LNV-Infobrief Februar 2019

Im Blickpunkt: Dichtestress

Liebe Naturschützerinnen und Naturschützer,
in den 1970er Jahren experimentierte der Verhaltensforscher John Calhoun mit Mäusen, die er in hoher Dichte in mäuseparadiesisch gestalteten Käfigen hielt. Nach einer starken Vermehrung der Tiere stabilisierte sich die Population aber nicht auf hohem Niveau sondern brach zusammen und die Tiere zeigten erhebliche Verhaltensstörungen. Calhoun interpretierte das als „Dichtestress“ und zog Parallelen zu Großstädten. Nun sollte man vorsichtig sein mit der Übertragung von an Tieren gewonnenen Erkenntnissen auf menschliche Gesellschaften und manche Großstädte gelten ja als Orte großer menschlicher Lebensqualität. Dennoch gibt es auch in menschlichen Ballungsräumen „Dichtestress“. Teile des Ballungsraums Mittlerer Neckar – insbesondere Stuttgart – ersticken beinahe am motorisierten Individualverkehr und die Preise für das Mieten und Kaufen von Wohnraum explodieren. Es gibt eine große Nachfrage nach neuen Bauflächen. Wir Naturschützer können ein Trauerlied davon singen und bemühen uns, den weiteren Flächenverbrauch in Grenzen zu halten.
Bemerkenswerterweise sieht das mittlerweile die Mehrheit der Bevölkerung auch so. Regionalplaner bedauern, dass viele Kommunen gar keine weiteren Bauflächen neu ausweisen wollen. Hintergrund ist unter anderem der Widerstand, den sie aus der Bürgerschaft erfahren. Man kann das als beschränkt ansehen, da die Wohnungsnot ja real ist und die Wirtschaft Flächen braucht. Man kann das aber auch als gesunde Reaktion auf tägliche Staus und die immer größeren Entfernungen zu naturnahen Erholungsräumen betrachten. Dichtestress eben!
Fatal wäre es freilich, weiter die wirtschaftliche Entwicklung und Arbeitsplätze zu fördern (für die man in der Region kaum mehr jemand findet), aber keine Wohnbauflächen bereitzustellen. Dann steigt der Druck im Topf und es kommt zu sozialen Verwerfungen. Wichtig ist es daher, zusätzlichen Wohnraum im bereits besiedelten Raum zu schaffen. Sinnvoll wäre es aber auch, bei den Arbeitsplätzen zu steuern und sie besser übers Land zu verteilen. In manchen Gebieten Frankens stehen halbleere Gewerbegebiete und in den Dörfern mit Abwanderung verfallen die Ortskerne. Ziel muss eine ausgeglichene funktionale Raumentwicklung sein, die aber ohne eine Stärkung der Regionalplanung und eine Neufassung des Landesentwicklungsplanes nicht zu haben ist.
Und eigentlich müsste man noch großräumiger denken. Wenn eine Firma eine neue Produktion aufbaut, muss das im bereits gedrängten Baden-Württemberg geschehen oder wäre sie nicht besser aufgehoben in einem leerstehenden Gewerbegebiet in Brandenburg oder Sachsen-Anhalt? Und solange Deutschland einen exorbitanten Exportüberschuss hat, sollte man den Denk-Horizont eigentlich noch weiter ziehen.
Ihr
Dr. Gerhard Bronner
LNV-Vorsitzender

Inhalt

LNV Aktiv
Aus den LNV-Arbeitskreisen
Aus Politik und Verwaltung
Daten, Fakten, Hintergründe
Alles was Recht ist
LNV Intern
Aus den Mitgliedsvereinen
Zum Mitmachen und Hingehen
Bücher, Filme, Neuigkeiten
und außerdem

LNV-Infobrief als pdf zum Herunterladen

LNV aktiv

LNV-Stiftung fördert Naturschutzprojekte

Schwerpunkt Artenschutz im Siedlungsbereich; Antragsfrist 30.04.2019

Gute Nachrichten für Naturschützer/-innen und Umweltgruppen: Die LNV-Stiftung fördert erneut Ideen und Aktivitäten, die dem Naturschutz und dem Erhalt der natürlichen Umwelt dienen. Förderschwerpunkt 2019 ist der Artenschutz im Siedlungsbereich. Anträge stellen können bevorzugt Personen oder Gruppen, die sich ehrenamtlich im Natur- und Umweltschutz engagieren. Logr
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Antragsformular

LNV-Stand bei den Naturschutztagen 2019

Reger Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern der Naturschutztage

Am Dreikönigswochenende findet traditionell die größte regelmäßige Fortbildungs- und Informationsveranstaltung im deutschsprachigen Raum für Naturschutzaktive statt. Zum vierten Mal in Folge war der LNV mit einem Informationsstand bei den Naturschutztagen in Radolfzell am Bodensee vertreten. Vom 03.-06.01.2019 suchten Vertreter/-innen des LNV-Vorstandes und der LNV-Geschäftsstelle das Gespräch und informierten über die Arbeit des LNV und die der LNV-Arbeitskreise. Das Interesse am LNV-Stand war groß -– für uns ein guter Grund, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Flo

Vogelschlag an Glas I

Presseecho LNV-Zukunftsforum Naturschutz

Mehrere Presseberichte griffen durch das LNV-Zukunftsforum sowohl den „Vogelschlag an Glas“ als auch die „Schottergärten“ auf. Obwohl eine neue Hochrechnung davon ausgeht, dass 15 Mio. Vögel pro Jahr im Südwesten an Glasscheiben sterben, sieht das Wirtschaftsministerium bislang allerdings keine Notwendigkeit, die Landesbauordnung zu ändern. Der LNV bleibt am Thema dran. Logr
https://www.stuttgarter-zeitung.de , https://www.stuttgarter-nachrichten.de , https://www.neckar-chronik.de , https://www.swp.de

Vogelschlag an Glas II

Kleine Anfrage von MdL Paul Nemeth (CDU) an das Umweltministerium

Die Landtagsanfrage bezog sich auf das LNV-Zukunftsforum Naturschutz und galt dem Massentod von Vögeln an Glasscheiben. Laut Antwort des UM (16/5338 vom 02.01.2019) liegt die Mortalitätsrate durch Vogelschlag an Glas in Deutschland für die Summe aller Vögel bei 5 – 10 % des geschätzten Gesamtbestandes. Zwischen den Arten gibt es aber gravierende Unterschiede, z. B. sind Habicht, Sperber oder Eisvogel besonders gefährdet. Kommunen können im Bebauungsplan auf Grundlage von § 9 Abs. 1 Nr. 20 BauGB bauliche Schutzmaßnahmen als Festsetzungen in den Bebauungsplan aufnehmen. Logr
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Bitte beteiligen: Fitness-Check der WRRL und HWRL

Öffentliche Konsultation bis 4. März 2019

Der LNV bittet um Beteiligung aller Interessierten an der öffentlichen Konsultation der EU zur Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) und Hochwasserrichtlinie (HWRL). Die EU-Kommission will die Meinungen über die Wirksamkeit beider Richtlinien einholen. Naturschutzverbände befürchten, dass die Richtlinien verwässert, Standards abgeschwächt und die Fristen zur Zielerreichung nach hinten verschoben werden. Mit ihrer Kampagne #ProtectWater rufen die Verbände alle Bürger/-innen auf, sich an der Konsultation zu beteiligen. Denn sauberes Wasser und lebendige Gewässer sind nicht verhandelbar. Tr
Fragebögen der EU-Kommission für Bürger oder Fachleute
Antwortmöglichkeit mit der DNR-Arbeitshilfe

Ehrenbürgerschaft für Gunter Kaufmann

Stadt Rastatt würdigt besonders das umweltpolitische Engagement

Die Stadt Rastatt hat Gunter Kaufmann, früher u. a. LNV-Vorstandsmitglieds und –Medienreferent, beim Neujahrsempfang die Ehrenbürgerwürde verliehen. Bei der Laudatio fand dessen umweltpolitisches Engagement besondere Würdigung, gleichwohl war der frühere Landtagsabgeordnete auch in vielen anderen gesellschaftlichen Bereichen engagiert. Als Meisterstück von Kaufmanns kommunalpolitischer Tätigkeit gilt der Rastatter Kompromiss zur Ansiedlung des Automobilwerkes Mercedes-Benz vor circa 30 Jahren. Der LNV gratuliert! Logr
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Zum Tod von Horst Stern

Gedenken an einer der ganz Großen im deutschen Naturschutz

Horst Stern hat als bekannter Fernsehjournalist in den 70er und 80er Jahren entscheidend zu einem neuen Naturschutzverständnis beigetragen und kämpferisch die Grundlagen für die gesellschaftliche Akzeptanz des Naturschutzes gelegt. Als einer der Ersten prangerte er Fehlentwicklungen etwa in der industriellen Landwirtschaft und in der Forstwirtschaft an und schuf unter anderem ein Bewusstsein dafür, dass „Wald vor Wild“ kommt. Horst Stern war Mitinitiator des BUND. Er sorgte sich um seine Enkel und fürchtete, dass der Mensch die Zerstörung der Welt sorglos in Kauf nimmt. Logr
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Praktikum beim LNV

Interessante Einblicke in die Arbeit eines großen Naturschutzverbandes

Beim LNV wird ab April 2019 ein Praktikumsplatz frei. Bewerben können sich vor allem Studierende aus den Bereichen Biologie, Landschaftsplanung, Geografie, Agrarwissenschaften, Umwelt- und Verwaltungswissenschaften sowie öffentliche Verwaltung. Praktikumsdauer sollte zwei bis drei Monate sein. Bitte wenden Sie sich bei Interesse oder bei Fragen an Christine Lorenz-Gräser, Email christine.lorenz-graeser@lnv-bw.de. Logr

LNV-Pressemitteilungen

Aktionsprogramm Jagst bitte weiterführen
Kabinett legt Bilanz vor
Strengere Abgaswerte – ein Durchbruch für den Klimaschutz
Endlich handelt die EU!
LNV-Stiftung fördert 2019 den Artenschutz in Siedlungen
Gute Ideen im Natur- und Umweltschutz umsetzen – Unterstützung für ehrenamtliches Engagement
Nicht nachlassen bei der Luftreinhaltung!
Naturschützer: Verwirrung um Feinstaub und Stickoxide

Aus den LNV-Arbeitskreisen

LNV-AK Heilbronn

Krebserregender Bauschutt in Waldwegen verbaut

Immer wieder hatten Umweltschützer aus dem Stadt- und Landkreis Heilbronn bei den Behörden Zweifel angemeldet, dass der für die Sanierung von Waldwegen verwendete Bauschutt tatsächlich schadstofffrei sei. Wie sich nun herausstellte, ist das Material teilweise mit Polychlorierten Biphenylen (PCB) und Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belastet, beide Stoffe gelten als krebserregend. Die Grenzwerte wurden teilweise um das Siebenfache überschritten! Nun ergab eine Recherche des SWR, dass möglicherweise an mehreren Orten belasteter Bauschutt in Waldwegen verbaut wurde. Flo
https://www.swr.de,
https://www.landtag-bw.de

OB-Wahl in Reutlingen – alle(s) im grünen Bereich?

LNV-AK Reutlingen lud zur Vorstellung der OB-Kandidaten ein

„Flower-Power im Spitalhofsaal“ titelte der Reutlinger Generalanzeiger über die gut besuchte OB-Kandidat/-innenvorstellung am 15.01.2019 im brechend vollen Reutlinger Spitalhofsaal. LNV-Vorsitzender Dr. Gerhard Bronner moderierte den Abend und fragte die Kandidaten etwa zur Innenentwicklung, zur Verkehrswende und zum Vögel- und Insektensterben. Denen schien zumindest ihren Äußerungen zufolge ein ökologisch nachhaltiges Wirken ein Anliegen zu sein, sollten sie denn gewählt werden. Der Ton im Saal verschärfte sich lediglich beim Thema Dietwegtrasse, die teilweise vehement abgelehnt wurde. Logr
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Aus Politik und Verwaltung

Ackerverbot im Gewässerrandstreifen

Schutz der Wasserqualität und Verbesserung der ökologischen Funktionen

Ab dem 01.01.2019 ist der Ackerbau im 5m-Bereich neben einem Gewässer verboten. Das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg (LTZ) und die LUBW haben daher das Merkblatt Nr. 36 zur Landbewirtschaftung im Gewässerrandstreifen herausgebracht. Der ansonsten 10 m betragende Gewässerrandstreifen dient der Erhaltung und Verbesserung der ökologischen Funktionen oberirdischer Gewässer, der Wasserspeicherung, der Sicherung des Wasserabflusses sowie der Verminderung von Stoffeinträgen aus diffusen Quellen (§ 29 Wassergesetz BW; § 38 WHG). Tr
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Wasserpfennig finanziert Hochwasserschutz

Erhöhung tritt Anfang 2019 in Kraft

Die Änderung des Wassergesetzes von 2013 ermöglicht BW die Finanzierung des Hochwasserschutzes über das Wasserentnahmeentgeld („Wasserpfennig“). Das UM wies deshalb eine Forderung des Bund der Steuerzahler zurück, den Wasserpfennig abzuschaffen. Dieser wurde Anfang 2019 von derzeit 8,1 ct auf 10 ct/m³ erhöht. Der Beschluss dafür wurde bereits 2013 gefasst. Auch die Verwendung von Wasser aus oberirdischen Gewässern wird teurer. Kraftwerksbetreiber z. B. müssen für das zur Anlagen-Kühlung entnommene Oberflächenwasser statt 1 ct künftig 1,5 ct/m³ bezahlen. Logr
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Vier FFH-Sammelverordnungen in Kraft

Kulisse um knapp 420 Hektar verringert

Am 27.12.2018 wurden die vier Verordnungen der Regierungspräsidien zu den FFH-Gebieten veröffentlicht. Sie legen die Außengrenzen der insgesamt 212 FFH-Gebiete im Maßstab 1:5.000 fest, die in den Jahren 2001 und 2005 gegenüber der EU nur im Maßstab 1:25.000 erfolgte. Die 1.373 Einwendungen haben zu einem Flächenschwund von knapp 420 ha auf nunmehr 431.577 ha geführt, rund 11,8 % der Landesfläche. Auf die LNV-Stellungnahme mit Hinweisen auf fehlerhafte Grenzverläufe, fehlende Schutzzwecke u. a. hat der LNV von allen vier Regierungspräsidien Antwort erhalten. Tr
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Bußgeldkatalog Umwelt

Neuer Bußgeldkatalog für Umweltverstöße enthält 840 Tatbestände

Neben Aufklärungsarbeit ist bei erheblichen Umweltverstößen häufig die Einleitung und Durchführung von Bußgeldverfahren erforderlich. Der seit dem 01.12.2018 gültige umfangreiche Bußgeldkatalog gilt für Ordnungswidrigkeiten in den Bereichen Abfallentsorgung, Immissionsschutz, Gewässerschutz, Bodenschutz und Altlasten, Naturschutz und Landschaftspflege sowie Pflanzenschutz und unterstützt die Bußgeldbehörden bei der Ermittlung eines für die einzelnen Umweltverstöße in der Höhe angemessenen Bußgeldes. Flo
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Kommunen: Straßenplanung und –bau ermöglicht

VwV Finanzierungsbeteiligung Straßen

Mit Überarbeitung der Verwaltungsvorschrift (VwV) von 2009 dürfen Kommunen oder Zweckverbände nun die Planung von Landesstraßenbaumaßnahmen vollständig bis zum rechtskräftigen Planfeststellungsbeschluss übernehmen, wenn sie die Kosten hierfür vollständig tragen. Den Bau müssen sie zu mindestens 50 Prozent mitfinanzieren. Auch die Planung von Bundesstraßen ist bis zur Planfeststellung künftig möglich. Tr
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Grenzenloser Nahverkehr

Mit EINEM Fahrschein für Bus und Bahn durch ganz Baden-Württemberg

Wer hat sich nicht schon des Öfteren über das Fahrkartenwirrwarr geärgert, wenn man Verkehrsverbundübergreifend mit Bus und Bahn reisen wollte? Seit dem 09.12.2018 ist endlich Schluss damit: Unter dem Motto „Ein Land, eine Fahrt, ein Ticket“ können Fahrgäste nun mit nur einem Fahrschein durch das ganze Land und alle 22 Verkehrsverbünde fahren. Das Ticket gilt in allen Nahverkehrszügen und S-Bahnen sowie in Stadtbahnen und Bussen sowohl am Abfahrts- als auch am Zielort, zudem ist die Reise in der Regel deutlich günstiger als bisher. Flo
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Kommunale Steuer auf Einwegverpackungen

UM begrüßt Grundsatzbeschluss der Stadt Tübingen

Als wichtiges Signal gegen die Vermüllung durch Einwegverpackungen wertete das UM den Beschluss der Stadt Tübingen, eine kommunale Steuer auf den Verkauf von Einwegverpackungen einzuführen. Die Beseitigung von achtlos weggeworfenen (Einweg)Verpackungen ist für die Kommunen teuer, ihre Herstellung verschwendet wertvolle Ressourcen. Eine kommunale Abgabe könnte lenkend wirken und zudem nachhaltigere Mehrwegsysteme fördern. Die Stadt Tübingen möge einen gangbaren Weg finden, ihren mutigen Beschluss rechtlich umzusetzen, wünscht sich das UM. Logr
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Konfliktlösung vor Ort

Umweltministerium setzt „Forum Energiedialog“ (FED) fort

Das FED berät die Kommunen in BW seit 2016 auf Anfrage, wenn bei der Umsetzung der Energiewende vor Ort Konflikte absehbar sind. Es vermittelt u. a. zwischen widerstreitenden Interessen, initiiert Bürgerbeteiligungen und moderiert Informationsveranstaltungen im jeweiligen „Konfliktgebiet“. Ziel ist es, dass Konflikte in Kommunen konstruktiv und fair ausgetragen werden. Seit 2016 hat das FED 30 Kommunen in BW über einen längeren Zeitraum hinweg begleitet. Das UM finanziert das FED mit rund zwei Mio. Euro bis Mitte 2021. Logr
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Vorsorge und Entschädigung bei Wolfsrissen

100 % staatliche Unterstützung möglich

Die Europäische Kommission hat entschieden, dass Investitionen in Vorsorgemaßnahmen gegen Risse von Weidetieren durch Wölfe zu 100 % durch die Länder finanziert werden können, ohne dass dies als unzulässige Beihilfe gilt. Dies gilt auch für Schäden, die infolge eines Wolfsrisses auftreten. Noch nicht erfasst sind weitere indirekte Vorsorgekosten der Landwirte – etwa für den zusätzlichen Arbeitsaufwand, der mit dem Aufstellen von Zäunen verbunden ist. Tr
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Daten, Fakten, Hintergründe

Umweltdaten 2018 für Baden-Württemberg

Anstrengungen auf allen Ebenen notwendig

Die Umweltdaten für BW werden alle drei Jahre von UM und LUBW herausgegeben. Die Daten belegen, dass der Klimawandel vor BW nicht haltmacht. Neun der zehn wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen traten in BW nach 2000 auf. Die Entwicklung setzte sich 2018 fort. Bei Lärmbelastung und den Luftschadstoffen Stickstoffdioxid und Feinstaub ist der Straßenverkehr in BW der Hauptverursacher. Die Umweltdaten liefern auch einen Überblick für die Bereiche Luft, Boden und Wasser, Natur und Landschaft, Nachhaltigkeit, Radioaktivität, Abfallwirtschaft und Lärm. Tr
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Rote Liste der Farn- und Blütenpflanzen, Moose, Algen

Bundesamt für Naturschutz gibt aktuelle Rote Liste heraus

Während sich der Zustand vieler Wildpflanzen in Deutschland in den vergangenen zwanzig Jahren gravierend verschlechtert hat, geht es Arten, die von gezielten Natur- und Umweltschutzmaßnahmen profitieren, wieder besser. Mit 30,8 % bleiben die Zahl und der Anteil der gefährdeten Wildpflanzen in Deutschland jedoch unverändert hoch. Vor allem Nährstoffeinträge machen ihnen zu schaffen. So sind auffallend viele typische Arten nährstoffarmer Gewässer und anderer nährstoffarmer Standorte, wie Moore, Heiden oder Extensiväcker, vom Aussterben bedroht oder stark gefährdet. Flo
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Bestandstrends häufiger Brutvögel Europas

Aktualisierte Daten liegen vor

Zum Anfang eines jeden Jahres schreibt der European Bird Census Council (EBCC) im Rahmen des Pan-European Common Bird Monitoring Scheme (PECBMS) die Bestandstrends der häufigen Brutvögel Europas fort. Ziel von PECBMS ist es, die großräumigen und über einen langen Zeitraum erhobenen Monitoringdaten zu den Beständen der häufigen Brutvogelarten als eine Art Barometer für den Zustand der Natur in Europa zu verwenden. Die europaweiten Trends der 170 erfassten Vogelarten und Diagramme der aktuellen Indikatoren sind im Internet abrufbar. Flo
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Rückgang der Tagfalter

Natura 2000 Trend nicht stoppen

Auf den Natura 2000-Flächen gibt es zwar mehr Falter als anderswo. Allerdings gehen die Artenzahlen innerhalb und außerhalb der Schutzgebiete gleichermaßen zurück. Als Ursachen vermuten die Fortscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung u. a. großräumige Effekte wie z. B. den Klimawandel oder eine veränderte Landnutzung. Sie werteten Langzeitdaten aus dem Bürgerforschungsprojekt „Tagfalter-Monitoring Deutschland“ aus, das sie seit 2005 koordinieren. Tr
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Stellungnahme von SRU und WBBGR

Für einen flächenwirksamen Insektenschutz

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) veröffentlichte gemeinsam mit dem Wissenschaftlichen Beirat für Biodiversität und Genetische Ressourcen (WBBGR, Beratungsgremium des BML) eine Stellungnahme „Für einen flächenwirksamen Insektenschutz“. Darin fordern beide, das geplante Aktionsprogramm zum Insektenschutz flächenwirksam auszugestalten, also für Maßnahmen zum Schutz von Insekten prioritär bei der Landwirtschaft anzusetzen. Dazu zählt eine Stärkung des integrierten Pflanzenschutzes und die Reduzierung des Einsatzes von Pflanzenschutz- und Düngemitteln. Tr
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Natur findet Stadt: Artenschutz im Siedlungsraum

Tagungsberichte im Internet

Die Akademie für Natur- und Umweltschutz BW hatte 2018 zwei höchst aktuelle Veranstaltungen zum Artenschutz im Siedlungsraum durchgeführt. Die beeindruckenden Beiträge der Referent/-innen beider Module sind zum Download auf der Homepage „Artenschutz am Haus“ (nach unten scrollen zu „Vorträge zu anderen Veranstaltungen) eingestellt. Logr
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Naturnahe Beweidung als Schlüsselfaktor für Biodiversität

Vorträge der Fachtagung von 2018 im Internet

Gleich nach seiner Gründung Anfang 2018 organisierte der „Verein zur Förderung naturnaher Weidelandschaften Süddeutschlands e. V.“ die hochinteressante Fachtagung „Naturnahe Beweidung – Schlüsselfaktor für Biodiversität und Naturschutz“. Obwohl die Bedeutung der Beweidung für unsere Kulturlandschaft und den Artenschutz bekannt ist, beschränkt sich die Naturschutzstrategie in BW oft auf kleine Pilotprojekte. Gleichzeitig brechen bestehende naturnahe, großflächige Beweidungen, wie die Hüteschafhaltung, zunehmend ein. Höchste Zeit etwas zu tun! Logr
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Unterhaltung und Pflege von Gräben

Wie erhält man Gräben, ohne Lebensräume zu gefährden?

Gräben sind künstlich angelegte Gewässer in Kulturlandschaften. Mit ausreichendem Randstreifen und lockerer Bepflanzung sorgen sie für bessere Wasserqualität und bieten Lebensraum für Tiere und Pflanzen – viele davon sind selten geworden. Ohne Pflege würden die Gräben oftmals verlanden. Der Informationsflyer der Fortbildungsgesellschaft für Gewässerentwicklung mbH und der DVWK – Gemeinnützige Fortbildungsgesellschaft für Wasserwirtschaft und Landschaftsentwicklung bietet wertvolle Informationen zur richtigen Pflege. Logr
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Erneuerbare-Wärme-Gesetz

Überprüfung zeigt positives Ergebnis

Das EWärmeG legt den Anteil erneuerbarer Energien für Heizung und Warmwasserbereitung fest, wenn eine Heizungsanlage neu eingebaut wird. Es bietet Ersatzmaßnahmen an, mit denen diese Pflicht erfüllt werden kann, etwa Photovoltaikanlagen oder Dämmmaßnahmen. Erstmals wurde die Wirkung der Gesetzesnovelle von 2015 überprüft. Der Bericht zeigt, dass das EWärmeG die CO2-Bilanz im Gebäudebereich verbessert und so einen Beitrag zum Klimaschutz leistet. Er zeigt auch Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des EWärmeG auf, sieht aber keinen Anlass für grundlegende Änderungen. Tr
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Hochwasserrichtlinie

Europäischer Rechnungshof mahnt bessere Umsetzung an

Der europäische Rechnungshof prüfte die Umsetzung der Hochwasserrichtlinie und den Fortschritt bei der Hochwasserrisikobewertung. Wenn Mitgliedstaaten EU-Finanzmittel für neue Hochwasserinfrastrukturen beantragen, sollte überprüft werden, ob zuvor umweltfreundlichere Möglichkeiten geprüft wurden. Die Wiederherstellung der europäischen Flutgebiete könne zur Verwirklichung mehrerer weiterer Politikziele der EU beitragen, etwa die Erosion verhindern, Bodenbildung verbessern, Grundwasserqualität und -spiegel heben sowie Lebensräume und Arten erhalten. Tr
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Tor zum Rhein für Lachse frei

Niederlande öffnen Haringvliet ein Stück

Am 15.11.2018 feierten die Niederlande die teilweise Öffnung des Sturmflutwehrs am Haringvliet. Bisher trennte das Wehr das Haringvliet von der Nordsee ab. Dadurch gibt es im Haringvliet Süßwasser und kaum Gezeiten. Seit Mitte November bleiben die Schleusen nun einen Spalt offen, Wasseraustausch und die Wanderung von Tieren zurück in den Rhein sind seither wieder möglich. Damit erhöht sich die Chance beträchtlich, dass Lachse zu ihren Kinderstuben im Rheineinzugsgebiet zurückfinden. DNR und Tr
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Lebendige Demokratie braucht eine starke Zivilgesellschaft

DNR-Jahresversammlung am 24.11.2018

Eine engagierte und kritische Zivilgesellschaft ist Garant dafür, dass unsere Demokratie erhalten bleibt. Deshalb haben die im Deutschen Naturschutzring (DNR) organisierten Umwelt-, Natur- und Tierschutzverbände, darunter auch der LNV, auf der Mitgliederversammlung einstimmig politische Angriffe auf ihre Unabhängigkeit und Gemeinnützigkeit verurteilt. Verabschiedet wurde die Resolution „Die Demokratie lebt von der Stärke ihrer Zivilgesellschaft“. Tr
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Nanotechnologie

LUBW-Bericht zu synthetischen Nanomaterialien im Abfall

Viele nanomaterialhaltige Produkte sind Teil unseres Alltags, etwa als UV-Schutz in Sonnencremes und Lacken oder als Beschichtung von Textilien. Europaweit gibt es keine Kennzeichnungspflicht dafür. In der Literaturstudie der LUBW werden der Wissensstand über synthetische Nanomaterialien im Abfall skizziert, Hinweise auf Herausforderungen für die kreislaufwirtschaftlichen Prozesse gegeben sowie auf noch bestehende Wissenslücken und den Stand der derzeitigen Abfallgesetzgebung in Bezug auf synthetische Nanomaterialien hingewiesen. Flo
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Alles was Recht ist…

Justizministerkonferenz: Präklusion wieder einführen

Klagerechte der Umweltverbände sollen eingeschränkt werden

Obwohl Umweltverbände selbstverständlich nur dann von Gerichten Recht bekommen, wenn Recht verletzt worden ist, hat die Justizministerkonferenz beschlossen, dass die Präklusion wieder eingeführt werden soll. Die EU hatte diese mit der Aarhus-Konvention für unvereinbar erklärt. Präklusion bedeutet, dass nach der Abgabefrist für Stellungnahmen keine Ergänzungenmehr vorgebracht werden dürfen. Das führt dazu, dass Ehrenamtliche bei Planungsvorhaben innerhalb von 4-6 Wochen bis zu 30 Ordner durchackern müssen. Sch
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LNV intern

Termine zum Vormerken

13.04.2019: LNV-Mitgliederversammlung, Stuttgart

16.11.2019: Zukunftsforum Naturschutz, Stuttgart, Hospitalhof

Benennung neuer LNV-Referent/-innen

Der LNV-Vorstand benannte die folgenden Fachleute zu neuen LNV-Referent/-innen. Wir bedanken uns ganz herzlich für diese große Unterstützung.

Robert Auersperg, Referent für Tourismus

Robert Auersperg ist Sprecher des LNV-Arbeitskreises Rems-Murr-Kreis und hatte als LNV-Vorstandsmitglied zunächst die LNV-Arbeitskreise im RB Stuttgart vertreten, später war er LNV-Schatzmeister bis 2015. Den LNV vertritt er u. a. bei LEADER und im Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald. Robert Auersperg plädiert für eine ganzheitliche Betrachtung von Tourismus und Nachhaltigkeit. Der Naturschutz müsse sich bei Planungen rechtzeitig Gehör verschaffen und die Verbände müssen frühzeitig beteiligt werden. Logr

Benjamin Böhringer, Referent für Sport und Natursport

Benjamin Böhringer ist Biologe und hatte bis 2017 den DAV im LNV-Vorstand vertreten. Der Natursport ist ihm wichtig, besonders die Lenkung und Organisation von Natursportler/-innen, die Aufklärung über Umweltwirkungen und die Gewinnung der Natursportbegeisterten für den Naturschutz. Er tritt für eine Differenzierung bei der Naturnutzung zwischen Vereinen und kommerziellen Anbietern ein und wünscht sich Schranken für gewerbliche Nutzer. Anliegen von Benjamin Böhringer ist ferner der Sport im Allgemeinen, so etwa die Lichtverschmutzung durch Flutlichtanlagen. Logr

Bruno Lorinser, Referent für Energie

Bruno Lorinser ist seit 1983 Vorsitzender des NABU Waiblingen. Der berufliche Weg des studierten Elektrotechnikers führte ihn über Stationen in verschiedenen Ministerien schließlich ins Umweltministerium und dort ins Referat für Erneuerbare Energie. Deren Entwicklung hatte er von Anfang an verfolgt und war lange Zeit beruflich damit befasst. Nach Eintritt in den Ruhestand unterstützt Bruno Lorinser den LNV, den er auch aus seinem haupt- wie auch ehrenamtlichen Kontext seit Jahrzehnten gut kennt, dankenswerter Weise bei den Themen Energiewende / Erneuerbare Energie. Logr

Verena Schiltenwolf, Referentin für Tierschutz

Verena Schiltenwolf ist Sprecherin des LNV-AK Esslingen, vertritt die LNV-Arbeitskreise aus dem Regierungsbezirk Stuttgart im LNV-Vorstand und ist seit 2017 LNV-Referentin für Großraubtiere. Ihr großes Interesse gilt unter anderem der Tiermedizin. Durch ihr ehrenamtliches Engagement kam Verena Schiltenwolf früh mit dem Belangen des Tierschutzes in Berührung und berät den LNV künftig als Referentin auch zu diesem Themenbereich. Logr

Wir trauern um unsere Verstorbenen

Dr. Walter Lang, LNV-AK Ortenaukreis

Am 24.11.2018 verstarb Dr. Walter Lang im Alter von 82 Jahren. Herr Dr. Lang war von 1998 – 2015 Sprecher des LNV-Arbeitskreises Ortenau 3. Er sorgte darüber hinaus für den Zusammenhalt und regelmäßige Treffen der LNV-Arbeitskreise im Ortenaukreis. Freundlich und verbindlich, mit Nachdruck, Mut und mit großem Engagement hat er sich für den Naturschutz eingesetzt und viel bewegt. Der Naturschutz und der LNV verlieren mit Herrn Dr. Lang einen großartigen und überzeugungsstarken Verfechter, dem unter anderem die naturgemäße Waldwirtschaft sehr am Herzen lag. Wir werden Herrn Dr. Lang vermissen. Tr

Iris Mühlberger, LNV-AK Schwäbisch Hall

Am 09.12.2018 verstarb für uns völlig überraschend Iris Mühlberger im Alter von nur 59 Jahren. Die Umweltjournalistin, die u. a. für den Demeter Gartenrundbrief verantwortlich war, wirkte von 2004 bis zu Ihrem Tod unter anderem als stellvertretende Sprecherin des LNV-AK Schwäbisch Hall mit. Die versierte Hobbyornithologin konnte mit ihrem Wissen und der ihr eigenen Beharrlichkeit zahlreiche Lebensräume vor der Zerstörung bewahren. Der LNV und der Naturschutz insgesamt verlieren mit Frau Mühlberger eine engagierte Persönlichkeit, die mit ihrer Überzeugungskraft beeindruckte. Logr

Der LNV behält Dr. Walter Lang und Iris Mühlberger in ehrendem Gedenken. Wir sind dankbar für ihr Wirken zur Bewahrung unserer Natur und Umwelt und dafür, dass wir mit ihnen über so viele Jahre zusammenarbeiten durften.

Aus den Mitgliedsvereinen

NaturFreunde: Streitschrift für andere Landwirtschaft

Landwirtschaft am Scheideweg

Gemeinsam mit weiteren Verbänden haben die NaturFreunde Deutschland die Streitschrift „Landwirtschaft am Scheideweg – Nur eine ökologische Landwirtschaft kann 10 Milliarden Menschen ernähren“ herausgegeben. Die Streitschrift verdeutlicht, wie die intensive Landwirtschaft ihre eigenen Grundlagen zerstört und gleichzeitig das Weltklima aufheizt. Handelsmonopole fördern die Ungleichheit und verschärfen die Klimarisiken. Eine verfehlte Landwirtschaftspolitik verstärkt die Fluchtursachen. Wie es besser geht wird an zahlreichen Beispielen gezeigt. Logr
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Deutscher Alpenverein: „Klettern in BW“

Fortsetzung des Projekts bis 2020

Eine behutsame Anpassung der Kletterregelungen an einer Reihe ausgewählter Kletterfelsen, an denen dies naturschutzfachlich und naturschutzrechtlich möglich ist, sind die Ziele des Projekts „Klettern in Baden-Württemberg“ mit der Vorschlagsliste von 2016. Im Blautal und in Bad Herrenalb (Kreis Calw) werden derzeit ökologische Gutachten erstellt. Das Projekt soll bis Ende 2020 fortgeführt werden, mit Gesprächen mit den Landratsämtern und ökologischen Untersuchungen in der Größenordnung bis zu 120.000 €. UM und Kultusministerium haben Kostenbeteiligung zugesagt. DAV und Sch
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Zum Mitmachen und Hingehen

Viertes Rotwildforum

15.02.2019, Freudenstadt

Das vierte Rotwildforum widmet sich dem Thema „Wildruhegebiete als Instrumente des Rotwildmanagements“ und findet am 15.02.2019 ab 19.00 Uhr im Kongresszentrum/Kurhaus in Freudenstadt (Kienbergsaal) statt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Tr
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Wildpflanzenmischungen statt Mais fürs Biogas

Erfahrungen aus der Praxis, 12.03.2019, Stuttgart

Mehrjährige Wildpflanzenmischungen, die fünf Jahre lang jedes Jahr geerntet werden können, sind eine gute Alternative zum Mais als Substrat für Biogasanlagen. Auf dem Programm der Tagung stehen Erfahrungen von verschiedenen Institutionen und landwirtschaftlichen Betrieben im Land, etwa zur Aussaat, zur Ernte, zur Gasausbeute und zur Silierbarkeit. Veranstalter sind u. a. landwirtschaftlichen Zentren LTZ und LAZBW, die Univ. Hohenheim und der NABU LV. Das Programm wird Anfang März auf die NABU-homepage eingestellt. Logr
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Brutvogelmonitoring in BW

Helfer gesucht

Das Brutvogelmonitoring BW ist ein Instrument zur Dokumentation der Entwicklungen unserer Vogelbestände. Es ist bedeutsam als Frühwarnsystem für Veränderungen und Gefährdungen der Vogelwelt und liefert einen wichtigen Indikator für den Zustand unserer Umwelt. Im Auftrag der LUBW koordiniert das NABU-Vogelschutzzentrum das Monitoring häufiger Brutvögel (MhB) im Land. In diesem Projekt arbeiten derzeit landesweit ca. 150 ehrenamtlich tätige Personen, die auf fast 200 Probeflächen die Bestände der weit verbreiteten und häufigen Brutvogelarten erfassen. Weitere Mitarbeiter/-innen sind willkommen. Logr
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Naturschutzzentrum Wurzacher Ried

Veranstaltungsprogramm 2019

Rund 200 Führungen, Vorträge, Ausstellungen, Seminare und Workshops sind im Veranstaltungsprogramm des Naturschutzzentrums Wurzacher Ried zu finden. Es kann dort angefordert oder auf der Homepage heruntergeladen werden. Tr
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Online-Umfrage: Invasive Arten in Gewässern

Veranstaltungsprogramm 2019

Das Expertennetzwerk des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur hat einen Online-Umfragebogen zu den Auswirkungen von invasiven Arten in Gewässern auf Wirtschaft, Gesundheit und Natur erstellt. Hintergrund der Umfrage sind aktuelle Aktivitäten im Verkehrssektor, effektive Managementkonzepte zur Eindämmung invasiver und potenziell invasiver Arten in Binnen-, Küsten- und Meeresgewässern zu erarbeiten. Logr
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Bücher, Filme, Neuigkeiten

Aktuelles LUBW-Naturschutzinfo

Ausgabe 2/2018 mit wichtigen Infos zum Naturschutz in Baden-Württemberg

Fast eine Pflichtlektüre für Naturschützer/-innen in BW ist das LUBW-Naturschutzinfo. Vor kurzem ist die 2. Ausgabe 2018 erschienen mit dem Thema Sonderprogramm des Landes zur Stärkung der biologischen Vielfalt, speziell dem Ausbau des landesweiten Vogelmonitorings. Außerdem geht es z. B. um die Herbstzeitlose in FFH-Mähwiesen oder das Artenschutzprogramm und die Artenhilfskonzepte. Das LUBW-Naturschutzinfo erscheint zweimal jährlich. Zum kostenlosen Download lädt die LUBW-Internetseite ein. Logr
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Biosphärengebiet Schwarzwald

Mensch und Natur im Einklang – erstes Buch zum Biosphärengebiet Schwarzwald

Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer präsentierte die 1. Auflage des Buches „Biosphärengebiet Schwarzwald – Mensch und Natur im Einklang“ gemeinsam mit den Autoren Prof. Dr. Werner Konold und Dr. Bernd-Jürgen Seitz in Schönau. Das Buch enthält auf 222 Seiten neben eindrucksvollen Fotos (fast) alles Wissenswerte etwa zur Ökologie und Geologie des Biosphärengebiet. LNV-Vorsitzender Dr. Gerhard Bronner ist vom Inhalt begeistert und würdigt das Buch in einer umfassenden Rezension. Das im Silberburg Verlag erschienene Werk ist für 32,99 Euro im Buchhandel erhältlich. Logr
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Rezension von Dr. Gerhard Bronner

„Die Entenvögel“

Neuer Band des Grundlagenwerks „Die Vögel Baden-Württembergs“

Mit seinen großen Fließgewässersystemen und dem Bodensee ist BW eines der wichtigsten Rast- und Überwinterungsgebiete für Wasservögel in Mitteleuropa. Die Ornithologen im Lande gelten als akribischste Datensammler und Kenner der heimischen Vogelwelt. Entsprechend viel ist zu den Anseriformes, den Pfeifgänsen, Ruderenten, Schwänen, Gänsen und Enten bekannt. Das Werk enthält detailliertes Wissen zu Verbreitung, Brutgebieten und Bestandsentwicklung, sowie zu Ökologie und Gefährdungsstatus und vielem mehr von fast 100 Arten der Entenvögel. Logr
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Vogelkollisionen an Windenergieanlagen

BfN-Skript Nr. 518 untersucht Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen

Das kostenlos als pdf-Datei verfügbare Dokument „Wirksamkeit von Maßnahmen gegen Vogelkollisionen an Windenergieanlagen“ stellt den Wissensstand ebenso wie die Kenntnislücken zur Wirksamkeit von Vermeidungsmaßnahmen dar. In dem vom BfN beauftragten Forschungs- und Entwicklungsvorhaben wurde deutlich, dass es Vermeidungsmaßnahmen gibt, die bereits eingesetzt und empfohlen werden können. Identifiziert wurden jedoch auch Maßnahmen, deren Anwendung nicht oder nur sehr eingeschränkt geeignet sind. In vielen Fällen fehlen außerdem Belege für die Wirksamkeit. Flo
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Der wahre Preis der Elektroautos

Film aus der Reihe „planet e.“ in der ZDF-Mediathek bis 21.11.2019 abrufbar

Elektromobilität gilt als umweltfreundlich, sauber, nachhaltig. Doch die Rohstoffe für die Akkus sind knapp und stammen oft aus problematischen Quellen. Dies gilt besonders für Lithium und Kobalt. In Südamerika werden immer mehr Fabriken in ökologisch sensiblen Regionen hochgezogen und verursachen schwere Umweltschäden. “planet e.” reiste nach Chile und in die DR Kongo um zu zeigen, wie und mit welchen Folgen die Rohstoffe für die Elektroauto-Revolution gewonnen werden. Logr
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Die Macht der Bauernlobby

Geschichte im Ersten in der ADR Mediathek bis 14.01.2020 abrufbar

Der Deutsche Bauernverband ist eine der mächtigsten Lobbyorganisationen, die es in der Bundesrepublik gibt. Ein Grund dafür liegt in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Lebensmittel waren knapp und Landwirte wichtig. Die ARD analysiert in ihrer Reportage interessant und zutreffend die Situation und wie es dazu kommen konnte. Logr
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Ökologisch Bauen und Renovieren

Neues BUND-Jahrbuch mit aktuellen Informationen

In dem 244 Seiten starken Jahrbuch erhalten Bauherren und Sanierer wertvolle Informationen zum ökologischen Bauen und energieautarken Wohnen. Ausgehend von Hausportraits kann man die richtigen Baustoffe und Technologien herausfinden, dabei verknüpft das Jahrbuch Grundlagen und Aspekte der Nachhaltigkeit mit praktischen Tipps. Das Jahrbuch gibt’s für 8,90 Euro an größeren Kiosken, beim Bahnhofsbuchhandel und in BUND-Geschäftsstellen. Es ist auch als E-Paper zu haben.
Bund (Hrsg.): BUND-Jahrbuch 2019 – Ökologisch Bauen und Renovieren, 2018.,
244 Seiten mit vielen Fotos, Tabellen und Graphiken; 8,90 Euro. Ziel-Marketing Logr
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Tipps zum Datenschutz

MLR-Hinweise zu Fundstellen

Das MLR hat zur Aufklärung der Bevölkerung die wichtigsten Tipps zum Thema Datenschutz zusammengefasst. Enthalten sind Tipps rund um die Sicherheit im Internet einerseits und Informationen und Angebote zum Thema Medienbildung und Medienkompetenz andererseits. Tr
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… und außerdem

Auf gute Nachbarschaft!

nebenan.de – das Netzwerk für Sie und Ihre Nachbarn

Mal ehrlich: Kennen Sie all´ Ihre Nachbarn? Falls ja, umso besser, falls nein, so ist vielleicht die Plattform nebenan.de etwas für Sie. Nach Registrierung und Bestätigung durch die Betreiber sehen Sie, wer aus Ihrer Nachbarschaft in diesem Netzwerk aktiv ist. Ob gemeinsame Unternehmungen oder Nachhilfeunterricht, Spieleabende oder Stammtische – das Netzwerk lebt vom Engagement und den Interessen seiner Mitglieder. Sie wollen Dinge verkaufen oder verschenken oder älteren Menschen bei ihren Erledigungen helfen? Auch hierfür bietet nebenan.de eine Plattform. Schauen Sie mal vorbei. Flo
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“Die Anstalt” zum Ernährungskosmos

Satire ist in der ZDF-Mediathek verfügbar bis zum 17.12.2019

Die Satiresendung behandelt auch das Thema Lobbyismus am Beispiel des CDU- MdB Röhring, sowie das Thema Bauernverband – Konsumenten. „Die Anstalt“ nimmt bei der im Dezember ausgestrahlten Sendung, passend zur Weihnachtszeit, den Ernährungskosmos genau unter die Lupe. Dabei kredenzt sie satirisches Superfood mit Biss. Logr
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Impressum:
Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e.V., Olgastraße 19, 70182 Stuttgart
Telefon +49 711 248955-20, Fax: +49 711 248955-30, info@lnv-bw.de
Vertretungsberechtigt: Dr. Gerhard Bronner; Amtsgericht Stuttgart VR 2787

Endredaktion: Christine Lorenz-Gräser, Bildredaktion: Annette Schade-Michl und Kristin Pfeiffer
Beiträge: Julia Flohr (Flo), Christine Lorenz-Gräser (Logr), Dr. Anke Trube (Tr), Annette Schade-Michl (Sch)
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