LNV-Infobrief Oktober 2019

Im Blickpunkt: Weniger Flächenverbrauch durch mehr Bodenschutz – beste Böden bewahren!

Liebe Freunde, sehr geehrte Damen und Herren,

im Juli 2019 wurde ich zum LNV-Referenten für Landschaftsverbrauch und Bodenschutz gewählt. Ich bin Jahrgang 1949. Meine Jugend verbrachte ich in Heidenheim, das Abitur erhielt ich am ev.-theol. Seminar in Maulbronn/ Blaubeuren. An der Universität Hohenheim studierte ich Agrarbiologie, dort promovierte ich auch. Anschließend war ich 10 Jahre beim heutigen TÜV Süd tätig, zuletzt als Abteilungsleiter Umweltwirkungen. 1993 wurde ich an die heutige Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen als Professor für Ökologie, insbesondere Siedlungsökologie berufen, war dort zuletzt Prorektor Forschung und Transfer sowie Direktor des Instituts für Landschaft und Umwelt – bis zu meiner Pensionierung 2016.
Seit Ende der 1990er Jahre gilt meine Vorliebe der natur-, umwelt- und sozialverträglichen Siedlungsentwicklung, insbesondere Flächenverbrauch/ Bodenschutz, sowie der nachhaltigen Entwicklung. Hier bearbeitete ich mit meinem Team Forschungs-Vorhaben für das Umweltministerium und begleitete nahezu 100 Kommunen. Bei der Bertelsmann Stiftung war ich externer Berater für SDG-Indikatoren und Mitglied im Beirat der Landesregierung für nachhaltige Entwicklung.
Aufgrund meiner beruflichen Qualifikation, meines ehrenamtlichen Engagements und meiner langjährigen kommunalpolitischen Erfahrung bin ich zu der Erkenntnis gelangt, dass der „Flächenverbrauch“ im Land zu hoch ist. Für die Siedlungsentwicklung berücksichtigt er zu wenig die natürlichen Grundlagen (bis Grenzen) – insbesondere die hohe Qualität der Agrarböden. Die Flächennutzungsentwicklung muss auf eine erheblich verbesserte rechtliche Grundlage gestellt werden. Insbesondere die guten bis sehr guten Böden der „Vorrangflur Stufe I“ in der Flurbilanz der Landwirtschaftsverwaltung dürfen nicht länger lediglich ein „Abwägungskriterium“ bei Umwidmungen sein, sondern sie müssen zu einem Ausschlusskriterium entwickelt und als „Bodenschutzgebiete“ ausgewiesen werden. Wir müssen auch in Zukunft die besten Agrarböden landwirtschaftlich nutzen können.

Freundliche Grüße,

Ihr Willfried Nobel
LNV-Referent für Flächenverbrauch und Bodenschutz

Inhalt

LNV Aktiv
Aus Politik und Verwaltung
Daten, Fakten, Hintergründe
LNV Intern
Aus den Mitgliedsvereinen
Termine und Aktionen
Bücher, Filme, Neuigkeiten
und außerdem

als pdf zum Herunterladen: LNV-Infobrief Oktober 2019

LNV aktiv

EU-Agrarreform – was blüht uns da?

LNV-Zukunftsforum Naturschutz am 16.11.2019, Stuttgart

In Kürze entscheidet die EU über die gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) von 2021 – 2027. Hinterlegt mit Milliarden Euro an Fördermitteln hat die GAP gravierende Auswirkungen auf Landwirtschaft und Natur. Der LNV und viele andere fordern „Öffentliches Geld für öffentliche Leistungen“: Landwirt/ innen, die Naturgüter fördern, müssen belohnt werden! Was ist die GAP und wie wirkt sie sich konkret aus? Wo und wie können Landwirtschaft und Naturschutz Partner sein? Das Zukunftsforum beleuchtet Hintergründe und zeigt, was für mehr Biodiversität und Umweltvorsorge in der Landwirtschaft nötig ist. Wir laden Sie herzlich ein. Logr
Programm

Bundesverdienstkreuz für Dr. Heiner Grub

Ehrung für Vorkämpfer gegen Flächenverbrauch

Mitte September erhielt Dr. Heiner Grub, LNV-Schatzmeister von 2000 – 2012, das Bundesverdienstkreuz von Staatssekretär Baumann überreicht. Dieser würdigte das herausragende Engagement des Geehrten für den Wald, die Natur und gegen den Flächenverbrauch. Auch der Tübinger OB Boris Palmer lobte „Heiner Grub hat den Fokus auf die Endlichkeit unserer Landschaft gerichtet“. Der Forstexperte und engagierte Naturschützer Heiner Grub hat sich u. a. in mehreren Publikationen, darunter dem Fotobildband „LAND“, gegen den Flächenverbrauch eingesetzt und sich z. B. auch im Waldbau für mehr Nachhaltigkeit ausgesprochen. Der LNV hatte seinen engagierten Mitstreiter bereits 2015 mit der LNV-Ehrennadel ausgezeichnet und gratuliert sehr herzlich. Logr
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Volksbegehren Artenschutz in BW

LNV teilt die Anliegen des Volksbegehrens

Seit dem 24.09.2019 läuft die Unterschriftenaktion für das Volksbegehren. Das Trägerbündnis aus „pro Biene“, BUND, NABU und vielen anderen hat sechs Monate Zeit, die Unterschriften von 10 % Prozent der Wahlberechtigten in BW (ca. 770.000 Personen) zu sammeln. Der LNV teilt die Anliegen des Volksbegehrens ausdrücklich. Das Volksbegehren birgt die Chance, große Fortschritte für unsere gemeinsamen Ziele zu erreichen. Deshalb hoffen wir, dass ein erfolgreiches Volksbegehren dazu führt, dass ein für alle Seiten besserer Gesetzesentwurf eine Mehrheit gewinnt. Bitte tragen Sie dazu bei! Logr
Volksbegehren Artenschutz, Vorwort Dr. Bronner im LNV-Infobrief September 2019

Stärkung des Ehrenamtes

LNV-Fortbildungen „Wie schreibe ich eine Stellungnahme?“

Auch in diesem Jahr bot der LNV in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Schurr von der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg a. N. eine Fortbildung zum Verfassen von Stellungnahmen an. An zwei Terminen im September konnten die Teilnehmer-/-innen in Stuttgart bzw. Freiburg einen Einblick in die verschiedenen Verwaltungsverfahren, an denen Naturschutzverbände zu beteiligen sind, erhalten. Bei der Besichtigung eines Plangebietes und der Durchsicht von Antragsunterlagen wurden im Praxisteil hilfreiche Tipps für das Schreiben eigener Stellungnahmen gegeben. Flo

LNV-Pressemitteilungen

Gemeinsam auf die Straßen für echten Klimaschutz
Natur- und Umweltverbände mobilisieren für den Klimastreik Fridays for Future am 20. September

Stopp für Erweiterung Daimler-Werk in Rastatt
BUND, LNV und NABU fordern die Sicherung der Ergebnisse des Dialogs

Landesnaturschutzverband begrüßt neue Ökodesign-Richtlinie der EU
Vorgaben zu Elektrogeräten sind ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft

Aus Politik und Verwaltung

Künftig weniger Plastik in Bioabfällen

Änderung der Düngemittel-Verordnung

Die neue Düngemittel-Verordnung stellt klar, dass nur unverpackte Lebensmittelabfälle aus dem Handel in die Verwertung kommen dürfen. Die Ware muss zuvor entpackt, Kunststoffreste müssen entfernt werden. Bislang gelangen nach dem Schreddern und der Vergärung in Biogasanlagen trotz der Absiebung kleinste Kunststoffpartikel mit den Gärresten auf landwirtschaftliche Flächen. Auch die Grenzwerte für die Größe der Partikel, die als Fremdstoffrest in den Komposten und Gärresten verbleiben dürfen, werden abgesenkt auf einen Millimeter. Die Änderungen gehen auf eine Initiative von BW und Schleswig-Holstein zurück. Tr
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Bundesprogramm Biologische Vielfalt

25 – 30 Mio. Euro pro Jahr

Seit Anfang 2011 unterstützt das Bundesprogramm zur Biologischen Vielfalt die Umsetzung der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt (NBS). Gefördert werden Vorhaben, denen eine gesamtstaatlich repräsentative Bedeutung zukommt oder die diese Strategie in besonders beispielhafter und maßstabsetzender Weise umsetzen. An der Durchführung der Vorhaben muss ein erhebliches Bundesinteresse bestehen. Die geförderten Maßnahmen sollen dazu beitragen, den Rückgang der biologischen Vielfalt in Deutschland zu stoppen und in einen positiven Trend umzukehren. Koltzenburg
Bundesprogramm, Verfahren

EU-Vertragsverletzungsverfahren 2018

Häufigste Verstöße in Bereichen Umwelt und Mobilität

Im Jahr 2018 waren in der EU insgesamt über 1.500 Vertragsverletzungsverfahren anhängig. Umwelt, Mobilität und Verkehr sowie Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU waren die am häufigsten betroffenen Politikbereiche. Gegen Deutschland wurden 20 neue Verfahren eröffnet, unter anderem in den Bereichen Mobilität und Verkehr, Binnenmarkt, Energie und Umwelt. 13 davon betrafen die verspätete Umsetzung von EU-Recht. Insgesamt waren 80 Verfahren gegen Deutschland anhängig, 31 davon wegen zu später Umsetzung von EU-Recht in nationales Recht. Tr
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Daten, Fakten, Hintergründe

LUBW-Studie: Massives Insektensterben in BW!

Landesweites Insektenmonitoring mit alarmierenden Ergebnissen

Auch BW ist massiv vom Insektensterben betroffen. Das zeigen erste landesweite Ergebnisse von rund 100 Probeflächen, auf denen im Sommer 2018 und von April bis Juli 2019 durchschnittlich weniger als 5 g Insektenbiomasse/Tag gefangen wurde. Das ist viel zu wenig, so das UM. Die vorläufigen Ergebnisse der Studie bestätigen die Erkenntnis des Entomologischen Vereins Krefeld, der einen Rückgang der Biomasse in den letzten drei Jahrzehnten um bis zu 80 % feststellte. Die LUBW koordiniert das Insektenmonitoring in BW im Rahmen des Sonderprogramms Biologische Vielfalt. Logr
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Grünlandschutz und Biodiversität

Zwei wichtige BfN-Skripte zu Grünland und Biodiversität

Gleich zwei Skripte des Bundesamts für Naturschutz (BfN) befassen sich mit dem Grünland und dessen Bedeutung für die Biodiversität. Skript Nr. 539 untersucht Grünlandschutz in Deutschland: Treiber der Biodiversität, Einfluss von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen, Ordnungsrecht, Molkereiwirtschaft und Auswirkungen der Klima- und Energiepolitik, während Skript Nr. 540 die Auswirkungen der neuen Rahmenbedingungen der Gemeinsamen Agrarpolitik auf die Grünland-bezogene Biodiversität untersucht. Logr
BfN-Skript Nr. 539 , BfN-Skript Nr. 540

Streuobst als immaterielles Kulturerbe der UNESCO

Geplanter Antrag des Vereins Hochstamm Deutschland e. V.

Der bundesweite Verein Hochstamm Deutschland e. V. möchte Streuobstwiesen auf die Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO bringen und so zu ihrem Schutz beitragen. Die Landkarte der Hochstamm-Streuobstwiesen bekommt Jahr für Jahr mehr Lücken, dieser Entwicklung muss Einhalt geboten werden. Der Verein sucht weitere Unterstützer/-innen. Der LNV ist Mitglied in Hochstamm Deutschland e. V. Das Einreichen geeigneter Materialien sowie das Eintragen in eine Unterstützerliste sind über die Homepage des Vereins möglich. Tr
Internetseite, facebook, instagramm

4. Klimaschutz-Monitoringbericht BW für 2018 (IEKK)

Ernüchternde Zwischenbilanz aufgrund des Verkehrssektors

Laut Klimaschutzgesetz sollen die Treibhausgasemissionen in BW bis 2020 um 25 % im Vergleich zu 1990 reduziert werden. Doch die Minderung beträgt derzeit lediglich 12 % (10,4 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente). Hauptverantwortlich für die ernüchternde Zwischenbilanz ist der Verkehrssektor, mit 30 % Anteil die größte Treibhausgasemissionsquelle. Im Vergleich zu 1990 sind die verkehrlich bedingten Emissionen sogar um 13 Prozent gestiegen. Aber auch bei der Stromerzeugung (Steinkohle) und im Gebäudebereich (Heizung) gibt es noch große Einsparpotenziale. Tr
Kurzbericht, UM-Pressemitteilung

Dramatische Auswirkungen des Klimawandels auf Weltmeere und Eisgebiete

IPCC-Bericht

Der IPCC-Sonderbericht liefert Belege für dramatische Veränderungen in allen Weltmeeren: Erwärmung und Versauerung nehmen zu, der Sauerstoffgehalt geht zurück. Gletscher und polare Eisschilde verlieren an Masse, Permafrostböden gehen zurück. Das Eintreten von sog. Kipp-Punkten, wie z. B. Instabilitäten von Eisschilden der Antarktis, der Zusammenbruch der atlantischen Zirkulation (der Golfstrom ist Teil davon) oder die massive Freisetzung von Treibhausgasen aus tauendem Permafrost, hätte dramatische und meist irreversible Folgen. Es ist nicht ausgeschlossen, dass einzelne Kipp-Punkte bereits bei 1,5° – 2°C Temperaturanstieg eintreten. Tr
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Klimaschutz im Luftverkehr überfällig

Umweltverbände legen Forderungspapier zum Flugverkehr vor

Der Hauptgrund für das Luftverkehrswachstum sind Subventionen und Steuerbefreiungen, die den Luftverkehr gegenüber der Bahn massiv privilegieren. Das ist klimapolitisch unverantwortlich, marktverzerrend und sozial ungerecht, weil Fliegen eher ein Mittel- und Oberschichtenphänomen ist. Bislang besteht eine Steuerfreiheit auf Kerosin, Flugtickets ins Ausland sind von der Mehrwertsteuer befreit. Die sechs Umweltverbände BUND, Bundesvereinigung gegen Fluglärm (BVF), Germanwatch, VCD, WWF und Deutscher Naturschutzring (DNR) haben daher dem Klimakabinett ein Forderungspapier zum Flugverkehr vorgelegt. Tr (Flugzeug: 214 g Klimagase/ Person und km, Bahn: 1 g Klimagase/ Person und km)
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Visualisierung des Klimawandels

Beklemmende Animationen und Visualisierungen

Auch wenn Zahlen und Fakten gut bekannt sind – um ihre Bedeutung und Tragweite zu erkennen, bedarf es oft visueller Darstellungen. Wir möchten deshalb auf verschiedene beeindruckende und auch beklemmende Visualisierungen zum Klimawandel hinweisen, die für die Überzeugungsarbeit von Nutzen sein können. Logr
Klimaspiralen, Temperatursimulation der letzten 200 Jahre, Ressourcen-Visualisierung

Wärmesanierung und Artenschutz an Gebäuden

BUND-Handreichung zum Klima- und Artenschutz unter einem Dach

Die nach wie vor aktuelle Broschüre des BUND Hannover von 2011 nimmt vieles aus der aktuellen Diskussion zum Artenschutz an Gebäuden vorweg. Faktenreich, reich bebildert und mit praxisnahen und gut verständlichen Beispielen hilft sie, den Artenschutz bei der Modernisierung und Wärmedämmung von Gebäuden zu berücksichtigen. Die Broschüre sollte, wie auch das Portal „Artenschutz am Haus“, zur Pflichtlektüre für Architekt/-innen und alle weiteren Fachleute in der Bau- und Immobilienwirtschaft gehören, ist aber auch für private Bauherren und -frauen interessant. Logr
BUND-Broschüre, Artenschutz am Haus

Potenzialanalyse zur Windenergie

Mehr windkrafttaugliche Flächen ermittelt

Das UM hat 2019 den Windatlas neu erstellen lassen. Die Neuauflage basiert auf einem deutlich verbesserten Rechenmodell, umfasst ein erheblich erweitertes Informationsangebot und ersetzt den Windatlas aus dem Jahr 2011. Mit der Neuerstellung des Windatlas wurde 2019 auch die Windpotenzialanalyse aktualisiert. Im Vergleich zu den Abschätzungen aus dem Jahr 2013 ergeben sich in Baden-Württemberg erheblich mehr windkrafttaugliche Flächen und in der Folge ein deutlich höheres Windenergiepotenzial. Logr
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Weniger Stickoxidbelastung an verkehrsreichen Straßen

LUBW-Auswertungen zum 1. Halbjahr 2019

Die Belastungssituation durch Stickstoffdioxid (NO2) hat sich an den verkehrsnahen Standorten im ersten Halbjahr 2019 verbessert. Auf der LUBW-Internetseite sind die Ergebnisse der Stickstoffdioxidmessungen für alle im Rahmen des landesweiten Luft- und Spotmessnetzes durchgeführten Messungen für das erste Halbjahr 2019 zu finden. An den verkehrsnahen Messstellen ist zum Teil ein deutlicher Rückgang festzustellen. Die größten Rückgänge wurden an den hoch belasteten Messstellen erzielt. Die Messstellen Stuttgart Am Neckartor, Freiburg Schwarzwaldstraße und Stuttgart Hohenheimer Straße zeigen Minderungen zwischen 10 bis 15 µg/m³. Tr
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OpenStreetMap

„Freie Projekte benötigen freie Daten“

Hochwertiges digitales Kartenmaterial muss nicht kommerziell sein. Seit 15 Jahren zeigt die OpenStreetMap (OSM), dass eine weltweite Community in ehrenamtlicher Arbeit frei zugängliche Geodaten und Kartenmaterial von hoher Qualität herstellen kann. Auch verschiedene digitale Mobilitätslösungen von BW bauen auf OSM auf. Die OSM-Karte darf von jedermann lizenzkostenfrei eingesetzt werden. Vom 21.-23.09.2019 trafen sich rund 500 Aktive an der Universität Heidelberg zur Weltkonferenz „State of the Map“. Logr
Stadtplan, Organisation, VM-Pressemitteilung vom 21.9.2019

LNV intern

Aktuelle Termine

30.10.2019: LNV-Arbeitskreissprechertreffen im Regierungsbezirk Karlsruhe, Stadt Karlsruhe
05.11.2019: LNV-Arbeitskreissprechertreffen im Regierungsbezirk Tübingen, Ulm
Die Einladungen mit weiteren Informationen wurden bereits verschickt.
16.11.2019: Zukunftsforum Naturschutz zur EU-Agrarreform „Was blüht uns da …“

LNV und Evangelisches Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart. Programm und Anmeldung

Bruno Lorinser neuer LNV-AK-Sprecher Rems-Murr-Kreis

Stellvertreter bleibt weiterhin René Greiner

Am 25.09.2019 wurde Bruno Lorinser zum neuen Sprecher des LNV-Arbeitskreises Rems-Murr-Kreis gewählt. Herr Lorinser arbeitet seit Jahren engagiert im LNV-AK und im Naturschutz. Er ist seit 1983 Vorsitzender des NABU Waiblingen. Der berufliche Weg des studierten Elektrotechnikers führte ihn über Stationen in verschiedenen Ministerien schließlich ins Umweltministerium und dort ins Referat für Erneuerbare Energie. Nach Eintritt in den Ruhestand berät Bruno Lorinser den LNV bereits seit Ende 2018 als ehrenamtlicher LNV-Energiereferent. Der LNV dankt herzlich für die Unterstützung. Logr
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Aus den Mitgliedsverbänden

SHB: Veranstaltungsprogramme

Exkursionen, Vorträge und Rundgänge

Der Schwäbische Heimatbund (SHB) bietet diverse Exkursionen, Vorträge, Rundgänge und Reisen an, die auf der Internetseite des Vereins zu finden sind. Die Stadtgruppe Stuttgart hat nun ihr aktuelles Programm ab September 2019 fertiggestellt und freut sich über regen Zuspruch: Stadtspaziergänge, Klima und Stadtplanung, Stuttgarter Straßenbahnen-Geschichte, Wettervorhersage beim Deutschen Wetterdienst, Führung in die Markthalle, Wälder als Retter fürs Klima und Opfer der Hitze und vieles mehr machen neugierig. Tr
Schwäbischer Heimatbund I Veranstaltungen der Stadtgruppe Stuttgart

Termine und Aktionen

29. Südwestdeutscher Floristentag

Botanische Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland (BAS), 19.10.2019, Freiburg

Das abwechslungsreiche Programm umfasst Beiträge zu Florenwandel, Vegetationskunde sowie Aspekten der Landnutzung im Artenschutz u. a.. Der Südwestdeutsche Floristentag stellt neue Ergebnisse und Untersuchungen zu Flora und Vegetation Südwestdeutschlands vor und bietet Gelegenheit zum Kennenlernen und fachlichen Austausch. Veranstalter sind die BAS in Zusammenarbeit mit der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Logr
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Praxisseminar Streuobstmanagement

Berufsverband der Landschaftsökologen (BVDL) lädt ein, 05.11.2019, Ebringen

Die Realität vieler Streuobstpflanzungen ist ernüchternd. Neupflanzungen wachsen nicht oder schlecht an, die Bäume sind falsch geschnitten usw.. Die Kompensation bzw. die Naturschutzziele werden meist nur auf dem Papier erreicht. Der BVDL zeigt mit dem Praxisseminar Streuobstmanagement Rahmenbedingungen für naturschutzfachlich wertvolle Streuobstbestände in Theorie und Praxis, von der Pflanzung über den Revitalisierungsschnitt bis zur konservierenden Erhaltung von Baumruinen. Ein zweiter Schwerpunkt widmet sich der Bewirtschaftung des Unterwuchses. Tagungsgebühr 130 – 180 €. Logr
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SWR-Thementag „Hier ist es zu laut!“

Thementag im SWR Fernsehen, im Hörfunk und online am 30.10.2019

Viele Menschen im Südwesten leiden unter Straßenverkehrslärm, für 76 % ist der Verkehrslärm zu laut. Im April 2019 hatte der SWR zu einer Messaktion aufgerufen, an der 400 Anwohner/-innen besonders belasteter Straßen teilnahmen. 30 Hilferufen sind SWR Reporter/-innen des Projekts „Hier ist es zu laut“ gefolgt und haben nachgemessen. Sie zeigen, dass der Verkehrslärm vielerorts eindeutig gesundheitsgefährdend ist. Mit diesen Ergebnissen konfrontiert das Rechercheteam Behörden, Politik und Automobilindustrie. Die Doku „betrifft: Hier ist es zu laut! Was tun gegen Straßenverkehrslärm“ will u. a. herausfinden, warum eigentlich Sportwagen und Motorräder so laut sein dürfen. Logr
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7. Ökokonto-Tag Baden-Württemberg

Fokus auf Erfahrungen mit dem Ökokonto, 07.11.2019, Leinfelden-Echterdingen

Auf dem 7. Ökokonto-Tag der Flächenagentur BW sollen die Erfahrungen mit dem Ökokonto in BW im Mittelpunkt stehen. Den zweiten Schwerpunkt bildet die Betrachtung von produktionsintegrierten Kompensationsmaßnahmen (PiK) aus naturschutzfachlicher, betriebswirtschaftlicher und rechtlicher Sicht. Teilnahmegebühr pro Person 150 €, schriftliche Anmeldung ist bis spätestens 30.10.2019 notwendig. Tr
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Zu neuen Ufern – Bauen am und mit Wasser

Schwäbischer Städte-Tag des SHB, 19.11.2019, Stuttgart Hospitalhof

Kanalisiert, verdolt, überbaut. Natürliche Wasserläufe fristen an manchen Orten ein trauriges Dasein. Dabei bringt ein ökologisch richtig gebauter Wasserlauf Natur in die bebaute Umwelt, ein gut gestaltetes Ufer urbane Qualität. Der Schwäbische Heimatbund (SHB) bietet mit dem Schwäbischen Städte-Tag ein Forum für Planer, Architekten, Landschaftsgestalter, Bauverwaltung und interessierte Bürger/-innen. Auf der Veranstaltung werden besonders gelungene Beispiele für das Bauen am und mit Wasser vorgestellt. Kostenbeitrag 28 €. Logr
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Produktionsintegrierte Kompensation (PiK)

Tagung am 18.11.19 in Karlsruhe, 19.11.19 in Biberach

In Zusammenarbeit mit der Landsiedlung BW, dem MLR und UM lädt die Akademie Ländlicher Raum zu zwei Veranstaltungen ein. Fläche lässt sich nicht vermehren, und die Akzeptanz des Flächenentzugs für Kompensationsmaßnahmen durch landwirtschaftliche Betriebe ist gering. Um Konflikte zwischen Kommunen und Landwirtschaft zu vermeiden, stellt die sogenannte „Produktionsintegrierte Kompensation“ (PiK) einen Lösungsansatz dar. Als kooperativer Planungsansatz bietet sich die Chance, Naturschutz, Landschaftspflege und Förderung wie auch Erhalt der Agrarstruktur zu vereinen. Die Tagung ist kostenfrei, Anmeldung bis 7 Tage vor Veranstaltung. Tr
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SAV Naturschutztag: Naturschutz vor der Haustür

14. Naturschutztag am 23.11.2019, Ludwigsburg

Ganz aktuell empfinden viele Menschen eine moralische Verpflichtung, die biologische Vielfalt zu erhalten und auch zu fördern. Doch wie können wir unsere Umwelt naturverträglich gestalten? Wie viel Zeit bleibt uns noch, dem Artenschwund entgegenzuwirken? Und was kann jede/-r Einzelne für mehr Artenvielfalt – insbesondere vor der eigenen Haustür – tun? Diesen spannenden Fragen will der Schwäbische Albverein bei seinem diesjährigen Naturschutztag auf den Grund gehen, denn Naturschutz beginnt vor der Haustür. Der Schwäbische Albverein (SAV) lädt alle zum 14. Naturschutztag herzlich ein. Heine
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Naturschutzprojekt sucht Unterstützer/-innen

BUND OV Markdorf für Deutschen Ehrenamtspreis nominiert

Der BUND Markdorf wurde als einziges ehrenamtliches Naturschutzprojekt aus BW neben zahlreichen Sozial- und anderen Projekten für den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis des bundesweiten Deutschen Engagementpreis nominiert. Jetzt geht es darum, möglichst viele Stimmen zu sammeln, auch um zu zeigen, wie umfassend das ehrenamtliche Naturschutzengagement in BW ist. Bitte bis 24.10.2019 das Votum abgeben! Logr
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12. Deutscher Klimapreis 2020

Schulwettbewerb im Klimaschutz, Abstimmung bis 13.11.2019

Schülerteams ab der 7. Jahrgangsstufe können sich mit ihren Klimaschutz-Projekten um die Auszeichnung bewerben. Die Allianz Umweltstiftung hat für die fünf besten Teams jeweils 10.000 € Preisgeld ausgelobt, ferner locken 15 Anerkennungspreise von je 1.000 €. Ob Energiesparmaßnahmen wie Wärmedämmung oder Solaranlagen, Seminararbeiten und Aktionswochen, Apps, Broschüren, Comics oder Theaterstücke über den Klimawandel, alles ist möglich. Logr
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„Natur nah dran“ – letzte Bewerbungsrunde

Bewerbungsfrist für das letzte Projektjahr 2020 endet am 31.12.2019

Neue Lebensräume für Steinhummeln, Distelfinken und Schachbrettfalter: Zum fünften und letzten Mal haben die Kommunen in BW die Möglichkeit, sich um einen Förderplatz im Projekt „Natur nah dran“ von NABU und dem Land BW zu bewerben. Städte und Gemeinden haben bereits vom NABU eine Infomappe mit Bewerbungsformular erhalten. Wer sich in seiner Stadt oder Gemeinde für „Natur nah dran“ stark machen möchte, findet weitere Informationen auf der NABU Website. Logr
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Bücher, Filme, Neuigkeiten

Stadtgrün wertschätzen

Schlüssel für eine klimaresiliente und naturnahe Grünflächenentwicklung

Der Ausbau öffentlicher Grünflächen im Rahmen der Klimaanpassung ist Aufgabe der Kommunen. Leider zeigt die kommunale Praxis, dass bei der Stadtentwicklung selten Biodiversität und Klimawandel berücksichtigt werden. Oft fehlt es den Kommunen an Wissen und Argumenten über den Wert urbaner Grünflächen, die Integration der biologischen Vielfalt und die durch Grünflächen erbrachten Ökosystemleistungen. Die Broschüre „Stadtgrün ist weder Luxus noch Verhandlungsmasse“ zeigt, welche Möglichkeiten Kommunen haben, um biologische Vielfalt zu fördern und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel auf öffentlichen Grünflächen umzusetzen. Logr
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… und außerdem

„Goldener Geier“ der DUH geht an Nestlé

Deutsche Umwelthilfe (DUH) überreicht Negativpreis 2019

Mit der Nestlé Deutschland AG hat die DUH Mitte September erstmals ein Unternehmen mit dem Negativpreis „Goldener Geier“ ausgezeichnet. Über 20.000 Verbraucher/-innen haben aus insgesamt sechs nominierten Plastikverpackungen das aus Frankreich importierte und mehrfach in Einweg-Kunststoff verpackte Nestlé-Mineralwasser Vittel zur unsinnigsten Verpackung des Jahres gewählt. Die DUH bezeichnet die Einweg-Plastikflaschen als Symbol einer exzessiven und ressourcenvergeudenden Wegwerfkultur. Vorstandschef und Unternehmensentscheider Marc-Aurel Boersch schickte den Geschäftsführer von Nestlé Waters Deutschland vor und blieb der Verleihung selbst fern. Logr
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als pdf zum Herunterladen: LNV-Infobrief Oktober 2019

Verzeichnis der Abkürzungen

• BfN – Bundesamt für Naturschutz
• BUND – Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland
• BW – Baden-Württemberg
• DUH – Deutsche Umwelthilfe
• ForstBW – Landesbetrieb Forst Baden-Württemberg
• LSV – Landessportverband Baden-Württemberg
• LUBW – Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
• MLR – Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
• NABU – Naturschutzbund Deutschland
• VM – Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg
• PM – Pressemitteilung
• UBA – Umweltbundesamt
• UM – Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
• UVP- Umweltverträglichkeitsprüfung

Impressum:
Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V., Olgastraße 19, 70182 Stuttgart
Telefon +49 711 248955-20, Fax: +49 711 248955-30, info@lnv-bw.de
Vertretungsberechtigt: Dr. Gerhard Bronner; Amtsgericht Stuttgart VR 2787

Endredaktion: Christine Lorenz-Gräser, Bildredaktion: Annette Schade-Michl und Kristin Pfeiffer
Beiträge: Julia Flohr (Flo), Christine Lorenz-Gräser (Logr), Dr. Anke Trube (Tr), Annette Schade-Michl (Sch), Nadine Herbrand (Her)
Der LNV-Infobrief berichtet regelmäßig über aktuelle Themen des Natur- und Umweltschutzes.
Der Infobrief ist ein kostenloser Service des LNV. Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit Zustimmung des Herausgebers unter Quellenangabe und der Überlassung von Belegexemplaren gestattet.
Bestellung unter lnv-bw.de oder mit einer Email an info@lnv-bw.de. Bitte geben Sie Name, Verein/Institution, Funktion an. Persönliche Daten werden ausschließlich zum Zwecke des Versendens des Infobriefs gespeichert und nicht an Dritte weitergegeben. Er kann jederzeit per E-Mail oder unter lnv-bw.de abbestellt werden.