LNV-Infobrief November 2020

Im Blickpunkt: Warum polarisiert der Wolf so sehr?

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Naturschützerinnen und Naturschützer,
brauchen wir den Wolf? Woher kommt die Angst vor ihm? Kein Tier ist dem Menschen in seinem Sozialverhalten so ähnlich, wie der Wolf, sagt Elli H. Radinger (Juristin, beteiligte sich 1995-2018 an Wolfsforschung im Yellowstone-Nationalpark, USA, 1991 gründete sie die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe). Sie sind fürsorgliche Familienmitglieder. Nach einem zunächst euphorischen „Willkommen Wolf“ kam die Ernüchterung: „Huch, die fressen Tiere!“ Seitdem wird aufgerüstet: Wolfsgegner versus Wolfskuschler. Und nun – seit dem Jahr 2000 – ist er wieder zurück. Wenn es die Tierhalter den Wölfen zu einfach machen, holen sie sich das, was ihnen als leichte Beute geboten wird.
Wölfe, Luchse und Bären sind in Europa durch das „Übereinkommen über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume“ (Berner Konvention) und im Bereich der Europäischen Union zusätzlich durch die „Richtlinie 92/43/EWG zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen“ (Flora-Fauna-Habitat Richtlinie) geschützt. Die Berner Konvention stellt den Wolf unter strengen Schutz, während der Luchs einen niedrigeren Schutzstatus (geschützte Tierart) innehat, in der Roten Liste aber in Kategorie 1 „vom Aussterben bedroht“ steht.
In Baden-Württemberg sind zwei Wölfe aktuell resident. Nun hält sich noch ein weiteres Tier im Neckar-Odenwaldkreis auf. Vielleicht bleibt auch er. „Der Wolf ist für die Schäfer kein Feindbild mehr“, schrieb unlängst Thomas Faltin in der Stuttgarter Zeitung. Der Schafzuchtverband (LSV) hat sich bewegt und akzeptiert den Wolf – die Kooperation mit Naturschützern funktioniert. Was ist los im „Ländle“? Umweltminister Untersteller dankte dem LSV und dem NABU für die Durchführung des Herdenschutzprojekts und die Zusammenarbeit. „Naturschutz und Landwirtschaft sind auch hier nicht so weit auseinander wie oft angenommen wird.“ „Das Besondere an dem Projekt ist, dass Weidetierhalter und Naturschützer – anders als in anderen Bundesländern – gemeinsam nach Lösungen suchen, um Schafe mit den bestmöglichen Mitteln vor dem Wolf zu schützen,“ sagt Dr. Markus Rösler, naturschutzpolitischer Sprecher der Fraktion Grüne. Der LNV beteiligt sich im Wolfs- und im Luchs-Entschädigungsfonds, die sicherstellen, dass Risse schnell und unbürokratisch ersetzt werden, sofern die Schutzmaßnahmen erfüllt waren.
Bis jetzt verhalten sich die Wölfe in Baden-Württemberg vorbildlich. Wollen wir hoffen, dass es so bleibt.
Und der Luchs? Über das MLR wird aktuell auch für den Luchs ein Managementplan erarbeitet. Der Luchs braucht aktive Unterstützung, wenn der Bestand gestützt werden soll.
Herzliche Grüße, Ihre
Verena Schiltenwolf M. A.
Mitglied im LNV-Vorstand und LNV-Referentin für Großraubtiere und Tierschutz

Weitere Informationen zu Wolf und Luchs als pdf-download: Infos über Großraubtiere

Inhalt

Inhalt
LNV Aktiv
LNV-Initiative Artenkenntnis
Aus den LNV-Arbeitskreisen
Aus Politik und Verwaltung
Daten, Fakten, Hintergründe
LNV Intern
Termine und Aktionen
Bücher, Filme, Neuigkeiten
und außerdem….

LNV-Infobrief als pdf zum Herunterladen

LNV aktiv

Fortbildungen zur Stärkung des Ehrenamtes im Naturschutz –
im Rahmen des LNV-Projekts StEiN

Online-Seminarreihe „Eingriffsregelungen und Kompensation“, vom 17.11. bis 15.12.2020, jeweils 19 – 21 Uhr

Kostenlose Fortbildungen für Naturschützer*innen
Rechtliche Rahmenbedingungen, 17.11.2020
Referent: Stefan Schill, Landratsamt Emmendingen
Erarbeitung von Stellungnahmen bei Planungsverfahren am Praxisbeispiel, 24.11.2020
Referent: Christian Blank, Regierungspräsidium Stuttgart, Ref. 56
Baurechtlicher Ausgleich in neun Gemeinden rund um den Schönberg, 1.12.2020
Referent: Prof. Albert Reif, Universität Freiburg
Was ist ein Ökokonto und wie entstehen Ökopunkte? 15.12.2020
Referent: Thomas Breunig, Institut für Botanik und Landschaftskunde, Karlsruhe

Wir danken dem Umweltministerium für die Förderung des Projekts.
Weitere Informationen und Anmeldung direkt unter der jeweiligen Veranstaltung oder hier: Anmeldung

LNV-Aktionen zu Schottergärten sehr erfolgreich

Bewusstsein für Entschotterung gestärkt

Schottergärten sind ein ökologischer Totalausfall. Durch verschiedene Aktionen, wie einen Informationsflyer, Pressemitteilungen oder eine umfangreiche Fotosammlung von Schottergärten, hat der LNV in den letzten Monaten politische Entscheidungsträger*innen sowie die interessierte Öffentlichkeit darauf aufmerksam gemacht, dass Schottergärten bereits seit langem durch § 9 der Landesbauordnung (LBO) verboten sind, und für naturnahe Gärten geworben. Nun hat auch der SWR in der Sendung „Zur Sache Baden-Württemberg“ einen Beitrag zu Schottergärten gebracht. Unter anderem wird das LNV-Video zu Schottergärten vorgestellt, und LNV-Vorsitzender Dr. Gerhard Bronner kommt zu Wort. Flo
PM des LNV I SWR-Beitrag I Stuttgarter Zeitung

Umweltauswirkungen von Bebauungsplänen

Beim Monitoring liegt noch vieles im Argen; LNV-Info 05/2020

Viele Gemeinden nehmen die Verpflichtung zur Umweltüberwachung von Bebauungsplänen nicht sehr ernst. Umweltberichte beschreiben die geplanten Überwachungsmaßnahmen oft nicht oder nur unzureichend. Seit 2017 unterliegen zudem die Kompensationsmaßnahmen der Überwachung, d. h. auch für sie muss ein Überwachungskonzept erstellt werden. Der LNV hat ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, um genauer beurteilen zu können, welche Möglichkeiten es zur Durchsetzung einer ordnungsgemäßen Umweltüberwachung gibt. Es ist Grundlage dieses LNV-Infos des LNV-Vorsitzenden Dr. Gerhard Bronner. Tr
LNV-Info Nr. 5/2020

Geographische Informationssysteme (GIS) im Naturschutz

Anleitung für Einsteiger*innen; LNV-Info 06/2020

Geodaten sind ein wichtiges Hilfsmittel im Naturschutz geworden. Für die meisten umweltbezogenen Daten und Informationen gibt es Geodaten. Die genaue Lage von Schutzgebieten, Flurstückgrenzen und ähnlichem kann so auf Karten oder Luftbildern sichtbar gemacht werden. Mit diesem LNV-Info sollen Naturschützer*innen auch ohne Vorkenntnisse die Möglichkeiten der GIS-Nutzung aufgezeigt und der Einstieg erleichtert werden. Bronner, Tr
LNV-Info Nr. 6/2020

Vogelschlag an Glas

Neues LNV-Info 07/2020 ersetzt Info von 2017

Jährlich verunglücken mehrere Millionen Vögel an Glasscheiben und stark spiegelnden Gebäudefassaden tödlich, da sie transparente Scheiben nicht als Hindernis wahrnehmen oder Spiegelungen irrtümlich als Lebensraum erkennen. Doch Bauen mit Glas liegt nach wie vor im Trend. Über die Auswirkungen und über Möglichkeiten, den Vogelschlag an Glasflächen zu verringern, informiert das neue LNV-Info Nr. 07/2020. Es enthält ferner Muster für Stellungnahmen und für eine Pressemitteilung. Dieses LNV-Info löst LNV-Info 05/2017 ab, das damit seine Gültigkeit verliert. Flo
LNV-Info 07/2020

Änderung der Musterbauordnung

LNV beanstandet Fehlen von Regelungsbereichen

Die Musterbauordnung ist eine Mustervorgabe der Bauministerkonferenz, um möglichst inhaltsgleiche Landesbauordnungen sicherzustellen. Der aktuelle Änderungsentwurf klammert wichtige Regelungsbereiche völlig aus, wie der LNV in seiner Stellungnahme kritisiert. So fehlen technische Standards, wie Gebäude mit hohem Verglasungsanteil gestaltet werden müssen, um Vogelschlag zu vermeiden, oder Vorgaben über die Zulassung und Verwendung recyclinggerechter Baustoffe. Es fehlt an Überwachungsmechanismen zum Verbot von Schottergärten, zu Festlegungen in Grünordnungsplänen, zu energetischen Vorgaben u. a. Tr
LNV Stellungnahme vom 28.09.2020

Maschinenringe für Naturschutzverbände

Fünfte Vergaberunde von LNV und Umweltstiftung Stuttgarter Hofbräu

Zum fünften Mal schreiben der LNV und die Umweltstiftung Stuttgarter Hofbräu Naturschutzmaschinenringe aus. Naturschutzgruppen können Landschaftspflegegeräte beantragen, die sie dann auch benachbarten Gruppen für Landschaftspflegeeinsätze zur Verfügung stellen. So werden die hochwertigen und oft teuren Maschinen effektiver genutzt und besser ausgelastet. Mit der Aktion unterstützen LNV und Hofbräustiftung seit 2005 Ehrenamtliche in der Landschaftspflege. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an info@lnv-bw.de. Logr
Informationsblatt

Erweiterung einer Schweinehaltung

Musterstellungnahme

Musterstellungnahmen können als Leitschnur für die eigene Stellungnahme dienen. Die gemeinsame Stellungnahme von BUND, LNV, NABU und Umweltzentrum Kreis Schwäbisch Hall zu einer Schweinehaltungs-Erweiterung im Landkreis Schwäbisch Hall (immissionsschutzrechtliches Verfahren mit UVP) geht auf u. a. folgende Problembereiche ein: Die Gülle = Nährstoffproblematik, Fäkalkeime und Medikamentenrückstände, das Verschlechterungsverbot der EU-WRRL, bestehende Grenzwertüberschreitungen an Grundwassermessstellen, Stickstoffüberschüsse von 96 kg/ha bereits vor Erweiterung der Tierhaltung (über 60 kg/h N stellen laut EuGH eine planmäßige Überdüngung dar) u. v. a.m. Tr
Stellungnahme von BUND, LNV, NABU, UZ Schwäbisch Hall vom 29.07.2020

Hartschaumfüllung von Specht-Nistkästen

Naturschützer befürchten Vermüllung der Landschaft

Als CEF-Maßnahme für wegfallende Nisthöhlen von Spechten hat die Naturschutzbehörde das Aufhängen spezieller Spechtnistkästen verfügt, die mit einem Hartschaumkern ausgestattet sind. Ein Naturschützer sowie der LNV legten Protest ein. Vermüllung der Landschaft sollte nicht auch noch behördlicherseits gefordert werden. Spechte und Meisen lernen die leichte Bearbeitbarkeit von Hartschaum. Höhlenbau in die Energiedämmung von Häusern ist jedoch unerwünscht. Nach Aussagen von Spechtkennern gibt es bis heute zudem keine Brutnachweise von Spechten in Kunsthöhlen, sie werden bestenfalls zum Übernachten angenommen und dürften gar nicht als CEF-Maßnahme festgelegt werden. Tr

LNV-Pressemitteilungen

Neues LNV-Video widerlegt Aussage des Wirtschaftsministeriums
Schottergärten sind in Baden-Württemberg ein flächendeckendes Problem
Mehr amtlicher Einsatz gegen Schottergärten!
Bauern- und Umweltverbände fordern Baurechtsämter auf, die Entschotterung voranzutreiben

LNV-Initiative Artenkenntnis

Engagierte Jugendliche bei Youth in Nature (YiN)

Anmeldung für Warteliste weiterhin möglich

Mittlerweile haben neun Exkursionen zu unterschiedlichen Themen im Rahmen des vom Umweltministerium geförderten Projekts „Youth in Nature (YiN)“ stattgefunden. Zu Gewässern, Schnecken, Pilzen und vielem mehr. Die Jugendlichen sind mit großer Begeisterung dabei, und für viele ist es ein Angebot, auf das sie lange gewartet haben. So werden eifrig Exkursionsprotokolle geschrieben und Artenlisten angelegt. Zu Beginn des Projekts bekamen die Jugendlichen ein Artentagebuch überreicht, das sich nun kontinuierlich füllt. Was sich in den Gruppen tut, kann auf der YiN-Website nachgeschaut werden. Schl
Einblicke YiN

Aus den LNV-Arbeitskreisen

Kiesabbau am Rimsinger Baggersee geht weiter

Der LNV-AK Freiburg, der NABU und die Bürgerinitiative Rimsingen-Lebenswert sprechen sich entschieden gegen eine Erweiterung des Baggersees in Breisach aus. Bereits im Juli fand ein Erörterungstermin statt, die mangelnde Transparenz der Hermann Peter KG wurde kritisiert. So wurde stets von einer Erweiterung von 1,9 ha gesprochen, vor Ort jedoch von 3,2 ha. Auch die Transportwege für den Kies wurden im Antrag nicht erwähnt. Nun soll dieser Abtransport laut Firma genau durch das Naturschutzgebiet „Zwölferholz“ erfolgen. Der LNV-AK Freiburg fordert daher ein nachhaltiges Konzept zur Ausbeutung des Kieses. Schä
Badische Zeitung vom 10.10.2020

Aus Politik und Verwaltung

Novelle des Klimaschutzgesetzes verabschiedet

Neuregelung sieht Photovoltaik-Pflicht für Nichtwohngebäude vor

Der Landtag hat die Novelle des Klimaschutzgesetzes verabschiedet und damit die Grundlage der CO2-Einsparziele von BW gelegt. Die Neuregelung sieht u. a. eine Photovoltaik-Pflicht für neue Nichtwohngebäude und bestimmte Parkflächen sowie eine Pflicht zur kommunalen Wärmeplanung vor. Ziel ist, dass Städte systematisch untersuchen, wo und wie ihre Wärmeversorgung effizienter und klimafreundlicher werden kann. Der LNV begrüßt verschiedene Ansätze, hält aber weitergehende Maßnahmen für erforderlich, etwa die Photovoltaik-Pflicht auch auf Wohngebäuden und die Ausweitung der kommunalen Wärmeplanung auch auf Gemeinden. Logr
PM des Landes BW I LNV-Stellungnahme vom 06.07.2020

Kommunen haben Schlüsselrolle beim Klimaschutz

Städte und Gemeinden können bis 30.11.2020 Anträge stellen

Das UM hat den „Statusbericht kommunaler Klimaschutz in BW“ veröffentlicht. Der Bericht gibt einen Überblick darüber, an welchen Stellen bereits erfolgreich kommunale Klimaschutzaktivitäten umgesetzt werden und wo Nachholbedarf besteht. Er richtet sich in erster Linie an ein Fachpublikum und soll besonders kommunalen Beschäftigten Informationen und Anregungen zu Klimaschutzaktivitäten bieten. Die Publikation hat die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH im Auftrag des UM erstellt. Logr
PM-Land BW

Flächenschonende Photovoltaikanlagen voranbringen

Gemeinsame Forderung von Landwirtschafts- und Umweltministern ans EEG

Die Minister Hauk und Untersteller fordern, bei der Überarbeitung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ein eigenes Fördersegment für Agro-Photovoltaik und schwimmende Photovoltaikanlagen zu schaffen. Mit schwimmender PV könnten im Land bis zu 120 MW Leistung zusätzlich produziert werden (1-2 % der PV-Leistung in BW). Sonderkulturen werden oft zum Schutz vor Regen, Hagel, Sonnenstrahlung oder Vogelfraß abgedeckt. Die Unterkonstruktionen für die Schutzeinrichtung der Kulturen könnten für die Aufständerung der Photovoltaik-Module verwendet werden. Allerdings stecke die Agro-PV noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Tr
PM des MLR I PM des UM

Zustand der Wälder hat sich weiter verschlechtert

Nie dagewesenes Schadensniveau seit Beginn der Waldzustandserhebung

Trockenheit und Hitze schwächen die Waldbäume im dritten Jahr in Folge. Der Waldzustandsbericht 2020 stuft 46 % der Waldfläche in BW als deutlich geschädigt ein, ein Höchststand seit Beginn der Waldzustandserhebung. Der mittlere Nadel- bzw. Blattverlust hat sich bei Fichte, Kiefer, Esche und Buche weiter verschlechtert. Der Zustand der Tanne stagniert auf hohem Schadniveau. Nur der Kronenzustand der Eiche ist deutlich verbessert, aber immer noch auf hohem Schadniveau. Das Land unterstützt die Waldbesitzer bei gravierenden Waldschäden mit insgesamt 30 Mio. Euro, etwa für die Aufarbeitung des Schadholzes, aber auch für den Aufbau klimastabiler Wälder. Logr
PM des MLR vom 22.10.2020

Erste Gemeinwohlbilanz von ForstBW

Wirtschaften zum Wohle aller

Der Staatswald ForstBW hat seine erste Gemeinwohlbilanz vorgelegt. Sie wurde nach dem System der Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) vorgenommen. Kernelement ist die „Gemeinwohl-Matrix“, die alle zu prüfenden Aspekte systematisch aufführt. ForstBW beschreibt darin seine Gemeinwohl-Orientierung anhand von 20 vorgegebenen Gemeinwohl-Themen. Als Mehrwert nimmt ForstBW die inner- und außerbetriebliche Transparenz aus dem Prozess mit und das Setzen von Entwicklungszielen. Tr
Bilanz Forst BW

Tierschutzkontrolle

Erfolgreiches Modell der Lebensmittelkontrolle wird übertragen

Das 12-köpfige, interdisziplinäre Landeskontrollteam Lebensmittelsicherheit Baden-Württemberg (LKL BW) unterstützt seit fünf Jahren die Lebensmittel- und Futtermittelüberwachungsbehörden im Land. Nun soll das Modell auf die Tierschutzkontrolle übertragen werden. Aufgaben der Tierschutzüberwachung werden am Regierungspräsidium Tübingen gebündelt und die Stabsstelle Tiergesundheit und Verbraucherschutz um das Sachgebiet „Tierschutz“ erweitert. Sie soll bei der Überwachung ‚großer‘ Betriebe oder von Betrieben, deren Überwachung spezielles, vertieftes Fachwissen erfordert, unterstützen. Tr
Landeskontrolle Lebensmittel I MLR-PM 21.10.2020

BW stellt vierten Rohstoffbericht vor

Rohstoffwirtschaft trägt zur regionalen Wertschöpfung bei

BW ist reich an mineralischen Rohstoffen. In derzeit knapp 500 Gewinnungsstellen werden jährlich fast 100 Mio. t mineralischer Rohstoffe abgebaut. Der vierte Rohstoffbericht des Landes soll als Informationsquelle für Wirtschaft, Behörden und Politik zur Versachlichung der Diskussion um die Rohstoffgewinnung in der Öffentlichkeit beitragen. Umweltminister Untersteller appellierte an die Rohstoffwirtschaft, Planungsträger und Bürgerschaft, bei der Nutzung der verfügbaren Vorkommen in jedem Einzelfall gemeinsam und konstruktiv zukunftsgerichtete Lösungen zu suchen. Logr
Rohstoff-Bericht BW

„Blaues Gut – wir machen Gewässer besser“

Zusammenführung der Aktivitäten um Gewässer

Unter dem Dach „Blaues Gut – wir machen Gewässer besser“ werden vom UM zukünftig die Initiative Unser Neckar sowie Aktivitäten rund um das Thema Vitale Gewässer zusammengeführt. Auch die Gewässerpädagogik sowie das Engagement der Gewässerführer werden hier eingebettet. Ziel von Blaues Gut ist es, die Wahrnehmung der zahlreichen vorhandenen und geplanten Maßnahmen und Aktivitäten im Zusammenhang mit der Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinie landesweit zu verbessern. Der Startschuss fiel am 10.09.2020 an der Rems. Tr
Schreiben des UM I Blaues Gut

BW fördert Blühflächen und Biodiversitätspfade

Kommunen können bis 30.11.2020 Anträge stellen

Das MLR unterstützt mit einem neuen Förderprogramm Kommunen, die mit Blühflächen und Biodiversitätspfaden einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität und zur Stärkung des Biodiversitätsbewusstseins im Land leisten. Auch die Biotopvernetzung, der landesweite Biotopverbund und die Umsetzung des Generalwildwegeplans sollen damit gefördert werden. Zum Förderverfahren sind ausschließlich Kommunen zugelassen. Logr
BW PM vom 26.10.2020

Kommunale Fußverkehrs-Checks

Gewinner aus 60 Bewerberkommunen ermittelt

Aus mehr als 60 Bewerberkommunen wurden die Gewinner der 6. Runde des Fußverkehrs-Checks ausgewählt: Asperg, Baden-Baden, Daisendorf, Esslingen, Gundelfingen, Konstanz, Malsch, Mengen, Metzingen und Wernau (Neckar). Die Ausschreibung 2020 stand unter dem Themenschwerpunkt „Mehr Platz zum Gehen“. Das Land trägt die Kosten für die Fußverkehrs-Checks. Verbunden ist dies mit der Hoffnung, dass die aus dem Prozess hervorgehenden Maßnahmenempfehlungen konsequent umgesetzt werden. Das umfasst auch die Bereitschaft, Flächen zugunsten des Fußgängerverkehrs umzuverteilen. Tr
PM des VM

Planung von Radschnellwegen

Bund bewilligt Fördermittel

Dem Land und den beteiligten Kommunen stehen gut 15 Mio. Euro Finanzhilfen des Bundes für die Planung von Radschnellwegen zur Verfügung. Diese teilen sich auf sieben Radschnellwege des Landes und fünf kommunale Verbindungen auf. BW plant damit mehr Radschnellwege als alle anderen Bundesländer zusammen. Die Finanzhilfen des Bundes (75 Prozent Förderung) addieren sich zu denen des Landes. Dadurch können Regionen, Landkreise und Kommunen eine Förderquote von bis zu 90 Prozent der Kosten für die Umsetzung von Radschnellwegen erreichen. Tr
PM des VM vom 14.08.2020 I Bericht Aktivmobil

Neue Landesradfernwege

Qualitätsoffensive für Radrouten – Remstal-Radweg und Albtäler-RadwegZiel des Landes ist es, BW zur beliebtesten Radreisedestination Deutschlands zu entwickeln. Hierfür haben Tourismusminister Wolf und Verkehrsminister Hermann eine Qualitätsoffensive gestartet und das RadNETZ mit zwei neuen Radfernwegen im Remstal und durch acht Täler der Schwäbischen Alb erweitert. Das Land baut im Rahmen des RadNETZ BW sowohl Alltagsstrecken als auch Freizeitstrecken zusammen mit den Kommunen systematisch aus. Es übernimmt die Erstellung und Wartung der Beschilderung auf über 7.000 Kilometer Länge. Tr
PM des VM vom 19.10.2020 I Remstal-Radweg I Albtäler-Radweg

Daten, Fakten, Hintergründe

Greenwashing statt Agrarwende

Umweltverbände zur Reform der EU-Landwirtschaftspolitik

Die EU-Länder haben sich am 21.10.2020 auf eine Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nach 2020 verständigt. Umweltorganisationen kritisieren das Ergebnis, u. a., dass der Großteil der 387 Mrd. Euro Subventionen – etwa ein Drittel des EU-Budgets – weiterhin als Direktzahlungen auf Basis der Flächengröße der Betriebe fließen sollen – und zwar ohne Umweltauflagen. Landwirtschaftliche Betriebe, die Umweltprogramme nutzen, sollen 20 % der Direktzahlungen erhalten. Das EU-Parlament wollte 30 % der Direktzahlungen an Umweltauflagen knüpfen. Die Mitgliedstaaten und die Abgeordneten müssen sich auf eine gemeinsame Linie einigen, damit die Reform in Kraft treten kann. Logr
DNR-Aktuell 2020

Bericht zur Lage der Natur in Europa

81 % der geschützten Lebensräume sind in schlechtem Zustand

Die meisten geschützten Lebensräume und Arten in Europa befinden sich trotz Fortschritten in einigen Zielgebieten in einem schlechten Zustand. Ihr anhaltender Rückgang ist hauptsächlich auf Land- und Fortwirtschaft, Verstädterung sowie Eingriffe in Süßwasser-Lebensräume zurückzuführen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Bewertung der Kommission zum Zustand der Natur. Sie stützt sich auf einen ausführlicheren Bericht der Europäischen Umweltagentur. Der Bericht unterstreicht den Handlungsbedarf, wenn sich Europas Biodiversität – wie in der neuen EU-Biodiversitätsstrategie vorgesehen – bis 2030 wirklich erholen soll! Flo
Bericht EU

Insektenschwund noch stärker als befürchtet

Langzeitstudie am Randecker Maar zeigt Populationsrückgänge von über 90 %

Als „niederschmetternd“ bezeichnet der Hauptinitiator Wulf Gatter das Ergebnis seiner Langzeitstudie auf der Schwäbischen Alb zum Insektenbestand. Im Vergleich zum Beginn der Erfassungen seien heute teilweise nur noch 3 % bestimmter Insektenarten vorhanden. Die Studie beschäftigt sich vor allem mit Schwebfliegen. Diese werden seit den 1970er-Jahre an der Forschungsstation Randecker Maar auf der Schwäbischen Alb gezählt, wenn sie im Spätsommer/Herbst Richtung Süden wandern. Auch bei der Zählung anderer Insekten, etwa Waffenfliegen oder Schlupfwespen, stellte man einen fast ähnlich starken Schwund fest. Logr
Bericht im Deutschlandfunk I UM-PM vom 29.10.2020

DVL fordert Gemeinwohlprämie für Landwirtschaft

Ergebnis des Forschungsprojektes ist bundesweit anwendbar

Die bundesweit anwendbare Gemeinwohlprämie beinhaltet einen Katalog von 19 Maßnahmen aus den Bereichen Biodiversitäts-, Klima- und Wasserschutz. Der Katalog umfasst die Nutzungskategorien Ackerland, Grünland, Sonderkulturen und Hoftorbilanzen, aus denen Betriebe die für sie passenden Maßnahmenkombinationen auswählen können. Die einzelnen Maßnahmen der Gemeinwohlprämie werden gemäß ihrer Wertigkeit für den Biodiversitäts-, Klima- und Wasserschutz bepunktet. Neu entwickelt wurde zudem ein Bonussystem für Maßnahmenvielfalt, mit dem die Nutzungsvielfalt in der Agrarlandschaft gefördert wird. Logr
DVL-Projekt

Auerhuhn im Schwarzwald e. V.

Nur noch 300 Exemplare – neuer Verein will Auerhuhn besser schützen

Der neu gegründete Verein Auerhuhn im Schwarzwald e. V. will zentrale Anlaufstelle sein für Waldbesitzende, Akteure aus Forst, Jagd, Naturschutz und für alle, die sich gerne in den Auerhuhnwäldern des Schwarzwalds aufhalten. Er kümmert sich um anstehende Aufgaben und die dafür notwendige Finanzierung, bündelt das Wissen und organisiert gebotene Erhaltungsmaßnahmen mit allen Beteiligten gemeinsam. Derzeit (Stand 2018) leben nur noch 300 Auerhühner im gesamten Schwarzwald – obwohl die FVA bereits 1988 eine systematische Erforschung startete und bereits 2008 ein Auerhuhnaktionsplan in Kraft getreten ist. Logr
Verein Auerhuhn

Fortschritte im Herdenschutz

Projektabschluss präsentiert Lösungen für Weidetierhalter*innen

Herdenschutz braucht praxisnahe und flexible Lösungen, die auch an steilen Hängen im Schwarzwald oder bei der Wanderschäferei auf der Schwäbischen Alb gut funktionieren. Diese liefert ein Langzeit-Praxistest mit Elektrozäunen, -netzen und Herdenschutzhunden von NABU und Landesschafzuchtverband (LSV). Entwickelt wurde z. B. gemeinsam mit Zaunherstellern und Testbetrieben ein neues, wolfsabweisendes elektrisches Netz zum Einzäunen von Weidetieren in schwarz-weiß: Wölfe können, wie Wildschweine und Hirsche, die Farben rot und grün schlecht sehen und erkennen die bisher meist orange gefärbten Netze schlecht. Logr
NABU-News Oktober 2020

Windenergieanlagen sollen Vögel erkennen können

Aktualisierte Übersicht technischer Systeme

Technische Detektionssysteme sollen automatisch erkennen, wenn kollisionsgefährdete Vogelarten einer Windenergieanlage nahekommen. Sie sollen eine Abschaltung der Anlage auslösen. Das Kompetenzzentrum für Naturschutz und Energiewende (KNE) hat eine aktuelle Übersicht der auf dem Markt bzw. in Entwicklung befindlichen Detektionssysteme veröffentlicht. Die Synopse wurde aktualisiert und erweitert. Der Fokus liegt auf dem Schutz tagaktiver Brutvögel. Tr
Übersicht

Pestizidrückstände in der Luft

Überall in Deutschland nachweisbar

Pestizide verbreiten sich kilometerweit durch die Luft. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie im Auftrag des Umweltinstituts München gemeinsam mit dem Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft. In beinahe allen Proben wurden Rückstände von gleich mehreren Pestiziden gefunden, insgesamt 124 verschiedene Pestizidwirkstoffe sowie 14 Abbauprodukte. An rund drei Viertel aller untersuchten Standorte wurden jeweils mindestens fünf und bis zu 34 Pestizidwirkstoffe sowie -abbauprodukte gefunden. Die Lage in einem Schutzgebiet zeigt in der Statistik keinen starken Schutz vor dem Eintrag von Pestiziden und ähnlichen Stoffen durch die Luft. Tr
Umweltinstitut Meldungen Pestizide 2020

Vogeltod an Spiegelfassade einer Ulmer Firma

Ungenehmigte Verspiegelung immer noch nicht entfernt

An der verspiegelten Fassade der Firma Envola kommt es laut Bericht des NABU Ulm häufig zu Vogelschlag. Dennoch weigere sich die Firma, die gefährlichen Spiegelelemente zu entfernen oder zu verhängen – trotz Auflage der Stadt, die an dem Gebäude lediglich Holzpaneele genehmigt hatte. Zwar sind mittlerweile offenbar Fensterflächen im Erdgeschoss mit schwarzen Lochfolien beklebt, an den großen Spiegelflächen im Obergeschoss seien aber lediglich Kameras montiert worden, mit denen der Eigentümer den Aufprall von Vögeln dokumentieren will, berichtet die Ortsgruppe. Leider zögert die Stadt bisher, energisch gegen diesen Verstoß vorzugehen. Logr
Weitere Infos

Strom und Wärme aus Klärgas

Überwiegender Eigenverbrauch durch Kläranlagen

In 274 der rund 930 Kläranlagen in BW entstand im Jahr 2019 Klärgas. In 266 dieser Klärwerke wurde das Klärgas in eigenen Energieerzeugungsanlagen eingesetzt. In 241 davon wurde das Klärgas verstromt, in den verbleibenden 25 Klärwerken ausschließlich Wärme erzeugt. Gut drei Viertel des gewonnenen Klärgases wurden von den Anlagenbetreibern zur Stromerzeugung genutzt. Weitere rund 10 % wurden ausschließlich zu Heiz- und/oder Antriebszwecken eingesetzt. Tr
PM des StaLa vom 21.08.2020

Im Schnitt rund 1,9 Fahrräder pro Haushalt

Mindestens ein Pedelec in jedem achten Haushalt

Das Statistische Landesamt BW stellt auf Basis der aktuellen Ergebnisse der laufenden Wirtschaftsrechnungen (LWR) fest: Fast 78 % der Haushalte in BW sind mit mindestens einem Fahrrad ausgestattet. Ein Haushalt besaß durchschnittlich rund 1,9 Fahrräder (zum Vergleich: 1,2 Pkw pro Haushalt). Rund jeder achte Haushalt in BW (fast 13 %) besaß zum Jahresanfang 2020 mindestens ein Fahrrad mit unterstützendem Elektromotorantrieb (sog. Pedelec). Tr
PM des StaLa

Neues Bündnis „Wege aus der Plastikkrise“

Deutschland muss Vorreiter beim Kampf gegen Plastikmüll sein

In einem offenen Brief fordert das Bündnis „Wege aus der Plastikkrise“ aus u. a. BUND, Greenpeace und DUH Umweltministerin Schulze auf, sich während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft gegen den steigenden Plastikmüll einzusetzen. Notwendig für die dringend notwendige Kehrtwende sind u. a. ein verbindliches Abfallvermeidungsziel, die Umsetzung der Mehrwegquote für Getränkeverpackungen, Wiederverwendungsquoten für Verkaufs-, Transport und Versandverpackungen sowie eine deutliche Verteuerung von Kunststoffen aus Neumaterial. Logr
Greenpeace – Offener Brief zur Plastikflut I Weitere Informationen

Der Recycling-Mythos

Toxische Nachwirkungen von importiertem Plastikmüll in Malaysia

Der Report „The Recycling Myth“ von Greenpeace Malaysia aus 2018 trug dazu bei, dass die Probleme mit Plastikmüll ausführlicher thematisiert wurden. Seitdem häufen sich die Nachrichten rund um die internationale Verschiffung von Plastikmüll und die Umweltbelastung durch Deponien und Recycling-Anlagen. Der Recycling Mythos 2.0 geht der Frage nach, was mit den bereits in Malaysia angelieferten Abfällen geschieht, wie sich die damit verbundene Schadstoffbelastung konkret auf Menschen und Umwelt auswirkt und welche Maßnahmen ergriffen werden können. Logr
Greenpeace Plastikreport Malaysia 2020

Entsorgung von Einwegplastik und Zigarettenkippen

Littering kostet Kommunen jährlich 700 Mio. Euro

Städte und Gemeinden in Deutschland zahlen jährlich rund 700 Mio. Euro, um Parks und Straßen von Zigarettenkippen (225 Mio. Euro), To-Go-Bechern und anderen Einwegplastik-Produkten (120 Mio. Euro) zu reinigen, öffentliche Abfallbehälter zu leeren und die Abfälle zu entsorgen (225 Mio. Euro). Das ist das Ergebnis einer Studie des Verbands kommunaler Unternehmen (VKU). Bisher wird das vollständig über Straßenreinigungsgebühren oder die kommunalen Haushalte finanziert, also auf die Allgemeinheit abgewälzt. Das BMU will die Einwegplastik-Hersteller zur Kasse bitten. Tr
Studie VKU 2020 I PM BMU 24.08.2020

Entpackungsanlage für Lebensmittelabfälle

Unternehmen aus BW realisiert neues Trenn-Konzept

Eine getrennte Aufbereitungslinie der ReFood GmbH trennt die Verpackungsbestandteile von den Lebensmitteln. Organische Abfälle können dadurch für die anschließende Biogaserzeugung und landwirtschaftliche Nutzung so aufbereitet werden, dass sie weitestgehend frei von Kunststoffen sind. Bisher ist es üblich, verpackte und unverpackte Lebensmittelabfälle gemeinsam zu behandeln. Kunststoffe werden dann nur unzureichend herausgesiebt. Das neue Konzept geht auf eine Initiative des UM BW im Bundesrat zurück. Noch besser wäre es, die Verpackung von Lebensmitteln sowie Lebensmittelverschwendung deutlich zu reduzieren. Logr
UM Pressemitteilung vom 16.10.2020 I UM Erneuerbare Energien – Bioenergie

Multiplikator*innen gegen „Rechts“ ausgebildet

Zehn Zertifikate im Rahmen des Projektes NaturSchutzRaum vergeben

Die ersten 10 von geplanten 150 Multiplikator*innen wurden von der Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) mit Sitz bei den Naturfreunden Deutschland ausgebildet. Das Projekt will rechtsextrem gefährdete Jugendliche und junge Erwachsene im ländlichen Raum über die Natur- und Umweltschutzverbände erreichen. Dank der Schulung durch die FARN-Bildungsreferent*innen können die ausgebildeten Multiplikator*innen vor Ort über die Gefahren des Rechtsextremismus aufklären und mögliche Radikalisierungstendenzen erkennen. Für 2021 sind die Schulungen bereits ausgebucht. Ort
FARN Basisausbildung

Stellenausschreibung

Praktikum beim LNV

Interessante Einblicke in die Arbeit des Naturschutzdachverbandes

Beim LNV ist ab April 2021 wieder ein Praktikumsplatz frei. Bewerben können sich vor allem Studierende aus den Bereichen Biologie, Landschaftsplanung, Geografie, Agrarwissenschaften, Umwelt- und Verwaltungswissenschaften, öffentliche Verwaltung oder auch Kulturwirtschaft. Bitte wenden Sie sich bei Interesse oder bei Fragen an Geschäftsführerin Christine Lorenz-Gräser,
Email christine.lorenz-graeser@lnv-bw.de. Logr

LNV-Intern

Aktuelle Termine

LNV-Arbeitskreis-Sprechertreffen im Regierungsbezirk Karlsruhe am 12.11.2020

findet online statt.

Termine und Aktionen

14. landesweiter Streuobsttag Baden-Württemberg

Streuobst ist mehr, 10.11.2020 und 17.11.2020, online

Der 14. Landesweite Streuobsttag von u. a. MLR, LEL, Hochstamm Deutschland wurde vom Frühjahr in den Herbst verschoben und findet erstmals online, mit drei Veranstaltungen, statt. Die erste war bereits am 03.11.2020. Auch online verspricht der Streuobsttag rege Diskussionen und spannende Einblicke für alle Streuobstakteur*innen in BW und alle Interessierte. Zu den Themen zählt die Verwaltung von Streuobstwiesen mit Hilfe von Webtools oder ein Vortrag über Gemeinschaftsmarketing: Sinn, Nutzen, Umsetzung & Benchmark. Der LNV unterstützt die Veranstaltung als Partner. Schä
Weitere Informationen I
Streuobstportal BW

Mensch und Wolf im Schwarzwald

Sechs Informationsveranstaltungen des UM

Im November 2020 bietet das UM in Kooperation mit dem Wildtierinstitut der FVA mehrere Veranstaltungen an sechs Orten zum Thema Wolf und Mensch an. Expert*innen beider Einrichtungen bieten Information und Möglichkeit zum Austausch über die Themenfelder Wolf und Mensch, Biologie, Monitoring, Herdenschutz, Förderung und Jagd an. Termine sind der 12., 13., 17., 18., 25. und 26.11.2020. Die Teilnahme ist kostenfrei. Bitte beachten Sie mögliche Änderungen aufgrund der Corona-Pandemie. Logr
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Klimaschutz im Verkehrssektor

Wie gelingt der Durchbruch für den Klimaschutz?“, 13.11.2020, online

Am 13.11.2020 findet das Online-Event „RED II-Umsetzung im Verkehr: Wie gelingt der Durchbruch für den Klimaschutz?“ statt. Die Veranstaltung der Agentur für Erneuerbare Energie findet in Kooperation mit dem Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) und dem Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland (OVID) statt. Die Referent*innen beschäftigen sich mit der Frage, wie die Treibhausgasemissionen gesenkt werden können und welche Alternativen dem deutschen Verkehr an Antriebstechnologien und regenerativen Kraftstoffen zur Verfügung stehen werden. Schä
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Web-Seminare Facetten der Nachhaltigkeit

NABU Web-Seminare Neue Reihe mit 13 Veranstaltungen

Bereits Mitte Oktober startete eine Reihe Web-Seminare der NABU-BAG Nachhaltigkeit. Die interessanten Themen sind u. a. „Leben innerhalb der planetaren Grenzen – Wie geht das konkret?“, „Von der Bio-Economy zur Bio-WEconomy“, „Nachhaltige Wasserversorgung und was dabei so schiefgehen kann“. Konkrete Themen entnehmen Sie dem neuen Programm der NABU-BAG. Logr
Programm und weitere Informationen

Mit-CRISPRn oder nicht?

Infoveranstaltung zu den neuen Gentechniken, 19. und 20. 11.2020, online

An zwei Tagen bieten die Akademie Schloss Kirchberg und das Aktionsbündnis gentechnikfreie Landwirtschaft das Online-Event „Mit-CRISPRn oder nicht?“ an. Am Donnerstag findet die Veranstaltung zwischen 17.00 und 20.00 Uhr statt, am Freitag von 10.30 bis 17.30 Uhr. Die Tagung bietet Gelegenheit, sich nicht nur umfassend zu den neuen Gentechniken zu informieren, sondern auch kritisch mit Vertreter*innen aus Politik und Wirtschaft zu diskutieren, um den eigenen Standpunkt zu entwickeln oder zu festigen. Eine Anmeldung ist für die Teilnahme erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei. Ort
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Bücher, Filme, Neuigkeiten

Landwirtschaft und Naturschutzrecht

Beiträge des 13. Deutschen Naturschutzrechtstages in Leipzig

Die Beiträge von Experten führen die Leser*innen zu den Ursachen und Folgen der Verarmung der Natur auf Wiesen und Äckern. Fehlentwicklungen durch die EU-Agrarpolitik und mangelnde Steuerung durch den Gesetzgeber werden nachvollziehbar aufgezeigt. Die Autoren liefern auch konkrete Lösungen, wie beim Biodiversitätsverlust eine Trendwende erreicht werden kann. Dieses aufschlussreiche Buch ist allen zu empfehlen, die sich über Ursachen des Artenverlustes informieren wollen. Logr
Landwirtschaft und Naturschutzrecht I Buchbesprechung Rudolf Deile

… und außerdem

Waldwandern …

1,4 Mio. ha in Baden-Württemberg mit Wald bedeckt

Die Waldfläche in BW lag 2019 bei 1.352.658 ha und hat sich seit 10 Jahren mit einem Anteil von 37,8 % an der Landesfläche kaum verändert. Sie ist knapp viermal so groß wie die Mittelmeerinsel Mallorca, informiert das Statistische Landesamt mit Blick auf die in Coronazeiten weiter erwachte Wanderlust im heimischen Wald. Gewandert werden kann in 351.908 ha reinen Nadelwaldbeständen oder in deutlich weniger reinen Laubholzbeständen von 122.208 ha. Wer offene Landschaften mag, kann z. B. Heideflächen mit 1.290 ha oder mit Gummistiefeln Sumpf-Gebiete mit 322 ha durchqueren. Bei all dem gilt: Schutzbestimmungen beachten! Logr
StaLa Pressemitteilung vom 6.10.2020

Verzeichnis der Abkürzungen

• AKW – Atomkraftwerk
• BfN – Bundesamt für Naturschutz
• BUND – Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland
• BW – Baden-Württemberg
• CEF – vorgezogene Artenschutzmaßnahmen
• EU – Europäische Union
• FAKT – Förderprogramm Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl
• ForstBW – Landesbetrieb Forst Baden-Württemberg
• GAP – Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union
• KNE – Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende
• LPR – Landschaftspflegerichtlinie
• LSV – Landessportverband Baden-Württemberg
• LUBW – Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
• MLR – Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
• NABU – Naturschutzbund Deutschland
• VM – Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg
• PM – Pressemitteilung
• StaLa – Statistisches Landesamt
• StVO – Straßenverkehrsordnung
• UBA – Umweltbundesamt
• UM – Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
• UVP- Umweltverträglichkeitsprüfung
• UZ – Umweltzentrum
• WM – Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg

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Impressum:
Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V., Olgastraße 19, 70182 Stuttgart
Telefon +49 711 248955-20, Fax: +49 711 248955-30, info@lnv-bw.de
Vertretungsberechtigt: Dr. Gerhard Bronner; Amtsgericht Stuttgart VR 2787

Endredaktion: Christine Lorenz-Gräser, Bildredaktion: Jutta Ortlepp und Kristin Pfeiffer
Beiträge: Dr. Gerhard Bronner (Bronner), Julia Flohr (Flo), Christine Lorenz-Gräser (Logr), Dr. Anke Trube (Tr), Jutta Ortlepp (Ort), Nina Schänzel (Schä), Kathrin Schlecht (Schl)

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