LNV-Infobrief Mai 2022

Inhalt

Im Blickpunkt: Kein Land in Sicht beim Flächenfraß

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Naturschützerinnen und Naturschützer,

nach wie vor beschäftigt uns der ungezügelte Flächenverbrauch, nicht zuletzt auch im Zusammenhang mit offenen Fragen des Bodenschutzes, der Ernährungssicherheit, des Klimawandels. Beispielhaft soll dies auf zwei fachlichen Ebenen und zeitlichen Perspektiven dargestellt werden.

  1. Wir sind nach wir vor guter Hoffnung: Im vergangenen Jahr hatte der LNV im Info 07/2021 seine Position zum Bodenschutz vorgelegt. Darin zitierten wir auch die Antwort des Umweltministeriums auf eine parlamentarische Anfrage (Drucksache 16/4153): „Und zur Flurbilanz prüfe das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz die Aufnahme einer Regelung zum Schutz landwirtschaftlicher Flächen in das Landwirtschafts- und Landeskulturgesetz (LLG). In diesem Zusammenhang werde auch geprüft, inwieweit die Flurbilanz zu einem verbindlichen Instrument der agrarstrukturellen Planungspraxis verwaltungsrechtlich weiterentwickelt werden kann.“ Das war im Juni 2018! Passiert ist bis heute nichts! Was ist das jetzt? Beerdigung 1. Klasse? Hoffnungsfunke?

Dessen ungeachtet, baggern wir weiter. So führten wir im Rahmen des Projekts „StEiN“ – „Stärkung des Ehrenamtes im Naturschutz“ das LNV-Fachseminar Bodenschutz durch „Unseren Boden wertschätzen und erhalten“ digital am 25. Februar 2022. Zu dieser Thematik tingelt der LNV-Fachreferent für Flächen- und Bodenschutz jetzt wieder durchs Ländle, hält Vorträge, diskutiert, führt Diskurse. Weitere Einladungen nimmt er gerne an.

  1. Fast vergessen: Mit seiner Entscheidung am 12. Januar 1967(!) hat das Bundesverfassungsgericht die Sozialpflichtigkeit des Eigentums besonders betont, ausdrücklich die des Bodens: „Eine gerechte Rechts- und Gesellschaftsordnung zwingt vielmehr dazu, die Interessen der Allgemeinheit beim Boden in weit stärkerem Maße zur Geltung zu bringen als bei anderen Vermögensgütern. Es liegt hierin die Absage an eine Eigentumsordnung, in der das Individualinteresse den unbedingten Vorrang vor den Interessen der Gemeinschaft hat.“ Den Kommunen kommt bei der Bauleitplanung eine hohe Kompetenz und Verantwortung zu; denn sie sind die Träger der Planungshoheit für ihr Gebiet. Aktive Bodenpolitik heißt vor diesem Hintergrund vor allem
  • auf kommunalen Verkauf von Grund und Boden grundsätzlich verzichten,
  • ein aktives Vorkaufsrecht betreiben,
  • Nutzungsrechte möglichst ausschließlich in Erbpacht oder an Genossenschaften vergeben,
  • gegebenenfalls wäre zudem eine Erhaltungssatzung zu fordern, die eine Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen erschwert.

Zur aktiven Bodenpolitik gehört zwingend auch, dass sparsam und schonend mit dieser zentralen ökologischen Grundlage – gerade auch im besiedelten Bereich – umgegangen werden muss. Weniger Flächenverbrauch kann nur Hand in Hand mit mehr Bodenschutz gelingen. Auch eine Klimawende ist ohne fruchtbare, CO2-speichernde Böden nicht möglich. Für die kommunale Bauleitplanung kann dies nur heißen: aktive Bodenpolitik – engagiert angehen!

Ich freue mich auf viele Unterstützer*innen in Stadt und Land, Ihr

Prof. Dr. Willfried Nobel
LNV-Referent für Flächen- und Bodenschutz

 

Inhalt

LNV Aktiv
Aus den LNV-Arbeitskreisen
Aus der Initiative Artenkenntnis
Aus Politik und Verwaltung
Daten, Fakten, Hintergründe
Alles was Recht ist
LNV Intern
Aus den Mitgliedsvereinen
Termine und Aktionen
Bücher, Filme, Neuigkeiten
und außerdem

LNV-Infobrief als pdf zum Herunterladen: LNV-Infobrief Mai 2022

LNV aktiv

Hier brummt’s – Naturgartenwettbewerbe leicht gemacht

Website geht online

Am 02.05.2022 ging die Website des neuen LNV-Projekts „Hier brummt’s – Naturgartenwettbewerbe“ online. Gemeinden und örtliche Naturschutzvereine können sich über die Ausrichtung von Naturgarten-Wettbewerben informieren und direkt als Wettbewerbs-Veranstalter beim LNV bewerben. Wer eine Zusage bekommt, kann über ein neu eingerichtetes Portal seinen Wettbewerb komplett vorbereiten und durchführen. Während der zweijährigen Pilotphase begleitet der LNV insgesamt 10 Wettbewerbe. Das Projekt wird von der Stiftung Naturschutzfonds unterstützt und gefördert aus zweckgebundenen Erträgen der Glücksspirale. Schl

Website  PM-LNV vom 02.05.2022

Vorsorgeprinzip umsetzen. Gentechnikfreiheit sichern.

Gemeinsames Positionspapier von DNR, LNV und anderen Verbänden

Das gemeinsame Positionspapier des DNR und anderer Verbände, darunter der LNV: „GENTECHNIK AUCH IN ZUKUNFT STRIKT REGULIEREN!“ aus dem Jahr 2021 hat den Bundesverband der Verbraucherzentralen als weiteren Unterstützer gewonnen und bleibt in seinen Botschaften und Forderungen brandaktuell. Tr

Positionspapier Gentechnik

Fortbildungen zur Stärkung des Naturschutz-Ehrenamtes…

…im Rahmen des LNV-Projekts StEiN (Stärkung des Ehrenamtes im Naturschutz)

Die Fortbildungen sind für Naturschützer*innen kostenlos. Weitere Informationen und Anmeldung unter LNV-Veranstaltungen oder direkt im LNV-Infobrief unter der jeweiligen Veranstaltung. Der LNV dankt dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg für die Förderung des Projekts.

Aktuell: Programm Januar bis Juni 2022 – ein vielfältiges Angebot an Online- und Präsenzveranstaltungen in unterschiedlichen Formaten wartet auf Sie. Schmökern Sie doch gerne mal rein…. Ort

Freitag, 03.06.2022 von 14.00 Uhr bis 17.30 Uhr
Onlineseminar – Schreibwerkstatt – Wie schreibe ich einen wirksamen Pressetext?
Gute Pressemitteilungen zu schreiben, ist kein Hexenwerk. Oft fehlt nur das richtige Handwerkszeug. Bis zu sechs Teilnehmer*innen arbeiten an diesem Nachmittag an ihrer eigenen Pressemitteilung.
Referent: Hannes Huber, Huber Kommunikation

Samstag, 04.06.2022, 9.30 Uhr bis 14.00 Uhr
Onlineseminar-Denkwerkstatt – im LNV aktive Mitwirkende gewinnen und binden
An diesem Tag wird es darum gehen, im kollegialen Austausch über bestehende Strukturen zu reflektieren und Lösungsansätze für die bestehende Stagnation zu finden.
Referentin: Jutta Ortlepp, Projektleitung StEiN und Kommunikationscoach

Mittwoch, 15.06.2022, 18.00 Uhr bis 21.00 Uhr
Naturschutz kontrovers – Urwälder, Natur- und Wirtschaftswälder im Kontext von Biodiversität und Klimaschutz Die beiden Referenten erläutern ihre unterschiedlichen Ansätze zur Waldwirtschaft und laden zu einer kontroversen Diskussion ein.
Referenten: Eberhard Aldinger, LNV-Forstreferent und Rainer Luick, Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg

 

Expertengespräche Online jeden 1. Dienstag im Monat

Mit diesem Angebot möchte der LNV aktuelle Themen und Trends aufgreifen. Er lädt zum Fachgespräch ein, um den intensiven Austausch anzuregen. Expert*innen und Interessierte diskutieren, gerne kontrovers, aber immer konstruktiv. Die Fachgespräche sind für Naturschützer*innen kostenlos. Eine Übersicht über die geplanten Gespräche finden Sie hier. Informationen und Anmeldung unter LNV-Veranstaltungen oder direkt unter dem jeweiligen Expertengespräch. Ort

Der Junitermin entfällt wegen Pfingsten. Das Thema Reaktivierung und Ertüchtigung von bestehenden Wasserkraftanlagen wird in den Juli verschoben.

 

LNV-Pressemitteilungen

Auswirkung von Spurenstoffen immer problematischer
Klimaveränderungen machen Wirkungen auf Fische und Gewässerorganismen völlig unberechenbar

Ministerpräsident besucht Youth in Nature Exkursion im Ammerbuch
Winfried Kretschmann begeistert vom Interesse der Jugendlichen an der Welt der Amphibien

Pro Bahn und LNV zum Gäubahnneubau „Pfaffensteigtunnel“ zwischen Böblingen und Landesflughafen
Fragwürdige Fixierung der Projektträger auf ein ökologisch und finanziell nachteiliges Konzept

Jahrelange Unterbrechung der Gäubahn bei Stuttgart 21 nicht von Planfeststellung gedeckt!
Juristisches Gutachten bestätigt Position der Umwelt- und Verkehrsverbände

LNV startet Serienproduktion für Naturgarten-Wettbewerbe
Bei „Hier brummt’s“ sollen in regionalen Wettbewerben die schönsten Naturgärten ausgezeichnet werden

Naturschützer sehen Ansiedlungsstrategie des Landes kritisch  
Zumeldung zur Regierungspressekonferenz vom 03.05.2022

Spurenstoffe im Wasser entfernen 
Zumeldung zum Kongress „Spurenstoffe in der aquatischen Umwelt“ am 4./5. Mai 2022 in Stuttgart Bad Cannstatt

Aus der Initiative Artenkenntnis

Werbematerialien für Tag der Artenvielfalt

Vorlagen für Flyer, Plakate usw. stehen beim LNV kostenlos bereit

Der vom LNV initiierte Tag der Artenvielfalt wird bereits in diesem Jahr das erste Mal ausgerichtet werden. Vorgesehen ist das Wochenende 25./26.06.2022. Der LNV stellt Vorlagen für Werbematerial (Flyer, Plakat) für die Gruppen zur Verfügung, die eine oder mehrere Veranstaltungen anbieten möchten. Die Vorlagen (sowohl Druck wie für die Website) sind in Kürze über die Website www.tag-der-artenvielfalt-bw.de abrufbar. Hier werden auch die bereits organisierten Veranstaltungen sichtbar sein. Schl

Ministerpräsident Kretschmann bei Youth in Nature (YiN)

Ministerpräsident begleitet Tübinger Gruppe bei Amphibien-Exkursion

Am 09.04.2022 bekam die Tübinger YiN–Gruppe ganz besonderen Besuch. Ministerpräsident Winfried Kretschmann begleitete die Jugendlichen bei ihrer Amphibien-Exkursion in Ammerbuch-Reusten. Trotz der niedrigen Temperaturen wurden einige Amphibien in den tags zuvor von Artenexperte Thomas Bamann ins Gewässer gehängten Reusen gefunden. Und sogar ein Laubfrosch näherte sich der Gruppe, was den Ministerpräsidenten und die Gruppenleiterin Judith Engelke besonders erfreute. Schl

PM-Kontext Wochenzeitung vom 13.04.2022

Aus Politik und Verwaltung

Dritter Vollzugserlass zum Schutz der Streuobstbestände

Bebauung soll endlich eingeschränkt werden

Bebauung nur, wenn eine Genehmigung vorliegt und es keine Alternativen gibt – der „Vollzugserlass zum Schutz von Streuobstbeständen“ von UM, MLR und MLW lässt hoffen, dass über den Dritten Vollzugserlass der Schutz dieser einzigartigen Kulturlandschaft doch noch klappt und die massive Bebauung in den Streuobstbeständen endlich stoppt. Die beiden Vorgängererlasse haben bisher wenig Wirkung gezeigt. Landratsämter konnten die Erlasse leicht nach eigenem Gutdünken auslegen. So fordert auch der NABU: Sollte sich der Streuobstwiesenschutz mit diesem dritten Erlass nicht verbessern, muss das Gesetz angepasst werden. Logr

Vollzugserlass  I  PM Fraktion Grüne 28.04.2022 

Kormoranbericht 2020/2021

Mit Ergebnissen der Begleituntersuchungen

An insgesamt acht Gewässern haben die Behörden in Vogel- und Naturschutzgebieten Kormoranabschüsse für den Vergrämungszeitraum 2020/21 erlaubt, mit räumlichen und zeitlichen Einschränkungen. Im Jagdjahr (1. April 2020 bis 31. März 2021) wurden insgesamt 1.806 Kormorane erlegt (913 an Fließgewässern, 535 an stehenden Gewässern, 60 an teichwirtschaftlichen Anlagen, 298 ohne Zuordnung). Die Zahl dürfte laut Kormoranbericht 2020/2021 zu niedrig sein, unter anderem gab es Probleme bei der Erfassung der Zahlen durch die Umstellung auf die digitale Meldung in das Wildtierportal. Tr

Aktueller Kormoranbericht

Naturschutzgebiet „Südliches Federseeried“

Land kauft 8,3 Hektar Fläche

Mit dem Kauf von 8,3 ha Flächen im Naturschutzgebiet „Südliches Federseeried“ im Landkreis Biberach schützt das Land die Moore und das Klima. So kann landeseigener Grundbesitz zusammengelegt werden. Das Land ist mit dem jüngsten Erwerb Eigentümer von über 953 Hektar Fläche im Federseemoor. Der Kauf ist ein wichtiger Beitrag für das von der Liegenschafts- und Naturschutzverwaltung entwickelte Moorerwerbskonzept. Das Konzept aus dem Jahr 2019 ist auf Jahre angelegt und umfasst landesweit Moorflächen von rund 250 Hektar. Tr

PM Stami vom 28.03.2022    I   Moorschutzprogramm

Holzeinschlag 2021 in BW auf hohem Niveau

Schadholzeinschlag unter dem 5-jährigen Mittel

Im Jahr 2021 wurden laut Statistischem Landesamt insgesamt 9,15 Mio. m³ Holz in den Wäldern Baden-Württembergs eingeschlagen. Damit war der Einschlag um 3,7 % größer als im Vorjahr und um fast ein Zehntel (9,7 %) größer als der Durchschnitt der vorangegangenen fünf Jahre (2016-2020). Im Gegensatz dazu lag der Schadholzeinschlag mit 3,32 Mio. m³ unter dem 5-jährigen Mittel (− 7,0 %). Tr

PM StaLa vom 14.04.2022

180 Millionen Euro für Gewässermaßnahmen in 2022

Hochwasserschutz, Gewässerökologie, Wasserversorgung, Abwasserbeseitigung

Im Rahmen des Förderprogramms „Wasserwirtschaft“ stellt das UM den Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg für das laufende Jahr über 180 Mio. Euro zur Verfügung. Fast 91 Mio. Euro davon fließen in Maßnahmen im Abwasserbereich, rund 48 Mio. Euro in Hochwasserschutz und Gewässerökologie und rund 43 Mio. Euro in die Wasserversorgung. Die Maßnahmen sind noch nicht bewilligt. Die wichtigsten der geplanten Maßnahmen sind in der Pressemitteilung des UM vom 01.04.2022 aufgeführt. Tr

PM UM vom 1.4.2022

Flussgebietsbroschüren zu Hochwasserrisiken

Regionalspezifische Infos zu bisherigen Hochwasser- und Starkregenereignissen

Im Jahr 2021 wurden die Hochwasserrisikomanagementpläne (HWRM-Pläne) an Rhein und Donau fertiggestellt. Für die Teileinzugsgebiete in Baden-Württemberg wurden nun Flussgebietsbroschüren „Hochwasserrisiken gemeinsam begegnen“ erarbeitet. Diese beinhalten regionalspezifische Informationen zu bisherigen Hochwasser- bzw. Starkregenereignissen, Beispiele der Vor- und Nachsorge, Fortschritte bei der Reduzierung von Risiken seit Erstaufstellung der HWRM-Pläne im Jahr 2015. Tr

Homepage Hochwasserrisikomanagement

Ab 1. Mai: Photovoltaik-Pflicht für neue Wohngebäude

Ab Januar 2023: Auch bei allen grundlegenden Dachsanierungen

Eine PV-Pflicht-Verordnung für den Neubau von Nichtwohngebäuden und Parkplätzen trat bereits zu Beginn des Jahres in Kraft. Nun folgen weitere PV-Pflichten, diesmal für Wohngebäude. Das Land will bis spätestens 2040 klimaneutral sein (KSG 2021). Bis 2030 soll eine Treibhausgasreduktion um mindestens 65 % gegenüber 1990 erfolgen. Zum Erreichen dieses Ziels braucht es die Energiewende. Für den Ausbau der Photovoltaik soll das bislang nur zu etwa 11 % genutzte Potenzial auf Dächern weiter erschlossen werden. Tr

PV-Verordnung   I  Antworten zur Photovoltaikpflicht   I  PM UM vom 31.03.2022

Landeszuschuss für vier energieeffiziente Wärmenetze

Kirchardt, Winnenden, Weil am Rhein und Baindt
Mit dem Förderprogramm „Energieeffiziente Wärmenetze“ bezuschusst das Land Investitionen in Wärmenetze, die erneuerbare Energiequellen verwenden, industrielle Abwärme nutzen oder hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung zum Einsatz kommen lassen. Die vier Gemeinden Kirchardt, Winnenden, Weil am Rhein und Baindt können damit ihre Wärmenetze aus- oder neu bauen. In Kirchhardt/HN sollen etwa eine Holzhackschnitzelheizung und mehrere Solarthermieanlagen die Wärmeerzeugung übernehmen. Tr
PM UM vom 6. April 2022

Rotmilan – Todesursachen und Gefährdung durch WEA

Stellungnahme der Fachgruppe Rotmilan
Aufgrund der Berichterstattung in den öffentlich-rechtlichen Medien zu den Todesursachen des Rotmilans und einer möglichen Gefährdung der Art durch Windenergieanlagen (WEA) in Deutschland (z. B. ZDF Frontal Beitrag „Rotmilan gegen Windkraft – Das Märchen vom bedrohten Greifvogel“ vom 22.02.22) hat die Fachgruppe Rotmilan der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit den deutschen Rotmilan-Expertinnen und Experten eine Stellungnahme zu den fachlichen Hintergründen erarbeitet, um die Aussagen kritisch zu hinterfragen und fachlich einzuordnen. Flo
Stellungnahme

Beschleunigter Ausbau der Windenergie

BMUV und BMWK legen Eckpunktepapier vor

Die Bundesregierung will den Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch bis 2030 auf mindestens 80 % und bis 2035 auf 100 % erhöhen. Klimaneutralität soll bis spätestens 2045 erreicht werden. Um dies zu schaffen, haben Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministerium Anfang April ein Eckpunktepapier zur Beschleunigung des naturverträglichen Ausbaus der Windenergie an Land vorgelegt. Unter Wahrung hoher und europarechtlich gebotener ökologischer Schutzstandards sollen Windenergieanlagen zügig und rechtssicher genehmigt werden. Hoffen wir, dass der Arten- (und Landschafts)schutz nicht unter die Räder bzw. in die Rotoren gerät… Flo

PM UM vom 04.04.2022

Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz

Vier Milliarden Euro Programm für Moore, Gewässer, Wälder und Böden

Mit dem Aktionsprogramm „Natürlicher Klimaschutz“ (ANK) will die Bundesregierung die Synergien zwischen Natur- und Klimaschutz stärker nutzen. 2022 bis 2026 sind dafür insgesamt vier Milliarden Euro bereitgestellt. Mit diesen sollen Moore wieder vernässt, Auen renaturiert sowie Wälder, Böden, Gewässer und Meere erhalten und geschützt werden. Zehn Handlungsfelder hat das BMUV benannt, in denen der natürliche Klimaschutz in den kommenden Jahren vorangebracht werden soll. Tr

BMUV-Eckpunkte    I   PM BMU 29.03.2022

Fahrradfreundliche Kommunen

Städte Singen und Konstanz erhalten Auszeichnung

Die Städte Singen und Konstanz haben mit qualifizierten Radverkehrskonzepten, engagiertem Personal sowie überdurchschnittlich hohen Mitteln für den Radverkehr erfolgversprechende Rahmenbedingungen für die Förderung des Radverkehrs geschaffen. Sie wurden dafür nun vom Verkehrsministerium ausgezeichnet. Als „Fahrradfreundliche Stadt” sind aktuell ausgezeichnet: Freiburg (2011, rezertifiziert 2017), Karlsruhe (2011/2017), Offenburg (2011/2017), Heidelberg (2012/2018), Kirchheim unter Teck (2012/2018), Mannheim (2017), Heilbronn (2019), Konstanz (Silber 2021), Singen (Bronze 2021). Tr

PM VM vom 22.04.2022

Erhaltung des Bundes- und Landesstraßennetzes 2022

Mehr als 250 neue Erhaltungsmaßnahmen können 2022 begonnen werden

Das Investitionsvolumen für die Erhaltung des Straßennetzes im Land beträgt 2022 für Bundesstraßen rund 260 Mio. Euro (vorrangig für die Sanierung von rund 250 Kilometer Fahrbahnen) und für Landesstraßen rund 161 Mio. Euro (Sanierung von rund 190 Kilometer Fahrbahnen). Auch 80 Maßnahmen an Brücken und Stützmauern sind geplant. Laut Verkehrsministerium arbeitet man weiterhin nach dem Grundsatz Erhalt vor Umbau, Ausbau und Neubau. Die konkreten Projekte sind den Anlagen zur VM-PM zu entnehmen. Tr

PM VM vom 24.03.2022 

Geld für Bundes- und Landesstraßennetz 2021

Ausbau, Neubau und Erhalt von Straßen und Brücken

Für Bundesstraßen hat das Land im vergangenen Jahr insgesamt 551 Mio. Euro umgesetzt. Neben der Unterhaltung betraf das die Erhaltung, den Um-/Aus- und den Neubau (222, 34 bzw. 165 Mio. Euro). Für das Landesstraßennetz wurden 346 Mio. Euro investiert: Für Planungsaufwendungen 63 Mio. Euro, für Erhaltung 153 Mio. Euro (244 km Fahrbahnen und 77 Bauwerke), für Ortsumgehungen und Aus- und Neubaumaßnahmen 42 Mio. Euro. Daneben kostete die reine Unterhaltung von Landesstraßen 73 Mio. Euro. Für Baumaßnahmen von Radwegen an Bundesstraßen und solchen an Landesstraßen wurden je 10 Mio. Euro ausgegeben. Tr

PM VM vom 05.04.2022

Brückensanierung und verkehrsberuhigte Ortsmitten

Förderbedarf im Kommunalen Straßenbau nach LGVFG steigt

81 neue Projekte werden ins Förderprogramm Kommunaler Straßenbau (KStB) 2022 innerhalb des Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG) aufgenommen. Jedes zweite ist eine Maßnahme zur Modernisierung von Brücken. Immerhin 13 haben die Schaffung einer lebendigen und verkehrsberuhigten Ortsmitte zum Ziel. Das Interesse der Kommunen an einem Paradigmenwechsel in der Straßenraumgestaltung steigt. Tr

VM-PM vom 20.04.2022

Daten, Fakten, Hintergründe

Gebietseigenes Saatgut oder Artenvielfalt?

Fällt die Flora bei der Umsetzung des § 40 BNatSchG unter den Tisch?

Stellt sich die Naturschutzverwaltung selbst ein Bein? Seit zwölf Jahren schreibt § 40 BNatSchG die Verwendung von gebietseigenem Saat- und Pflanzgut in der Landschaft (Ausnahme land- und forstwirtschaftliche Nutzung) vor. Seit März 2020 ist die Regelung verbindlich. Was heißt das für die Praxis in Eingriffsregelung und Renaturierungsprojekten? Ein Thesenpapier von 20 Expert*innen setzt sich kritisch mit der Auswirkung des § 40 BNatSchG auf die Floristische Vielfalt auseinander. Müssen künftig Renaturierungen mit einem artenarmen Basisset weit verbreiteter, aber autochthoner Pflanzenarten auskommen? Bleiben z. B. oligolektische Wildbienen auf der Strecke? Logr

Thesenpapier zur Umsetzung des § 40BNatSchG   I   Naturschutz und Landschaftsplanung 4/2022   I   Hochschule Geisenheim – Infodienst Wissenschaft

Neue Rote Liste der Biotoptypen in Baden-Württemberg

Keine Entwarnung bei gefährdeten Lebensräumen

Die Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) hat eine aktualisierte Rote Liste der Biotoptypen veröffentlicht. Aktuell werden 40 % der 285 geführten Biotoptypen als gefährdet eingestuft, wobei sich für den größten Anteil die Gefährdungseinstufung seit 2002 kaum verändert hat. Allerdings werden die aus Naturschutzsicht besonders wertvollen Lebensräume hinsichtlich ihrer Fläche und ihrer Qualität eher weniger, während Biotoptypen mit geringerem Naturschutzwert zunehmen. Gefährdungsursachen sind weiterhin v. a. Standortveränderungen, wie Eutrophierung und Entwässerung etwa durch Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung und Flächeninanspruchnahme. Flo

Rote Liste der Biotoptypen BW   │   LUBW-Pressemitteilung

Störche in Baden-Württemberg

MLR berichtet zu Entwicklung und Schutz der Storchenpopulation im Land

In der Drucksache 17/1746 informiert das MLR über die Entwicklung und den Schutz der Storchenpopulation in BW. Zwischen 1992 bis 2016 hat es laut Erfassungsprogramm der LUBW beim Weißstorch eine starke Bestandszunahme gegeben (im Kontext der Roten Liste definiert als Zunahme um mehr als 50 %) mit weiterhin positivem Trend: Wurden 2018 noch 1.197 Horstpaare gezählt, so waren es im Jahr 2021 bereits 1.685 Horstpaare. Für den Schwarzstorch liegen ab dem Jahr 2018 keine aktuellen Bestandszahlen vor. Zwischen 2012 und 2016 habe der Gesamtbestand bei 30 bis 50 Revierpaaren gelegen. Flo

Drucksache 17/1746

Endenergieverbrauch 2020 in BW

Wie verteilt er sich auf Energieträger? Wie auf Verbraucher?

Mineralöle haben 2020 im Endenergieträgermix des Landes immer noch einen Anteil von rund 42 %. Mehr als die Hälfte davon wird im Verkehrssektor verbraucht (63 %). Die Energieträger Erdgas und Strom kamen jeweils auf ca. 21 %, die erneuerbaren Energieträger auf 11 %. Bei den Verbrauchern dominieren mit rund 51 % der Endenergie die Haushalte und Kleinverbraucher, gefolgt vom Verkehrssektor mit 29 % und Industriebetrieben mit rund 20 %. Erdgas geht in BW zu gut 44 % an private Haushalte, zu rund 30 % an die Industrie und zu knapp 26 % an den Gewerbe-Handel-Dienstleistungs-Sektor. Tr

PM StaLa vom 05.04.2022

Bedarfsermittlung 2021 – 2035 für die Netzentwicklung

Umweltbericht zum Netzentwicklungsplan

Zum Entwurf des Umweltberichts zum Netzentwicklungsplan hatte die Bundesnetzagentur die Öffentlichkeit vom 09.08.2021 bis zum 20.10.2021 konsultiert. Nun wurde der Umweltbericht zum Bundesbedarfsplan veröffentlicht. 108 Maßnahmen sind im zweiten Entwurf des Netzentwicklungsplans enthalten, deren energiewirtschaftliche Notwendigkeit durch die Bundesnetzagentur bestätigt wurde. Es wurden 108 Maßnahmen geprüft, darunter 78 Freileitungen, acht Erdkabel und 22 Seekabel/Erdkabel. Unter den geprüften Maßnahmen sind 38 Neubaumaßnahmen. Bei rund 29 % der Maßnahmen werden hohe oder sehr hohe Umweltauswirkungen erwartet. Tr

Umweltbericht   I   Stellungnahmen   I    Netzentwicklungsplan

Landschaftspflege trauert um Josef Göppel

Naturschutz und Landschaftspflege verlieren einen Vordenker

Josef Göppel war der Begründer der Landschaftspflegebewegung in Deutschland. Er brachte Landwirtschaft, Naturschutz und Kommunalpolitik an einen Tisch und gründetet 1986 in seiner mittelfränkischen Heimat einen der ersten Landschaftspflegeverbände in Deutschland. Es folgte 1993 die Gründung des DVL, Dachverband der Landschaftspflegeorganisationen in Deutschland, den er von Anfang an als Vorsitzender führte. Göppel betrachtete die Natur immer als „Schöpfung“, für die unsere Gesellschaft eine ganz besondere Verantwortung hat. Logr

DVL-PM vom 13.04.2022    I   Trauerfeier

Alles was Recht ist…

Faktisches Vogelschutzgebiet und Bebauungsplan

Triumphaler Erfolg einer Verbandsklage in Hessen

Das Urteil im Normenkontrollverfahren 3 C 1465/16.N, das nach einer Rechtshängigkeit von rund 10 Jahren am 15.12.2021 vor dem hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) entschieden wurde, ist ein Aufruf zur Beachtung von Naturschutzvorschriften, die allzu oft ignoriert werden. In seltener Klarheit hat der VGH einen Bebauungsplan, mit dem Streuobstwiesen im Außenbereich überplant werden sollten, wegen schwerer Verstöße gegen Biotop- und Artenschutzrecht aufgehoben. Der IDUR-Schnellbrief Nr. 231 von März/April 2022 erklärt anschaulich die Hintergründe und Konsequenzen des Urteils. Flo

 IDUR-Schnellbriefe

Aus den Mitgliedsvereinen

BNO: Neues Jahresheft „Oberschwaben Naturnah“

Sprachrohr des oberschwäbischen Naturschutzes – Titel ist Programm

Das aktuelle, wieder sehr schön gestaltete und sehr informative Jahresheft des Bund für Naturschutz in Oberschwaben (BNO) rückt die Spannungsfelder Arten- und Naturschutz in den Fokus und zeigt in unterschiedlichen Beiträgen, wie das Motto „Global denken und lokal handeln“ umgesetzt werden kann. Der BNO veröffentlicht in dieser Ausgabe zudem sein Positionspapier zum geplanten Biosphärengebiet in der Region Oberschwaben/Allgäu und informiert über den Leitungswechsel im Naturschutzzentrum Wurzacher Ried. Neuer Leiter ist Dr. Siegfried Roth. Tr/Logr

Jahresheft bestellen   I  Wurzacher Ried

BNAN: Neue Broschüre über „Die Naturschutzschaffer“

Wege zur Vielfalt – einfach.machen

Als Naturschutzverein für die Schwäbische Alb und deren Vorland gibt der Bund Naturschutz Alb-Neckar in der interessanten, fakten- und bilderreich gestalteten Broschüre der Bezirksgruppe Geislingen/ Steige Einblicke in das umfangeiche Verbandsspektrum und in die schützenswerte Natur der Alb. Schwerpunkte des BNAN sind die Landschaftspflege ebenso wie die Jugendarbeit. Letztere z. B. seit über 40 Jahren gemeinsam mit dem BNO mit einem großen Naturschutz-Jugendzeltlager – bis zu 40 Jugendliche pflegen gemeinsam Biotope von Oberschwaben bis zur Schwäbischen Alb. Ein Einblick lohnt sich. Logr

Einfach.machen

Termine und Aktionen

Renaturieren oder asphaltieren?

Naturkundliche Wanderung durch das Gottenheim-Wasenweiler Ried, 8.5.2022

Für Kurzentschlossene: Am Sonntag, dem 8. Mai, bieten der BUND Freiburg, vier Bürgerinitiativen und der LNV eine naturkundliche Wanderung durchs Gottenheim-Wasenweiler Ried an – dort, wo die sog. B 31 West geplant ist. Das feuchte Ried am Fuße des Kaiserstuhls ist eines der wenigen verbleibenden Niedermoore im Oberrheingebiet. Peter Lutz (LNV-AK Freiburg) wird das Ried bei der dreistündigen Führung als eines der Naturschutz-Highlights im Breisgau nahebringen. Flo

Treffpunkt: 13 Uhr am Bahnhof Gottenheim oder in Freiburg: 12 Uhr ab Glashaus, Rieselfeld, von dort mit dem Fahrrad nach Gottenheim. Wegstecke: ca. 5,5 km, Dauer: 13 bis ca. 16 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

16. Landesweiter Streuobsttag Baden-Württemberg

Traditionsveranstaltung erstmals hybrid, 21.05.2022, Stuttgart, Univ. Hohenheim

Am 21.05.2022 findet wieder der Landesweite Streuobsttag BW statt. In 16 Jahren hat sich der Streuobsttag zu einem zentralen Vernetzungstreffen für alle Streuobstengagierten in BW entwickelt. Programmbeiträge befassen sich u. a. mit dem Projekt STIK: Streuobstwiesen im Klimawandel, der Wertschöpfungskette Streuobst, den Ökosystemleistungen auf dem Weg zur Ware oder einer „Streuobst Filterblase“. Die Teilnahme ist in Präsenz (Kosten 30 Euro) oder online (kostenfrei) möglich. Logr

Programm und Anmeldung

10. Ökokontotag Baden-Württemberg

Veranstaltung sowohl in Präsenz als auch als Webkonfernz, 21.06.2022, Stuttgart

Die Flächenagentur BW und der Ökokontotag werden beide 10 Jahre alt. Dieses Doppel-Jubiläum gibt Anlass zum Rückblick auf Meilensteine der Entwicklung des Ökokontos beim diesjährigen 10. Ökokontotag. Aber auch aktuelle Themen kommen nicht zu kurz! Die Teilnehmer*innen erwarten spannende Fachbeiträge aus den Bereichen Moorschutz, Oberbodenauftrag, Beweidung und Biodiversität im Zusammenhang mit dem Ökokonto. Abgerundet wird die Veranstaltung durch einen aktuellen Erfahrungsbericht zum Handel mit Ökopunkten. Kosten bis 160 Euro in Präsenz, 110 Euro online. Der LNV ist Partner beim Ökokontotag. Logr

Programm und Anmeldung

Bücher, Filme, Neuigkeiten

LUBW-Naturschutzinfo 2021

Mit Eckpunkten der Naturschutzpolitik von Umweltministerin Walker

Das neue NaturschutzInfo der LUBW gibt wieder einen Überblick über die behördliche Naturschutz-Arbeit im Land für das Jahr 2021. In dem 116-seitigen Heft wird über wissenschaftliche Forschung, über Lebensräume und über Landschaftspflegeaktionen informiert. Besonders interessant ist ein Interview mit Umweltministerin Thekla Walker über die Eckpunkte ihrer Naturschutzpolitik. Das Heft zählt fast zur „Pflichtlektüre“ für Naturschützer*innen und gibt einen Einblick in aktuelle Trends und Projekte des amtlichen Naturschutzes in BW. Logr

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Flora Germanica

Alle Farn- und Blütenpflanzen Deutschlands in Text und Bild

Die Bände 1 und 2 des neuen Atlas von Michael Hassler & Thomas Muer enthalten alle heimischen Taxa sowie die regelmäßig gefundenen Neophyten und Hybriden, insgesamt 4.600 Arten, Unterarten und Varietäten. Weitere rund 1.500 sehr selten und unbeständig gefundene Arten werden ergänzend im Text erwähnt. Die beiden großformatigen Bände mit festem Einband (1712 S., 21 x 28 cm) sollen ab 23. Mai 2022 ausgeliefert werden und 160 Euro kosten (empfohlener Verkaufspreis). Tr

Bestellung   I   Leseproben

Auf schmalem Grad

Der Klimawandel ist auch in unseren heimischen Gewässern angekommen

Die Veröffentlichung des Landwirtschaftlichen Zentrums BW wirft ein wissenschaftlich fundiertes Schlaglicht auf den einzigartig vielfältigen und zugleich stark bedrohten Lebensraum der Gewässer: Seinen aktuellen Zustand, künftige Entwicklungen, aber auch konkrete Handlungsmöglichkeiten. Denn noch haben wir es selbst in der Hand, die Folgen der Klimakrise für die baden-württembergische Fischfauna abzumildern, heimische Arten vor dem Aussterben zu bewahren und so auch den Fortbestand der Fischerei langfristig zu sichern. Ort

Infos und Bestellung

Butenland- Ein Bauernhof, der zum Lebenshof wurde

Projekt Butenland – Ein sehenswerter Film!

Der ehemalige Milchbauer Jan Gerdes und die Tierschutzaktivistin Karin Mück haben mit ihrem Projekt Hof Butenland einen Ort geschaffen, an dem es keine Nutztiere mehr gibt: Ein friedliches Miteinander, das fast schon utopisch erscheint. Das Projekt ist ein radikales Gegenmodell zur Nutztierhaltung, bei dem die Bedürfnisse der Tiere im Mittelpunkt stehen, fernab jeglicher wirtschaftlicher Interessen. Der mittels Crowdfunding finanzierte Film von Marc Pierschel ist noch bis Anfang Juni 2022 in der ARD-Mediathek verfügbar. Flo

Mediathek   │   Hintergründe und Kaufoption

Neue Version der „Meine Umwelt“-App

Besserer Zugriff auf Umweltinformationen und umweltrelevante Messdaten

Über die App „Meine Umwelt“ haben Bürger*innen Zugriff auf aktuelle Messwerte zur Luftqualität und zu Pegelständen sowie auf Umweltdaten aus den Themenbereichen Hochwasser, Verkehr, Energie. Dazu sind Informationen zu Schutzgebieten, Artenmeldungen und Umweltbeeinträchtigungen abrufbar. Mit der neuen Version 3.0 ist u. a. das Bedienkonzept der App überarbeitet worden. Über den Bereich „Karte“ lässt sich jetzt die Themenauswahl einblenden, ergänzt durch Objektinformationen und Verweise auf weiterführende Internetseiten. Tr

App für Android-Geräte bei Google Play  I   App für iOS-Geräte im Apple App Store   I    PM UM vom 8.4.2022

… und außerdem

Woher kommt der Weizen in Baden-Württemberg?

2021: Erntemenge 1,48 Mio. t, Import 274.500 t, Export 348.200 t

Die Ernte 2021 in Baden-Württemberg von knapp 1,48 Mio. t Weizen stellt gut 7 % der bundesweiten Weizenernte dar. Pro Kopf wären dies rund 133 kg Weizen (Bundesdurchschnitt: 235 kg). Der Export von BW betrug 2021 gut 348.200 t Weizen (Niederlande 126.800 t, Frankreich 83.900 t, die Schweiz 81.300 t und Belgien 41.000 t). Importiert nach BW wurden in 2021 rund 274.500 t Weizen (72.500 t aus Frankreich, 60.600 t aus Kanada, 28.200 t aus der Slowakei, 27.100 t aus Tschechien und 23.800 t aus Ungarn, 126 t Ukraine, 0,8 t aus der Russischen Föderation). Tr

PM StaLa vom 29.03.2022

 

Verzeichnis der Abkürzungen

  • BauGB – Baugesetzbuch
  • BfN – Bundesamt für Naturschutz
  • BImSchV – Bundesimmissionsschutzverordnung
  • BLHV – Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband
  • BLNN – Badischer Landesverein für Naturschutz und Naturkunde
  • BMEL – Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
  • BMUV – Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
  • BMWK – Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
  • BNatSchG – Bundesnaturschutzgesetz
  • BSG – Biosphärengebiet
  • BUND – Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
  • BVDL – Berufsverband Landschaftsökologie Baden-Württemberg e. V.
  • BVWP – Bundesverkehrswegeplan
  • BW – Baden-Württemberg
  • dB(A) – Dezibel – Bewertungskurve A; Maßeinheit des Schalldruckpegels (ugs. Geräuschpegel)
  • DNR – Deutscher Naturschutzring
  • DUH – Deutsche Umwelthilfe
  • EEG – Erneuerbare-Energien-Gesetz
  • ELR – Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum
  • EnBW – Energie Baden-Württemberg AG
  • EuGH – Europäischer Gerichtshof
  • EW – Einwohner*innen
  • FAO – Food and Agriculture Organization of the United Nations; Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen
  • ForstBW – Landesbetrieb Forst Baden-Württemberg
  • FVA – Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg
  • GAP – Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union
  • HVZ – Hochwasservorhersagezentrale
  • IPCC – Intergovernmental Panel on Climate Change
  • JKI – Julius-Kühn-Institut
  • KEA BW – Klima- und Energieagentur Baden-Württemberg
  • KIT – Karlsruher Institut für Technologie
  • KNE – Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende
  • KSG – Bundes Klimaschutzgesetz
  • LRA – Landratsamt
  • LSG- Landschaftsschutzgebiet
  • LSV – Landessportverband Baden-Württemberg
  • LUBW – Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
  • MEPL – Maßnahmen- und Entwicklungsplan Ländlicher Raum
  • Mio Millionen
  • MLR – Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
  • MLW – Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg
  • NABU – Naturschutzbund Deutschland
  • ÖPNV – Öffentlicher Personennahverkehr
  • PM – Pressemitteilung
  • PV – Photovoltaik
  • RB – Regierungsbezirk
  • RP – Regierungspräsidium
  • SDG – Sustainable Development Goals; Ziele für nachhaltige Entwicklung
  • StaLa – Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  • StM – Staatsministerium
  • UBA – Umweltbundesamt
  • UM – Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
  • UVP- Umweltverträglichkeitsprüfung
  • VDN – Verband Deutscher Naturparke e. V.
  • VG / VGH – Verwaltungsgericht / Verwaltungsgerichtshof
  • VM – Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg
  • VO – Verordnung
  • WM – Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg
  • WRRL – Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union

 

 

LNV-Infobrief als pdf zum Herunterladen: LNV-Infobrief Mai 2022

Impressum:
Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V., Olgastraße 19, 70182 Stuttgart
Telefon +49 711 248955-20, Fax: +49 711 248955-30, info@lnv-bw.de
Vertretungsberechtigt: Dr. Gerhard Bronner; Amtsgericht Stuttgart VR 2787

Endredaktion: Christine Lorenz-Gräser, Bildredaktion: Jutta Ortlepp
Beiträge: Julia Flohr (Flo), Christine Lorenz-Gräser (Logr), Dr. Anke Trube (Tr), Jutta Ortlepp (Ort), Kathrin Schlecht (Schl)
Der LNV-Infobrief berichtet regelmäßig über aktuelle Themen des Natur- und Umweltschutzes.
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