LNV-Infobrief August 2017 / Im Blickpunkt: Forstreform

Hr. Dietz Liebe Naturschützerinnen und Naturschützer,

seit einigen Monaten berichten die Medien aus unterschiedlichen Blickwinkeln über den Streit zwischen dem Land und dem Bundeskartellamt über die Aufgaben der Landesforstverwaltung. Ohne auf Details und Entwicklungen von der Entscheidung des Bundeskartellamtes bis zum Gerichtsverfahren einzugehen, steht als Fazit fest, dass die Forstorganisation in der bisherigen Form keinen Fortbestand mehr hat.
Sind damit die – auch für den Naturschutz bedeutsamen – anerkannten hohen Standards der multifunktionalen Waldbewirtschaftung in Baden-Württemberg in Gefahr? Fragen und Befürchtungen, die nicht nur unsere ökologischen und sozialen Kernbereiche berühren, sondern sich auch auf die weichen Standortsfaktoren unseres Bundeslandes beziehen. Denn letztlich ist ein intakter und pfleglich behandelter Naturraum Wald eine bedeutende Grundlage für den Erfolg des wirtschaftsstarken Südwestens.
Nach einem kurzen, aber intensiven Diskussionsprozess, in den sich auch der LNV eingebracht hat, hat das Kabinett am 18. Juli 2017 die Eckpunkte für die Reform der Forstorganisation beschlossen.
Zu begrüßen ist das klare Bekenntnis für die Erhaltung einer territorialen Zuständigkeit (Forstreviere). Damit sind einigen Akteuren, die danach trachten, in einer Goldgräberstimmung Filetstücke für sich zu sichern, die Grenzen aufgezeigt worden. Lobenswert ist auch die Beibehaltung der bisherigen Ausbildungsstandards und der persönlichen Qualifikationen.
Der Staatswald soll künftig in einer Anstalt des öffentlichen Rechts organisiert werden. Nach der Koalitionsvereinbarung soll die Bewirtschaftung gleichermaßen ökologisch vorbildlich, sozial ausgewogen und ökonomisch erfolgreich erfolgen. Bemerkenswert ist die klare Positionierung der Aufgaben im Bereich Ökologie und Soziales im Vergleich zum Ist-Zustand. Für diese Bereiche soll es eine dauerhaft gesicherte, von der Ertragslage unabhängige Finanzierung geben.
Dieses im Bundesvergleich fortschrittliche Modell erfährt allerdings Eintrübungen, wenn gleichzeitig von der neuen Forstorganisation ein struktureller Beitrag zu Einsparungen erwartet wird. Auch unter Einbeziehung der Optimierung von Verwaltungsabläufen und der teilweisen Aufgabenverlagerung kann die ernüchternde Ausgangssituation nicht einfach ignoriert werden. Die Forstverwaltung im öffentlichen Wald wurde durch jahrzehntelange Einsparvorgaben an die Grenze der Funktionsfähigkeit geführt, an Stelle einer gemeinsamen, den Waldbesitz übergreifenden Aufgabenwahrnehmung müssen nun zwangsläufig Doppelstrukturen aufgebaut werden und die Waldbesitzer sollen künftig für besondere Gemeinwohlleistungen eine direkte Förderung erhalten. Die Landesregierung wäre gut beraten, statt irrealer Einsparerwartungen neuen Orga-nisationsstrukturen eine Chance zu geben, die den gesellschaftlichen Anforderungen an den Wald gerecht werden, insbesondere die Kleinprivatwald-Besitzer nicht zu Reform-Verlierern werden lassen, und nicht auf dem Rücken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgetragen werden.
Der LNV wird den Umsetzungsprozess weiterhin konstruktiv-kritisch begleiten.

Es grüßt Sie herzlich
Ihr
Thomas Dietz
Stv. LNV-Vorsitzender

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LNV-Infobrief
August/September 2017

Inhalt
LNV Aktiv
Aus Politik und Verwaltung
Daten, Fakten, Hintergründe
Alles was Recht ist
LNV Intern
Aus den Mitgliedsvereinen
Zum Mitmachen und Hingehen
Bücher, Filme, Neuigkeiten

LNV aktiv

Droht ein stummer Frühling?

LNV-Zukunftsforum zum Insektensterben am 11.11.2017 in Stuttgart

Seit einigen Jahren gehen die Insektenbestände massiv zurück. Als Hauptursache für das „Verschwinden“ des Planktons der Lüfte wird der Einsatz von systemischen Insektiziden vermutet, vor allem der Neonikotinoide. Nicht nur Naturschützer/innen sind besorgt und warnen vor den Auswirkungen auf unsere Ökosysteme. Auch die Landwirtschaft hat drastische Folgen zu befürchten. Hochrangige und fachkundige Referenten wie Dr. Andreas Krüß vom BfN, Gerhard Glaser vom LBV, Prof. Dr. Menzel von der Freien Universität Berlin und weitere informieren und diskutieren beim diesjährigen Zukunftsforum Naturschutz. Logr

Programmentwurf

Reform der Forstverwaltung

Gemeinsame Eckpunkte von LNV, BUND, IG BAU und NABU

Der LNV hat gemeinsam mit dem BUND, der IG Bauen-Agrar-Umwelt und dem NABU aus Sicht der Verbände bedeutsame Eckpunkte zur Forststrukturreform (siehe Editorial) im Vorfeld der Beschlussfassung des Kabinetts (s. u.) zusammengestellt und eingereicht. Darin äußern sie sich die zu den Themen Flächenhafte Organisationsstruktur, Qualität der Waldbewirtschaftung, Qualität des Personals, Forstwirt-Ausbildung, Finanzierung der neuen Verwaltungsstrukturen, Planungs-, Forschungs- und Beratungseinrichtungen sowie zum Staatsforstbetrieb als Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR). Tr

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LNV-Pressemitteilungen

Gewerbegebiete: Flächensparen durch Mehrfachnutzung
Naturschützer fordern weniger Flächenverbrauch für Gewerbegebiete
Studie belegt Flächensparpotenziale durch Parkhäuser

Aus Politik und Verwaltung

LUBW: Eva Bell wird neue Präsidentin

Amtsantritt am 1. September 2017

Auf Vorschlag des Verwaltungsrats der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz wird das Umweltministerium Frau Eva Bell zur neuen Präsidentin der LUBW bestellen. Vorbehaltlich der konkreten Vertragsgestaltung wird sie ihr Amt am 1. September antreten. Die 53-Jährige Essenerin folgt der langjährigen Präsidentin Margareta Barth nach, die auf eigenen Wunsch vorzeitig ihr Amt zur Verfügung gestellt hatte. Der LNV gratuliert zur Ernennung und freut sich auf eine gute Zusammenarbeit. Flo

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Umweltakademie Baden-Württemberg

Eine Erfolgsgeschichte wird 30

Im April 1987 gegründet, feierte die Umweltakademie BW am 10. Juli diesen Jahres mit dem Umweltbildungskongress „Umwelt- und Nachhaltigkeitsbildung im Wandel“ ihren 30. Geburtstag. Mit ihren Veranstaltungen – Seminaren, Workshops, Symposien und Kongressen – sowie mit ihren Publikationen hat die Umweltakademie überall im Land die Menschen erreicht und zur Bewahrung unserer Lebensgrundlagen wertvolle Bildungsarbeit geleistet. Sie hat Umwelt- und Naturschutzthemen aus der ‚Öko-Nische‘ herausgeholt und für viele gesellschaftliche Gruppen geöffnet, ein großer Verdienst. Tr

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Reform der Forstverwaltung

Ministerrat beschließt Eckpunkte

Der Ministerrat hat die Eckpunkte für die zukünftige Forstorganisation in BW am 18. Juli beschlossen. Diese ist aufgrund des Bundeskartellrechtsverfahrens, Änderungen im Bundeswaldgesetz und des Koalitionsvertrages notwendig. Zum 1. Juli 2019 soll die zukünftige Forstorganisation ihre Arbeit aufnehmen. Dazu gehört auch, dass der Staatswald künftig durch eine Anstalt des öffentlichen Rechts bewirtschaftet wird. Minister Hauk versprich: „Auch künftig werden Förster flächendeckend im Land kompetente Ansprechpartner sein.“. Tr

weiterlesen, LNV-Eckpunktepapier

25 Jahre Integriertes Donauprogramm

Förderung des Natur- und Hochwasserschutzes an der Donau

Ausbau und Begradigung der Donau in den letzten 200 Jahren führten zu zahlreichen wasserwirtschaftlichen und ökologischen Problemen. Nach dem Jahrhunderthochwasser von 1990 wurde deswegen das Integrierte Donauprogramm (IDP) entwickelt und von der Landesregierung Anfang 1992 beschlossen. Mit dem IDP soll der Natur- und Lebensraum an der baden-württembergischen Donau durch Vernetzung von Ökologie und Hochwasserschutz gestärkt werden. 52 Millionen Euro wurden bereits investiert, um den Lebensraum Donau als Natur- und Kulturerbe zu erhalten. Flo

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10 Jahre Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt

Erfolge und Fortschritte bei der Umsetzung

Das Bundesumweltministerium arbeitet an der Umsetzung der „Naturschutz-Offensive 2020“ zum Erhalt der biologischen Vielfalt. Dabei wurden bereits Fortschritte bei der Realisierung der 40 Maßnahmen in den verschiedenen Handlungsfeldern erzielt: So wurde im Bereich „Äcker und Wiesen“ Ende März 2017 ein um-weltgerechtes ausgestaltetes Düngerecht verabschiedet. Im Handlungsfeld „Auen“ wird mit dem neuen Programm „Blaues Band Deutschland“ verstärkt in die Renaturierung von Bundeswasserstraßen und deren Auen investiert. Sch

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Biotopverbund stärken

Fachplan ist bei allen Planungen zu berücksichtigen!

Tier- und Pflanzenlebensräume müssen miteinander vernetzt und für die Arten erreichbar sein, um in unseren stark zersiedelten und zerschnittenen Landschaften den genetischen Austausch zwischen den Populationen zu gewährleisten und Ausbreitungs- und Wiederbesiedlungsprozesse zu ermöglichen. Der Fachplan Landesweiter Biotopverbund sowie der Generalwildwegeplan sind bei allen Planungen verbindlich zu berücksichtigen, um das Ziel, auf mindestens 10 % der Landesfläche einen Biotopverbund zu realisieren, auch zu erreichen. Flo

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Biosphärengebiet Schwarzwald

Zweite Bannwald-Verordnung in Kraft

Anfang Mai hat das Regierungspräsidium Freiburg die zweite Bannwald-Verordnung des Biosphärengebiets Schwarzwald verabschiedet und am 31.05.2017 im Gesetzblatt veröffentlicht. Sie trat nach der dreiwöchigen Auslegungsfrist zwischenzeitlich in Kraft. Ziel der Verordnung ist es, die artenreichen Bergmischwälder des Südschwarzwaldes zu erhalten. Natürliche Prozesse sollen vom Menschen unbeeinflusst ablaufen können. Acht Waldgebiete wurden unter den besonderen Schutz gestellt. Tr

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Artenreiche Straßenränder

Modellprojekt zur Erhöhung der biologischen Vielfalt

Wegen des hohen Potentials der Grünflächen entlang von Straßen für die Biologische Vielfalt hat das VM im Juni ein Modellprojekt zur Erhöhung der biologischen Vielfalt im Straßenbegleitgrün gestartet. In dem drei-jährigen Modellprojekt sollen die ökonomischen und ökologischen Wirkungen einer naturschutzfachlich orientierten Pflege von Straßenbegleitgrün untersucht werden. Die Landkreise Böblingen, Esslingen, Göppingen und der Hohenlohekreis mit ihren Straßenbauämtern wurden als Teilnehmer am Projekt ausgewählt. Tr

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Energiepreise sinken

Energiepreisbericht für BW 2016

Energiepreise sind auch in 2016 stabil oder fallen sogar. Nach dem Energiepreisbericht für BW 2016 zahlen private Haushalte das dritte Jahr in Folge weniger für Energie als im Vorjahr, zwischen 5,5 und 7 des verfügbaren Einkommens. In Deutschland kosten fossile Energieträger wie Öl und Gas weniger oder ähnlich viel wie im EU-Durchschnitt. Haushaltsstrom dagegen sei außer in Dänemark nirgendwo in der EU so teuer wie in Deutschland. Dies müsse umgekehrt werden, fossilen Brennstoffe Öl und Gas müssten stärker belastet werden, fordert Umweltminister Untersteller. Tr

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Radschnellwege

Fördermöglichkeit der Machbarkeit für 29 Projekte

Mit dem Bau von Radschnellverbindungen könnte auf wichtigen Pendlerachsen ein Teil des Autoverkehrs auf das umwelt- und klimafreundliche Fahrrad verlagert werden. Radschnellwege sind auf viele Radler/innen ausgelegt und daher 4-6 Meter breit. Mit den vom Landtag bewilligten 1,2 Mio. Euro kann das Verkehrsministerium 29 Machbarkeitsstudien zu 80 Prozent bezuschussen. Für Planung und Bau von Radschnellverbindungen hat der Landtag 3 Mio € für 2017 bereitgestellt. Noch in diesem Jahr plant auch der Bund, den Ländern jährlich 25 Mio € zur Verfügung zu stellen. Tr

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Bewässerung in der Landwirtschaft

Zunahme um ein Drittel seit 2010

Nach Feststellungen des Statistischen Landesamts setzen die Landwirte in Baden Württemberg in Zeiten des Klimawandels vermehrt auf den Einsatz von Bewässerung und Beregnung zur Absicherung der Produktion. 2016 verfügten gut 3.500 oder rund 9 % der landwirtschaftlichen Betriebe über die Möglichkeit der Bewässerung oder Beregnung, gegenüber 2010 eine Zunahme um 36 %. Hinsichtlich der Fläche lag der Zuwachs bei +25 %. Die Zahl der Betriebe mit wassersparender Tropfbewässerung hat sich seit 2010 mehr als verdoppelt. Tr

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Natura 2000

Weitere Managementpläne fertig

Seit der letzten Berichterstattung über fertiggestellte Managementpläne für Natura 2000-Gebiete (LNV-Infobrief 1+2/2017) sind folgende Managementpläne abgeschlossen worden. Tr
125. MaP 8218-341 „Westlicher Hegau“ mit 8218-401 „Hohentwiel/ Hohenkrähen
126. MaP 6421-311 “Odenwaldtäler zwischen Schloßau und Walldürn“
127. MaP 7522-341 „Uracher Talspinne“
128. MaP 7823-341 „Donau zwischen Munderkingen und Riedlingen“

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Forschungsvorhaben „Ultraeffizienzfabrik“ gestartet

Produktionsstätten mit geschlossenen Stoff- und Energiekreisläufen

Die Art und Weise, wie wir heute produzieren, gehört auf den Prüfstand: Der globale Ressourcenverbrauch hat sich in den letzten 30 Jahren auf derzeit knapp 80 Milliarden Tonnen pro Jahr verdoppelt. Um den Rohstoffbedarf zu decken, wird vermehrt in sensible Ökosysteme eingegriffen. Das neue Forschungsvorhaben soll eine effiziente Fabrik ohne Emissionen im städtischen Bereich entwickeln und geschlossene Stoff- und Energiekreisläufe ermöglichen, die die vorhandenen Ressourcen möglichst effizient nutzen. Flo

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Daten, Fakten, Hintergründe

30 Jahre Naturschutzzentrum Federsee

Wegbereiter für die naturnahe Entwicklung des Rieds

Zu den großen Naturschutzerfolgen in BW zählt die gelungene Sanierung des einstmals stark mit Abwässern belasteten Federsees. Inzwischen wird der See von jahrzehntelang verschwundenen Arten zurückerobert. Sogar Muscheln, empfindliche Indikatoren für gute Wasserqualität, schimmern wieder am Seegrund. Auf 3.000 ha finden sich rund um den Federsee große, unzerschnittene Schilfröhricht-Flächen, weite Seggenriede, Hochmoorreste und Moorwälder. Als Keimzelle für die Entwicklung des naturnahen Federsees gilt das NABU-Zentrum unter seinem Leiter Jost Einstein. Logr

weiterlesen, Film „Geheimnisvolles Federseemoor“

Schwäbische Alb: Eiszeithöhlen sind Weltkulturerbe!

UNESCO-Auszeichnung im Geopark

Die sechs Höhlen Vogelherd, Bockstein, Hohlenstein-Stadel, Sirgenstein, Geißenklösterle und Hohle Fels der Schwäbischen Alb wurden Anfang Juli von der UNESCO als Weltkulturerbe ausgezeichnet. Sie gelten als „Höhlen der ältesten Eiszeitkunst“. In den Höhlen im Ach- und Lonetal konnten seit Anfang des 20. Jhs. die ältesten Belege für figürliche Kunst, Musik und Glaubensvorstellungen des Menschen geborgen und erforscht werden. Die Tierfiguren und Schmuckstücke aus Mammut-Elfenbein und Knochen, wie die Venus vom Hohle Fels und Knochen-Flöten, entstanden während der letzten Eiszeit. Logr

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Monitoring-Bericht zum Klimaschutzgesetz

Teil I „Klimafolgen und Anpassung“ erschienen

Der vorliegende Monitoring-Bericht, herausgegeben von LUBW und UM, beschreibt die wesentlichen Folgen des Klimawandels sowie die Umsetzung und Wirkung wichtiger Anpassungsmaßnahmen zum Berichtsjahr 2016. Es werden dabei die neun Bereiche aus der Anpassungsstrategie des Landes beleuchtet: Wald und Forstwirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft, Gesundheit, Boden, Stadt- und Raumplanung, Naturschutz und Biodiversität, Wirtschaft und Energiewirtschaft sowie Wasserhaushalt. Der Monitoring-Bericht ist im Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg verankert. Flo

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Alles was Recht ist…

LNV-Beteiligung auch bei Wasserrechtsverfahren

Behörden kommen der Beteiligungspflicht nicht immer nach

Vor der Erteilung von wasserrechtlichen Bewilligungen und gehobenen Erlaubnissen müssen die anerkannten Naturschutzverbände in folgenden Fällen beteiligt werden (§ 49 Abs. 1 Nr. 4 NatSchG BW): Für das Entnehmen, Zutagefördern oder Ableiten von Grundwasser sofern eine Menge von 100.000 m3 pro Jahr überschritten wird oder wenn das Vorhaben zu einem Eingriff gemäß § 15 BNatSchG führt, für das Entnehmen und Ableiten von Wasser aus oberirdischen Gewässern, sofern nachteilige Auswirkungen auf den Naturhaushalt und den guten ökologischen Zustand nicht auszuschließen sind. Auersperg/Sch

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LNV intern

Fortbildungsangebote für LNV-Arbeitskreise

„Spurenstoffe in Gewässern“ und „Neue Regeln für Gewässerrandstreifen“

Der LNV-Referent für Geologie und Grundwasser, Dr. Wilhelm Schloz, sowie Gottfried May-Stürmer (Regionalgeschäftsführer des BUND Heilbronn-Franken) bieten bei Interesse Vorträge für die LNV-Arbeitskreise an. Eine entsprechende E-Mail mit weiteren Informationen wurde bereits an die LNV-Arbeitskreise verschickt, kann aber erneut bei der LNV-Geschäftsstelle angefragt werden. Der LNV dankt den beiden Referenten herzlich und wünscht ihnen interessante und gut besuchte Veranstaltungen! Flo

Praktikum beim LNV

Interessante Einblicke in die Arbeit eines großen Naturschutzverbandes

Beim LNV ist ein Praktikumsplatz frei geworden. Bewerben können sich vor allem Studierende aus den Bereichen Biologie, Landschaftsplanung, Geografie, Agrarwissenschaften, Umwelt- und Verwaltungswissenschaften sowie öffentliche Verwaltung aber auch andere interessierte und engagierte Personen. Praktikumsdauer sollte ein bis drei Monate sein.
Weitere Information und Bewerbung bei Christine Lorenz-Gräser (christine.lorenz-graeser@lnv-bw.de)

Aus den Mitgliedsvereinen

NaturFreunde: Neuer Natura Trail Murgtal

Eine Wanderung von Gernsbach nach Lautenbach über Reichental

Das rund 2.000 ha große FFH-Gebiet „Unteres Murgtal und Seitentäler“ ist ein verstreut liegendes Schutzgebiet. Die Teilflächen umfassen nicht nur die namengebenden Felsen, sondern auch Blockhalden (große Ansammlungen von Steinblöcken) und Wald mit Altholzbeständen. Der Reichtum an naturschutzfachlich hochwertigen Lebensräumen führt zu einer ausgesprochen vielfältigen Vogelwelt: Wanderfalke und Kolkrabe sind wohl die „berühmtesten“ Brutvögel der Felslandschaft, die naturnahen Buchenwälder bieten unter anderem dem Schwarzspecht beste Lebensumstände. Sch

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Zum Mitmachen und Hingehen

Auenrenaturierungsprojekte

BfN bittet um Mithilfe – Projekte jederzeit melden!

Um Auen für den Natur- und Hochwasserschutz zu nutzen und Flusslandschaften zu renaturieren wurden bereits viele verschiedene Maßnahmen in ganz Deutschland umgesetzt. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hat diese zusammengetragen und bittet nun um Mithilfe: Um auf weitere Projekte hinzuweisen, steht ein Formular zur Verfügung, in das Basis-Informationen zu neuen aber auch alten Auenprojekten eingetragen werden können. Die Informationen werden mit den Einträgen in der Datenbank des BfN abgeglichen und tragen somit wesentlich zur Qualitätskontrolle bei. Flo

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Umweltinformationen

Evaluation des UIG des Bundes

Das Unabhängige Institut für Umweltfragen (UfU) e.V. führt eine Evaluation des Umweltinformationsgesetzes (UIG) des Bundes im Auftrag des Umweltbundesamtes durch. Alle interessierten Personen aus den Naturschutzverbänden können ihre Erfahrungen in einer Befragung unter Bürgerinnen und Bürgern in die Evaluation einbringen. Diese ist unter der Online-Plattform www.fragdenstaat.de freigeschaltet und unter unten genanntem Link abrufbar. Der Bearbeitungszeitraum ist bis zum 30. September 2017 freigeschaltet. Tr

Projektinformationen, UIG-Evalution

Erneuerbare Energien und Naturschutz

UM-Exkursionen am 11.08., 18.08. und 08.09.2017 in mehrere Regionen

Auch in diesem Jahr lädt das Umweltministerium BW wieder zu Informationsfahrten ein. Besucht werden Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien. Ihre Nutzung wird vor Ort unter Natur- und Umweltaspekten betrachtet und diskutiert. Willkommen sind Ehrenamtliche aus den Umwelt- und Naturschutzverbänden sowie Vertreter des amtlichen Naturschutzes. Termine sind: 11.08.2017 Region Stuttgart, 18.08.2017 Region Donau Iller, 08.09.2017 Region Ostwürttemberg.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist erforderlich. Logr

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Energiewendetage

„Einfach mitmachen!“ am 16./17.09.2017 im ganzen Land

Es ist schon Tradition: Am dritten Wochenende im September steht in Baden-Württemberg alles im Zeichen der Energiewende. Unter dem Motto „Einfach mitmachen!“ sind lokale Akteure im ganzen Land auch in diesem Jahr aufgerufen, die Energiewende mit Informationsveranstaltungen, Mitmachaktionen, Projekten, Messen und Tagen der offenen Tür für Bürgerinnen und Bürger erlebbar und begreifbar zu machen. Die Anmeldung zu den diesjährigen Energiewendetagen ist ab sofort möglich. Flo

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Landschaftspflegetag Baden-Württemberg

Lebensräume in vielfältig genutzten Landschaften,
21.09.2017 in Markdorf

Thema des diesjährigen Landschaftspflegetags BW sind „Lebensräume in vielfältig genutzten Landschaften“. Aufgezeigt werden sollen die besonderen Anforderungen beim Management sowie Lösungsansätze. Am Nachmittag führt eine Exkursion zu Beispielen im Bodenseekreis, etwa der Markdorfer Streuobstwiese und dem Bodenseeufer. Das Land BW, die Akademie Ländlicher Raum und die Landschaftserhaltungsverbände (LEV) laden ein. Eine Anmeldung ist erforderlich, Tagungsbeitrag 30,- €. Logr

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Waldpädagogik

Neues Projekt „Waldbox – Erleben wie Wald tickt“ ab September

Kindern spielerisch die nachhaltige Nutzung unserer Wälder, Klimaschutz und Artenvielfalt zu erklären hat sich das neue Waldpädagogikprojekt von ForstBW zum Ziel gesetzt. Jeder Landkreis erhält eine „Waldbox“, d. h. einen Waldpädagogik-Anhänger, der Materialien für eine Klasse mit bis zu 35 Schüler/innen von der Kita bis zur Oberstufe enthält. Es gibt acht Themenbereiche, wie z. B. „Wald und Vielfalt“ oder „Waldküche und Waldfeuer“ sowie eine Erste-Hilfe-Ausrüstung, Sitzkissen u.a. Die waldpädagogischen Lernangebote der Waldbox stehen ab September 2017 zur Verfügung. Flo

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Förderprogramm Klimaschutz-Plus

Antragsfrist 30.11.2017

Nach dem Klimaschutzgesetz sollen die in BW verursachten Treibhausgasemissionen bis 2020 um mindestens 25 % und bis 2050 um 90 % (im Vergleich zu 1990) gesenkt werden. Dafür muss vor allem im Gebäudebestand Energie effizienter genutzt und bei Strom und Wärme Energie eingespart werden. Das Land unterstützt Kommunen, Unternehmen, kirchliche Einrichtungen und Vereine erneut mit dem Programm „Klimaschutz-Plus“ bei zielgerichteten Maßnahmen. Antragsfrist für den Unterbereich Struktur- Qualifizierungs- und Informationsprogramm ist der 30.11.2017. Logr

Flyer , Förderbedingungen, Antragsformulare und weitere Informationen

Bücher, Filme, Neuigkeiten

Journal zur Umweltforschung in Baden-Württemberg

Energie und Ressourcen im Fokus

Das Umweltforschungsjournal „Einblicke“ informiert alle zwei Jahre über aktuelle Entwicklungen in der baden-württembergischen Umweltforschung. Die aktuelle Ausgabe steht im Zeichen der Energie und der Ressourcenschonung und stellt viele Forschungsprojekte aus diesem Bereich vor: Im Zeichen der Energiewende haben praxisnahe Forschungsarbeiten weiterhin einen hohen Stellenwert. Angesichts der Konkurrenzen um knappe Ressourcen ist jedoch verstärkt eine effiziente Nutzung der Ressourcen von Bedeutung. Weitere Artikel beschäftigen sich mit den Belastungsgrenzen von Stickstoff. Flo

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Erdwärme erfolgreich nutzen

Neue UM-Broschüre

In BW sind aktuell mehr als 35.000 Erdwärmesonden in Betrieb. Sie entziehen der Erde Wärme und wandeln diese mit Hilfe einer Wärmepumpe klimafreundlich in Heizenergie um. Bereits nach wenigen Jahren rechnet sich die Umstellung auf geothermisches Heizen. Vorurteile halten sich allerdings aufgrund vergangener Schadensfälle, die durch falsch oder unsachgemäß erstellte Erdwärmesonden entstanden sind. Werden bei Errichtung und Betrieb von Erdwärmesonden die einschlägigen Richtlinien und Regelwerke beachtet, sind Folgeschäden nahezu auszuschließen. Tr

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LNV-Infobrief
August/September 2017

Impressum:

Endredaktion: Christine Lorenz-Gräser, Bildredaktion: Annette Schade-Michl und Kristin Pfeiffer
Beiträge: Julia Flohr (Flo), Christine Lorenz-Gräser (Logr), Dr. Anke Trube (Tr), Annette Schade-Michl (Sch)
Der LNV-Infobrief berichtet regelmäßig über aktuelle Themen des Natur- und Umweltschutzes.
Der Infobrief ist ein kostenloser Service des LNV.
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