LNV-Infobrief Dezember 2017

Im Blickpunkt: Ein ereignisreicher November

Liebe Naturschützerinnen und Naturschützer,
traditionell findet das LNV-Zukunftsforum Naturschutz, in dem wir ein Thema aus dem Natur- und Umweltschutz in einer ganztägigen Tagung vertieft behandeln, im November statt. Einen solchen Zuspruch wie in diesem Jahr zum Thema „Droht ein stummer Frühling? Weniger Insekten – Ursachen und Folgen für Mensch und Natur“ hatten wir aber noch nie. Rund 160 Teilnehmer/innen, und dabei mussten wir Dutzenden absagen, weil der Raum nicht mehr Personen fasste. Auch inhaltlich war das Zukunftsforum ein Highlight. Kompetente Referenten erhellten verschiedene Aspekte des Themas, auch wenn noch manches weiterer Forschung vorbehalten blieb. Eine wesentliche Ursache für den Insektenschwund dürften allerdings die Neonicotinoide sein, die vor einigen Jahren bereits das Bienensterben am Oberrhein auslösten. Konsequenterweise wurde deren Verbot in einer Resolution gefordert, die die Teilnehmer/innen verabschiedeten.

An zwei weiteren Veranstaltungen war der LNV im November beteiligt. Die zweite Tagung in der Reihe „Mobilität wohin – Umsteuern mit und ohne Diesel“, die gemeinsam mit der Akademie Bad Boll organisiert wird, brachte ebenfalls Erhellendes zu Tage. Plastisch wurde von einem Arzt vor Augen geführt, dass der verkehrsbedingte Feinstaub weitaus mehr Todesfälle verursacht als die Verkehrsunfälle. Und der Referent des ADAC belegte, dass die Technik für einen sauberen Diesel seit zehn Jahren existiert, von der Automobilindustrie aber nicht eingebaut wird, weil Dieselfahrzeuge dann teurer würden. Wer schon immer Zweifel daran hatte, dass man mit einem Softwareupdate die Luft sauber bekommt, bekam hier die ernüchternden Fakten geliefert. Dank an unseren Vorstandskollegen Stefan Frey und die Akademie Bad Boll für diese interessante Tagung!

Und schließlich fand im Lindenmuseum in Stuttgart eine Feier zu „25 Jahre Natura 2000“ statt. NaturFreunde, LNV, NABU und BUND haben mit Unterstützung des Umweltministeriums eine gemeinsame Abendveranstaltung organisiert, bei der Alexander Just von der EU-Kommission die Festrede hielt. Dass Natura 2000 ein Erfolg ist wussten wir schon – nun wurde das auch gebührend gewürdigt.

Zu allen drei Veranstaltungen finden Sie Näheres in diesem Infobrief. Ich bedanke mich bei den Mitarbeiterinnen der LNV-Geschäftsstelle für ihre Leistungen bei der Organisation dieser Events. Ihnen allen wünsche ich eine ruhige Advents- und eine erholsame Weihnachtszeit. Möge das Neue Jahr für den Naturschutz und für Sie persönlich nur Gutes bringen.

Es grüßt Sie herzlich, Ihr
Dr. Gerhard Bronner
LNV-Vorsitzender

Inhalt

LNV Aktiv
Aus Politik und Verwaltung
Daten, Fakten, Hintergründe
LNV Intern
Aus den Mitgliedsvereinen
Zum Mitmachen und Hingehen
Bücher, Filme, Neuigkeiten

LNV-Infobrief Dezember 2017 zum Herunterladen

LNV aktiv

25 Jahre Natura 2000

Jubiläumsfeier am 28.11.2017 im Lindenmuseum Stuttgart

Mit der Feier würdigten LNV, NaturFreunde, NABU und BUND die Gründung des europäischen Schutzgebietsnetzes Natura 2000 im Jahr 1992 als Meilenstein für den Naturschutz. Schirmherr der Feier war Umweltminister Franz Untersteller. In seiner Festrede betonte Alexander Just von der Generaldirektion Umwelt der EU-Kommission die Bedeutung von Natura 2000 für den Naturschutz auch in BW. Deutlich wurde aber auch dringender Handlungsbedarf. Zu den Gästen im gut besuchten Wannersaal zählten viele haupt- und ehrenamtliche Naturschützer/innen. Logr
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Insektensterben stoppen

LNV-Zukunftsforum am 11.11.2017 – Resolution verabschiedet

Das diesjährige Zukunftsforum Naturschutz beschäftigte sich mit dem hochaktuellen Problem „Insektensterben“ und spannte den Bogen von neuesten wissenschaftlichen Befunden über praktische Fragen bis hin zum Konzept einer neuen EU-Landwirtschaftsstrategie. Die rund 160 Teilnehmer/innen diskutierten mit Experten über Ursachen, Folgen und Handlungsmöglichkeiten. Mit großer Mehrheit wurde eine Resolution für ein Aktionsprogramm zur Bekämpfung des Insektensterbens verabschiedet. Gefordert wird auch die Aufhebung der Zulassung von Pestiziden mit Neonicotinoiden als Wirkstoff. Logr
Tagungsbeiträge und Resolution

Umsteuern mit und ohne Diesel – Zeithorizont 2020

Tagung „Mobilität wohin?“ am 27./28.11.2017 – Resolution verabschiedet

Feinstaubalarm, EU-Vertragsverletzungsverfahren, Arbeitsplatzabbau – der Autoverkehr kommt nicht aus den Schlagzeilen. Die Veranstaltungsreihe „Mobilität wohin? Umsteuern mit und ohne Diesel“ von LNV und Ev. Akademie Bad Boll thematisiert unter anderem die Umweltbelastungen durch den Straßenverkehr. Die Teilnehmer/innen der Tagung am 27./28.11.2017 verabschiedeten mit großer Mehrheit die Resolution „Straßenverkehr muss Beitrag zur Luftreinhaltung leisten“. Anfragen nach den Tagungsbeiträgen bitte an christine.lorenz-graeser@lnv-bw.de. Logr

Resolution, Programm

Klimaschutzziele des Landes werden konkretisiert

LNV-Stellungnahme zu den Energie- und Klimaschutzzielen 2030 für BW

In seiner Stellungnahme äußert sich der LNV zu den fünf Leitfragen des Umweltministeriums. Das Minderungsziel für Treibhausgasemissionen von 42 % bis 2030 hält der LNV für zu wenig ambitioniert. Er nennt die größten Herausforderungen beim Ausbau der erneuerbaren Energien sowie im land- und forstwirtschaftlichen Bereich. Der LNV stellt Forderungen an die Bundesebene und sieht weiteren Handlungsbedarf auf Landesebene. Tr
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Natur-Objekte des Jahres 2018

Eine kurze Zusammenstellung des LNV

Wie jedes Jahr soll mit den „Naturobjekten des Jahres“ auf die Gefährdung und den Verlust von Pflanzen, Tieren und anderen Naturobjekten aufmerksam gemacht und die Artenvielfalt gefördert werden. Der LNV hat hierzu wieder eine Liste der ausgezeichneten Naturobjekte des Jahres 2018 zusammengestellt.
Die Flechte des Jahres ist die Fransen-Nabelflechte(Umbilicariacylindrica), die an den Steilflächen von mineralreichen Silikatfelsen der Hochlagen in Mitteleuropa siedelt und bedroht ist. Sch
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LNV-Stand bei den Naturschutztagen 2018

Besuchen Sie uns vom 04. – 07.01.2018 in Radolfzell

Auch im kommenden Jahr ist der LNV wieder mit einem Informationsstand bei den Naturschutztagen in Radolfzell vertreten. Vom 4. bis 7. Januar 2018 stehen verschiedene Ansprechpartner/innen, darunter der LNV-Vorsitzende Dr. Gerhard Bronner und Mitglieder des LNV-Vorstandes sowie der LNV-Geschäftsstelle, für Gespräche bereit und informieren über die Arbeit des LNV und die der LNV-Arbeitskreise. Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Logr
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Praktikum beim LNV

Interessante Einblicke in die Arbeit eines großen Naturschutzverbandes

Beim LNV ist ab Februar 2018 ein Praktikumsplatz frei. Bewerben können sich vor allem Studierende aus den Bereichen Biologie, Landschaftsplanung, Geografie, Agrarwissenschaften, Umwelt- und Verwaltungswissenschaften sowie öffentliche Verwaltung. Praktikumsdauer sollte zwei bis drei Monate sein. Information und Bewerbung bei Christine Lorenz-Gräser Logr

LNV-Pressemitteilungen

Aus Politik und Verwaltung

Naturschutzgesetz

Kleine Novelle in Kraft

Die kleine Novelle des Naturschutzgesetzes BW trat am 1.12.2017 nach Veröffentlichung im Gesetzblatt BW in Kraft. Mit der Novelle sind Anhörungen zu Schutzgebietsausweisungen nun im elektronischen Verfahren möglich. Die Anhörungsrechte der anerkannten Naturschutzvereinigungen wurden für alle Bagatellfälle eingeschränkt, d. h. die zuständige Naturschutzbehörde entscheidet, ob eine Anhörung stattfindet. Die LUBW heißt bei gleichbleibendem Kürzel nun Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg. Tr
Landtagsdrucksache16/2944
Kostenfreier Zugang zu Landesgesetzen

Sonderprogramm zur Stärkung der Biologischen Vielfalt

36 Millionen Euro für 2018 und 2019 geplant

Die Landesregierung sieht die Stärkung der biologischen Vielfalt als dringendste Aufgabe der Umwelt-, Naturschutz- und Landwirtschaftspolitik. Daher hat der Ministerrat ein Sonderprogramm für 2018/2019 in Höhe von insgesamt 36 Mio. Euro beschlossen, was noch vom Landtag genehmigt werden muss. Sechs Mio. Euro davon sollen in begleitende Monitoringmaßnahmen fließen. Die Gelder werden dem UM und MLR zu je 45 % und dem VM zu 10 % zugewiesen. Tr
Pressemitteilung der Landesregierung
Gemeinsame Pressemitteilung von LNV+BUND+NABU

Fünf weitere Jahre Glyphosat

EU-Zulassungsverlängerung wurde durch Agrarminister Schmidt möglich

Allen Bedenken zum Trotz hat die EU den Pflanzenvernichter Glyphosat für weitere fünf Jahre zugelassen. Ausschlaggebend war die Stimme von Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU), der mit diesem Alleingang nicht nur die SPD und Bundesumweltministerin Hendricks brüskierte. Fundierte Hintergründe zu Glyphosat, der seit Jahren gängigen Zulassungspraxis und dem Zusammenspiel des Antragstellers Monsanto mit Genehmigungsbehörden enthält das investigative Sachbuch „Die Akte Glyphosat“ von Helmut Burtscher-Schaden. Logr
www.dnr.de
Sachbuch „Die Akte Glyphosat“

Daten, Fakten, Hintergründe

Landschaftspflegerichtlinie (LPR)

Bewilligung von Mitteln

Der Landtagsdrucksache 16/2255 vom 22.06.2017 ist zu entnehmen, dass im Vertragsnaturschutz (LPR Teil A) bislang der Mittelbedarf gedeckt werden konnte, eine Deckelung der Mittel sei hier nicht vorgesehen. Für den Teil B der LPR konnten, auch in den zurückliegenden Jahren, nicht alle beantragten Maßnahmen bedient werden. Insbesondere durch die engagierte Arbeit der Landschaftserhaltungsverbände wächst der Mittelbedarf für die Kreispflegeprogramme kontinuierlich an. Tr
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Neophyten

Landtagsdrucksache 16/2362 zu Drüsigem Springkraut

In einer Landtagsdrucksache geht das UM auf die Problematik und Verbreitung des Drüsigen Springkrauts (auch: Indisches Springkraut, Impatiens glandulifera) in Waldgebieten ein. Nur in Ausnahmefällen seien nennenswerte Verdrängungseffekte der heimischen Flora bzw. Änderungen in deren Zusammensetzung zu beobachten. Aufwendige und intensive Bekämpfungsaktionen seien meist entbehrlich. Tr
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Ergebnisse der landesweiten Grundwasserüberwachung

Nitratbelastung gesunken

Ende September veröffentlichte das UM den Jahresbericht 2016 zur Grundwasserüberwachung in Baden-Württemberg. Demnach hat die landesweite Nitratbelastung des Grundwassers seit 1994 um 22 % abgenommen. Der Schwellenwert der Grundwasserverordnung von 50 Milligramm pro Liter wurde im Jahr 2016 noch an rund jeder elften Messstelle überschritten. Hohe Nitratbelastungen finde man insbesondere in der nördlichen und südlichen Oberrheinebene, in Teilen des Kraichgaus, im Neckarraum zwischen Stuttgart und Heilbronn sowie in der Region Oberschwaben. Logr
Pressemitteilung des Umweltministeriums
LUBW-Bericht

Stickstoffüberschuss in Baden-Württemberg

Neue Karten im Kartendienst der LUBW

Im Kartendienst der LUBW stehen nun erstmals Karten zur Ammoniakkonzentration, der Stickstoffdeposition und zum Stickstoffüberschuss für das Land BW bereit. Der empfohlene Grenzwert für niedere Pflanzen wird hier nahezu flächendeckend überschritten. Sehr deutliche Belastungsschwerpunkte liegen in Regionen mit intensiver Tierhaltung. Emissionsminderung muss rasch auch in der Landwirtschaft erreicht werden. Nur so kann es gelingen, die Belastungsgrenzen für empfindliche Ökosysteme ab Mitte des Jahrhunderts flächendeckend einzuhalten. Tr
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Vitale Gewässer und guter Hochwasserschutz – geht das?

Vorträge der grenzüberschreitenden Tagung im Internet abrufbar

Seit dem Jahr 2000 wird von der EU in der Wasserrahmenrichtlinie für alle Oberflächengewässer der gute ökologische Zustand gefordert. Dieser soll in allen Mitgliedsländern bis spätestens 2027 erreicht sein. Wie viele solcher Maßnahmen benötigt werden, wie diese aussehen können und wie sie auch mit dem Hochwasserschutz in Einklang gebracht werden können, darüber sprachen Mitte Oktober rund 250 deutsche und schweizer Fachkräfte aus der Landesverwaltung mit Vertretern von Universitäten sowie Kommunen aus Deutschland und der Schweiz. Tr
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Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen

Fehlverhalten und Materialmängel als Unfallursache

Laut Statistischem Landesamt ereigneten sich 2016 in BW rund 400 Unfälle mit wassergefährdenden Stoffen, davon 80 Gewässerverunreinigungen. Bei 8 Unfällen kam es zu einem Fischsterben, in 230 Fällen zu Verunreinigungen des Bodens, in 84 Fällen gelangten die Stoffe in das öffentliche Kanalnetz. Verkehrsunfälle u. Ä. waren in 274 Fällen, unsachgemäßer Umgang mit den Stoffen in 123 Fällen die Ursache. Fischgiftiges Ammoniak wurde bei Kontakt von Gemischen landwirtschaftlichen Ursprungs, wie Jauche, Gülle, Silagesickersaft, Gärsubstrate u. Ä. mit Gewässern freigesetzt. Tr
Pressemitteilung des Statistischen Landesamts

Neues Geoportal

Vermessungsdaten für Baden-Württemberg

Seit 6.11.2017 ist das neue Geoportal BW des Landesamts für Geoinformationen und Landentwicklung (LGL) mit Karten und raumbezogenen Daten aus allen Bereichen der Verwaltung für die Öffentlichkeit nutzbar. Mit einem Klick können die Geodaten der Vermessungs- und Geoinformationsverwaltung in Karten oder Luftbildern visualisiert werden: Berge, Flurstücke oder Gebäude – alles in hoher Qualität. Auch können die Daten anderer Fachbereiche mit interaktiven Karten kombiniert werden. Tr
www.geoportal-bw.de

Handlungsleitfaden Tiefe Geothermie

Von der Planung bis zum Bau und Betrieb

Der Handlungsleitfaden „Tiefe Geothermie“ des Landesforschungszentrums Geothermie vermittelt Hintergründe und beschreibt die Verfahrensabläufe von der Planung über die Genehmigung bis zum Bau und Betrieb einer Geothermieanlage. Er versteht sich als Hilfestellung, wie Tiefe Geothermie-Projekte ablaufen und durchgeführt werden. Das aufgezeigte Vorgehen soll helfen, Sicherheit, Information und Einbindung der lokalen Bürgerschaft in hohem Maß zu gewährleisten. Logr
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Baden-Württemberg bei Erneuerbaren Energien vorne

Ergebnis Bundesländervergleich

Baden-Württemberg steht bei den erneuerbaren Energien an führender Stelle, so das Ergebnis des fünften Bundesländervergleichs des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung BW (ZSW) in Auftrag und Kooperation mit der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). BW punktet demnach vor allem mit seinem politischen Input zur Nutzung Erneuerbarer Energien. Viel Zeit zum Ausruhen bleibt nicht: Die Studie enthält auch Hinweise, wo Nachholbedarf besteht. Logr
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Kommunen als Scharnier für den Klimaschutz

Ergebnis des Kommunalen Klimaschutzkongress am 29.11.2017 in Stuttgart

Kommunale Maßnahmen sind etwa Straßenbeleuchtung mit effizienten LED, Angebote für eine nachhaltige Mobilität, Ausweisung konkreter Standorte für den Ausbau der Windkraft oder lokale Wärmenetze. Das UM sieht in Kommunen das Scharnier zwischen Wissenschaft und Politik sowie der alltäglichen Lebenswirklichkeit der Bürger/innen im Land. Sie leisteten daher einen unverzichtbaren Beitrag zur Akzeptanz von Klimaschutz und Energiewende. Logr
Pressemitteilung des Umweltministeriums
Weitere Informationen zum Kommunalen Klimaschutz

Verein für eine nationale CO2 Abgabe

Vorschlag: Klimaabgabe auf fossile Energieträger

Der Anfang 2017 gegründete gemeinnützige „Verein für nationale CO2 Abgabe“ umfasst mittlerweile 507 Mitglieder, darunter ca. 58 Unternehmen, 15 Vereine und Verbände sowie 2 Kommunen. Sie fordern eine CO2 Abgabe auf fossile Energieträger (Erdöl und -gas, Kohle), die aufkommensneutral zu EEG-KWK-G-Umlage und der Energiesteuer ist, so dass die folgenden Steuern, Umlagen und Abgaben aus dem Aufkommen der CO2-Abgabe finanziert werden können. Logr
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Schweizer suchen Atommüllendlager

Sechs Standorte stehen zur Auswahl

Die Schweiz gibt Kantonen, politischen Parteien und Interessierten die Möglichkeit, Stellungnahmen zu den bisher erarbeiteten Ergebnissen bei der Standortsuche nach einem Atommülllager abzugeben. Die zur Auswahl stehenden Standorte des Schweizer Atommülllagers liegen allesamt in Grenznähe: Jura Ost, Jura Südfuss, Wellenberg, Nördlich Lägern, Zürich Nordost und Südranden. Logr
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Gäu– und Murrtalbahn aufgewertet

In neuen Zügen komfortabler unterwegs

Mit dem Fahrplanwechsel zum 10. Dezember 2017 betreibt die DB Regio AG die Strecke Crailsheim über Schwäbisch Hall-Hessental und Stuttgart nach Freudenstadt/Konstanz. Laut PressemitteilungM des Verkehrsministeriums fahren 16 sechszehn neue, moderne Züge im einheitlichen Landes-Design stressfrei am Stau vorbei nach Stuttgart und bringen im Nahverkehr Annehmlichkeiten, die man sonst nur aus dem Fernverkehr kennt. Logr
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Wolfsrudel in Deutschland

BfN veröffentlicht aktuelle Daten

Aktuell sind in Deutschland 60 Wolfsrudel bestätigt. Das geht aus einer Erhebung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) und der Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Wolf (DBBW) hervor. Der Wolf weise noch immer eine insgesamt ungünstige Erhaltungssituation auf und sei vor allem durch den Straßenverkehr gefährdet. Seit dem Jahr 2000 sind in Deutschland insgesamt 201 Wölfe tot aufgefundenen worden, 140 sind durch den Straßenverkehr ums Leben gekommen, 26 wurden illegal getötet. Mittlerweile wurden in 13 Bundesländern Wolfsmanagementpläne veröffentlicht. Tr
BfN-Pressemitteilung
Wolf-Verbreitungskarte

Fakten statt Behauptungen

Verleihung UmweltMedienpreis der Deutschen Umwelthilfe (DUH)

Zu den Preisträgern 2017 gehören u. a. das Team hinter der Kommunikationsplattform www.klimafakten.de und die Verantwortlichen für den Dokumentarfilm „A PlasticOcean – Wir brauchen eine Welle der Veränderung“. Den Sonderpreis erhielten Max Uthoff, Claus von Wagner und Dr. Dietrich Krauß für die unvergessliche und faktenreiche ZDF-Politsatiresendung „Die Anstalt – Dieselgate“ (noch bis 07.03.2018 in der ZDF-Mediathek abrufbar). Logr
Alle Preisträger auf einen Blick

Broschüre „Ehrenamtliche Vorstände gesucht!“

Hilfe fürs Ehrenamt

Die Broschüre der Friedrich Ebert Stiftung zeigt unter anderem, wie gemeinnützige Organisationen die ehrenamtliche Vorstandsarbeit effizient gestalten und an veränderte Rahmenbedingungen anpassen sowie den Vorstandswechsel, die Vorstandsgewinnung, -entwicklung und -bindung nachhaltig planen und umsetzen können. Praktische Tipps, etwa zur erfolgreichen Nachwuchsförderung, ergänzen den Inhalt. Logr
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LNV intern

Termine 2018

• 04.01. – 07.01.2018 LNV-Informationsstand bei den 42. Naturschutztagen in Radolfzell
• 14.04.2018 LNV-Mitgliederversammlung
• 28.-29.06.2018: Mobilität wohin? – Zur Rolle des Verbrennungsmotors auf dem Weg zu einer sauberen und klimaneutralen Mobilität
• 10.11.2018 LNV-Zukunftsforum Naturschutz

Erfahrung mit Durchsetzung von Querungshilfen?

LNV-AK Reutlingen bittet um Erfahrungsaustausch

Der LNV-AK Reutlingen bittet um Kontakt zu Naturschutzgruppen, die versuchen, Klein- oder Großtierpassagen unter oder über Straßen durchzusetzen, aber am „Tunnelblick“ der Behörden oder Geldgeber nur auf streng geschützte Arten statt auf Wiedervernetzung von Lebensräumen allgemein scheitern. Tr
Hinweise unter dem Stichwort „Erfahrungsaustausch Wiedervernetzung/Tierdurchlässe“ an anke.trube@lnv-bw.de

LNV-Referent/innen

Der LNV-Vorstand hat folgende Experten zu neuen LNV-Referent/innen benannt.

LNV-Referentin für Landschaftserhaltungsverbände: Sigrid Meineke

Zu den beruflichen Stationen der Biologin Sigrid Meineke zählte die Leitung des Naturschutzgroßprojekts Feldberg-Belchen-Oberes Wiesental bis zu dessen Abschluss. Anschließend war sie Geschäftsführerin beim Landschaftserhaltungsverband Lörrach und trat im April 2017 in den (beruflichen) Ruhestand. Im LNV möchte Sigrid Meineke den Themenkomplex Landwirtschaft / Naturschutz begleiten. Besonders wichtig sind ihr der Erhalt des artenreichen Grünlands in Bergregionen sowie Erhalt und Regeneration von artenreichen Wiesen auf landwirtschaftlichen Intensivflächen.

LNV-Referent für Oberflächengewässer: Klaus Hofmann

Klaus Hofmann ist den Teilnehmer/innen des letztjährigen LNV-Zukunftsforums (Thema Spurenstoffe) als Referent bekannt. Er ist hat Bauingenieurwesen mit Schwerpunkt Siedlungswasserwirtschaft studiert und leitete bis zu seinem beruflichen Ruhestand Ende 2016 das Referat Gewässer und Boden im Regierungspräsidium Stuttgart. Seine beruflichen Stationen führten ihn von einem Ingenieurbüro über den Wupperverband in Nordrhein-Westfalen zur Wasserwirtschaft in der Landesverwaltung Baden-Württembergs.
Wir danken Frau Meineke und Herrn Hofmann sehr herzlich für die Unterstützung und freuen uns auf die Zusammenarbeit und das gemeinsame Miteinander. Logr

Aus den Mitgliedsvereinen

DAV: Neuer Vorsitzender

Dieter Porsche folgt Doris Krah

Bei der Landesversammlung des Deutschen Alpenvereins (DAV) LV Baden-Württemberg e.V. am 14.10.2017 wurde Dieter Porsche zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er folgt Doris Krah nach, die sich nicht mehr zur Wahl stellte. Dieter Porsche kommt von der DAV-Sektion Tübingen und war vor seiner Wahl zum Vorsitzenden mehrere Jahre Mitglied im DAV-Landesvorstand. Der LNV gratuliert Herrn Porsche zu seinem neuen Amt und wünscht ihm viel Erfolg! Logr
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DAV beschließt Naturschutzprogramm

Grundsätze der Naturschutzarbeit

Mit großer Mehrheit wurden bei der Mitgliederversammlung die „Grundsätze und Organisation der Naturschutzarbeit des DAV-Landesverbands Baden-Württemberg“ beschlossen. Die Positionsbestimmung beschreibt Tätigkeitsfelder, thematische Schwerpunkte sowie die Abläufe bei Naturschutzverfahren und Stellungnahmen. Ein Jahr nach der Anerkennung als Naturschutzvereinigung hat der DAV damit eine Grundlage für die Organisation seiner Naturschutzarbeit geschaffen. Logr
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Zum Mitmachen und Hingehen

BUND/NABU-Naturschutztage am Bodensee

Themen unserer Zeit und Politik im Fokus am 04.-07.01.2018, Radolfzell

Die 42. Naturschutztage widmen sich im Schwerpunkt der Welt im Wandel, Naturschutz und Energiewende, dem praktischen Naturschutz und Natura 2000. Spannende Themen, Exkursionen, Foren und Feiern versprechen wieder erkenntnisreiche Tage und interessante Begegnungen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann spricht über die Biodiversität in BW. Zu den Themen gehören auch das Insektensterben und die massiven Probleme in der Bodensee-Region durch den Einsatz von Pestiziden im intensiven Obstanbau. Der LNV ist wieder mit einem Stand vertreten. Logr
Programm und Anmeldung

NABU bildet Schutzgebietsbetreuende aus

Verantwortung übernehmen für ein Stück Natur

Um Ehrenamtliche fit für die Schutzgebietsbetreuung zu machen, bietet der NABU BW derzeit im Regierungsbezirk Stuttgart eine Ausbildung an. Die Teilnehmer/innen können nach dem Lehrgang beim Erhalt von wertvollen Flächen beispielsweise in den Landkreisen des Regierungsbezirks mitwirken. Die Ausbildung umfasst rund 60 Unterrichtsstunden in drei Seminarblöcken von Februar – April 2018 und vermittelt theoretisches und praktisches Wissen, u. a. durch Exkursionen. Nach der Ausbildung werden die Teilnehmer/innen beim Einstieg in die ehrenamtliche Gebietsbetreuung unterstützt. Logr
Weitere Informationen
Bewerbung

Amphibien- und Reptilienkartierung

LAK-Projektverlängerung 2018 und 2019

Die landesweite Artenkartierung Amphibien und Reptilien wurde als Pilotkartierung mit Ehrenamtlichen 2014/2015 ins Leben gerufen und läuft so gut, dass sie nun um zwei weitere Jahre verlängert wird. Ab sofort können sich Ehrenamtliche auf neue Raster bewerben und erhalten eine kleine Aufwandsentschädigung. Näheres erfahren Sie im LAK-Newsletter 2017-07 und auf der Internetseite des Projekts. Tr
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Aktueller LAK-Newsletter
Karte unbearbeiteter UTM5-Raster

EnBW Förderprogramm

Impulse für die Vielfalt von Amphibien und Reptilien

Das Förderprogramm „Impulse für die Vielfalt“ wurde von der EnBW Energie Baden-Württemberg AG im Jahr 2011 ins Leben gerufen. Sechs Jahre später wurde nun bereits das 100. Projekt zum Schutz bedrohter Amphibien- und Reptilienarten realisiert. Gefördert werden z. B. Klein- und Kleinstgewässer für Gelbbauchunke, Wechsel- und Kreuzkröte, sonnenexponierte Stillgewässer mit Flachwasserbereichen für Moorfrosch, Knoblauchkröte und Kammmolch, Neuanlage oder Pflege von Hecken und Röhrichten für den Laubfrosch. Tr
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Projektanträge

Bücher, Filme, Neuigkeiten

„Code of Survival“ erhält Salus-Medienpreis

Auszeichnung für die Geschichte vom Ende der Gentechnik

Der Salus-Medienpreis zeichnet Veröffentlichungen aus, die sich mit den Risiken und Auswirkungen der Agro-Gentechnik beschäftigen oder die Chancen einer ökologischen und gentechnikfreien Landwirtschaft für eine gesunde Lebensweise eröffnen. Millionen Tonnen des Pflanzenvernichters „Roundup“ des Herstellers Monsanto mit dem Hauptwirkstoff Glyphosat werden jährlich auf Felder gesprüht, oft mit verheerenden Folgen. Dieser Form der zerstörerischen Landwirtschaft setzt der Film von Bertram Verhaag drei nachhaltige Alternativen entgegen. „Code of Survival“ ist ab 8.12.2017 auf DVD erhältlich. Logr
zum Film

Die Geschichte der Bienen

Eine etwas andere Annäherung an das Thema Insektensterben

Wie alles mit allem zusammenhängt: Die Autorin Maja Lunde erzählt von Verlust und Hoffnung und vom unsichtbaren Band zwischen der Geschichte der Menschen und der Geschichte der Bienen. Erzählt wird die Geschichte anhand von drei Protagonisten: Samenhändler William in England im Jahr 1852, dem Imker George in den USA im Jahr 2007, der Arbeiterin Tao in China im Jahr 2098. Ein sehr aktueller und gut zu lesender Roman. Logr
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Ein Blick in die Mediathek …

Filme zum Neckar und zum Artenschutz am Haus

Die Dokumentation „Der Neckar“ zeigt den Neckar nicht nur als eine der Lebensadern Baden-Württembergs, sondern fragt auch nach seiner Zukunft als schützenswerter Naturraum und als Motor wirtschaftlicher Entwicklung. Der Fernsehbeitrag zum Nistkastenprojekt in Ludwigshafen zeigt, wie die Stadt bei jeder Haussanierung neuerdings Nistkästen in die Fassaden einbauen lässt, um so in der Betonlandschaft Lebensräume für Fledermaus, Mauersegler und Co. zu schaffen. Logr

LNV-Infobrief Dezember 2017 zum Herunterladen

Von links: Annette Schade-Michl, Dr. Anke Trube, Julia Flohr, Christine Lorenz-Gräser, Kristin Pfeiffer

Mit diesem letzten LNV-Infobrief im Jahr 2017 danken wir Ihnen / Euch herzlichst
• für die vielfältige Kooperation,
• für freundschaftliche Begegnungen und
• für die große Unterstützung, auch bei schwierigen Themen.
Wir freuen uns auf die Fortsetzung des Miteinanders in 2018.

Ihnen und Ihren Lieben wünschen wir schöne Feiertage
und ein frohes und friedvolles neues Jahr!

Ihr Team der LNV-Geschäftsstelle
Christine Lorenz-Gräser, Dr. Anke Trube,
Julia Flohr, Kristin Pfeiffer und Annette Schade-Michl

Die LNV-Geschäftsstelle ist vom 23.12.2017 bis 07.01.2018 geschlossen!

Verzeichnis der Abkürzungen

• BfN – Bundesamt für Naturschutz
• BUND – Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland
• BMUB – Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit
• BW – Baden-Württemberg
• ForstBW – Landesbetrieb Forst Baden-Württemberg
• FVA- Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden- Württemberg
• LSV – Landessportverband Baden-Württemberg
• LUBW – Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
• LGL – Landesamt für Geoinformationen und Landentwicklung
• MLR – Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
• NABU – Naturschutzbund Deutschland
• VM – Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg
• PM – Pressemitteilung
• UBA – Umweltbundesamt
• UM – Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
• UVP- Umweltverträglichkeitsprüfung
• WHO – Weltgesundheitsorganisation

Den LNV unterstützen!

Werden Sie Fördermitglied

Kennen und schätzen Sie das LNV-Engagement für die Natur und Umwelt? Wollen Sie uns unterstützen? Dann werden Sie Fördermitglied. Dadurch helfen Sie dem LNV längerfristig zu planen und sich noch stärker für unsere Natur- und Umwelt einsetzen zu können. Der LNV ist für Politik, Verwaltung und Wissenschaft ein wichtiger Ansprechpartner und mit vielen ehrenamtlichen Naturschutz-expert/innen in ganz BW präsent. Anders als viele glauben, ist der LNV aber keine Behörde sondern ein unabhängiger gemeinnütziger Verein. Wir freuen uns über Ihre Unterstützung unserer Arbeit. Logr
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Impressum:

Endredaktion: Christine Lorenz-Gräser, Bildredaktion: Annette Schade-Michl und Kristin Pfeiffer
Beiträge: Julia Flohr (Flo), Christine Lorenz-Gräser (Logr), Dr. Anke Trube (Tr), Annette Schade-Michl (Sch)
Der LNV-Infobrief berichtet regelmäßig über aktuelle Themen des Natur- und Umweltschutzes.
Der Infobrief ist ein kostenloser Service des LNV.
Bestellung unter lnv-bw.de oder mit einer Email an info@lnv-bw.de. Bitte geben Sie Name, Verein/Institution, Funktion an. Persönliche Daten werden ausschließlich zum Zwecke des Versendens des Infobriefs gespeichert und nicht an Dritte weitergegeben. Er kann jederzeit per E-Mail oder unter lnv-bw.de abbestellt werden.