LNV-Infobrief November 2021

Im Blickpunkt: Referent Moorschutz im LNV

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Naturschützerinnen und Naturschützer,

mein Name ist Alois Kapfer. Ich bin Agraringenieur und selbstständiger Landschaftsplaner in Tuttlingen und ich möchte mich Ihnen in zwei Funktionen vorstellen – als Vorsitzender des neuen LNV-Mitglieds „Naturnahe Weidelandschaften e.V.“ und als neuen und ersten LNV-Referenten für Moorschutz.

Am 10. April dieses Jahres wurde unser 2017 gegründeter, bundesweit aktiver Verein in den LNV aufgenommen. Wir sind davon überzeugt, dass die naturnahe Beweidung durch große Pflanzenfresser (Großherbivoren wie Rinder und Pferde) einen herausragenden Schlüsselfaktor für die Entwicklung unserer Biodiversität darstellt. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass naturnahe Beweidung, z. B. in Form der „Wilden Weiden“, als zentrale Strategie für den Schutz von Natur und Landschaft in Politik und Gesellschaft verankert wird. Bis zur Einführung der ganzjährigen Stallhaltung vor rund 200 Jahren spielte die fast flächendeckende extensive Beweidung auch in Mitteleuropa eine herausragende Bedeutung in der Gestaltung der Natur- und Kulturlandschaften. Ihr Wegfall markiert den Beginn des Arten-, insbesondere des Insektensterbens. Es ist auch in Baden-Württemberg an der Zeit, große Weidegänger in geringer Dichte und naturnaher Haltung wieder in die Fläche zu bekommen. Wir würden uns freuen, wenn wir mit dem LNV in diesem Bemühen an einem Strang ziehen.

Intakte Moore und (die Böden von) Weidelandschaften haben neben ihrer Funktion als Hotspots der Biodiversität eine weitere Gemeinsamkeit: In ihnen ist weltweit jeweils viel mehr Kohlenstoff dauerhaft gespeichert als in allen Wäldern. Leider werden aber fast alle Moore seit langer Zeit entwässert und intensiv genutzt, wodurch der gespeicherte Kohlenstoff wieder freigesetzt wird. Deshalb ist es dringend notwendig, unsere Moore fachgerecht wieder zu vernässen und gegebenenfalls naturnah zu nutzen, z. B. durch extensive Beweidung. Baden-Württemberg reagierte bereits vor 7 Jahren mit der Aufstellung einer Moorschutzkonzeption. Arbeitskreise tagten, aber seit einigen Jahren geht es nicht recht weiter. Die angekündigte Verfahrenshandreichung zur Renaturierung von Mooren (Handbuch Moorschutz) ist längst überfällig. Pilotprojekte zur Wiedervernässung warten trotz intensiver Vorarbeiten auf ihre Umsetzung. Was besonders Not tut, ist ein Renaturierungsfahrplan für die nächste Dekade, eine gesicherte Finanzierung aus z. B. Mitteln für den Klimaschutz und eine landesweit zuständige und interdisziplinär zusammengestellte „Taskforce Umsetzung Moorschutz“. Dabei müssen endlich auch die bislang intensiv genutzten, stark degradierten Niedermoore angemessen berücksichtigt werden. Ich freue mich als neuer Moorschutzreferent, den LNV im aktiven Moorschutz unterstützen zu dürfen.

Herzliche Grüße, Ihr

Dr. Alois Kapfer
LNV-Referent für Moorschutz
Vorsitzender Naturnahe Weidelandschaften e.V. (www.weidelandschaften.org)

 

Inhalt

LNV Aktiv
Aus der Initiative Artenkenntnis
Aus Politik und Verwaltung
Daten, Fakten, Hintergründe
Aus den Mitgliedsvereinen
Termine und Aktionen
Bücher, Filme, Neuigkeiten
und außerdem

 

LNV-Infobrief als pdf zum Herunterladen: LNV-Infobrief November 2021

LNV aktiv

LNV-Zukunftsforum: Klimawandel in BW

Auswirkungen auf Biodiversität und Ökosysteme, 13.11.2021, Stuttgart

Die Folgen des globalen Klimawandels machen auch vor BW nicht halt. Es wird immer heißer. Gleichzeitig ändern sich die Menge und Verteilung der Niederschläge. Die Folgen der Klimaveränderung für unsere Natur und Umwelt, für die Ökosysteme und Biodiversität, den Wald, den Boden und das Leben der Menschen sind drastisch: Dürren, verheerende Überschwemmungen, abgestorbene oder völlig veränderte Wälder. Welche konkreten Auswirkungen sind in BW zu erwarten? Und: Muss der Naturschutz neu gedacht werden? Wir laden Sie herzlich ein (Anmeldung bitte bis 09.11.2021). Es gilt Stand heute die 3G-Regel und Maskenpflicht. Logr

Informationen und Anmeldung

LNV begrüßt geplante Straßengesetzänderung

Eingliederung der Mobilitätszentrale ins VM

Zum 01.01.2020 war die Landesstelle für Straßentechnik (= Abt. 9 des RP Tübingen) zur Mobilitätszentrale weiterentwickelt worden. Nun will das Land sie ins Verkehrsministerium eingliedern, um eine verlässliche Mobilität und besseren Klimaschutz im Verkehrsbereich zu erreichen. Der LNV begrüßt dies in seiner Stellungnahme als ersten von notwendigen weiteren Schritten. So müsste das Straßengesetz endlich zu einem Mobilitätsgesetz erweitert werden, das auch Fußgänger*innen, Fahrradfahrende und den Öffentlichen Verkehr einbindet und ihnen Vorrang vor motorisiertem Verkehr einräumt. Tr

LNV-Stellungnahme I PM-VM vom 23.09.2021

Rede Ministerpräsident Kretschmann beim LNV-Jubiläum

Gründungsvision wurde Wirklichkeit– Herausforderungen bleiben

Noch rechtzeitig für diesen Infobrief erhielt der LNV die Abschrift der von vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Jubiläumsfests 50 Jahre LNV nachgefragte und in großen Teilen frei gehaltene Rede von Ministerpräsident Kretschmann. Der lesenswerte und kenntnisreiche Text gibt auch einen Einblick in die weiteren Vorhaben der Landesregierung zum Natur-, Umwelt- und Klimaschutz. Gemeinsam mit den Ansprachen des LNV-Vorsitzenden Gerhard Bronner und der Festrede von Gudrun Heute-Bluhm haben wir die Rede des Ministerpräsidenten auf der LNV-Website eingestellt. Logr

Festakt 50 Jahre LNV mit Ansprachen

Zwischen Frust und Freude – Chronik 50 Jahre LNV

Reich bebilderte Naturschutzgeschichte

„Zwischen Frust und Freude – 50 Jahre Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg“ – so hat der LNV seine im September erschienene Chronik überschrieben. Denn eine Mischung aus Frust und Freude hat die Arbeit der LNV-Aktiven in den vergangenen fünf Jahrzehnten geprägt. Auf 174 Seiten zeichnet der LNV seine Geschichte nach und stellt sie in den zeitgeschichtlichen Kontext. Das durchgehend farbige und reich bebilderte Buch ist im Verlag Manfred Hennecke erschienen und zum Preis von 19,80 Euro im Buchhandel oder direkt beim Verlag erhältlich (ISBN: 978-3-948138-07-3). Logr

Information und Bezug

Praktikum beim LNV

Interessante Einblicke in die Arbeit eines großen NaturschutzverbandesBeim LNV wird ab Februar 2022 ein Praktikumsplatz frei. Bewerben können sich vor allem Studierende aus den Bereichen Biologie, Landschaftsplanung, Geografie, Agrarwissenschaften, Umwelt- und Verwaltungswissenschaften sowie öffentliche Verwaltung. Praktikumsdauer kann zwei bis drei Monate sein, bei Pflichtpraktika auch länger. Bitte wenden Sie sich bei Interesse oder bei Fragen an Christine Lorenz-Gräser, Email christine.lorenz-graeser@lnv-bw.de. Logr

Fortbildungen zur Stärkung des Naturschutz-Ehrenamtes…

…im Rahmen des LNV-Projekts StEiN (Stärkung des Ehrenamtes im Naturschutz)

Die Fortbildungen sind für Naturschützer*innen kostenlos. Weitere Informationen und Anmeldung unter LNV-Veranstaltungen oder direkt unter der jeweiligen Veranstaltung. Der LNV dankt dem UM für die Förderung des Projekts.

Aktuell: Programm Juli bis Dezember 2021 – ein vielfältiges Angebot an Online- und Präsenzveranstaltungen in unterschiedlichen Formaten wartet auf Sie. Schmökern Sie doch gerne mal rein…. Ort

 

LNV-Praxisseminar – Wie schreibe ich eine Stellungnahme? – Warteliste

Zweimal ein halber Tag. Freitag ab 14.00 Uhr und Samstag ab 9.30 Uhr

Prof. Dr. Christoph Schurr, Hochschule für Forstwirtschaft, Rottenburg

 

Argumentationstraining in der Naturschutzarbeit – So geht’s klar und wirksam

Jutta Ortlepp, Kommunikationscoach und Projektleitung StEiN

 

Expertengespräche Online jeden 1. Dienstag im Monat

Mit diesem Angebot möchte der LNV aktuelle Themen und Trends aufgreifen. Er lädt zum Fachgespräch ein, um den intensiven Austausch anzuregen. Expert*innen und Interessierte diskutieren, gerne kontrovers, aber immer konstruktiv. Die Fachgespräche sind für Naturschützer*innen kostenlos. Eine Übersicht über die geplanten Gespräche finden Sie hier. Informationen und Anmeldung unter LNV-Veranstaltungen oder direkt unter dem jeweiligen Expertengespräch. Ort

Im Gespräch mit Prof. Dr. Hans Diefenbacher, Alfred-Weber-Institut für Wirtschaftswissenschaften in Heidelberg

Natur als harte Währung? Natur und Umwelt im Bruttoinlandsprodukt? Oder gibt es Alternativen?

Aus der Initiative Artenkenntnis

Youth in Nature

Vogelberingung, Heuschrecken, Reptilien – die Stuttgarter YiN- Gruppen in AktionIm September und Oktober starteten die beiden Stuttgarter Youth-in-Nature Gruppen mit ersten Exkursionen in das zweite Projektjahr. Die Gruppe Stuttgart-Nord informierte sich über Heuschrecken, die Gruppe Stuttgart-Süd kartierte Reptilien und half bei der Vogelberingung auf den Ludwigsburger Zugwiesen. Ein echtes Highlight für die Jugendlichen. Unsere Praktikantin Sophia Bosch hat die Gruppen begleitet und gibt uns mit Fotos und Texten einen Einblick in die Aktivitäten. KS
Exkursionsberichte 

Vortragsreihe Artenschutz in Stellungnahmen

Vortragsreihe Artenschutz in Stellungnahmen

Am 20.10.2021 startete mit mehr als 120 Anmeldungen die 7-teilige Online-Vortragsreihe „Artenschutz in Stellungnahmen“ mit einem Vortrag von Nils Blank vom RP Stuttgart. Er gab einen Überblick über die rechtlichen Grundlagen und stellte die Vorgehensweise der Behörden vor. Am 27.10.2021 gab Jürgen Trautner von der Arbeitsgruppe für Tierökologie und Planung einen Einblick in die Arbeitsweise von Gutachterbüros. In den nächsten fünf Veranstaltungen werden die für Stellungnahmen relevanten Artengruppen im Detail vorgestellt. Die Veranstaltungsreihe ist eine Kooperation der Initiative Artenkenntnis mit dem Projekt Stärkung des Ehrenamts im Naturschutz (StEiN) und bereits ausgebucht. Eine Anmeldung ist derzeit nicht mehr möglich. KS

Aus Politik und Verwaltung

Michael Münter wird neuer Amtschef im UM

Vorgänger Helmfried Meinel in den Ruhestand verabschiedet

Dr. Michael Münter wird zum 15.11.2021 neuer Ministerialdirektor und Amtschef im Umweltministerium BW. Er war ab 2016 Leiter des Referats Strategische Planung und Nachhaltige Mobilität der Landeshauptstadt Stuttgart und verantwortet unter anderem die gesamtstädtische Koordinierung und Steuerung sämtlicher Mobilitätsthemen sowie des 2019 beschlossenen Aktionsprogramms Klimaschutz. Nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann studierte Dr. Michael Münter Geschichte, Politikwissenschaft und Volkswirtschaft. Zu den beruflichen Stationen zählen das Staatsministerium BW, der Deutsche Bundestag und die Universität Erlangen-Nürnberg. Logr

PM-UM vom 12.10.2021

Schutz von Streuobstbeständen vor Bebauung

UM stellt Schutzwirkung von § 33a NatSchG klar

Eine Landtagsanfrage der GRÜNEN befasst sich u. a. mit der Schutzwirkung von § 33a NatSchG und § 4 Abs. 7 Landwirtschafts- und Landeskulturgesetz gegen die Bebauung von Streuobstwiesen. In seiner Antwort stellt das UM klar, dass das Umwandlungsverbot mit Genehmigungsvorbehalt in § 33a Abs. 2 NatSchG für alle Umwandlungsfälle gilt, unabhängig von ihrem Grund. Auch laufende Bebauungsplanverfahren sind hiervon nicht ausgenommen. Die Übergangs-vorschrift des § 71 NatSchG kann nicht, wie von einigen Kommunen praktiziert, auf bereits laufende Bebauungsplanverfahren angewendet werden. Logr 

Landtagsdrucksache 17/290

Wiederholung der Biotopkartierung alle 12 Jahre

LUBW-Arbeitsprogramm 2022/2023

Die Offenlandbiotope sollen alle 12 Jahre einer Wiederholungskartierung unterzogen werden. Für 2022 stehen restliche Gemeinden aus den Landkreisen Rems-Murr-Kreis und Lörrach an, für die in 2021 keine Planungsbüros gefunden wurden, sowie die gesamten Landkreise Böblingen und Bodenseekreis. Das sind lediglich zwei Landkreise, obwohl die Kartierung von drei Landkreisen plus eines Stadtkreiess jährlich notwendig wären, um den 12-Jahres-Rhythmus zu schaffen. Die Wiederholungskartierungen 2010-2014 werden von der LUBW als Pilotkartierungen eingestuft. Tr

Bereits kartierte Land- und Stadtkreise

 

Klimaschutz durch Moorbodenschutz

Bund-Länder-Vereinbarung vom 20.10.2021Bis 2030 sollen die jährlichen Treibhausgasemissionen aus Moorböden um fünf Mio. Tonnen CO2 reduziert werden, hauptsächlich durch Wiedervernässung. Das sieht die Bund-Länder-Zielvereinbarung zum Klimaschutz durch Moorbodenschutz vor. Zuletzt stammten etwa 53 Mio. Tonnen CO2-Emissionen aus entwässerten Moorböden (6,7 % Treibhausgasemissionen in Deutschland). Moorböden machen in Deutschland etwa acht Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche aus. Eine land- und forstwirtschaftliche Bewirtschaftung der Flächen soll trotz angehobener Wasserstände möglich sein (Paludikulturen). Tr
Zielvereinbarung zum Download

Land gibt ÖPNV-Strategie 2030 in die Anhörung

Fahrgastzahlen sollen sich bis 2030 verdoppeln

Der Ministerrat BW hat den Entwurf für eine ÖPNV-Strategie 2030 zur Anhörung frei gegeben. Der Entwurf umfasst mehr als 130 Maßnahmen in zehn Handlungsfeldern des öffentlichen Verkehrs, etwa vernetzte Mobilität, Vorrang für den ÖPNV, Infrastruktur, Betrieb sowie Qualität und Fahrzeuge, Tarif und Vertrieb. Eine der zentralen Maßnahmen des Strategieentwurfs ist die Mobilitätsgarantie im ÖPNV u. a. durch spürbare Fahrplan- und Taktverdichtungen, sowie ein verlässliches Angebot von 5 bis 24 Uhr. So sollen etwa bis 2026 Busse und Bahnen im Ballungsraum mindestens alle 15 und im ländlichen Raum alle 30 Minuten fahren. Logr

PM-VM vom 12.10.2021  |  ÖPNV-Strategie 2030

Höhere Bußgelder für mehr Verkehrssicherheit

Neuregelung soll für mehr Sicherheit für den Rad- und Fußverkehr sorgen

Der Bundesrat hat am 08.10.2021 der Änderung der Bußgeldkatalog-Verordnung zugestimmt. Die Neufassung war aufgrund eines juristischen Formfehlers des Bundesverkehrsministeriums erforderlich. Der Katalog verleiht den bereits im April 2020 in Kraft getretenen neuen Regeln für Verkehrsteilnehmer*innen durch die Radverkehrsnovelle zur Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) den erforderlichen Nachdruck. Ziel der Neuregelungen ist mehr Sicherheit für den Rad- und Fußverkehr. Die Bußgelder für die meisten Verstöße werden verdoppelt. Die Sanktionen werden also spürbarer. Im europäischen Vergleich bleiben die Bußgelder moderat. Logr

PM-VM vom 08.10.2021

 

Wärmewende hin zu klimaneutraler Versorgung

Förderprogramm zur kommunalen WärmeplanungDie 103 größten Städte im Land sind gesetzlich verpflichtet, bis Ende 2023 einen kommunalen Wärmeplan zu erstellen. Für die anderen Gemeinden und Landkreise stehen bis 2026 nun 10,4 Mio. Euro dafür zur Verfügung. Damit sollen der aktuelle Wärmebedarf, die Potenziale für die Nutzung erneuerbarer Energieträger oder Abwärme sowie Kraft-Wärme-Kopplung erhoben und Konzepte für eine klimaneutrale Wärmeversorgung erarbeitet werden. Auf Raumwärme, Warmwasser, Prozesswärme und andere entfallen bisher etwa 50 % des jährlichen Endenergiebedarfs im Land. Tr
PM-UM vom 15.09.2021

Zukunftsfähiges Gebäude-Energiegesetz?

Studie aus BW zeigt, wie es aussehen muss

Das Land hat eine Studie veröffentlicht, die zeigt, wie ein zukunftsfähiges Gebäude-Energiegesetz (GEG) aussehen muss, damit das Ziel klimaneutraler Gebäude bis 2045 erreicht werden kann. Verbunden ist dies mit deutlicher Kritik des Landes am bisherigen Bundesgesetz, das erst im November 2020 von der Bundesregierung beschlossen worden war und das Ziel, die hohen CO2-Emissionen zu reduzieren, die der Gebäudesektor verursacht, weit verfehlt. Die Eckpunkte des Gesetzesvorschlags sind der UM-PM zu entnehmen. Tr

PM-UM vom 21. September 2021

Verkehrspolitik muss sozial gerechter werden

Auswertung zeigt deutliche Nachteile für Kinder und SeniorenDer aktuelle GesellschaftsReport BW „Mobilität für alle – Nachhaltige Mobilität und soziale Teilhabe in Baden-Württemberg“ verdeutlicht, wie notwendig eine gerechte Ausgestaltung der Mobilitätswende ist. Ältere Menschen, Personen mit niedrigen Einkommen und Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen besitzen selten ein Auto. Sie sind auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, um am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Ausgerechnet für sie besteht ein erhöhtes Risiko zu erkranken, weil sie häufiger in Gebieten mit größerer Luftverschmutzung, mit stärkerem Verkehrslärm und mit weniger Verkehrssicherheit wohnen. Tr
PM-VM vom 26.10.2021  I  GesellschaftsReport 

Viele Motorräder unzumutbar laut unterwegs

Messungen des Landes zeigen Ausmaß der Belastung
Die meisten Motorräder sind lauter als PKW. Das ist das Ergebnis einer Landesuntersuchung mit Leitpfostenmessgeräten, die neben den Verkehrszahlen auch den Fahrzeuglärm erfassen. Beispielhaft wurden die Daten an der B 39 bei Löwenstein (Landkreis Heilbronn) vom Samstag, 11. Juli 2020, ausgewertet. Ein Sechstel der Motorräder wurden in Pegelbereichen bis 83 dB(A) erfasst, die meisten zwischen 84 bis 86 dB(A) und rund 30 Prozent mit 90 dB(A) oder lauter. Eine Studie des Umweltbundesamtes von 2020 zeigt, dass verschiedene fabrikneue Motorräder um 20 dB lauter waren, als beim Betriebszustand, der für die Typprüfung maßgeblich ist. Tr
PM-VM vom 19.2.2021 | Initiative Motorradlärm | PM-VM Bundesratsbeschluss  

Ausstieg aus Palmöl für Kraftstoffproduktion

Ab 2023 keine Förderung von Biokraftstoffen mehr

Anstelle des Palmöls fördert der Bund künftig Biokraftstoffe aus Abfall- und Reststoffen über eine Mindestquote. Diese Quote steigt stufenweise auf 2,6 Prozent bis 2030 an. Der Anteil von Biokraftstoffen aus Nahrungs- und Futtermitteln an der Treibhausgasminderungs-Quote hingegen darf die Obergrenze von 4,4 Prozent nicht überschreiten. So sieht es die entsprechende Änderung der Bundesimmissionsschutzverordnung vor, die voraussichtlich noch im Oktober verkündet wird und am 1. Januar 2022 in Kraft tritt. Tr
PM-BMU vom 22.September 2021

Bioökonomie-Strategie des Landes

Neues Informationsangebot

MLR und UM haben eine gemeinsame Informationsplattform zur Bioökonomie etabliert, um den Informations- und Beratungsbedarf von Unternehmen, aber auch in der Bevölkerung zu decken, was Angebote im Rahmen der Bioökonomie-Strategie des Landes anbelangt und um zu zeigen, welche Potentiale die Bioökonomie hat. Die Plattform ist vielfältig und reicht u. a. von Fachbeiträgen zu Getreidespelzen statt Styropor bis hin zu Beiträgen über kompostierbare Windeln oder smarte Insektenfarmen als nachhaltige Proteinquelle der Zukunft. Das Angebot soll auch die Zusammenarbeit fördern. Tr/Logr

Plattform

EU-Grundsatz Verursacherprinzip

Europäischer Rechnungshof sieht Mängel

Das Verursacherprinzip gehört zu den wichtigsten Grundsätzen der Umweltpolitik der Europäischen Union (EU). Die Anwendung dieses Prinzips bedeutet, dass die Verursacher von Umweltschäden die entsprechenden Kosten tragen, einschließlich der Kosten für Maßnahmen zur Verhütung, Verminderung und Beseitigung von Verschmutzung sowie die damit verbundenen gesellschaftlichen Kosten. Der Europäische Rechnungshof prüfte nun in vier Bereichen, ob das Prinzip ordnungsgemäß angewandt wurde. Der Rechnungshof empfiehlt u. a., die Landwirtschaft in die Pflicht zu nehmen und den Bodenschutz zu stärken. Tr

DNR-Hinweis    I   Sonderbericht des Europäischen Rechnungshofs

Daten, Fakten, Hintergründe

Verabschiedung von Brigitte Dahlbender

Wegbegleiter*innen verabschieden die ehemalige BUND-Vorsitzende

Am 04.10.2021 haben politische Wegbegleiter*innen die langjährige BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender bei einem Festakt im Haus der Architekten verabschiedet. Sie hatte nach 24 Jahren im Frühjahr 2021 ihr Amt als Landesvorsitzende niedergelegt. Fast ein Vierteljahrhundert verkörperte Brigitte Dahlbender das Gesicht des BUND in BW und hat wie kaum eine andere Person der baden-württembergischen Zivilgesellschaft die Umweltschutz- und Naturschutzpolitik beeinflusst und weiterentwickelt. Der LNV dankt Brigitte Dahlbender für das herausragende Engagement und für die lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Logr

PM-BUND vom 04.10.2021 I PM-BUND vom 24.04.2021

Arten- und Biotopschutzprogramm (ASP)

30 Jahre Feuerwehrprogramm für seltene Arten in Baden-Württemberg

Das Arten- und Biotopschutzprogramm dient dem Schutz von hochgradig gefährdeten Arten in BW. Es besteht seit 30 Jahren und wird nun weitergeführt. Die LUBW koordiniert das ASP. Sie trifft die Auswahl und die Priorisierung der Arten, beauftragt deren Erfassung und stellt die Daten der Naturschutzverwaltung zur Verfügung. Zuständig für Umsetzung und Management sind dann die vier Regierungspräsidien. Seit der Initiierung des „Feuerwehrprogramms“ zur Rettung der letzten Vorkommen einer Art wurden rund 8.600 Erhebungen zu mehr als 1.000 seltenen Arten durchgeführt und – wo nötig – gezielte Schutzmaßnahmen umgesetzt. Tr

PM-LUBW vom 22.09.2021  |  Arten- und Biotopschutzprogramm  |  Feuerwehrprogramme: Erste Hilfe für bedrohte Arten  |  Grundlagenwerke zum Artenschutz

IDUR-Schnellbrief zur Änderung des BNatSchG

Neue Regelungen zum Schutz der Insektenvielfalt und „Natur auf Zeit“

Mit dem Gesetz zum Schutz der Insektenvielfalt in Deutschland und zur Änderung weiterer Vorschriften vom 18.08.2021 wurde das BNatSchG novelliert und enthält neue Regelungen, u. a. zu „Natur auf Zeit“, invasiven Arten, zum Umgang mit dem Wolf sowie zur Lichtverschmutzung (wir berichteten im LNV-Infobrief 10/2021). Der neue „Recht der Natur“-Schnellbrief Nr. 228 (10/11 2021) des Informationsdienst Umweltrecht (IDUR) beleuchtet die Aspekte „Natur auf Zeit“ sowie „Lichtverschmutzung“ näher – zum Teil seien verfassungsrechtliche Zweifel angebracht. Flo

Insektenschutzgesetz im Bundesgesetzblatt  I  IDUR-Schnellbrief Nr. 228

Nachtfalter – deutlicher Rückgang von Arten und Bestand

Vergleich aktueller und historischer Daten bestätigt den dramatischen Trend

Selbst in den naturschutzfachlich hochwertigsten Gebieten von BW gehen die Bestände der Nachtfalter seit Jahrzehnten zurück. Ein aktueller Vergleich von Daten des LUBW-Insektenmonitorings mit historischen Daten des Staatlichen Museums für Naturkunde Karlsruhe belegt den dramatischen Trend: 113 der in BW früher nachgewiesenen Nachtfalter-Arten konnten auf den untersuchten Flächen nach dem Jahr 2000 nicht wiedergefunden werden. Gleichzeitig kamen 65 neue Arten hinzu. Beide Trends zusammengenommen geht die Artenvielfalt zurück. Besonders betroffen sind z. B. die Feuchtgebiete in der Rheinebene. Logr

LUBW-Studie I LUBW-Insektenmonitoring

Kolkraben und Schafhaltung

UM-Broschüre „Vom Konflikt zur Koexistenz“

Die neue Handreichung des UM stellt die Ergebnisse von Untersuchungen zum Spannungsfeld zwischen Kolkraben (Corvus corax) und Schafhaltung dar. Die Broschüre vermittelt die wesentlichen Inhalte zum Verständnis, wie es zu Konflikten mit Kolkraben in der Schafhaltung kommen kann und welche Lösungsmöglichkeiten bestehen. Strikte Weidehygiene ist die Wichtigste. Denn Kolkraben sind „pragmatisch veranlagt“: Eine „Belohnung“, wie es Nachgeburten oder Aas sind, fördert regelmäßiges Aufsuchen dieser Orte. Das rasche Entfernen von Nach- und Totgeburten ist daher die wichtigste Maßnahme zur Vermeidung von Konflikten mit Kolkraben. Tr

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Ökolandbau braucht mehr Fläche

Interview mit Gerhard Wehde von Bioland

Vor 20 Jahren hat die damalige Agrarministerin Renate Künast das Ziel 20 % Ökolandbau bis 2010 vorgegeben. Derzeit liegt der Anteil bundesweit bei 10 % und das Zieljahr wurde von ihren konservativen Nachfolger*innen auf 2030 verschoben. Die EU möchte bis 2030 25 % ökologisch bewirtschaftete Fläche erreichen und stellt den Bioanbau ins Zentrum ihres Green Deals mit der Farm-to-Fork-Strategie. 25 % Ökofläche und Bio-Konsum bis 2030 seien dann machbar – wenn die politischen Rahmenbedingungen folgen. Bäuer*innen brauchen Förderanreize und Anerkennung, wenn sie auf Bio umstellen, sagt Gerald Wehde von Bioland im DNR-Interview. Logr

Interview

Landwirtschaft verliert Arbeitsplätze

Noch 139.900 Arbeitskräfte in BW im Jahr 2020

Nach den Ergebnissen der Landwirtschaftszählung 2020 waren in den über 39.000 landwirtschaftlichen Betrieben Baden-Württembergs 139.900 Personen beschäftigt, laut Statistischem Landesamt Baden-Württemberg gut ein Viertel weniger als noch vor 10 Jahren. Diese Arbeitskräfte teilten sich im Jahr 2020 auf 69.000 Familienarbeitskräfte, 24.700 ständige Arbeitskräfte und 46.100 Personen mit einem auf weniger als 6 Monate befristeten Arbeitsvertrag zur Überwindung zeitweiliger Arbeitsspitzen (sog. Saisonarbeitskräfte) auf. Tr

PM-StaLa vom 6.09.2021

Überdüngung bleibt großes Problem in EU

Streit um Farm-to-Fork-Strategie

In ihrem neuen Bericht über die Umsetzung der Nitrat-Richtlinie stellt die EU-Kommission Deutschland und elf weiteren Mitgliedstaaten ein sehr schlechtes Zeugnis aus: Die Nitratbelastung habe sich in den letzten 10 Jahren kaum verbessert, von 2016 – 2019 sei bei 14 % des Grundwassers der Nitrat-Grenzwert von 50 mg/l überschritten worden. Derweilen steht die Farm-to-Fork-Strategie der EU-Kommission unter starkem Beschuss von Lobbyisten. Die Strategie sieht vor, dass künftig nachhaltigere und gesündere Lebensmittel erzeugt werden. U. a. soll der Einsatz chemischer Düngemittel bis 2030 halbiert werden. Logr

DNR-News vom 14.10.2021 I Bericht EZ-Parlament

Proplanta mit noch mehr Infos aus der Landwirtschaft

Online-Kartendienst erweitert

Das Agrar-Informationszentrum Proplanta hat seinen Online-Kartendienst weiter ausgebaut. Insgesamt stehen jetzt über 500 interaktive Karten und Diagramme zur weltweiten Agrarstatistik bereit, die Entwicklungen detailliert visualisieren. Abrufbar sind z. B. die Empfänger von Agrarsubventionen in Deutschland, die Ackerlandpreise, die Bioanbaufläche in der EU oder die weltweite Entwicklung der Anbaufläche für Ölpalmen. Das Portal enthält umfangreiche Informationen, auch zur konventionellen Landwirtschaft. Wer sich also über Insektizide und Herbizide, deren Zulassung und Anwendung informieren möchte, wird ebenfalls fündig. Logr

Übersichtskarten  |  Statistiken

BVWP I: Verfassungswidrig und nicht EU-konform

BUND-Rechtsgutachten: Neubewertung auch für Straßenplanungen in BW nötig

Ein vom BUND in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten belegt, dass der Bundesverkehrswegeplan (BVWP 2030) und der Fernstraßenbedarfsplan die EU-rechtlichen Vorgaben zur Strategischen Umweltprüfung nicht erfüllen. Ferner entsprechen die Pläne nicht den Vorgaben des Klimabeschlusses des Bundesverfassungsgerichts vom 23.04.2021. Lt. Gutachten sind sie unions- und verfassungsrechtswidrig. Betroffen sind u. a. Neubauprojekte in BW, etwa die Hochrheinautobahn A 98, die B 29 im Ostalbkreis oder der Nordostring Stuttgart. Auch ein vom NABU beauftragtes Gutachten hält die Standards des aktuellen BVWP für nicht mit Klima- und Flächenschutzzielen vereinbar. Der BUND BW fordert die Landesregierung auf, sich für eine Neubewertung der Straßenbauprojekte im Land einzusetzen. Logr

PM-BUND vom 07.10.2021 I Rechtsgutachten BUND I Zusammenfassung Gutachten I Rechtsgutachten NABU

BVWP II: Plan steht im Widerspruch zu Pariser Abkommen

Masterarbeit: BVWP 2030 steht Pariser Minderungszielen substanziell entgegen

Die Arbeit von Jonathan Siebert untersucht die Vermutung, dass der aktuell geltende Bundesverkehrswegeplan (BVWP 2030) nicht mit den Klimaschutzzielen des Pariser Abkommens übereinstimmt. Sie zeigt auf, dass die Realisierung der im BVWP 2030 enthaltenen Projekte den Pariser Zielen zur Treibhausgasreduktion sowie den abgeleiteten Minderungspfaden im Verkehrssektor substanziell entgegensteht. Hauptgründe dafür sind die große Anzahl Straßenprojekte, eine unterstellte Steigerung des Verkehrsbedarfs, eine durch den BVWP induzierte Verkehrszunahme sowie der geringe Stellenwert der Umweltziele. Logr/Pf

Weitere Informationen

Deutschlands Investitionen in den Bahnverkehr

International nicht einmal Mittelmaß

Deutschland hat seine Investitionen in die Schieneninfrastruktur laut Allianz pro Schiene im Jahr 2020 auf 88 Euro pro Einwohner erhöht. Führende Länder wie Luxemburg, die Schweiz oder Österreich investieren pro Einwohner aber ein Vielfaches (567, 440 bzw. 249 Euro/EW). Der Schiene wird von der Bundesregierung weiterhin kein Vorrang in der Verkehrspolitik eingeräumt: Für Fernstraßen wird weiterhin mehr Geld als für Gleise ausgegeben. Etaterhöhungen gleichen größtenteils nur die massiven Steigerungen der Baukosten aus. Tr

PM von Allianz pro Schiene vom 04.08.2021

Klimaziel BW 2040: Fünf mal mehr erneuerbarer Strom

Studie der Plattform EE BW verdeutlicht konkrete Auswirkungen

Anfang Oktober hat die Landesregierung BW das Klimaschutzgesetz verschärft. Spätestens 2040 soll BW klimaneutral sein – bisher waren 90 % Treibhausgaseinsparung bis 2050 anvisiert. Eine im Auftrag der Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg (Plattform EE BW) erstellte Studie verdeutlicht nun, was das für den Ausbau erneuerbarer Energien im Land bedeutet. Trotz massiver Energieeinsparung muss sich die installierte Leistung zur Erzeugung von erneuerbarem Strom bis 2040 mindestens verfünffachen, von heute rund zehn auf mehr als 50 Gigawatt. U. a. müsse dafür das Genehmigungs- und Planungsrecht entrümpelt werden. Logr/Bo

Studie und weitere Informationen

Spannungsfeld Fledermausschutz und Energiewende

Konsensfähige Lösungen sind möglich

In dem Beitrag „Fledermausland“ im KNE-Jahrbuch K 21 beleuchten Markus Melber und Dr. Volker Runkel vom Bundesverband für Fledermauskunde das Thema Fledermausschutz und Energiewende und geben einen Einblick in die Biologie der Tiere. Sie sind zuversichtlich, dass angesichts der bereits bestehenden Schutzmöglichkeiten konsensfähige Lösungen gefunden werden können. Ort

K21-Artikel Fledermausland

Energieerzeugung in Kläranlagen

Strom- und Wärmedaten 2020

In 275 baden-württembergischen Kläranlagen fielen während der Abwasserreinigung rund 127 Mio. Kubikmeter Klärgas (Rohgas) an. Davon wurde in 268 Klärwerken das Klärgas in eigenen Anlagen zur Strom- und/oder Wärmeerzeugung eingesetzt. Selbst verstromt wurde in 242 Anlagen, eine kontinuierlich steigende Zahl. Ausschließlich zur Wärmeerzeugung wurde das Rohgas nur noch in 26 Anlagen eingesetzt. Fast der gesamte Strom wurde in den Kläranlagen selbst verbraucht. So auch die Wärme, etwa für die Beheizung der Faulanlage oder der Büro- und Betriebsgebäude. Tr

PM-StaLa vom 08.09.2021

Aus den Mitgliedsvereinen

Botanische Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland

Dr. Luise Murmann-Kristen übernimmt Vorsitz

Am 09.10.2021 wurde Dr. Luise Murmann-Kristen als neue Vorsitzende der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland gewählt. Sie folgt damit Thomas Breunig, der den Verein über 20 Jahre lang entwickelt und geführt hat, sich nun aber mehr der inhaltlichen Arbeit widmen möchte. Wir gratulieren Frau Dr. Murmann-Kristen ganz herzlich zur Wahl als neue Vorsitzende und freuen uns auf die Zusammenarbeit. Pf

Termine und Aktionen

Waldstrategie 2050 – Regionale Waldgespräche

Sechs Waldgespräche zu verschiedenen Themen (Nov. 2021 – März 2022)

Im Rahmen der Waldstrategie 2050 will das MLR die Priorisierung der Projekte festlegen und konkrete Maßnahmen umsetzen. Dafür finden an insgesamt sechs Terminen sog. Regionale Waldgespräche von meist 13:30 Uhr bis 16:30 Uhr entweder vor Ort oder online statt. Die Tagesordnungen sehen jeweils vor: 1. Einführung in die Waldstrategie, 2. ein Schwerpunktthema, 3. Fragen aus dem Publikum, 4. Zusammenfassung. Anmeldefrist: jeweils 7 Tage vor dem Termin. Tr

10.11.2021 | St. Märgen (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald)  I 16.11. 2021 | Münsingen (Landkreis Reutlingen) I 8.02.2022 | ONLINE I 8.03.2022 | Herrenberg (Landkreis Böblingen) I 23.03.2022 | Schwarzach (Neckar-Odenwald-Kreis)

Verkehrswende im Ländlichen Raum jetzt!

Besondere Herausforderungen und Lösungsansätze, online, 19.11.2021Das Land will die ÖPNV-Nachfrage bis 2030 verdoppeln. Um dies zu erreichen, braucht es den Ausbau des ÖPNV als vollwertige Alternative zum (motorisierten) Individualverkehr. Studien wie der „ÖPNV-Report“ zeigen, wie viel hier noch zu tun ist, besonders auf dem Land. Die Reihe „Verkehrswende im Ländlichen Raum jetzt!“ des Verkehrsministeriums ist ein Forum für den Austausch und um voneinander zu lernen. Die Veranstaltung bildet den Auftakt sowohl für die Aktivitäten des Kabinettsausschusses Ländlicher Raum im Bereich Mobilität als auch für das neue Programm des Zukunftsnetzwerks ÖPNV. Logr
Informationen und Anmeldung

Studium generale zum Sonderprogramm Biologische Vielfalt

Erhaltung biologischer Vielfalt – Notwendigkeit und Nutzen, hybrid

Um die Ziele, Themen und Maßnahmen des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt einer breiten Öffentlichkeit nahezubringen, wurde für das Wintersemester 2021/22 mit dem begleitenden wissenschaftlichen Fachgremium des Sonderprogramms (acht Wissenschaftler*innen unterschiedlicher fachlicher Ausrichtungen) die Ringvorlesungsreihe „Erhaltung biologischer Vielfalt – Notwendigkeit und Nutzen“ organisiert. Die Vorlesungen sollte man sich nicht entgehen lassen. Sie finden als Hybridveranstaltung immer dienstags von 20 – 22 Uhr statt. Tr

Programm und Anmeldemöglichkeiten

Fachtag zum insektenfreundlichen und naturnahen Garten

Fachwarte für Obst und Garten organisieren Fachtag, 13.11.2021, online

Die Fachwarte für Obst und Garten im Kreis Böblingen haben einen Fachtag zur naturnahen, insektenfreundlichen Gartengestaltung organisiert. Martin Klatt, Referent für den Arten- und Biotopschutz beim NABU BW und Dr. Pia Aumeier, populäre Bienenwissenschaftlerin, geben mit spannenden Vorträgen Tipps und Anregungen. Die Vorträge finden als Online-Veranstaltung der Volkshochschule statt und können daher von überall aus besucht werden. Die Kosten betragen 30 Euro. Bo

Weitere Informationen

5. Albsymposion: Biodiversität in der Kulturlandschaft

Was tun gegen den Rückgang der Artenvielfalt? 19.-20.11.2021, hybrid

Thema des 5. Albsymposions ist die Biodiversität in der Kulturlandschaft. Vorträge, Gespräche und Präsentationen geben einen Einblick in laufende Biodiversitäts- und Ökosystemforschung im Biosphärengebiet und zeigen Handlungsoptionen. Möglich ist der interdisziplinäre Austausch zwischen Wissenschaftler*innen, regionalen Entscheidungsträger*innen und weiteren Akteuren. Das Albsymposion kann live in Münsingen oder online mitverfolgt werden. Anmeldeschluss für die kostenlose Online-Teilnahme ist der 14.11.2021. Bo

Infos und Anmeldung

Grün und Gut!? – Wege zur klimaresilienten Stadt

Impulse für die IBA #4, Bad Boll, 25.-26.11.2021

Von „Grau zu Grün“ – ist das unser Leitbild für die Städte der Zukunft? Maßnahmen wie das Pflanzen von Stadtbäumen, die Anlage von Parks oder die Begrünung von Dächern werten den urbanen Raum in vielerlei Hinsicht auf. Aber was genau bedeutet eigentlich „Grün“? Mit welchen Konzepten und Instrumenten können Kommunen entsprechende Maßnahmen umsetzen? Welchen Beitrag kann grüne Infrastruktur zur Klimaresilienz leisten? Welches „Grün“ brauchen wir? Und wer profitiert eigentlich davon? Das Dialogforum der Kirchen in der Region Stuttgart und die Evangelische Akademie Bad Boll laden zur Tagung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Impulse für die IBA“ ein. Bo

Informationen und Anmeldung  |  Flyer zur Veranstaltung

Alte Handys abgeben…

…und wertvolle Ressourcen recyclen

Kennen Sie das auch? Das neue Smartphone ist da, und das alte Handy wandert erst einmal in die Schublade. Doch die wenigsten Altgeräte werden wirklich noch einmal genutzt –viele Tonnen wertvoller Rohstoffe warten darauf, endlich „geborgen“ zu werden. Die Aufbereitung eines einzelnen Smartphones spart 14 kg an Ressourcen und 58 kg an Treibhausgasemissionen ein, die für die Herstellung eines neuen Gerätes notwendig wären. Mit dem Programm „Handys für die Umwelt“ der Deutschen Umwelthilfe werden alte Handys gesammelt, datenschutzgerecht wiederaufbereitet, repariert oder recycelt und Naturschutzprojekte in Deutschland unterstützt. Flo

Weitere Informationen

Bücher, Filme, Neuigkeiten

Rote-Liste-Zentrum

Aktuelles zu den roten Listen und eine Artensuchmaschine

Umfassende Informationen zu allen Organismengruppen auf den Roten Listen und die Möglichkeit, Arten über eine Suchmaschine zu suchen, bietet das Rote-Liste-Zentrum. Eine schnelle Möglichkeit an aktuelle Informationen zu Arten zu kommen. Ort.

Rote Liste Zentrum – Startseite

PFAS / PFC in Mittelbaden

Globale Umweltgifte werden zum regionalen Problem

Wie kamen diese Chemikalien eigentlich in die Welt, warum sind die per- und polyfluorierten Chemikalien (PFAS / PFC) auf der einen Seite „Erfolgsgeschichte“ und auf der anderen Seite aber auch Ursache für die weltweite Bedrohung von Menschen und Ökosystemen? Und auf welchem Wege gelangten die PFAS auf die Äcker in Mittelbaden, von denen sie so schnell auch nicht wieder verschwinden werden? Die Biologin und Wissenschaftsjournalistin Patricia Klatt berichtet über die Geschichte eines Skandals mit unklarem Anfang, einem offenen Ende und vielen ungelösten Fragen. Logr

Kurzzusammenfassung I Kostenloser Download

Verwendung von Landschaftspflegematerial

LUBW-Broschüre zur rechtssicheren Erfassung, Aufbereitung und Verwertung

Die Handlungshilfe baut auf den Ergebnissen einer Erhebung der Verwertungswege in vier unterschiedlich strukturierten Landkreisen in BW auf. Sie gibt praxisbezogene Vorschläge zur Optimierung der Verwertung von Landschaftspflegematerial und will damit alle Akteure der Nutzung und hochwertigen Verwertung anfallender Landschaftspflege-Materialien unterstützen. Erläutert werden auch rechtliche Hintergründe, um Rechtssicherheit zu schaffen und hochwertige Verwertungswege auch außerhalb der Landwirtschaft zu finden. Logr

Broschüre

Klimaschutz – was jetzt geschehen muss…

… um noch die Kurve zu kriegen.

Die Wichtigkeit des Klimaschutzes ist uns allen bekannt. Das 1,5-Grad-Ziel muss zwingend erreicht werden. Doch ist das überhaupt möglich? Anja Paumen befasst sich in ihrem Buch „Projekt Klimaschutz. Was jetzt geschehen muss, um noch die Kurve zu kriegen“ mit dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Politik im Kampf gegen die Klimakrise und stellt klar, wie wichtig dabei eine gute Vermittlung ist. Anja Paumen ist Biologin, Journalistin und Autorin und schreibt über Wissenschaft und Umwelt. Bo

Informationen und Bezug

Das ökohumanistische Manifest

Unsere Zukunft in der Natur

Pierre Ibisch und Jörg Sommer, die Vorsitzenden der Deutschen Umweltstiftung, setzen in ihrem Buch dem alten Denken, das unsere globalen Probleme verursacht, ihre im positiven Sinne radikale Philosophie des Ökohumanismus entgegen. Sie analysieren die momentanen Krisen ebenso wie die oft naiven Vorschläge zu ihrer Überwindung. So entsteht ein überzeugendes neues Denkmodell, das im Grunde auf (nur) zwei Prinzipien beruht: Der Akzeptanz der ökologischen Grenzen und dem universalen Menschenrecht auf ein gutes Leben für Alle. Alles andere ergibt sich daraus – und führt zu fundamental neuen Konzepten von Wirtschaft, Politik und Religion. Flo

Informationen und Bezug

… und außerdem

Lehren aus Unwetterkatastrophen

Neues Sirenenförderprogramm

Die Warnung der Bevölkerung vor Naturkatastrophen ist Aufgabe der Kommunen. Der Schock über die diesjährigen Katastrophen hat die Bundesregierung bewogen, für die Kommunen ein Förderprogramm zur Errichtung oder Ertüchtigung von Sirenen aufzulegen. Durch Einbau von Sirenensteuerungsempfängern kann über den Digitalfunk BOS das Modulare Warnsystem MoWaS zur Warnung der Bevölkerung ausgelöst werden. Derzeit sind an MoWaS auch z. B. die Warn-Apps NINA, KATWARN und BIWAPP, Rundfunk- und Fernsehanstalten, Zeitungsredaktionen und Onlinedienste sowie einige Verkehrsunternehmen angeschlossen. Tr

PM-Stami vom 6.10.2021

 

Verzeichnis der Abkürzungen

  • BfN – Bundesamt für Naturschutz
  • BImSchV – Bundesimmissionsschutzverordnung
  • BNatSchG – Bundesnaturschutzgesetz
  • BUND – Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland
  • BVWP – Bundesverkehrswegeplan
  • BW – Baden-Württemberg
  • dB(A) – Dezibel – Bewertungskurve A; Maßeinheit des Schalldruckpegels (ugs. Geräuschpegel)
  • DNR – Deutscher Naturschutzring
  • ELR – Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum
  • EU – Europäische Union
  • EW – Einwohner*innen
  • ForstBW – Landesbetrieb Forst Baden-Württemberg
  • FVA – Forstliche Versuchsanstalt
  • GAP – Gemeinsame Agrarpolitik
  • JKI – Julius Kühn – Institut
  • KEA BW – Klima- und Energieagentur Baden-Württemberg
  • KIT – Karlsruher Institut für Technologie
  • KNE – Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende
  • LSG- Landschaftsschutzgebiet
  • LSV – Landessportverband Baden-Württemberg
  • LUBW – Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
  • MEPL – Maßnahmen- und Entwicklungsplan Ländlicher Raum
  • Mio – Millionen
  • Mill – Milliarden
  • MLR – Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
  • MLW – Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg
  • NABU – Naturschutzbund Deutschland
  • ÖPNV – Öffentlicher Personennahverkehr
  • PKW – Personenkraftwagen
  • OB – Oberbürgermeister
  • PM – Pressemitteilung
  • PV – Photovoltaik
  • RB – Regierungsbezirk
  • RP – Regierungspräsidium
  • StaLa – Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  • UBA – Umweltbundesamt
  • UM – Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
  • UVP- Umweltverträglichkeitsprüfung
  • VM – Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg
  • WM – Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg
  • IPCC – Intergovernmental Panel on Climate Change

LNV-Infobrief als pdf zum Herunterladen: LNV-Infobrief November 2021

Impressum:
Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V., Olgastraße 19, 70182 Stuttgart
Telefon +49 711 248955-20, Fax: +49 711 248955-30, info@lnv-bw.de
Vertretungsberechtigt: Dr. Gerhard Bronner; Amtsgericht Stuttgart VR 2787

Endredaktion: Christine Lorenz-Gräser, Bildredaktion: Jutta Ortlepp
Beiträge: Dr. Gerhard Bronner (Bronner), Julia Flohr (Flo), Christine Lorenz-Gräser (Logr), Dr. Anke Trube (Tr), Jutta Ortlepp (Ort), Kathrin Schlecht (KS), Sophia Bosch (Bo)
Der LNV-Infobrief berichtet regelmäßig über aktuelle Themen des Natur- und Umweltschutzes.
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