genießt in Baden-Württemberg breite gesellschaftliche Unterstützung. Dennoch sind Wasserkraftanlagen aus Sicht der Naturschutzverbände insgesamt differenziert zu bewerten. Vor dem Hintergrund der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie, wurde die folgende Position zur Nutzung der Wasserkraft beschlossen, die sowohl die Belange der Gewässerökologie als auch der Nutzung erneuerbarer Energie berücksichtigt.

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