Neuigkeiten aus dem Naturschutz in Baden-Württemberg

Förmliche Unterschutzstellung begrüßt

LNV-Stellungnahme zu vier FFH-Verordnungen
Aufgrund der EU-Klage gegen Deutschland wegen unvollständiger Umsetzung der FFH-Richtlinie muss auch das Land die FFH-Gebiete förmlich als Schutzgebiete nach nationalem Recht ausweisen. Dies geschieht in vier Sammelverordnungen, einer pro Regierungsbezirk. Der LNV begrüßt in seiner Stellungnahme diesen überfälligen Schritt. Auch der Kartenmaßstab 1:5000 statt bislang 1: 25.000 ist ein deutlicher Gewinn. Der LNV macht jedoch auch beispielhaft auf Mängel z.B. bei der Gebietsabgrenzung (nicht immer nach fachlichen Kriterien), bei den Erhaltungszielen und fehlender Vernetzung der Gebiete aufmerksam.

LNV fordert Bebauungsplan-Änderungen für Nachverdichtungen

Der Landesnaturschutzverband (LNV) begrüßt Minister Hauks Plädoyer für die Aufstockung von Gebäuden. In vielen alten Bebauungsplänen ist eine unverantwortlich lockere Bebauung festgesetzt. Wer sein Haus um ein Stockwerk erhöhen wolle oder auf riesigen Bauparzellen ein zweites Wohnhaus errichten wolle, dürfe das nicht.

LNV-Infobrief Juni 2018

Im Blickpunkt: Gratwanderung Bergsport und Naturschutz Liebe Naturschützerinnen und Naturschützer, seit Oktober letzten Jahres bin ich vom Landesverband des Deutschen Alpenvereins (DAV) als Delegierter in den Vorstand des LNV berufen. Seit dem Jahr 2009 ist der Landesverband des DAV bereits Mitglied im LNV und bringt über seine Vertretung die Naturschutzinteressen von rund 230.000 Mitgliedern aus 52 Sektionen ein. Als seit […]

LNV-Infobrief Mai 2018

Im Blickpunkt: Der Wolf in BW: jetzt wird’s ernst!

Ein Wolf hat im Nordschwarzwald 40 Schafe gerissen, nachdem bisher nur Einzeltiere zum Wolfopfer wurden. Der erste „Problemwolf“? Zuvor sind zwei Wölfe totgefahren und einer illegal erschossen worden. Landwirtschaftsminister Peter Hauk fordert Bejagen und Fallenstellen, sein Kollege Franz Untersteller aus dem Umweltministerium rät zu Gelassenheit. Fest steht, dass niemand befürchten muss, bei einem Waldspaziergang verspeist zu werden. In den rd. 20 Jahren Wolfspräsenz in Deutschland hatten wir noch keinen Wolfsangriff auf Menschen, wohl aber jährlich bis zu vier Tote durch Hunde bzw. 50.000 Verletzte durch Hundebisse.

LNV-Mitgliederversammlung in Stuttgart

LNV-Vorsitzender Dr. Gerhard Bronner im Amt bestätigt
Die Delegierten der LNV-Mitgliedsverbände bestätigten am 14. April 2018 einstimmig Dr. Gerhard Bronner als Vorsitzenden des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg (LNV). Als stellvertretende Vorsitzende wurden Thomas Dietz und Tilman Preuss erneut gewählt.
Karl-Heinz Lieber vom Umweltministerium, Leiter der Abteilung Naturschutz, bezeichnete das Jahr 2017 als „Jahr des Insektensterbens“ und verdeutlichte den dramatischen Einbruch der Insektenpopulationen anhand exemplarischer Untersuchungen.

Auszeichnung für Georg Heine aus Wangen

Aktiver Ornithologe und anerkannter Fachmann für Telemetrie LNV vergibt Ehrennadel an engagierten Naturschützer Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) hat bei seiner Mitgliederversammlung am 14.04.2018 zwei herausragende Persönlichkeiten des Naturschutzes für besondere Verdienste im Natur- und Umweltschutz mit der LNV-Ehrennadel gewürdigt. Als festlicher Höhepunkt erhielten Georg Heine aus Wangen und Hartmut Felgner aus Schlat die Auszeichnung vom LNV-Vorsitzenden Dr. Gerhard Bronner überreicht. […]

Auszeichnung für Hartmut Felgner aus Schlat

LNV-Vorstandsmitglied und rühriger Sprecher des LNV-AK Göppingen LNV vergibt Ehrennadel an engagierten Naturschützer Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg (LNV) hat bei seiner Mitgliederversammlung am 14.04.2018 zwei herausragende Persönlichkeiten des Naturschutzes für besondere Verdienste im Natur- und Umweltschutz mit der LNV-Ehrennadel gewürdigt. Als festlicher Höhepunkt wurde Georg Heine aus Wangen und Hartmut Felgner aus Schlat die Auszeichnung vom LNV-Vorsitzenden Dr. Gerhard Bronner überreicht. […]

LNV kritisiert maßlose Flächenforderungen für Wohnungsbau

Auf wenig Gegenliebe stößt beim Landesnaturschutzverband (LNV) der Vorstoß der SPD-Gremien, die neben sinnvollen Schritten wie einer Bekämpfung der Zweckentfremdung von Wohnraum, stärkerer Wohnbauförderung und stärkerer Bauverdichtung auch 7400 ha zusätzlicher Bauflächen fordern, wobei neue Gewerbeflächen noch nicht einmal enthalten sind!

LNV-Infobrief April 2018

Sigrid Meineke wurde zur LNV-Referentin für die Landschaftserhaltungsverbände (LEV) berufen. Sie ist Biologin und im Naturschutz in verschiedenen Bereichen tätig ehrenamtlich (z. B. 30 Jahre Naturschutzbeauftragte) sowie hauptamtlich mit Schwerpunkt im Landkreis Lörrach. Ihre letzten beiden beruflichen Stationen, Leitung des Naturschutzgroßprojekts Feldberg-Belchen-Oberes Wiesental und Geschäftsführung des LEV Lörrach lernte sie den Wert der kleinbäuerlichen Landwirtschaft als Partner für den Naturschutz kennen. Doch ihr Überleben ist stark gefährdet, sozusagen “Rote Liste 2”.

LNV fordert zum Weltwassertag am 22.03.2018

Gewässerrandstreifen einhalten und keine Bebauung in Überschwemmungsgebieten
Neuer Flyer informiert über Spurenstoffe
Der Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg begrüßt das Motto „Nature for Water“ des 25. UN-Weltwassertags am 22. März 2018. Für den LNV ist klar, dass ein langfristiger und wirkungsvoller Schutz unseres Wassers ohne eine naturnahe Gewässerstruktur und -bewirtschaftung nicht funktionieren kann.

Mehr Nachhaltigkeit bei der Bioenergie

LNV-Position vom 31.10.2012, überarbeitet September 2015

Bioenergie hat viele Vorteile. Sie kann (fast) überall erzeugt werden, ist speicherbar und kann so Verbrauchsschwankungen ausgleichen. Sie ist vielseitig und lässt sich als Strom, Wärme und Kraftstoff nutzen. Zunehmend werden jedoch auch ihre Schattenseiten sichtbar. Bioenergie tritt in Konkurrenz zur landwirtschaftlichen Nahrungsproduktion, führt zu erhöhten Agrarimporten (mit Folgen in den Herkunftsländern), kann zur Intensivierung und Monotonisierung der Feldflur führen.

LNV-Infobrief März 2018

Im Blickpunkt: Grundsteuerreform
Derzeit wird vor dem Bundesverfassungsgericht (BVG) in Karlsruhe die Grundsteuer verhandelt. Schon seit Jahren ist bekannt, dass die der Grundsteuer zu Grunde liegenden Einheitswerte völlig veraltet sind. Das BVG sieht dringenden Aktualisierungsbedarf, die Bundesländer und der Bund konnten sich aber bisher auf kein neues Modell einigen.

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