LNV-Infobrief September 2019

Im Blickpunkt: Volksbegehren

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Naturschützerinnen und Naturschützer,

das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ zum Artenschutz in Baden-Württemberg hat mit der Prüfung durch das Innenministerium die zweite Hürde genommen. Die Unterschriftensammlung beginnt am 24. September. Das Volksbegehren rüttelt derzeit Landtag, Landesregierung und Bauernverbände auf. Das ist gut so. Endlich werden überfällige Diskussionen über eine Pestizidreduktion, naturverträglichere Landwirtschaft und Schutz der Artenvielfalt wieder aufgenommen, Strategien und Maßnahmen überlegt.
Der LNV teilt die Anliegen des Volksbegehrens ausdrücklich. Wenn Sie den LNV unter den förmlichen Unterstützern des Volksbegehrens vermissen, so hat dies seinen Grund. Aus den Medien haben Sie erfahren, dass die Landwirte – und zwar auch Bio-Landwirte und andere ökologisch orientierte Landwirte – den Text der konkreten Gesetzesformulierungen sehr kritisch sehen. Das Verbot von Pflanzenschutzmitteln in allen Schutzgebieten sehen insbesondere Winzer, Gemüse- und Obstbauern als existenzbedrohend an. Und 50 % Ökolandbau per Gesetz ohne zu wissen, ob wir Verbraucher unseren Konsum entsprechend umstellen, bereitet auch Ökobauern Sorge. Landwirte kritisieren auch, dass das Volksbegehren – ungewollt – den Eindruck erweckt, sie seien an allen Umweltproblemen schuld.
Wir wollen, dass alle mitgenommen werden – auch die Landwirte. Der LNV steht daher im Dialog mit allen Seiten, um Verbesserungsmöglichkeiten zu finden. Gemeinsam mit Bioland versuchen wir, zu vermitteln. Ist das Volksbegehren erfolgreich und kommt es zu einem Volksentscheid, so kann der Landtag auch eine Alternative zur Abstimmung stellen.
Das Volksbegehren birgt die Chance, große Fortschritte für unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen. Deshalb hoffen wir, dass ein erfolgreiches Volksbegehren dazu führt, dass ein für alle Seiten besserer Gesetzesentwurf eine Mehrheit gewinnt. Bitte tragen Sie Ihren Teil dazu bei!

Herzliche Grüße, Ihr
Dr. Gerhard Bronner
LNV-Vorsitzender

Inhalt

LNV Aktiv
Aus den LNV-Arbeitskreisen
Aus Politik und Verwaltung
Daten, Fakten, Hintergründe
Alles was Recht ist
LNV Intern
Aus den Mitgliedsvereinen
Zum Mitmachen und Hingehen
Bücher, Filme, Neuigkeiten
und außerdem

LNV-Infobrief September 2019 als pdf zum Herunterladen

LNV aktiv

EU-Agrarreform – was blüht uns da?

LNV-Zukunftsforum Naturschutz am 16.11.2019, Stuttgart

In Kürze entscheidet die EU über die gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) von 2021 – 2027. Hinterlegt mit Milliarden Euro an Fördermitteln hat die GAP gravierende Auswirkungen auf Landwirtschaft und Natur. Der LNV und viele andere fordern „Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen“: Landwirt/innen, die Naturgüter fördern, müssen belohnt werden! Was ist die GAP und wie wirkt sie sich konkret aus? Wo und wie können Landwirtschaft und Naturschutz Partner sein? Das Zukunftsforum beleuchtet Hintergründe und zeigt, was Politik, Landwirtschaft, Naturschutz, und jede/r Einzelne, für mehr Biodiversität und Umweltvorsorge in der Landwirtschaft tun können. Wir laden Sie herzlich ein. Logr
Programm I Anmeldung

LNV-Beteiligungsportal

Übersicht über Verfahren und Fristen zur Abgabe von Stellungnahmen

In das LNV-Portal sind alle Beteiligungsverfahren eingetragen, an denen der LNV über die LNV-Geschäftsstelle beteiligt wurde. Hier finden Sie auch Angaben zur Anhörungsfrist sowie einen Link zu den Antragsunterlagen, sofern diese im Internet verfügbar sind. Auf diese Weise behalten Sie stets den Überblick über wichtige Planungen und Zulassungsverfahren. An dieser Liste ist leider auch erkennbar, wie bürgerunfreundlich zahlreiche Behörden arbeiten und gänzlich zur Ferienzeit viele Beteiligungsverfahren öffentlich ausliegen. Logr
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Landesgemeindeverkehrs-Finanzierungsgesetz

LNV-Stellungnahme: Förderung ÖV/MIV 60:40 nicht ausreichend

Nach Auslaufen der Entflechtungsmittel des Bundes will das Land die finanzielle Ausstattung des LGVFG sichern und plant dazu, die Mittel auf 320 Mio. Euro jährlich fast zu verdoppeln. Der LNV sieht in den LGVFG-Änderungen einen Schritt in die richtige Richtung, der dem Handlungsdruck (Klimaschutz, Luftreinhaltung, Verbesserung der Lebensqualität an Verkehrswegen) allerdings nicht ausreichend gerecht wird. Er fordert mindestens 80 % der Mittel für Öffentlichen Verkehr, eigentlich sei aber eine Aussetzung der Straßenbauförderung gerechtfertigt, zumal Straßenbau die ÖV-Investitionen konterkariert. Tr
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Qualität der Ausbildung zum Fischereischein sichern

LNV-Stellungnahme zur Änderung Landesfischereiverordnung

Das MLR plant, die bisherige Ausbildungshoheit des Landesfischereiverbands für den Erwerb des Fischereischeins aufzuheben und auch andere „Anbieter“ zuzulassen. Der LNV hat in seiner Stellungnahme daher gefordert, dass die Qualität der Ausbildung zum Fischereischein gesichert und um Naturschutz/Ökologie erweitert werden muss, insbesondere um die Ökologie und Bedeutung der Ufer, Auen und Gewässerrandstreifen. Gegen die Aufhebung des Aalfangverbots und Aufhebung des Nachtangelverbots hätte der LNV keine Einwendungen. Tr
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LNV-Pressemitteilungen

LNV fordert mehr Geld für ÖPNV
Stellungnahme zum Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz

Aus den LNV-Arbeitskreisen

Steigt der Autoverkehr in Stuttgart trotz ÖPNV-Reform?

LNV-AK Stuttgart hinterfragt verkehrspolitischen Erfolg der Tarifsenkung

Der LNV-AK bezweifelt nicht, dass es durch die Tarifreform mehr Fahrten mit dem Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) gibt. Unzweifelhaft sei aber auch, dass davon auf den Straßen nichts zu bemerken ist. Der LNV-AK Stuttgart warnt, der Autoverkehr in Stuttgart werde trotz aller ÖPNV-Aktivitäten allein schon deshalb zunehmen, weil große Straßenbauprojekte wie etwa der Rosensteintunnel im Zuge der B 10 kurz vor der Realisierung stehen. Dadurch werde der Autoverkehr weiter gesteigert, anstatt eingedämmt. Logr
Artikel Stuttgarter Zeitung

Aus Politik und Verwaltung

Volksbegehren Artenschutz in BW

Start am 24. September, in Rathäusern ab 18. Oktober

Das Volksbegehren Artenschutz wurde vom Innenministerium genehmigt. Ab 24. September hat das Trägerbündnis aus proBiene, BUND, NABU und vielen anderen sechs Monate Zeit, die Unterschriften von zehn Prozent der Wahlberechtigten in BW (ca. 770.000 Personen) zu sammeln. Das Volksbegehren beginnt mit der freien Sammlung (24.09.19 – 23.03.20). Die Unterlagen dazu veröffentlicht das Trägerbündnis ab 24. September auf der Internetseite. Ab 18. Oktober (bis 17.01.20) werden zudem in allen Rathäusern des Landes Eintragungslisten ausliegen. Tr
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Landeswaldgesetz BW

Neufassung aufgrund Forstverwaltungsreform

Im Juni ist das neue Waldgesetz BW im Gesetzblatt erschienen und mittlerweile auch (kostenfrei) im Internet verfügbar. Bedauerlicherweise werden auch im neuen Gesetz „die anerkannten forstlichen Grundsätze“ nicht definiert. Der LNV forderte, dass die Zuständigkeit für die Erarbeitung und Festlegung von derartigen Standards in Wäldern einschließlich in FFH-Gebieten beim MLR als oberster Forstbehörde liegen sollte. Die Forsteinrichtung muss als Einheit unter dem Dach des RP erhalten bleiben und darf nicht in zwei Zuständigkeiten (RP Freiburg und die Anstalt ForstBW) aufgesplittet werden. Tr
Verordnung, LNV-Stellungnahme zur Neufassung Landeswaldgesetz

Landesverordnung legt überdüngte Gebiete in BW fest

Nitrat-Düngung wird auf diesen Flächen eingeschränkt

Das Land hat nun diejenigen Gebiete festgelegt, die überhöhte Düngemengen aufweisen (Nitratgebiete nach § 13 DüV, VODüVGebiete) sowie die für diese Gebiete geltenden abweichenden Anforderungen. Nitratgebiete sind demnach zum einen Flächen, die im Bereich von Grundwasserkörpern im schlechten chemischen Zustand liegen, wegen Überschreitung des Schwellenwerts für Nitrat und zum anderen Flächen in Nitratsanierungsgebieten nach § 5 der Schutzgebiets- und Ausgleichs-Verordnung. Die betroffenen Gemeinden sind in der Anlage aufgelistet. Tr
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20 Prozent mehr Fläche beim Ökolandbau in BW

MLR legt Ökomonitoringbericht 2018 vor

Im Jahr 2018 ist die ökologisch bewirtschaftete Fläche BW im Vergleich zum Vorjahr um 20 % gestiegen. In Baden-Württemberg werden mittlerweile 14 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche nach den Regeln des ökologischen Landbaus bewirtschaftet. Der Anteil der in Baden-Württemberg nach den Grundsätzen des ökologischen Landbaus arbeitenden Betriebe liegt jetzt bei rund 11 % (jeweils Stand 31.12.2018). Ziel der Landesregierung ist es, die Märkte für Öko-Produkte bestmöglich mit heimischer Ware zu bedienen. Logr
Ökomonitoring-Bericht I Informationen zur biologischen Landwirtschaft I
MLR-Pressemitteilung vom 31.7.2019

Verbesserung Biodiversität in der Landwirtschaft

Pilotprojekt „Mehr Biodiversität im Getreideanbau“

Das Pilotprojekt „Mehr Biodiversität im Getreideanbau“ ist Teil der EU-weiten Initiative „Biodiversity in Standards and Labels for the Food Industry“. Mit Förderung des MLR werden in Zusammenarbeit mit den Landwirten Möglichkeiten einer gezielten und nachprüfbaren Förderung der Biodiversität im Getreideanbau entwickelt und erprobt. Die Ergebnisse sollen helfen, konkrete Maßnahmen für mehr Biodiversität in die Richtlinien von LinzgauKorn und KraichgauKorn aufzunehmen und das Qualitäts- und Bio-Zeichen BW inspirieren. LinzgauKorn erhielt vor kurzem Besuch von Minister Hauk. Logr
MLR-Pressemitteilung vom 10.8.2019 I LinzgauKorn I Kraichgaukorn

Private Anlagen zur Grundstücksentwässerung

Pilotprojekt zur Überprüfung und Sanierung

Nach dem Wassergesetz BW müssen Eigentümer/innen von Grundstücken ihre privaten Abwasserleitungen fachkundig überprüfen und ggf. sanieren lassen. Hierfür ist eine Rechtsverordnung beim UM in Vorbereitung. Zunächst werden in drei Pilotgemeinden Erfahrungen zu Aufwand von Untersuchung und Sanierung sowie Dokumentation gesammelt. Landesweit dürften 10.000 Grundstücke betroffen sein. Ca. 20 Grundstücke werden pro Pilotkommune untersucht. Das Land übernimmt die Inspektionskosten und 50 Prozent der Kosten einer möglichen Sanierung (max. 5.000 Euro). Tr
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Bündnis gegen Motorradlärm

Zusammenschluss von 30 Kommunen in BW – Forderungskatalog angekündigt

Ende Juli 2019 startete eine gemeinsame Initiative von Land und Kommunen gegen Motorradlärm. Ziel der landesweiten Initiative von 30 lärmgeplagten Kommunen ist es, dem verbreiteten Problem Motorradlärm in der Öffentlichkeit mehr Gewicht zu verleihen und sich gemeinsam an politische Entscheidungsträger beim Bund und der Europäischen Union zu wenden. Ein Forderungskatalog zur Eindämmung von Motorradlärm soll mit Unterstützung des Verkehrsministeriums bis Frühjahr 2020 ausgearbeitet werden. Logr
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Hersteller von Wegwerfartikeln sollen zahlen

BMU und VKU schaffen Voraussetzungen für Abgabe für die Stadtreinigung

Das Bundesumweltministerium (BMU) will die Kommunen bei den Kosten für die Stadtreinigung zukünftig entlasten. Basierend auf der im Mai 2019 verabschiedeten EU-Einweg-Kunststoffrichtlinie kündigten BMU und der Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) ein gemeinsames Vorgehen an. Demnach sind Hersteller von Einweg- oder Wegwerfartikeln künftig an Reinigungs- und Entsorgungskosten im öffentlichen Raum zu beteiligen. Diese erweiterte Herstellerverantwortung gilt für Fast-Food-Verpackungen, Getränkebecher, leichte Kunststofftragetaschen sowie für Zigarettenfilter. Logr
BMU-Pressemitteilung vom 12.8.2019 I EU-Einwegplastik-Richtlinie I Novelle des Kreislaufwirtschaftsgesetzes

Bauschutt im Waldwegebau

Schadstoffe, nicht oder mangelhaft sortierter Bauschutt

Die Aufdeckung eines Falls von Bauschuttverwendung im Waldwegebau im Naturpark Stromberg (Zaberfeld, Beilstein, Lkr Heilbronn) im vergangenen Jahr hat zu einer Landtagsanfrage des Abgeordneten Gall/SPD geführt, die allein rund 40 entdeckte und verfolgte Fälle in den letzten Jahren aufzeigt. Tr
Landtagsdrucksache 16/5824 , Rechtsgrundlagen der Verwendung von Recyclingmaterial

BMU-Förderinstrument Wildnisfonds

10 Millionen Euro jährlich

Das Bundesumweltministerium hat ein Förderprogramm zur Sicherung von Wildnisgebieten in Deutschland gestartet. Es dient der Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS) und dem darin formulierten 2-Prozent-Wildnisziel. Förderfähig sind Flächen beim Ankauf, Eintausch oder als Austausch für einen dauerhaften Nutzungsverzicht. Die Förderung beträgt bis zu 100 Prozent und ist auf den Verkehrswert der Fläche begrenzt. Pro Jahr werden 10 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Tr
Informationen, Antragstellung , BMU-Pressemitteilung vom 9.7.2019

Daten, Fakten, Hintergründe

Ratloser Rechtsstaat?

Luftreinhaltung: Teilweise verweigern sich Behörden dem geltenden Recht

Die Fachgruppe Verwaltungsrecht der Neuen Richtervereinigung (NRV) stellt bei der Bundesregierung und einigen Landesregierungen und -behörden bei der Luftreinhaltungsplanung eine systematische Verweigerungshaltung gegenüber dem geltenden Recht und europäischen Rechtsnormen fest. Offenbar stellten manche Behörden den Gesundheitsschutz der Bevölkerung hinter den Interessen der Autoindustrie zurück und testen die Grenzen der Rechtsstaatlichkeit aus. In einen Offenen Brief erinnert die NRV an Art. 20 Abs. 3 des Grundgesetzes „Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden“. Logr
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Flächenverbrauch in BW 2018

Siedlungs- und Verkehrsfläche wächst 2018 auf 14,6 %

Laut Statistischem Landesamt wuchs die Siedlungs- und Verkehrsfläche im Jahr 2018 um 1 651 ha und beträgt nun 14,6 % der Landesfläche. Dies bedeutet rein rechnerisch einen täglichen „Flächenverbrauch“ von 4,5 ha, in einer längerfristigen Betrachtung eine abnehmende Tendenz. So lag die tägliche Flächeninanspruchnahme 2008 noch bei rund 8 ha, der Durchschnittswert über die letzten 5 Jahre bei rund 5,3 ha. Der Schwerpunkt der Flächenumwidmung lag bei der Siedlung (1 537 ha, +0,5 %), Insbesondere Wohnbaufläche (1 300 ha; 0,8 %), und weniger beim Verkehr (152 ha, +0,1 %). Tr
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Wo wird gebaut?

Interaktive Karte zeigt auch, wo der Wohnungsbedarf am höchsten ist

Während in den Ballungszentren der Kampf um den Wohnraum tobt, wird in vielen strukturschwachen Landkreisen und Städten zu viel gebaut. Eine interaktive Karte des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) Köln zeigt, wie es um die einzelnen Regionen bestellt ist. Logr
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Katastrophaler Flächenverbrauch

Sachverständigenrat fordert Bundesregierung zum Handeln auf

Das Umweltbundesamt und der Sachverständigenrat für Umweltfragen werten den aktuellen Flächenverbrauch als katastrophal. Die Bundesregierung müsse dringend handeln. Das ARD-Politikmagazin REPORT MAINZ berichtet über die Situation. Logr
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Ökopunkte – moderner Ablasshandel?

Missstände beim Eingriffsausgleich

Ökopunkte sollen z. B. das Versiegeln von Flächen kompensieren. Nur funktioniert das oft nicht, wie das ARD-Politmagazin REPORT MAINZ aufdeckt. So können in BW beispielsweise mit einer Fischtreppe Millionen Ökopunkte generiert werden, die mehrere große Baugebiete formal ausgleichen. Mittlerweile werden die Punkte auf Onlineplattformen wie ebay angeboten. Forscher der Uni Freiburg kamen zu dem erschreckenden Ergebnis, dass fast 30 % der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen nie umgesetzt wurden. Kontrolliert wird leider nur selten. Logr
SWR-Report, Tagesschau

Kompensation von Flächenversiegelung mangelhaft

Studie Uni Freiburg deckt Mängel auf

Deutliche Mängel bei der Kompensation von Flächenversiegelung durch die Kommunen hat eine Untersuchung der Uni Freiburg aufgedeckt. Demnach kommen die Gemeinden nur bei ca. 70 % der Vorhaben geltendem Recht nach. Übergeordnete naturschutzfachliche Qualitätsziele, die meist ebenfalls rechtlich erforderlich sind, werden nur in ganz wenigen Fällen effektiv erfüllt. Abhilfe könnte eine zentrale Plattform schaffen, auf der alle Planungen und Ergebnisse des Ausgleichsverfahrens bürgernah zugänglich sind. Unterstützt vom LNV wurden an neun Gemeinden in Südbaden beispielhaft die Umsetzung baurechtlicher Ausgleichsmaßnahmen von 2007 bis 2017 untersucht und bewertet. Logr
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Hilfe für gefiederte Kirchgänger

Wichtige Tipps und Hinweise nicht nur für die Sanierung von Kirchen

Damit Gebäude bewohnende Vögel und Fledermäuse trotz Bau- und Sanierungsmaßnahmen Lebensräume finden, hat das Umweltbüro der Evangelischen Landeskirche wichtige Informationen über den Schutz der Gebäude bewohnenden Vogel- und Fledermausarten zusammengestellt. Die sehr informativen Broschüren „Nestbauer und Turmsanierer“ und „Hilfe für gefiederte Kirchgänger“ sind als Download übers Internet und gedruckt über das Umweltbüro umwelt@elk-wue.de erhältlich. Logr
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Allianz für Niederwild

Zweite Modellregion in Durmersheim (LK Rastatt) eröffnet

Dabei wurde deutlich, was zur Förderung der Biodiversität in der Feldflur notwendig ist: (neue) innovative Maßnahmen in der Agrarförderung, die Ganzjahreslebensräume anbieten (z. B. mehrjährige Brache) sowie “Brückenmaßnahmen” (z. B. langes stehen lassen von Getreidestoppel), eine zielgerichtete Beratung der Landwirte, die ihnen Fördermöglichkeiten aufzeigt, eine Betreuung vor Ort, wenn es um die Maßnahmenumsetzung und die Lösung von Problemen geht. Logr
Infos vom Landesjagdverband , Projekt Allianz für Niederwild

Luchs-Wiederansiedlung im Pfälzerwald auf gutem Weg

Bereits 2017 erster Nachwuchs

Drei Jahre nach dem Freilassen der ersten drei Luchse im Pfälzerwald im Juli 2016 werden laut Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz weite Teile des Pfälzerwalds von den Luchsen genutzt. Bisher seien neun Weibchen und acht Männchen in den Pfälzerwald umgesiedelt worden. Bereits 2017 konnte demnach zum ersten Mal Nachwuchs dokumentiert werden. Dieses Jahr sind bisher zwei Würfe mit insgesamt drei Jungtieren bekannt. Leider habe es in den vergangenen Jahren drei tote Luchse durch Verkehrsunfälle gegeben. Logr
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GAP: Bundesbeirat für Abbau Direktzahlungen

WBAE empfiehlt mehr Agrarumwelt- und Klimaschutz in der EU-Agrarpolitik

Der Wissenschaftliche Beirat für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz (WBAE) ist überzeugt, dass dem Agrarumwelt- und Klimaschutz in der zukünftigen GAP ab 2020 eine prominentere Rolle eingeräumt werden sollte, etwa durch die Weiterentwicklung des Ordnungsrechts und dessen konsequenten Vollzugs, den schrittweisen Abbau der Direktzahlungen und eine Umwidmung der Mittel für die Förderung von Gemeinwohlleistungen. Es bleibt abzuwarten, wie Ministerin Klöckner reagiert. In der Vergangenheit hat das Bundeslandwirtschaftsministerium die Empfehlungen des wissenschaftlichen Beirats meist in den Wind geschlagen und stattdessen die Lobbypolitik des Bauernverbandes unterstützt. Bronner
113-seitige Dokument zum Herunterladen , Zusammenfassende Bewertung des Deutschen Verbands für Landschaftspflege (DVL)

Handlungsprogramm für effektiven Klimaschutz

Umweltverbände zur Klimakrise: Was jetzt getan werden muss

Mit eindringlicher Kritik an der Bundesregierung haben die Umweltschutzverbände ein Handlungsprogramm zur wirksamen Eindämmung der Klimakrise veröffentlicht. Darin fordern sie die Bundesregierung auf, endlich effektive Maßnahmen zur Einhaltung des 1,5-Grad-Erhitzungs-Limits von Paris zu ergreifen. Für Symbolpolitik sei die Zeit abgelaufen. Es bedarf eines grundlegenden Wandels in Wirtschaft und Gesellschaft. Der für die Kabinettssitzung am 20.9.2019 vorgesehene Maßnahmen-Katalog mit reinen Anreizprogrammen und einem Einstieg in eine CO2-Bepreisung reiche nicht. Tr
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Ersatzbrennstoffe nicht per se klimafreundlich

Impulspapier des Öko-Instituts

Strombasierte Energieträger, sogenannte Power-to-X (PtX), werden aktuell als klimaneutraler Ersatz für fossile Brennstoffe angepriesen. Denn Ökostrom direkt zu nutzen, wie bei Elektroautos, wird in Bereichen wie Flug- und Schiffsverkehr, in der Stahl-, Zement- oder Chemieindustrie auch in Zukunft schwierig bleiben. Der BUND hatte deshalb ein Impulspapier beim Ökoinstitut in Auftrag gegeben. Und er warnt, PtX sei nicht per se klimafreundlich, u. U. sogar umwelt- und klimaschädlich. Für die großen Umwandlungsverluste stünden die notwendigen Mengen an Ökostrom nicht zur Verfügung. Tr
Impulspapier des Ökoinstituts I BUND-Schlussfolgerungen zu PtX

Gewässerschau

Broschüre informiert über Grundlagen, Organisation und Durchführung

Ziel einer Gewässerschau ist es, an ausgewählten Gewässern bzw. Gewässerabschnitten die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben insbesondere zum Hochwasserschutz und der ökologischen Funktionen der Gewässer zu prüfen und bei Missständen deren Behebung einzuleiten. Die Vorgaben werden im Wasserhaushaltsgesetz (WHG) sowie in den ergänzenden Bestimmungen des Wassergesetzes (WG) definiert. Die von WBW Fortbildungsgesellschaft für Gewässerentwicklung mbH und LUBW herausgegebene Broschüre „Gewässerschau – mehr als eine Pflichtaufgabe“ bietet Hintergrundwissen und hilft bei Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung einer Gewässerschau. Flo
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Landesamt für Geologie mit neuem Portal

Geowissenschaften: Daten, Karten, Informationen

Nun ist das geowissenschaftliche Internetportal „LGRBwissen“ des Landesamts für Geologie, Rohstoffe und Bergbau (LGRB) freigeschaltet. Kernstück des Portals sind Recherchetools, die eine thematische und räumliche Suche gleichermaßen ermöglichen. LGRBwissen wächst als dynamische Wissensbasis: Mit der Freischaltung sind die Hälfte der geplanten Inhalte zu den Themen Bodenkunde, Geologie, Hydrogeologie, Geothermie, Ingenieurgeologie, Rohstoffgeologie und Geotourismus verfügbar. Tr
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LNV intern

Aktuelle Termine (und zum Vormerken)

  • 30.10.2019: LNV-Arbeitskreissprechertreffen im Regierungsbezirk Karlsruhe, Stadt Karlsruhe
    Die Einladungen wurden bereits verschickt. Anmeldungen und Themenvorschläge zur Besprechung bitte bis spätestens zum 08.09.2019 an julia.flohr@lnv-bw.de
  • 05.11.2019: LNV-Arbeitskreissprechertreffen im Regierungsbezirk Tübingen, Ulm
    Die Einladungen wurden bereits verschickt. Anmeldungen und Themenvorschläge zur Besprechung bitte bis spätestens zum 15.09.2019 an julia.flohr@lnv-bw.de
  • 16.11.2019: Zukunftsforum Naturschutz zur EU-Agrarreform „Was blüht uns da …“
    LNV und Evangelisches Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart
  • Neuer Referent für Flächenverbrauch und Bodenschutz

    Prof. Dr. Willfried Nobel unterstützt den LNV

    Der LNV-Vorstand hat im Juli 2019 Herrn Prof. Dr. Willfried Nobel zum LNV-Referenten für Flächenverbrauch und Bodenschutz berufen. Herr Prof. Nobel war Geschäftsführender Direktor des Instituts für Landschaft und Umwelt der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) und lehrte von 1993 bis 2016 Siedlungsökologie an der FH Nürtingen/Geislingen. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehörten u. a. Ökotoxikologie, Bioindikation, Siedlungs- und Stadtökologie insbesondere Flächenverbrauch und Bodenschutz; Nachhaltige Entwicklung in Städten und Gemeinden. Sein besonderes Anliegen gilt der Eindämmung des Flächenverbrauchs und dem Bodenschutz. Der LNV dankt Herrn Prof. Dr. Nobel sehr für die wichtige Unterstützung. Logr

    Aus den Mitgliedsvereinen

    SWV: 25 Jahre anerkannter Naturschutzverein

    20.09.2019, 10 Uhr, Vorträge, Diskussion, Exkursionen, Kurhaus Hinterzarten

    Natur und Landschaft unserer Heimat sind ein unersetzliches Gut, für dessen Schutz sich der Schwarzwaldverein (SWV) stark macht. Seit mehr als 100 Jahren leistet der SWV mit jährlich u. a. rund 20.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden aktive Naturschutzarbeit, ein Großteil davon für die Sicherung und Pflege gefährdeter Tier- und Pflanzenarten sowie ihrer Lebensräume. 2019 feiert der Verein seine Anerkennung als Naturschutzverband durch das Land vor 25 Jahren. Der SWV gehört ferner zu den Gründungsmitgliedern des LNV im Jahr 1981. Logr
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    Zum Mitmachen und Hingehen

    Globaler Klima-Streik

    Fridays for Future für alle Generationen am 20.09.2019, dezentral

    Der Aufruf zum globalen Streiktag von Fridays for Future richtet sich diesmal an alle Altersstufen. Weltweit, also auch in BW, werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens und gegen die anhaltende Umweltzerstörung protestieren. Diesmal sollen alle Generationen demonstrieren, nicht nur Jugendliche. Verschiedene Organisationen und Firmen rufen dazu auf, sich am Protest zu beteiligen. Tr
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    Landschaftspflegetag BW 2019

    25.09.2019, Vogtsburg/Kaiserstuhl

    Der diesjährige Landschaftspflegetag Baden-Württemberg steht unter dem Motto „Wildbienen, Heuschrecken und Co. – Artenvielfalt gezielt fördern“. Die weithin sichtbare Löss- und Vulkanlandschaft ist für ihren Weinanbau, vor allem aber auch wegen ihrer beeindruckenden Naturvielfalt deutschlandweit bekannt. Die Förderung der Artenvielfalt, insbesondere der Insekten, durch gezielte Landschaftspflegemaßnahmen steht deshalb im Mittelpunkt dieser Tagung. Alle Interessierten sind herzlich nach Vogtsburg eingeladen. Tr
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    Jahrestagung Kompetenzzentrum Wasser Bodensee

    Innovative Methoden in der kommunalen Wasserwirtschaft, 26.9.2019, Konstanz

    Starkregenereignisse und Hochwasser nehmen seit Jahren aufgrund des Klimawandels und zunehmender Versiegelung zu. Wie werden diese unvorhersehbaren Extremereignisse vorhersagbar und berechenbar? Welche Maßnahmen sind erforderlich? Wie kann die Wasserqualität und das toxische Potential derartiger Belastungspulse summarisch und ökologisch relevant überwacht werden? Die Tagung bietet interessante Vorträge und Lösungsvorschläge. Logr
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    Tag des Bodens

    28.9.2019, Waldorfschule Engelberg, Winterbach

    Genauso wichtig wie Luft und Wasser ist für unsere Existenz die Ressource Boden. Denn es sind die Böden, die uns und die meisten Tiere und Pflanzen ernähren. Sie stellen im wahrsten Sinne des Wortes unsere Lebensgrundlage dar. Sich mit Böden zu beschäftigen, etwas über sie zu erfahren, ihnen einen Tag zu widmen, macht Sinn – denn von ihrem Erhalt und von ihrer langfristigen Nutzbarkeit hängt für das Leben auf unserer Erde sehr viel ab. Sch
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    Biosphärengebiet Schwäbische Alb

    10 Jahre UNESCO-Anerkennung: 12.10.2019, Reutlingen, Spitalhof

    Das wird vor Ort entsprechend gefeiert. Am 12.10.2019 findet die Veranstaltung „UNESCO-Biosphärengebiete und die globale Verantwortung mit dem “Weltspiel” statt. Der stellv. Vorsitzenden der Naturfreunde Internationale, Mamadou Mbodji aus dem Senegal hält einen (übersetzten) Vortrag zum Thema „Klimawandel – Klimagerechtigkeit – Klimaflucht“. Überall auf der Welt, regional und international, haben Themen wie Klimawandel, Rückgang der Biodiversität, Ressourcenknappheit und Wohlstandsgefälle eine große Bedeutung. Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb will deshalb die Zusammenarbeit mit anderen Gebieten verstärken. Sch
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    Aktionstag „Unserer Neckar“

    Von der Quelle bis zur Mündung am 29.09.2019

    Um 11 Uhr eröffnet Staatssekretär Dr. Baumann den Neckar-Aktionstag im Naturschutzzentrum Villingen-Schwenningen. Ganztägig werden zahlreiche Veranstaltungen entlang des Neckars angeboten, u. a. vom Schwäbischen Albverein im Deißlinger Täle, Stocherkahnfahren in Horb, in Starzach-Börstingen stellt das Regierungspräsidium Tübingen sein Gewässermobil vor, sowie eine NABU-Radtour von Nürtingen nach Plochingen. Logr
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    Vitale Gewässer in BW – Leben im und am Gewässer

    UM-Fachtagung am 23. Oktober 2019, Donaueschingen

    Für die Wiederherstellung ökologisch funktionsfähiger Fließgewässer gibt die Wasserrahmenrichtlinie der EU Bewirtschaftungsziele vor. Wichtig ist dabei ein gemeinsames Vorgehen und die Berücksichtigung naturschutzfachlicher Aspekte durch die Wasserwirtschaft. Hierzu veranstaltet das UM zusammen mit LUBW und WBW-Fortbildungsgesellschaft nach 2017 eine zweite Fachtagung. Diese findet am 23.10.2019 in Donaueschingen statt. Anmeldung unter: www.vitale-gewaesser-bw.de, Teilnahmegebühr 80 Euro, für Fachverbände 60 Euro. Tr
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    Sind Biologen fit für die Rettung der Biodiversität?

    Landesbiologentag und 12. Umweltbildungskongress, 26.10.2019, Uni Hohenheim

    Bei einem Artenschwund von bis zu 80 % bei Schmetterlingen, Käfern und anderen Insekten innerhalb weniger Jahrzehnte durch Flächenverbrauch, Lebensraumzerstörungen und intensive, pestizidbasierte Landwirtschaft sind die Herausforderungen enorm. Doch wie können wir dem Artenverlust entgegenwirken? Wie ist es mit unserem Artenwissen bestellt? Der Landesbiologentag legt den Fokus auf den Bildungsbereich und zeigt, wie es um das Artenwissen bestellt ist und wie dieses für mehr Handlungskompetenz aufgebaut werden muss. Logr
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    Rebhuhn-Fachtagung

    28./29.11.2019, Rottenburg, Anmeldefrist 31.10.2019

    Unter dem Titel „Perspektiven für das Rebhuhn Status quo, Fördermöglichkeiten und Wege zum Erfolg“ findet eine gemeinsame Fachtagung von Allianz für Niederwild (WFS und LJV), NABU BW, Ornithologische Gesellschaft BW (OGBW), Initiative Artenvielfalt Neckartal (IAN) statt. Das Rebhuhn ist massiv vom Aussterben bedroht, weswegen Schutzmaßnahmen und Fördermöglichkeiten dringend notwendig sind. Auf der Tagung wird über die Wirksamkeit von langjährigen Projekten berichten. Die maximale Teilnehmeranzahl beläuft sich auf 200 Personen. Tr
    Anmeldung I Infos zur Tagung

    Exkursionen Erneuerbare Energie und Klimaschutz

    UM lädt zu ein zu Wind-, Solar-, Biogas- und Wasserkraftanlagen

    Die Exkursionen zu Wind-, Solar-, Biogas- und Wasserkraftanlagen sollen das Gespräch, den Austausch und das gegenseitige Verständnis für die verschiedenen Gesichtspunkte der Nutzung der erneuerbaren Energien und ihrer Auswirkungen auf die Umwelt fördern. Termine sind: 27.09.2019 – Region Heilbronn-Franken, 04.10.2019 – Region Südlicher Oberrhein, 11.10.2019 – Region Hochrhein-Bodensee, 18.10.2019 – Region Stuttgart, 25.10.2019 – Region Heilbronn-Franken. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Einladung richtet sich an interessierte Vertreter der Umwelt- und Naturschutzverbände. Logr
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    Landeswettbewerb “Baden-Württemberg blüht”

    25.000 € für Konzepte und Maßnahmen für die biologische Vielfalt im Land

    Mit dem Landeswettbewerb „Baden-Württemberg blüht“ will das MLR Kooperationen sowie Konzepte und Maßnahmen auszeichnen, die sich vorbildlich für den Erhalt der biologischen Vielfalt in Ihrer Heimat engagieren. Bewerben können sich engagierte Kommunen, Engagierte aus Landwirtschaft, Imkerei, Streuobstwiesenbewirtschaftung und anderen Bereichen, die sich für eine bunt blühende, vielfältige und strukturreiche Kommune und Landschaft einsetzen. Logr
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    Bücher, Filme, Neuigkeiten

    Neuer SWR-Podcast zu Umwelt und Klimafragen

    „Klimazentrale“ im Radio oder als Podcast

    Darf jetzt keiner mehr fliegen? Sollten wir uns alle vegan ernähren? Und wie fair ist eigentlich eine CO2-Steuer? SWR Umweltexperte Werner Eckert und Tobias Koch, Umweltökonom, sitzen in der SWR-„Klimazentrale“ und reden, streiten, argumentieren über diese und andere Fragen. „Klimazentrale“ ist der neue Podcast von SWR Aktuell rund um den Klimawandel und über Wege zu mehr Klimaschutz. Der Podcast steht in der Smartphone-App ARD Audiothek. SWR Aktuell sendet die „Klimazentrale“ im Radio, samstags um 11:30 und 22:03 Uhr sowie sonntags um 20:15 Uhr. Logr
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    Luxusgut Lebensraum: Flächenverbrauch / Urbanisierung

    Zwei Beiträge auf 3sat

    Täglich werden deutschlandweit 62 Hektar Land bebaut. Für Infrastrukturen verschwinden ökologisch wertvolle Fläche unter Asphalt und Beton. Ausgleichsflächen werden oft gar nicht oder nur unzureichend umgesetzt. Bereits in wenigen Jahren wird die Mehrheit der Menschen in Städten leben. Doch neue Untersuchungen zeigen, dass das Leben in städtischen Räumen krank macht. Städte reagieren auf den erhöhten Bedarf an Wohnraum mit Verdichtung. Die Kurzfilme können bis zum 22.08.2024 abgerufen werden. Vo
    Beitrag 1, Beitrag 2

    Grünbrücken, Faunatunnel und Tierdurchlässe

    Anforderungen an Querungshilfen, BfN-Skript 522, 2019

    Mit den vorgelegten Handlungsempfehlungen von H. Reck et al. kann der Stand der Praxis den neuen, wissenschaftlich ermittelten Erkenntnissen folgen. Damit wird zur Erfüllung der Ziele der nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt beigetragen und auch den aus dem BNatSchG resultierenden Anforderungen zur Vermeidung und Verminderung von Zerschneidungswirkungen. Querungshilfen müssen richtig geplant und am richtigen Ort gebaut sein, die Ansprüche aller erheblich betroffenen Arten berücksichtigen (d. h. vom Laufkäfer bis hin zum Rothirsch) und mit dem Hinterland verbunden sein. Die Anwendung des Leitfadens in der Praxis wird daher empfohlen. Tr
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    Die fabelhafte Welt der Ameisen

    Eine Ameisenumsiedlerin erzählt

    Für manche sind sie nur lästige Krabbler, dabei haben sie eine zentrale Stellung in Ökosystemen. Die Autorinnen Christina Grätz und Manuela Kupfer beschreiben das perfekt organisierte Sozialgefüge im Ameisenbau mit seinen komplexen Leistungen wie Stadtplanung und Verkehrslogistik, Müllmanagement und Hygiene inclusive einer fürsorglichen Sozialstruktur von der Kinderstube bis zu Altersarbeit. Die Faszination an Ameisen spornt eine der Autorinnen an, die besonders geschützten Waldameisennester mit Ausnahmegenehmigung umzusiedeln, wenn diese durch Eingriffsvorhaben bedroht sind. Logr
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    Die Wiese – Lockruf in eine geheimnisvolle Welt

    Fast ein Nachruf

    Mit diesem Buch zum Film legt der preisgekrönte Naturfilmer Jan Haft, ein Plädoyer für den Erhalt der letzten Restbestände heimischer Wiesen ab. Gut verständlich beschreibt er die verschiedenen Wiesentypen, das Zusammenspiel von Umwelt, Klima, von Pflanzen und Tieren, den Artenreichtum und der Farbenpracht der extensiv genutzten Wiese. Dringlich ist der Appell an Verbraucher, Landwirte und Politik, die letzten Prozente der noch verbliebenen Wiesen nicht kampflos dem Flächenverbrauch und einer intensiven Landwirtschaft mit Monokulturen, Chemie und Überdüngung zu überlassen. Logr
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    … und außerdem

    Neues von den Schottergärten …

    Ein Beispiel zum Nachmachen und ein anderes Beispiel

    Die Kinder vom Kindergarten St. Ruchtraud bei Donaueschingen zeigten, wie’s geht. Sie bauen den Schotterstreifen an der Grundstücksmauer in einen blühenden Gartenstreifen um. Unterstützt wurden sie von der Umweltgruppe Südbaar, die half, dass das getan wird, wozu ein Garten da ist: zu gärtnern. Ein prima Vorbild für vergleichbare Aktionen landesweit. Ganz anders in einigen Teilen der Remstal-Gartenschau: Das Gartenschaumaskottchens, das Bienchen Remsi, hat bei manchen Stationen hat leider gar nichts zum Lachen, selbst dort gibt es Schottergärten, wie die Wochenzeitung Kontext feststellt. Logr
    Südkurier: gute Nachricht aus dem Kindergarten St. Ruchtraud I Kontext: schlechte Nachricht aus der Remstal-Gartenschau
    Foto: Gabi Lendle, Südkurier

    LNV-Infobrief September 2019 als pdf zum Herunterladen

    Impressum:
    Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V., Olgastraße 19, 70182 Stuttgart
    Telefon +49 711 248955-20, Fax: +49 711 248955-30, info@lnv-bw.de
    Vertretungsberechtigt: Dr. Gerhard Bronner; Amtsgericht Stuttgart VR 2787

    Endredaktion: Christine Lorenz-Gräser, Bildredaktion: Annette Schade-Michl und Kristin Pfeiffer
    Beiträge: Julia Flohr (Flo), Christine Lorenz-Gräser (Logr), Dr. Anke Trube (Tr), Annette Schade-Michl (Sch)
    Der LNV-Infobrief berichtet regelmäßig über aktuelle Themen des Natur- und Umweltschutzes.
    Der Infobrief ist ein kostenloser Service des LNV. Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit Zustimmung des Herausgebers unter Quellenangabe und der Überlassung von Belegexemplaren gestattet.
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