LNV-Infobrief Juni 2020

Im Blickpunkt: Vom Warten

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Naturschützerinnen und Naturschützer,
Warten bestimmt derzeit unser Leben. Wann dürfen wir wieder verreisen, wann dürfen wir uns im Verein treffen oder ins Konzert gehen? Wann beginnt die Nach-Corona-Zeit? Mir gehen aber noch andere Themen in Wartestellung durch den Kopf.
Bange warten wir, wann der Bundestag darüber berät, ob der unselige Flächenfraß-Paragraf 13 b Baugesetzbuch, derzeit ausgelaufen, wieder ins Gesetz aufgenommen wird. Und die Umweltverbände warten darauf, dass die EU-Kommission die seit drei Jahren anhängige Beschwerde dagegen wenigstens behandelt. Gegen § 13 b BauGB hat der LNV eine Online-Petition gestartet mit derzeit ca. 4.000 Unterzeichner*innen. „Rettet den Regenwald“ hat für eine gleichlautende Sammlung bereits knapp 40.000 Unterschriften gesammelt. Ob´s hilft?
Alle warten gespannt, wen die CDU als Kanzlerkandidaten kürt. Der LNV hat alle Aspiranten nach ihrer Meinung zu § 13 b BauGB gefragt. Wegen Corona müssen wir aber noch auf abschließende Antworten warten.
Im Land warten wir auf die Weiterbehandlung des aus dem Volksbegehren hervorgegangenen „Biodiversitäts-Stärkungsgesetzes“. Als einziger Umweltverband hat der LNV in einer Stellungnahme noch Verbesserungen im Detail gefordert. Für eine, nämlich die Definition von „Hochstamm“ als Baum mit mindestens 1,6 m Stammhöhe, zeichnet sich eine große Koalition aus Naturschutz und Landwirtschaft ab. Unterschreiben kann man, wenn man nicht zu lange wartet, hier: Hochstammobstbäume schützen
Hoffnungsvoll warten wir auf ein Landesgesetz zur Grundsteuerreform. Das derzeit wahrscheinlichste Modell ist das der Bodenwertsteuer, für das sich der LNV seit Jahren einsetzt, weil es die Innenentwicklung begünstigt.
Zwei Jahre länger dürfen Landwirt*innen und Naturschützer*innen wegen Corona auf die große EU-Agrarreform warten. Ob das eine gute Nachricht ist, wissen wir noch nicht. Möge die EU-Kommission mehr auf ihre wissenschaftlichen Berater*innen hören und weniger auf die nationalen Landwirtschaftsminister*innen!
Die Parteien im Ländle schreiben gerade an ihren Wahlprogrammen. Der LNV hat das genutzt, um einige zentrale Wünsche an die Fraktionen zu richten. Wir haben sehr positive Rückmeldungen erhalten und warten gespannt, was sich in den Programmen wiederfindet.
Bei einem zentralen Naturschutzthema hat das Warten ein Ende: Die EU-Beschwerde des NABU wegen des Verlustes der FFH- Wiesen wird nun ernsthaft bearbeitet. Das Land muss sich mit kritischen Fragen der EU auseinandersetzen, hat es doch (fast) tatenlos zugesehen, wie immer mehr FFH-Wiesen der Intensivierung und dem Biogas-Boom zum Opfer fielen. Auf manche Landratsämter kommen harte Zeiten zu…
Erwartungsvoll, Ihr
Gerhard Bronner
LNV-Vorsitzender

Inhalt

LNV Aktiv
Aus den LNV-Arbeitskreisen
Aus Politik und Verwaltung
Daten, Fakten, Hintergründe
LNV Intern
Aus den Mitgliedsvereinen
Zum Mitmachen und Hingehen
Bücher, Filme, Neuigkeiten
und außerdem

>LNV-Infobrief Juni 2020 als pdf zum Herunterladen

LNV aktiv

Youth in Nature – Bewerbungsfrist verlängert!

Qualifizierungsprogramm für Jugendliche, Frist: 01.07.2020

„Youth in Nature“ nimmt Fahrt auf. Das Qualifizierungsprogramm für Jugendliche zwischen 12 und 18 Jahren richtet sich an alle, die unsere Tier-, Pflanzen- und Pilzarten fundiert kennenlernen möchten. Ab September 2020 erforschen die Jugendlichen in festen Gruppen bei ein- und zweitägigen Exkursionen die Natur. Unter Anleitung der besten Expert*innen aus BW lernen sie die Tier- und Pflanzenwelt vor der Haustüre und die Arbeitsmethoden der Profis kennen. Projektgruppen gibt es in den Großräumen Stuttgart, Tübingen, Freiburg, Karlsruhe sowie am Bodensee (Konstanz). Das Programm wird vom UM auf Initiative der Fraktion GRÜNE im Landtag unterstützt. Logr
Youth-in-Nature

Schottergärten sind weit verbreitet

LNV-Umfrage widerlegt Einschätzung des Wirtschaftsministeriums

Am 30.04.2020 erschien anlässlich des LNV-Infos Nr. 02/2020 „Schottergärten – Gärten des Grauens und was Sie dagegen tun können“ eine LNV-PM die u. a. von der Stuttgarter Zeitung am 14.05.2020 aufgegriffen wurde. Dort heißt es, nach Einschätzung des Wirtschaftsministeriums sei das Problem der Schottergärten in der Realität kaum vorhanden. Der LNV sah das anders und bat seine Mitstreiter*innen um Rückmeldung zur Verbreitung von Schottergärten in ihrer Nachbarschaft. Die Resonanz war überwältigend: Innerhalb weniger Tage erhielt der LNV weit über 250 Beispiele aus den Kommunen in BW. Die Auswertung läuft noch… Der LNV wird die Ergebnisse in geeigneter Weise ans WM weiterleiten. Flo
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StEiN I– LNV-Presseseminare jetzt im Oktober

Stärkung des Ehrenamts im Naturschutz (StEiN) – Junitermine verschoben

Aufgrund der Corona-Krise ist die Lage im Juni, was Veranstaltungen betrifft, nach wie vor sehr unsicher. Der LNV hat sich deshalb entschieden, die ursprünglich für Juni geplanten Fortbildungen zur Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für ehrenamtliche Naturschützer*innen in Stuttgart und Öhringen abzusagen. Damit sind ab sofort die Alternativ-Termine im Oktober aktuell. In Stuttgart findet das Seminar am 2.10.2020 statt, in Öhringen am 16.10.2020. StEiN ist das Programm zur Fortbildung ehrenamtlicher Naturschützer*innen und wird vom UM gefördert. Es sind noch einige Plätze frei. Anmeldungen per E-Mail an jutta.ortlepp@lnv-bw.de. Ort
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StEiN II – „Eingriffsregelungen und ihre Kompensation“

Erstes Webinar geplant

Neue Zeiten erfordern neue Wege. Der LNV bietet zur Stärkung des Ehrenamtes im Naturschutz künftig auch Webinare an. Den Anfang macht ein Webinar zum Thema „Eingriffsregelungen und ihre Kompensation – Rechtlicher Rahmen, Umsetzung und Beispiele“. Geplant sind zwei Abende mit jeweils zwei Stunden am Mittwoch, dem 22. Juli und Mittwoch, dem 29. Juli 2020 jeweils von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr. Voraussetzung ist ein PC oder ein Tablet mit Internetzugang. Diese sollten über einen Lautsprecher und wenn möglich eine Kamera verfügen. Alles Weitere erfahren Sie, wenn Sie sich per E-Mail unter jutta.ortlepp@lnv-bw.de anmelden. Ort

Windrad Braunsbach darf in Betrieb gehen

VGH-Beschluss vom 14.05.2020 hebt vorhergehenden vom Dezember 2017 auf

Die 10. Kammer des Verwaltungsgerichtshofs BW, zuständig für Immissionsschutzrecht, hat den Beschluss der 8. Kammer vom 22.12.2017 aufgehoben. Damit darf die Windenergieanlage ORL6 in Braunsbach-Orlach reduziert, d. h. über Winter und im Sommer nur nachts, in Betrieb gehen. Der VGH geht mit keinem Wort darauf ein, dass sich die WEA in einem Rotmilandichtezentrum und Flugkorridor zu Nahrungsflächen befindet, wo sie niemals hätte errichtet werden dürfen. LNV und NABU hatten aus diesem Grund erfolgreich vor Gericht einen Betriebsstopp der Windenergieanlage erreicht. Tr
Artikel Südwestpresse

Aus den LNV-Arbeitskreisen

LNV-AK Ortenaukreis

LNV-AK zum Bebauungsplan Illenauwiesen in Achern

Der LNV-Arbeitskreis Ortenaukreis hat sich zum Bebauungsplanverfahren „Illenauwiesen“ in Achern geäußert und bewertet in seiner Stellungnahme die ökologischen Standards, die städtebaulichen sowie die sozialen Aspekte. Während die ökologischen Standards im vorliegenden Bebauungsplan akzeptabel seien, wird vor allem der städtebauliche Aspekt kritisiert. „Völlig inakzeptabel“ sei z. B. die alleinige Fokussierung auf ein gesellschaftlich arriviertes und gut situiertes Bewohnerklientel. Flo
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LNV-Pressemitteilungen

„Versteinerte Gärten“: Neuer LNV-Flyer zu Schottergärten
Wie Schottergärten Pflanzen, Tieren und dem Kleinklima schaden

Naturschutz und Landwirtschaft einig beim Streuobst-Schutz
Petition für Hochstamm-Obstbäume

Aus Politik und Verwaltung

Notfallplan Wald

Klimawandel trifft Wälder

2020 sind im dritten Jahr in Folge großflächig schwere Waldschäden zu erwarten. Die Landesregierung hat bereits im Dezember 2019 einen Notfallplan für den Wald mit 80 Mio. Euro Landesmitteln im Doppelhaushalt 2020/2021 aufgelegt. Das MLR befürchtet, dass wertvolle Baumbestände verloren gehen und entstehende Kahlflächen vergrasen oder verbuschen. Der Notfallplan beinhaltet ein Maßnahmenbündel, das den Waldbesitzer*innen rasche Hilfe sein soll. Derzeit wird sogar eine Flächenprämie für Waldbesitzende diskutiert. Tr
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Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)

Ausschreibung des Jahresprogramms 2021

Aktuell beschäftigen fehlende Einkaufsmöglichkeiten, Schließung von Gaststätten und Handwerksbetrieben viele Gemeinden und Bürger*innen. Um die Versorgung mit Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs bestmöglich zu unterstützen, haben diese hohe Priorität im ELR. Voraussetzung für die Aufnahme einer Gemeinde ins Jahresprogramm 2021 ist ein Aufnahmeantrag mit Darlegung der strukturellen Ausgangslage, zu Entwicklungszielen, zum Maßnahmenplan mit Einzelprojekten sowie zum Umsetzungs- und Finanzierungskonzept. Anträge können bis zum 30.09. 2020 an die Rechtsaufsichtsbehörde (LRA oder RP) gestellt werden. Tr
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Investitionen an Gewässern erster Ordnung

88 Millionen Euro Landesmittel 2020-2023

Für Baumaßnahmen an Gewässern erster Ordnung stehen von 2020-2023 zusammen 88 Mio. Euro aus dem Wasserentnahmeentgelt und dem Wassernutzungsentgelt zur Verfügung. Es muss für wasserwirtschaftliche und gewässerökologische Belange des Landes verwendet werden. Die Mittel fließen in Baumaßnahmen des Integrierten Rheinprogramms, die Ertüchtigung der landeseigenen Dämme, mehr als 100 gewässerökologische Maßnahmen und knapp 60 Maßnahmen zur Verbesserung des technischen Hochwasserschutzes. Knapp 28 Mio. Euro sind für 2020, die übrigen 60 Mio. Euro für Verpflichtungsermächtigungen für Ausgaben in den Jahren 2021 bis 2023 vorgesehen. Tr
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Genehmigung von Windkraftanlagen

Bundesweit einheitliche Standards gefordert

Nach dem Willen der Umweltministerkonferenz (Sitzung vom 15.05.2020) soll der Ausbau von Windkraftanlagen deutschlandweit vereinfacht und somit auch beschleunigt werden. Bei der Erteilung artenschutzrechtlicher Ausnahmen sollen bundesweit vergleichbare, effiziente und rechtssichere Standards im Genehmigungsverfahren festgelegt, aber regionale Spezifika ermöglicht werden. Zukünftig soll auch beim Zubau von Windkraftanlagen ein bundesweites Flächenziel von mindestens zwei Prozent erreicht werden. BW Umweltminister Untersteller forderte die Bundesregierung zum Handeln auf. Logr
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Endlagersuche

Geologiedatengesetz scheitert im Bundesrat

Auf Betreiben von BW hat der Bundesrat dem sogenannten Geologiedatengesetz die Zustimmung verweigert. Das Gesetz regelt die Bereitstellung geologischer Daten, die für die Suche nach einem Endlager hochradioaktiver Abfälle benötigt werden. Bürger*innen müssten von Anfang an erkennen und verstehen können, aus welchen Gründen Regionen als Endlagerstandort ausgeschlossen werden oder eben im weiteren Verfahren bleiben. Jetzt ist die Bundesregierung am Zug, den Vermittlungsausschuss anzurufen. Logr
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Strategiedialog Automobilwirtschaft

Preisauslobung für mutige gestaltungswillige Personen; Frist 30.06.2020

Der Strategiedialog Automobilwirtschaft BW diskutiert seit drei Jahren wesentliche Verkehrslösungen für eine klimaverträgliche Mobilität und liefert viele Impulse. Siehe Empfehlungen der Arbeitsgruppen A „Effiziente Flächennutzung für die Mobilität der Zukunft“ und B „Autonomes Fahren im ÖPNV“ (Links unten). Bewerbungen für die Auszeichnung „Wir machen Mobilitätswende!“ sind bis Ende Juni 2020 möglich. Der Preis wird in drei Kategorien vergeben: 1) ÖPNV 2) Flächenverteilung und Ladeinfrastruktur und 3) Öffentlichkeitsarbeit und Mobilitätsdaten. Tr
VM-PM vom 13.05.2020 I Empfehlungen der Arbeitsgruppe A I Empfehlungen der Arbeitsgruppe B

Innovative Mobilitätskonzepte im Ländlichen Raum

Ideenwettbewerb von WM, MLR und VM abgeschlossen

Das Land fördert sieben Projekte zur Entwicklung nachhaltiger Mobilitätskonzepte im Ländlichen Raum mit insgesamt rund 1,7 Mio. Euro. Der Wettbewerb ist Teil des ressortübergreifenden Impulsprogramms für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Insgesamt reichten elf kommunale Träger zusammen mit kleinen und mittleren Unternehmen aus dem Kfz-Bereich und teilweise unter Beteiligung von Vereinen und Forschungseinrichtungen Konzepte für den Ländlichen Raum ein. Tr
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Bundesrat stimmt für Reduzierung von Motorradlärm

Forderungen der “BW-Initiative Motorradlärm” aufgegriffen

Nordrhein-Westfalen hatte einen Teil des Forderungskatalogs der „Initiative Motorradlärm“ in den Bundesrat eingebracht, das VM BW hatte in der Sitzung weitere notwendige Punkte ergänzt. Der Bundesrat hat am 15. Mai verschiedene Punkte beschlossen, darunter dass die Genehmigungs- und Zulassungsregeln der EU überarbeitet werden müssen und auf ein Verbot des sog. Sound-Designs hingearbeitet werden muss. Tr
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Sportstättenförderung 2020

Sanierungen und Neubauten

Über den Sportstättenbau im Rahmen des Solidarpakts Sport fördert das Land 2020 insgesamt 111 kommunale Sportstättenbauprojekte mit Zuschüssen von rund 17,5 Mio. Euro. Gefördert werden der Neubau und die Sanierung von Sporthallen und Freisportanlagen, für vielseitige Nutzungen sowohl für den Sportunterricht als auch für den Übungs- und Wettkampfbetrieb von Sportvereinen. LNV-Hinweis: Mit der Suche nach dem Stichwort „Neubau“ können in der der PM des Kultusministeriums anhängenden Liste zu fördernder Projekte evtl. kritische Außenbereichsvorhaben gefunden werden. Tr
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Neue Innovationsstrategie BW

Grundlage, um Projekte anzustoßen

Der Ministerrat des Landes hat Anfang Februar die neue Innovationsstrategie für BW beschlossen. Die Strategie identifiziert als Wachstums- und Zukunftsbereiche Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Industrie 4.0, nachhaltige Mobilität, Gesundheitswirtschaft, Ressourceneffizienz und Energiewende sowie nachhaltige Bioökonomie. Sie ist auch Voraussetzung dafür, dass Fördermittel aus dem EFRE, dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, nach BW fließen. BW investierte im Jahr 2017 einen Anteil von rund 5,6 % des Bruttoinlandsprodukts in Forschung und Entwicklung, mehr als Südkorea und Israel und über der Zielmarke von drei Prozent der EU. Tr
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Gemeinnützige Vereine und Probleme in Corona-Zeiten

Empfehlungen des Normenkontrollrats BW

Der Normenkontrollrat hat seine Vorschläge zur Entbürokratisierung nochmals dahingehend geprüft, was davon auch zur Bekämpfung der Corona-Rezession geeignet ist und schlägt im Abschnitt „Liquidität“ für gemeinnützige Vereine vor: „Gemeinnützige Vereine, die in 2020 ihre traditionellen Veranstaltungen nicht durchführen können, sollten die nicht in Anspruch genommenen körperschafts- und gewerbesteuerlichen Freigrenzen und Freibeträge auf die nächsten drei Kalenderjahre zusätzlich zu den jährlichen Beträgen verteilen dürfen.“ Tr
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Daten, Fakten, Hintergründe

Naturschutz und Pandemiegefahr

WWF-Hintergrundpapier

Schrumpfende Lebensräume und zurückgehende Artenvielfalt bedeuten größere Bestände an anpassungsfähigen Arten (Generalisten) in einem Habitat. Der „Verdünnungseffekt“ von Ökosystemen mit hoher Biodiversität fehlt in gestörten, uniformen Lebensräumen. Der Entstehungsort von Zoonosen (Infektionskarkheiten, die von Tier auf Mensch übertragbar sind) ist oft auf bewaldete Ökosysteme zurückzuführen (Zika, Dengue, Chikungunya, Gelbfieber u. a.). Weltweit sind zudem mehr als 7.000 Tier- und Pflanzenarten von illegalem Handel betroffen, zusätzlich zu legalem Handel. Wildtiermärkte können Katalysatoren der Zunahme von Zoonosen sein. Der WWF hat drei Stellschrauben in seinem Hintergrundpapier identifiziert. Tr
Zu WWF, proWildlife und allen weiteren Kurzbeiträgen der Bundestagsanhörung vom 13.05.2020: Zoonosen – Ursache, Verbreitung, Vorbeugung: weiterlesen

Bericht zur Lage der Natur 2020 in Deutschland

Bundesumweltministerium stellt EU-Vogelschutz- und FFH-Bericht vor

Veranlasst durch die FFH- und EU-Vogelschutz-Richtlinie erstellen Bund und Länder alle sechs Jahre umfassende Berichte zur Bewertung des Zustands der Natur. In seiner Auswertung schlussfolgert der BUND Bundesverband, dass Natura 2000 funktioniert, wenn es solide finanziert und mit Personal unterstützt wird. Andrerseits wirken die Treiber des Artenverlustes oft unvermittelt weiter. Artenreiche Lebensräume in der Agrarlandschaft sind z. B. auf ein Rekordtief gesunken. Der BUND fordert ein Umdenken bei der Intensivierung der Landwirtschaft z. B. bei Pestiziden und Gülle. Nährstoffeinträge aus der intensiven Viehhaltung zerstören sensible Lebensräume wie die Moore. Logr Logr
Bericht zur Lage der Natur I Gemeinsame Pressemitteilungen von BMU und BfN I BUND-PM I NABU-PM

Sachverständigenrat: Umweltgutachten 2020

Für eine entschlossene Umweltpolitik in Deutschland und Europa

In seinem Umweltgutachten 2020 zeigt der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU), wie ein Umsteuern mit zielgerichteten Maßnahmen möglich ist. Vor dem Hintergrund der deutschen EU-Ratspräsidentschaft analysiert das Gutachten zudem anstehende Weichenstellungen in Europa. Tr Tr
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Nationales Naturerbe

Projekt „Naturerbe-Netzwerk“ unterstützt Stiftungen und Verbände

Seit 2005 wurden mehr als 156.000 ha Naturflächen als Nationales Naturerbe gesichert. Der Bund hatte die Naturerbeflächen unentgeltlich an die Länder, die Deutsche Bundesstiftung Umwelt und verschiedene Naturschutzorganisationen übertragen. Derzeit befinden sich rund 24.000 ha der Naturerbeflächen im Eigentum von etwa 30 Stiftungen und Verbänden. Das Projekt „Naturerbe-Netzwerk Biologische Vielfalt“ soll die Flächen zu bundesweiten Vorbildflächen des Naturschutzes entwickeln. Das Bundesamt für Naturschutz fördert das Projekt über sechs Jahre mit insgesamt rund 1,54 Mio. Euro. Tr
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Streuobstanbau als “Immaterielles UNESCO-Kulturerbe”

Baden-Württemberg schlägt „Streuobstanbau“ für Bundesliste vor

Der „Streuobstanbau“ und die „Schwörtagstraditionen in ehemaligen Reichsstädten“ könnten schon bald in das Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen werden. Beide haben die erste Hürde genommen und sind von BW offiziell für die deutsche Vorschlagsliste an die UNESCO genannt. Den Antrag für die Aufnahme des „Streuobstanbau“ hatte der Verein „Hochstamm Deutschland e. V“ am 30.10.2019 an das zuständige Wissenschaftsministerium gestellt. Das „immaterielle Kulturerbe“ steht für lebendige Alltagskultur und die Fortführung und Weiterentwicklung gelebter Traditionen. BW hat mit mehr als 100.000 ha Streuobstwiesen europaweit die bedeutendsten Streuobstbestände. Logr
https:/Pressemitteilung Vorschlagsliste I https://Antrag Kulturerbe Hochstamm

Feldhamster vor dem Aussterben

Bund Naturschutz reicht EU-Beschwerde ein

In Bayern sind sowohl die Feldhamster-Population als auch das Verbreitungsgebiet in den letzten Jahren geschrumpft. Die bisherigen Schutzmaßnahmen waren freiwillig und offensichtlich zu wenig wirksam. Daher hat der Bund Naturschutz in Bayern nun EU-Beschwerde eingereicht. Ziel ist es, endlich wirksame Maßnahmen in der Landwirtschaft und gegen den Flächenverbrauch durch vor allem Baugebiete zu erreichen. Tr
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„Natur nah dran“

15 Kommunen in fünfter und letzter Runde

Aus insgesamt 73 Anträgen wurden am Ende 15 Kommunen ausgewählt, um auf kommunalen Freiflächen mehr für die Verbesserung von Lebensräumen und damit der Biodiversität zu tun. Dies war die bislang höchste Bewerberanzahl im nun abgeschlossenen Wettbewerb. Vor dem Hintergrund der gleichbleibend hohen Nachfrage der Kommunen prüft das UM derzeit, ob und wie der Wettbewerb fortgeführt werden kann. Der NABU ist im Auftrag des UM verantwortlich für die Durchführung des Wettbewerbs. Tr
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“Mission B” – für mehr Biodiversität in der Schweiz

Eine Million Quadratmeter neue naturnahe Fläche in einem Jahr

Der Hauptgrund für die Gefährdung vieler Tier- und Pflanzenarten ist der Verlust ihrer Lebensräume. Die Aktion „Mission B“ ist die Schweizer Antwort auf den steten Rückgang der Biodiversität. Jede*r kann mitmachen und im eigenen Garten, im Vereinsheim oder auf dem Balkon neue Lebensräume für heimische Blumen, Bienen, Vögel oder Eidechsen schaffen. Die Fläche kann online eintragen werden – jeder Quadratmeter zählt. Für das Projekt, das noch bis zum Herbst 2020 läuft, arbeiten die öffentlichen Radio- und Fernsehstationen aller vier Sprachregionen zusammen. Das wäre auch eine tolle Aktion für Deutschland!? Flo
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Agrarsubventionen 2019: Wohin sie fließen …

Bundesantalt stellt Daten online

Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) hat die Empfänger von Agrarsubventionen 2019 online gestellt. Nach einer Auswertung der Organisation ProPlanta machen im Durchschnitt die Zahlungen der 1. Säule etwa 40 Prozent des Einkommens der landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland aus. In Deutschland werden für die ersten 30 Hektar je 50 Euro mehr Direktzahlungen und für weitere 16 Hektar je 30 Euro zusätzlich gezahlt. Laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) betrugen die Direktzahlungen 2018 im Schnitt 281 Euro / ha. Während ein Hof mit 50 Hektar jährlich ca. 14.000 Euro Einkommensstütze erhält, bringt es ein Großbetrieb von 5.000 ha auf satte 1,4 Mio. Euro. Logr
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Fischproduktion in Aquakulturen in BW

Regenbogenforelle vor Saibling und Karpfen

Von den 97 Aquakulturbetrieben in BW produzieren 38 Betriebe allein 97 % der Gesamtproduktion. Nach Angaben des Statistischen Landesamts lag die Speisefischerzeugung aus Aquakultur im Jahr 2019 bei 2,9 Mio. kg. Die Regenbogenforelle und die biologisch identische Lachsforelle (futterbedingt rötliches Fleisch) haben einen Produktionsanteil von 70 %, gefolgt vom Elsässer Saibling (Kreuzung aus Bach- und Seesaibling) mit fast 25 % und abgeschlagen dem Karpfen mit lediglich 1 % Produktionsanteil. Tr
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Erneuerbare Energien-Anteil auf Rekordhoch

Menge an erzeugten Kilowattstunden blieb allerdings fast gleich

Nach dem Abschalten des Kernkraftwerks Philippsburg Ende 2019 und dem Rückgang der Stromerzeugung aus Steinkohle haben die Erneuerbaren Energien (EE) mit 45,1 % im ersten Quartal 2020 prozentual ihren bisherigen Höchstwert an der Nettostromerzeugung in BW erreicht. Ihr Anteil betrug bei Windenergie 13 %, Biomasse 11,9 %, Wasserkraft 10,6 %, Fotovoltaik 9,6 %. Im Vorjahr lag ihr Anteil an der Stromerzeugung bei rund 30 %. Gleichzeitig musste BW mit 33 % deutlich mehr Strom importieren, um seinen Bedarf zu decken. Die real erzeugte Strommenge aus EE blieb nahezu gleich. Das UM forderte deshalb von der Bundesregierung vernünftige Rahmenbedingungen mit großen Übertragungsnetzen von Nord nach Süd. Logr
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Vogelschlag an Freileitungen

Minderung von Vogelschlag durch Vogelschutzmarker

Kollisionen mit Freileitungen stellen ein beträchtliches Mortalitätsrisiko für Vögel dar. Vogelschutzmarker können dieses Risiko minimieren. Allerdings ist die Wirkung artspezifisch sehr unterschiedlich. Im Rahmen des FuE-Vorhabens des BfN „Wirksamkeitsanalyse unterschiedlicher Vogelschutzmarker“ haben Liesenjohann et al. (2020) nun einen Fachkonventionsvorschlag zur Verwendung von Vogelschutzmarkern erarbeitet. Von 164 bewerteten Vogelarten können Vogelschutzmarker bei 27 Arten zu sehr hoher, bei 39 Arten zu mittlerer und bei 98 Arten zu geringer Reduktion des Kollisionsrisikos beitragen. Tr
KNE-Lesetipp vom 19.05.2020 I FuE-Ergebnisbericht

Viertwärmster April in 140 Jahren

…und einer der trockensten seit 1881

Die Monate März und April 2020 verdeutlichen den voranschreitenden Klimawandel: Viel zu trocken und zu warm. Die Analysedaten der LUBW sind eindeutig: Auf den zweitwärmsten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen 1881 folgten ein März, der 1,5 Grad Celsius über dem langjährigen Mittel (1961-1990) lag, und ein April mit fast 4 Grad Celsius darüber. Die Böden sind schon früh im Jahr sehr trocken. Es steht zu befürchten, dass BW wie 2018 wieder Niedrigwasser bekommt, etwa im Rheingebiet. Tr
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Deutlich mehr Kfz-Neuzulassungen 2019

Nachfragezuwachs insbesondere bei Hybrid-Kfz

Die Zahl der neu zugelassenen Kraftfahrzeuge (KfZ, fabrikneu) stieg nach Angaben des Statistischen Landesamts BW im Jahr 2019 um deutliche 7,8 %. Neu zugelassen wurden über 172.000 Pkw mit Dieselmotor (+5,4 % gegenüber 2018), über 294.000 mit Benzinmotor (+2,1 %), über 40.000 Hybridantriebe (+93,7 %) sowie über 10.000 Elektroantriebe (+76.1 %). Tr
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Positionspapier für nachhaltigere Mobilität

Kommunale Handlungsmöglichkeiten

Das Positionspapier von KEA BW, dem KIT, dem Öko-Institut und anderen gibt einen Überblick über kommunale Handlungsmöglichkeiten und deren Auswirkungen auf Stadtentwicklung, Mobilität und Klimaschutz mit Schwerpunkt Personenverkehr. Gezeigt werden kommunale Handlungsoptionen, wie stadtplanerische Maßnahmen, die Förderung des Fuß- und Radverkehrs, des ÖPNV oder die Verlangsamung und Verteuerung des Autoverkehrs. Vor allem aber verdeutlicht das an die Kommunen adressierte Papier: Die Kommunen müssen die Aufgaben bei der Mobilität aktiv angehen. (Ab-)Warten ist keine sinnvolle Option. Logr
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Netzwerk der WIN-Charta

Nachhaltiges Wirtschaften im Land

200 Unternehmen sind dem Nachhaltigkeitsmanagementsystem des Landes beigetreten. Mit der Unterzeichnung der WIN-Charta bekennen sie sich zu ihrer ökonomischen, ökologischen und sozialen Verantwortung und verpflichten sich zu einem regelmäßigen schriftlichen Nachhaltigkeitsbericht. BW bietet als einziges Bundesland dieses System an, das vor allem kleinen und mittleren Unternehmen ein gut umsetzbares und transparentes Nachhaltigkeitsmanagement nach den Anforderungen der EU-Richtlinie 2014/95/EU ermöglicht. Ihr Engagement zeigen mehrere dieser Unternehmen auch in der Krisenbewältigung der Corona-Pandemie. Tr
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Serviceportal Baden-Württemberg

Informationen für (fast) alle Lebenslagen

Das Serviceportal Baden-Württemberg informiert – da noch im Aufbau etwas unübersichtlich – über Ansprechpartner*innen in Behörden sowie über Themen von A wie Adoption bis Z wie Zuwanderung. Auch zahlreiche Umweltthemen, wie beispielsweise Naturschutz, Artenschutz oder Landschaftspflege finden sich hier. Hilfreich sind auch die Links zu Partner-Portalen, z. B. zum Beteiligungsportal BW oder zum Umweltportal des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft BW. Flo
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Teilhabeatlas Deutschland

Ungleichwertige Lebensverhältnisse und wie die Menschen sie wahrnehmen

Erklärtes Ziel der Bundesregierung sind „gleichwertige Lebensverhältnisse“ in allen Teilen des Landes. Die durch die Wüstenrot Stiftung geförderte Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung zeigt, wie weit die Wirklichkeit von diesem Wunsch entfernt ist. Die Analyse aller 401 Landkreise und kreisfreien Städte offenbart erhebliche Differenzen in den gesellschaftlichen Teilhabechancen ihrer Bewohner. Es macht einen großen Unterschied, ob sie an der Küste im Norden, im Westen an Rhein und Ruhr, im Alpenvorland im Süden oder im Osten an Unstrut und Oder leben. Die Studie zeichnet ein detailliertes Bild vom vielfältigen Leben in Deutschland. Flo
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Draußen lernen

Aufruf zu Unterricht im Freien

Der Deutsche Wanderverband plädiert während der Corona-Krise für mehr Unterricht im Freien, eben „Draußen“ und empfiehlt als Hilfe und für Anregungen den Ratgeber „Draußenschule“. Schulen, die den schulnahen Natur- und Kulturraum regelmäßig in den Unterricht einbeziehen, so genannte Draußenschulen, bieten eine Reihe vielversprechender neuer Lernmöglichkeiten. Nicht nur naturkundliche Disziplinen können erfolgreich unterrichtet werden, sondern auch Fächer wie Deutsch und Mathematik und selbst Sprachen. Der Ratgeber „Draußenschule. Eine Handreichung“ ist für 16,80 Euro versandkostenfrei beim Deutschen Wanderverband erhältlich. Logr
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Wissenschaftsblog „Corona Sustainability Compass“

Wie könnte eine nachhaltigere Zukunft in der Zeit nach Corona aussehen?

Der Wissenschaftsblog u. a. des Umweltbundesamtes setzt sich damit auseinander, wie eine nachhaltige Zukunft nach Corona aussehen könnte. Die viel größeren Herausforderungen für unsere Zivilisation sollten beim Corona-Krisenmanagement nicht aus dem Auge verloren werden: Die Auswirkungen der Erderwärmung, der hohe Ressourcenverbrauch weit über die planetaren Belastungsgrenzen hinaus, die schwindende Biodiversität. Die Corona-Krise wird als einmalige Chance gesehen, aktuelle Geschäftsmodelle zu überdenken und den wirtschaftlichen Neuanfang nachhaltiger und zukunftsfähiger zu gestalten. DAV/Logr
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Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Bereits zehn registrierte FSME-Fälle im Land

Die Saison der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) hat begonnen. Seit Jahresbeginn 2020 wurden Stand Anfang Mai zehn FSME-Erkrankungen an das Landesgesundheitsamt übermittelt, hiervon acht Fälle seit Anfang April. In Baden-Württemberg sind unverändert alle Stadt- und Landkreise, außer dem Stadtkreis Heilbronn, FSME-Risikogebiete. Dies zeigt die vom Robert Koch-Institut zuletzt Mitte Januar 2020 aktualisierte Karte zu den aktuellen FSME-Risikogebieten in Deutschland. Gegen FSME-Erkrankungen empfiehlt das Land die mehrfache Schutzimpfung als wirksamen Schutz. Tr
Pressemitteilung Land Baden-Württemberg I Karte der aktuellen FSME-Risikogebiete

Stellenausschreibungen

LEV Konstanz sucht Mitarbeiter*in

Vollzeitstelle für Fachkraft Naturschutz und Landschaftspflege (m/w/d), befristet auf fünf Jahre
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Umweltbüro Donaueschingen sucht FÖJler*innen

Ein Jahr für die Umwelt
Das Umweltbüro des GVV Donaueschingen, das von LNV-Chef Gerhard Bronner geleitet wird, bietet zwei Plätze für das Freiwillige Ökologische Jahr an. Interessant für alle, die sich vor Studium oder Berufsausbildung noch etwas orientieren möchten und Interesse an einer Tätigkeit im Natur- und Umweltschutz haben.
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LNV intern

Ergebnisse des schriftlichen Beschlussverfahrens der LNV-Mitglieder

Einstimmige Genehmigung des Haushalts

Aufgrund der Corona-Krise musste der LNV die für den 18.04.2020 geplante Mitgliederversammlung absagen. Um als Verein handlungsfähig zu bleiben, hat der LNV anschließend im schriftlichen Beschlussverfahren die Voten der Mitglieder zum Haushaltsabschluss 2019, Jahresplan 2020, den Beiträgen für Mitglieder und Fördermitglieder und der Entlastung des Vorstandes eingeholt. Weiterer wichtiger Punkt war die Aufnahme der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland als neuer LNV-Mitgliedsverband. Die Ergebnisse waren jeweils einstimmig. Wir danken unseren Mitgliedsverbänden für diese Unterstützung im Ausnahmejahr 2020 und für ihr Vertrauen sehr. Logr
LNV-Jahresbericht 2019

Botanische AG Südwestdeutschland neues LNV-Mitglied

Einstimmige Zustimmung der LNV-Mitglieder

Die LNV-Mitgliedsverbände haben im schriftlichen Beschlussverfahren die Aufnahme der Botanischen Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutschland e. V. (BAS) in den LNV einstimmig befürwortet. Die BAS bietet Botaniker*innen aus Wissenschaft und Praxis ebenso wie interessierten Laien mit Freude an der heimischen Pflanzenwelt eine gemeinsame Plattform. Ziel der BAS ist die Erforschung der Pflanzenwelt Südwestdeutschlands, u. a. durch die Vermittlung und Vertiefung von Pflanzenkenntnissen, die Durchführung und Betreuung floristischer Kartierungen, sowie Bewahrung und Schutz der heimischen Flora. Der LNV freut sich über diese Verstärkung und Unterstützung. Logr
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LNV-Referentin für LEV gibt Amt ab

Sigrid Meineke liegt die bäuerliche Landwirtschaft besonders am Herzen

Die LNV-Referentin für Landschaftserhaltungsverbände, Sigrid Meineke, hat ihr Amt gesundheitshalber zu Anfang Mai 2020 abgegeben. Bis zu ihrem Ruhestand im April 2017 war Frau Meineke eine der Geschäftsführer*innen des LEV Lörrach sowie Sprecherin der LEV im RB Freiburg. Zuvor leitete sie das Naturschutzgroßprojekt Feldberg-Belchen-Oberes Wiesental bis zu dessen Abschluss und war 30 Jahre lang Naturschutzbeauftragte im Landkreis Lörrach. Im LNV begleitete Frau Meineke ab 2017 den Themenkomplex Landwirtschaft / Naturschutz. Besonders wichtig sind ihr der Erhalt und die Entwicklung von artenreichem Grünland, besonders auch in Bergregionen. Der LNV dankt Sigrid Meineke sehr herzlich für ihr außerordentliches berufliches und ehrenamtliches Engagement. Logr

Termine und Aktionen

Landeswettbewerb Effizient Bauen und Modernisieren

Antragsfrist verlängert bis 14.06.2020

Das UM prämiert mit insgesamt 100.000 Euro Objekte privater, öffentlicher oder gewerblicher Bauherr*innen, die besonders kostengünstig und zugleich energieeffizient modernisiert oder neu gebaut werden. 2020 können sowohl Wohngebäude als auch Nicht-Wohngebäude wie Bürokomplexe, Kindergärten und Schulen am Wettbewerb teilnehmen. Die Modernisierung oder der Bau muss zwischen dem 01.01.2016 und dem Datum der Bewerbung fertig gestellt bzw. abgeschlossen worden sein. Logr
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EnBW-Förderprogramm „Impulse für die Vielfalt”

Christian Fischer

Antragsfrist verlängert bis zum 15.06.2020

119 Schutzprojekte für Amphibien und Reptilien wurden in den vergangenen neun Förderjahren mithilfe des EnBW-Förderprogramms „Impulse für die Vielfalt“ unterstützt und erfolgreich umgesetzt. Seit Beginn des Jahres 2011 unterstützt die LUBW das Programm mit fachlicher Expertise. Die diesjährige Antragsfrist zum EnBW-Förderprogramm 2020 wurde aufgrund der Corona-Pandemie bis zum 15. Juni 2020 verlängert. Bis zu diesem Datum können Anträge bei der LUBW eingereicht werden. Tr / Flo
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Feldforschung zur Verbreitung der Mopsfledermaus

Ehrenamtliche Mithelfer*innen gesucht

Für ein Bundesforschungsprojekt u. a. zur Verbreitung der waldbewohnenden Mopsfledermaus suchen NABU BW und AG Fledermausschutz noch Ehrenamtliche in Baden-Württemberg, die bereit sind, Aufnahmegeräte (sog. Mini-Batcorder) auszuleihen, für fünf Nächte in Wäldern aufzuhängen und an den NABU zurückzuschicken. Interessenten schreiben bitte eine E-Mail an Mopsfledermaus@NABU-BW.de unter Angabe, wo das Gerät aufgehängt werden soll. Näheres zum Forschungsprojekt finden Sie in der Pressemitteilung. Tr
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Hirschkäfer – bitte melden!

LUBW-Aufruf zur Meldung von Sichtungen

Ab Mitte Mai können die ersten Männchen gesichtet werden. Anfang Juni schlüpfen die Weibchen. Deshalb gilt der Juni als Hirschkäfermonat. Der kastanienbraune Käfer ist durch seine Größe und sein imposantes „Geweih“ auch für Laien unverwechselbar. Die LUBW ruft daher wieder alle Bürgerinnen und Bürger auf, Beobachtungen des Hirschkäfers über das Artenmeldeportal zu melden. Sie hat mit dem Citizen-Science-Projekt „Anmelde-Plattform“ gute Erfahrungen gemacht. Seit dem Start im Jahr 2013 sind landesweit 2.500 Meldungen eingegangen. Tr
Pressemitteilung der LUBW I Artenmeldeplattform mit Hinweisen zum Hirschkäfer

Bücher, Filme, Neuigkeiten

Neue Gentechnik in Natur und Landschaft?

Anwendung auch für Naturschutzziele?

Die Mai-Ausgabe der Zeitschrift „Natur und Landschaft“ widmet sich dem Thema „Neue Gentechnik in Natur und Landschaft“. Mit neuen Genomeditierungsverfahren wie CRISPR/Cas, die das gezielte Schneiden von DNA ermöglichen, lassen sich Organismen billiger und effektiver gentechnisch verändern. Das eröffnet ganz neue Anwendungsgebiete, wodurch es künftig vermehrt zu Freisetzungen von GVO auch außerhalb von Agrarökosystemen kommen könnte – auch um Naturschutzziele zu erreichen. Für den Naturschutz sind solche Überlegungen ein Novum. Der Deutsche Naturschutzring (DNR) hatte Ende 2019 einen Bericht zum selben Thema beauftragt. Logr
Mai-Ausgabe der Natur und Landschaft I https://www.testbiotech.org

Neuer FVA-Newsletter

Digitaler Einblick kann kostenlos abonniert werden

Mit einem neuen Newsletter stellt die FVA aktuelle Ergebnisse der forstwissenschaftlichen Forschung und des Waldmonitorings bereit: Der digitale FVA-Einblick liefert Aktuelles über Zustand, Schutz und Nutzung des Waldes in BW, stellt die Situation von Forstbetrieben dar und berichtet aus dem Leben der Wildtiere und von der gesellschaftlichen Bedeutung des Waldes. Anspruch der FVA ist es, verständlich und handlungsorientiert zu informieren. Daneben enthält der Newsletter Tipps für die Praxis, Veranstaltungshinweise und Infos aus dem Leben der FVA. Logr
https://www.fva-bw.de

… und außerdem

3.813 Einkommensmillionäre in Baden-Württemberg

Einkommenszuwachs 2016 dreimal so hoch wie bei restlichen Steuerpflichtigen

Im Jahr 2016 erzielten 3.813 Lohn- und Einkommensteuerpflichtige in Baden-Württemberg jeweils einen Gesamtbetrag der Einkünfte von mindestens einer Million Euro, eine Steigerung um 268 Steuerpflichtige oder 7,6 %. Absolut betrachtet wies der Stadtkreis Stuttgart die meisten Einkommensmillionäre (415) auf, gefolgt vom Landkreis Ludwigsburg (196) und Esslingen (161). Der Gesamtbetrag der Einkünfte summierte sich auf 244,9 Mrd. Euro, ohne die Einkommensmillionäre 233,5 Mrd. Euro. Tr
https://www.statistik-bw.de

Verzeichnis der Abkürzungen

• AKW – Atomkraftwerk
• BfN – Bundesamt für Naturschutz
• BUND – Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland
• BW – Baden-Württemberg
• EU – Europäische Union
• FAKT – Förderprogramm Agrarumwelt, Klimaschutz und Tierwohl
• ForstBW – Landesbetrieb Forst Baden-Württemberg
• FVA – Forstliche Versuchsanstalt Freiburg
• GAP – Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union
• KEA – Klima- und Energieagentur Baden-Württemberg
• LPR – Landschaftspflegerichtlinie
• LSV – Landessportverband Baden-Württemberg
• LUBW – Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
• MLR – Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
• NABU – Naturschutzbund Deutschland
• VM – Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg
• PM – Pressemitteilung
• UBA – Umweltbundesamt
• UM – Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
• UVP- Umweltverträglichkeitsprüfung

LNV-Infobrief Juni 2020 als pdf zum Herunterladen

Impressum:
Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V., Olgastraße 19, 70182 Stuttgart
Telefon +49 711 248955-20, Fax: +49 711 248955-30, info@lnv-bw.de
Vertretungsberechtigt: Dr. Gerhard Bronner; Amtsgericht Stuttgart VR 2787

Endredaktion: Christine Lorenz-Gräser, Bildredaktion: Annette Schade-Michl und Kristin Pfeiffer
Beiträge: Julia Flohr (Flo), Christine Lorenz-Gräser (Logr), Jutta Ortlepp (Ort), Dr. Anke Trube (Tr), Annette Schade-Michl (Sch)
Der LNV-Infobrief berichtet regelmäßig über aktuelle Themen des Natur- und Umweltschutzes.
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