LNV-Infobrief April 2022

Inhalt

Im Blickpunkt: Wissenschaft und Natur

 

Liebe Naturschützerinnen und Naturschützer,

die größte Bedrohung unserer Naturschutzgebiete sind Wissenschaftler, die quer durchs Gebiet streifen, Käferfallen aufstellen und Löcher graben. Diesen Eindruck könnte gewinnen, wer manche Auflagen und Bedingungen liest, mit denen Naturschutzbehörden Genehmigungen für biologische Forschungen in Schutzgebieten erteilen. Immerhin, sie erteilen sie. Doch mit welchem Aufwand auf Seiten aller Beteiligter! Und mit welcher Einschränkung der Forschung!

Wenn wir heute Naturschutz auf wissenschaftlicher Basis betreiben können, dann deshalb, weil Heere von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern seit über 100 Jahren durch Biotope streifen, Pflanzen entnehmen, Insekten in Fallen und Gläsern sammeln. Unter den heutigen rechtlichen Bestimmungen wäre es schwer möglich gewesen, so viel Wissen zu sammeln.

Es ist ein Fortschritt, dass für solche Bagatell-Befreiungen von Schutzgebietsverordnungen nicht mehr die 11 anerkannten Naturschutzverbände angehört werden müssen. Die sich dann mit viel Zeitaufwand und Herzblut überlegen dürfen, mit welchem Schuhwerk die Wege verlassen werden dürfen, mit welcher Kleidung und wann die Forscher unterwegs sein dürfen, damit sie ja kein Spaziergänger sieht. Ich übertreibe nur etwas. Haben wir nichts Dringenderes zu tun im Naturschutz?

Es gibt einen weisen Grundsatz in unserer Verfassung: Das Gebot der Verhältnismäßigkeit. Wenn Vollernter in geschützten Wäldern legal ihre Bahnen ziehen dürfen, weil das per Definition zur ordnungsgemäßen Forstwirtschaft gehört, dann ist es unverhältnismäßig, einen Wissenschaftler wegen des Verlassens der Wege zu piesacken. Wir müssen froh sein, wenn überhaupt noch Freilandforschung betrieben wird und sollten ihr den roten Teppich ausrollen!

Ähnliches gilt für die Bildung: Wir klagen über die Arten-Unkenntnis der Jugend. Doch ein Lehrer, der seinen Schülern im Klassenzimmer die Metamorphose einer Kaulquappe oder einer Libelle demonstrieren möchte, muss lange Anträge schreiben und erhält – wenn es gut geht – eine Genehmigung mit ebenso langen Bestimmungen. Der LNV hat vor mehreren Jahren eine „Positivliste“ von Arten entworfen, die zu pädagogischen Zwecken genehmigungsfrei gehalten werden können. Wir haben sie dem Bundes- und dem Landes-Umweltministerium angedient, um sie in eine Verordnung umzusetzen – bisher ohne Ergebnis.

Es bleibt noch viel zu tun für unsere „Initiative Artenkenntnis“.

Ihr

Dr. Gerhard Bronner
LNV-Vorsitzender

 

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LNV aktiv

LNV-Stiftung fördert Naturschutzprojekte

Damit gute Projekte nicht an den Kosten scheitern! Antragsfrist 30.04.2022

Gute Nachrichten für alle ehrenamtlichen Naturschützer*innen und Umweltgruppen: Die LNV-Stiftung fördert auch 2022 wieder Ideen und Aktivitäten, die helfen, die Natur und die Artenvielfalt in BW zu erhalten, sei es durch Biotopschutz, Umweltbildungsarbeit oder weitere konkrete Maßnahmen. Anträge stellen können bevorzugt Naturschutzgruppen, die sich ehrenamtlich im Natur- und Umweltschutz engagieren. Antragsfrist ist der 30.04.2022. Logr

Infos zur Stiftung I Antragsformular

Grundwasser – ein unsichtbarer Schatz

LNV-Info 01/2022 zum Weltwassertag am 22. März 2022

„Unser Grundwasser, der unsichtbare Schatz“ – das Thema des diesjährigen Weltwassertags ist von herausragender Bedeutung: Grundwasser hat vielfältige Funktionen im Wasserkreislauf, in der Biosphäre, weltweit und an jedem Ort des Festlands. Im Wasserkreislauf – Niederschlag, Verdunstung und Abfluss – stellt es den entscheidenden Zwischenspeicher dar, der verhindert, dass der Abfluss auf kürzestem Weg dem Ozean zufließt. In einem kenntnisreichen Essay bringt Dr. Wilhelm Schloz, LNV-Referent für Geologie, Grundwasser und Geothermie, die Bedeutung des Grundwassers in Erinnerung. Tr

LNV- Info

Bundesverdienstkreuz für Dr. Joachim Nitsch

Auszeichnung des Pioniers der erneuerbaren Energien

Für sein umfassendes Engagement als Pionier der erneuerbaren Energien und die damit verbundenen enormen Leistungen für die Gesellschaft ist Dr. Joachim Nitsch am 21.03.2022 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden. Bereits 1986 gab er mit dem Buch „Wasserstoff als Energieträger“ nicht nur das erste umfassende Lehrbuch zum „grünen“ Wasserstoff heraus, sondern beschrieb gleichzeitig, wie eine zukünftige Energieversorgung aussehen könnte. Von 1992 bis 2016 unterstützte Dr. Nitsch den LNV als ehrenamtlicher Referent für Energie. Der LNV gratuliert Herrn Dr. Nitsch sehr herzlich zur äußerst verdienten Ehrung und dankt für die vielfältige Unterstützung. Logr

PM-Stadt Stuttgart vom 22.03.2022

Hier brummt’s – Naturgartenwettbewerbe

Jetzt bewerben: Naturgartenwettbewerbe „Hier brummt’s“
Mit „Hier brummt’s“ will der LNV in Zusammenarbeit mit dem NABU BW Kommunen und örtliche Vereine zur Durchführung von Naturgarten-Wettbewerben motivieren, um u. a. ein Zeichen gegen Schottergärten zu setzen. Unterstützung erhalten die Organisator*innen über eine digitale Plattform, die im April online geht. Sie enthält z. B. Hilfen für Organisation und Kommunikation sowie Vorlagen für Werbemittel (Flyer, Broschüre usw.). Wichtiger Pluspunkt: Die Veranstalter*innen können die Plattform für die Organisation „ihres“ Wettbewerbs nutzen. In der Pilotphase 2022/2023 gilt das Angebot für fünf Wettbewerbe. Interessierte erhalten den Bewerbungsbogen und weitere Infos bereits jetzt bei: kathrin.schlecht@lnv-bw.de  Schl
Die Internetseite geht demnächst online

LNV und Social Media

LNV bei Facebook, Instagram und Twitter

Sie nutzen gerne die sozialen Medien? Dann schauen Sie doch auf unseren LNV-Profilen vorbei und liken, kommentieren, teilen… Sie die
Beiträge. Wir freuen uns auf den Austausch! Flo

Facebook: https://www.facebook.com/lnvbw/
Instagram: https://www.instagram.com/lnv_bw/
Twitter: https://twitter.com/LNV_BW

Praktikum beim LNV

Interessante Einblicke in die Arbeit eines großen Naturschutzdachverbandes

Beim LNV ist ein Praktikumsplatz frei. Bewerben können sich Studierende z. B. der Biologie, Landschaftsplanung, Geografie, Agrarwissenschaften, Umwelt- und Verwaltungswissenschaften sowie der öffentlichen Verwaltung. Die Praktikumsdauer kann zwischen zwei und drei Monaten sein, bei Pflichtpraktika auch länger. Das Praktikum vermittelt einen umfassenden Einblick in die Struktur des amtlichen und ehrenamtlichen Naturschutzes in BW, in Planungsverfahren und die Anhörung der Naturschutzverbände, in aktuelle Naturschutzthemen und vieles mehr. Interesse? Kontakt per E-Mail: christine.lorenz-graeser@lnv-bw.de  Logr

Fortbildungen zur Stärkung des Naturschutz-Ehrenamtes…

…im Rahmen des LNV-Projekts StEiN (Stärkung des Ehrenamtes im Naturschutz)

Die Fortbildungen sind für Naturschützer*innen kostenlos. Weitere Informationen und Anmeldung unter LNV-Veranstaltungen oder direkt im LNV-Infobrief unter der jeweiligen Veranstaltung. Der LNV dankt dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg für die Förderung des Projekts.

Aktuell: Programm Januar bis Juni 2022 – ein vielfältiges Angebot an Online- und Präsenzveranstaltungen in unterschiedlichen Formaten wartet auf Sie. Schmökern Sie doch gerne mal rein…. Ort

Freitag 29.04.2022 von 17.00 bis 19.30 Uhr und Samstag 07.05.2022 von 10.00 bis 18.00 Uhr
GIS-Praxistag mit Kartierung im Gelände und Online Einführung

Am Freitag wird der Praxistag mit dem Referenten Online vorbereitet und das Wissen um QGiS noch einmal aufgefrischt. Am Samstag geht es dann nach der Projekteinrichtung auf dem Laptop ins Gelände, wo verschiedene Daten mit dem Handy über eine Smartphone-App erfasst werden. Zum Abschluss werden die erhobenen Daten auf dem Laptop in das vorher angelegte QGIs-Projekt integriert.

 

Expertengespräche Online jeden 1. Dienstag im Monat

Mit diesem Angebot möchte der LNV aktuelle Themen und Trends aufgreifen. Er lädt zum Fachgespräch ein, um den intensiven Austausch anzuregen. Expert*innen und Interessierte diskutieren, gerne kontrovers, aber immer konstruktiv. Die Fachgespräche sind für Naturschützer*innen kostenlos. Eine Übersicht über die geplanten Gespräche finden Sie hier. Informationen und Anmeldung unter LNV-Veranstaltungen oder direkt unter dem jeweiligen Expertengespräch. Ort

 Dienstag 05. April 2022 von 19.00 bis 21.00 Uhr
Unsere Gewässer im Klimawandel – Noch gewappnet oder schon ausgeliefert?

Im Gespräch mit Frau Professor Dr. Rita Triebskorn, Universität Tübingen, Institut für Evolution und Ökologie. Sie informiert Sie über das Thema: „Spurenstoffe und ihre Wirkungen auf Gewässerorganismen unter Berücksichtigung des Klimawandels“.

Dienstag 03. Mai 2022 von 19.00 bis 21.00 Uhr
Moore und Moorschutz im Klimawandel – Noch ein Zukunftsmodell?

Im Gespräch mit Dr. Alois Kapfer, Moorreferent des LNV. Er gibt einen Überblick darüber, was Moore überhaupt sind, wie ihr Zustand in Baden-Württemberg derzeit ist und wie sich der Klimawandel jetzt schon und in Zukunft auf sie auswirken wird.

LNV-Pressemitteilungen

Kein A98-Ausbau im sensiblen Hochrheingebiet!

Naturschützer klatschen Landesverkehrsminister Hermann Beifall

Moorschutz in Baden-Württemberg deutlich hinterher

Wegen großer Bedeutung der Moore für das Klima: LNV fordert „Taskforce Umsetzung Moorschutz“

Aus der Initiative Artenkenntnis

Tag der Artenvielfalt Baden-Württemberg

25./26.06.2022 – jetzt Veranstaltung melden!

Am 25./26.06.2022 findet der erste landesweite, vom LNV initiierte Tag der Artenvielfalt statt. Der LNV unterstützt örtliche Naturschutz-Gruppen bei der Öffentlichkeitsarbeit für ihre Veranstaltung(en) mit der Bereitstellung von Flyer- und Poster-Vorlagen. Auch eine Website zur Veröffentlichung der Termine ist in Arbeit. Interessierte Gruppen können ihre Veranstaltung melden und die Vorlagen vorbestellen bei  kathrin.schlecht@lnv-bw.de.  Schl

 

Aus den LNV-Arbeitskreisen

LNV-AK Schwarzwald-Baar-Kreis

Stellungnahme zum Bebauungsplan „Ziegeleschle II“ in Hüfingen

Die örtlichen Naturschutzverbände kritisieren in ihrer Stellungnahme, dass trotz aller Vermeidungs- und Minimierungsmaßnahmen im geplanten Baugebiet erhebliche Beeinträchtigungen diverser Schutzgüter verbleiben, die extern (über ein Ökokonto) ausgeglichen werden sollen, und machen konkrete Vorschläge für einen vollständigen, gebiets- und naturnahen Ausgleich. Im Vorgriff auf den B-Plan wurde von einem Eigentümer eine geschützte Streuobstwiese gerodet. Das von örtlichen Naturschützern eingeschaltete Umweltministerium hat angekündigt, dass hier nicht nur ein Ausgleich zu leisten ist, sondern auch ein Bußgeld fällig wird. Flo

Hieronymus-Bericht vom 23.02.2022

„Pfannenstiel“ wird nicht bebaut

Mehrheit für die Aufhebung des Bebauungsplans in Kenzingen

Knapp 84 % der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kenzingen, LK Emmendingen, haben sich für die Aufhebung des Bebauungsplanes „Pfannenstiel“ ausgesprochen. Der Bürgerentscheid hat die Wirkung wie ein Gemeinderatsbescheid und kann daher erst wieder in drei Jahren durch einen weiteren Bürgerentscheid zur Ansprache kommen. Das überplante, terrassierte Gebiet der Vorbergzone hat eine hohe ökologische Wertigkeit und Bedeutung für den Artenschutz. Gleichzeitig mit dem Bebauungsplanverfahren im Juli 2021 gründete sich die BI Pfannenstiel und setzte sich für den Erhalt der Naturlandschaft ein. Bo / Logr
Das Ergebnis des Bürgerentscheids ist leider nicht mehr auf den Internetseiten der Stadt Kenzingen zu finden    I
Badische Zeitung Bericht vom 06.03.2022

LNV-AK Ortenau 1 und 2

Fortschreibung des Positionspapiers „Schutzgut Boden und Flächenverbrauch“

Das Zukunftsforum Natur & Umwelt Ortenau e.V., deren Vorsitzende sich auch als Sprecher in den LNV-AK Ortenau 1 und 2 engagieren, setzt sich mit Nachdruck für einen besseren Schutz der Böden ein. Der Boden mit seinen Auswirkungen auf Klima, Wasser, Fauna und Flora, sowie der Flächenverbrauch landwirtschaftlich genutzter Böden bekommen in BW bislang nicht den Schutz, die der Lebensgrundlage Boden eingeräumt werden müssten. Das Positionspapier „Schutzgut Boden und Flächenverbrauch – Fortschreibung III“ versteht sich als Anregung für Diskussions- und Handlungsprozesse in Politik und Gesellschaft. Flo

Homepage Zukunftsforum

Aus Politik und Verwaltung

Biberabschuss nun auch in BW möglich?

Biber-Modellprojekt nach bayerischem Vorbild

Im Biber-Modellprojekt von UM und MLR nach bayerischem Vorbild soll geprüft werden, ob „letale Entnahmen“ in Frage kommen, wenn Konflikte zwischen Landnutzenden und Bibern durch übliche Methoden wie Vergrämung nicht gelöst werden können. Ein weiteres Ziel ist es, die Jägerschaft verstärkt in das landesweite Bibermanagement einzubinden. Das Projektgebiet, in dem ca. 4.350 der etwa 7.500 Biber im Land leben, erstreckt sich über die Landkreise Sigmaringen, Ravensburg, Biberach, den Stadtkreis Ulm sowie den Alb-Donau-Kreis. Eine letale Entnahme erfordert auch im Modellprojekt eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung gemäß § 45 Abs. 7 BNatSchG. Tr

PM-UM vom 11.03.2022

Schutz für Biber und Landwirtschaft

Biberbaby

Flurneuordnung in Uttenweiler

Mit der Flurneuordnung in Uttenweiler löst das Land den Nutzungskonflikt zwischen Biber und Landwirtschaft, gibt das MLR bekannt. Biberdämme sorgen immer wieder für Überflutungen, Flächen sind nicht mehr ganzjährig bewirtschaftbar. Ufergrundstücke werden unterhöhlt, teilweise besteht Einsturzgefahr für landwirtschaftliche Maschinen. Durch Bodenordnung lässt sich der Konflikt lösen; so werden Grundstücke der Gemeinde in einen Gewässerentwicklungskorridor als ungestörten Lebensraum für den Biber verlegt. Privatflächen liegen in gewässerferneren Bereichen. Tr

PM-MLR vom 31.01.2022   I   FNO-Verfahren

Flächenerwerb für Natur- und Klimaschutz

In 2021 über 131 Hektar Fläche vom Land erworben
Über 131 ha an natur- und klimaschutzwichtigen Flächen hat das Land BW im Jahr 2021 erworben. Dafür wurden rund 3,2 Mio. Euro investiert. Beispiele sind im Ammertal bei Tübingen über 13 ha zur Wiederansiedlung des Kiebitzes oder rund 5 ha Moorflächen im Naturschutzgebiet (NSG) Eriskircher Ried, über 18 ha im NSG Laubeck-Rensberg im Schwarzwald-Baar-Kreis, Grundstücke im NSG Vogelhalde Sindringen-Ohrnberg im Hohenlohekreis oder 4,6 ha im NSG Nägelestal im Landkreis Esslingen. In Löwenstein wurde für den Artenschutz eine Steinkrebszuchtanlage mit rund einem Hektar Fläche erworben. Tr
PM-StM vom 14.02.2022

Genehmigung von Windkraftanlagen

Regierungsfraktionen wollen Widerspruchsverfahren abschaffen

Die Regierungsfraktionen haben einen gemeinsamen Gesetzentwurf auf den Weg gebracht, der unmittelbar eingereicht wird und bereits im Herbst 2022 in Kraft treten soll. Erhoffter Effekt: Beschleunigung der Verfahren um bis zu zwölf Monate. Dazu soll dem § 15 des Ausführungsgesetzes zur Verwaltungsgerichtsordnung (AGVwGO) ein Absatz angefügt werden: „Eines Vorverfahrens bedarf es nicht in Angelegenheiten der Errichtung, des Betriebs oder der Änderung von Anlagen zur Nutzung von Windenergie an Land mit einer Gesamthöhe von mehr als 50 Metern.“ Das Widerspruchsverfahren wird also nicht – wie in anderen Ländern – generell abgeschafft, sondern nur für hohe Windkraftanlagen. Tr

PM-LT Fraktion Grüne und CDU vom 15.03.2022

Windkraftstandorte im Staatswald

Zweite Tranche vorgestellt

Die LUBW hat aus einer Verschneidung von windhöffigen Flächen sogenannte Potenzialflächen, differenziert nach solchen mit und ohne Restriktionen, für eine theoretische Windenergienutzung ermittelt. Auf dieser Grundlage hat ForstBW für den Staatswald begonnen, geeignete Vermarktungsflächen zu identifizieren. Auf die Ausschreibung der ersten Tranche im Oktober 2021 mit 1.999 ha Potenzialflächen haben 42 Anbieter 134 Angebote abgegeben. Für die Ausschreibung der zweiten Tranche hat ForstBW nun sechs weitere Windkraftstandorte mit rund 900 ha Waldfläche für bis zu 40 neue Windenergieanlagen identifiziert. Tr

PM-StM vom 1.02.2022

Ausbau von Windkraft und Photovoltaik

Regionale Planungsoffensive von Land und Regionalverbänden

Um die im Klimaschutzgesetz formulierten Ziele und die Sicherstellung der Energieversorgung zu erreichen, wollen die zwölf Regionalverbände in BW als ersten Schritt zügig eine landesweite Potenzialkarte erstellen, mit bereits bestehenden Möglichkeiten zum sofortigen Zubau von Windkraft- und Photovoltaikanlagen. Gleichzeitig sollen Planungen für weitere Flächen schnellstmöglich vorangetrieben werden. Die Unterstützung des Landes bzw. des Ministeriums für Landesentwicklung und Wohnen sieht einen „Korridor aus stabilen und verlässlichen Planungsvoraussetzungen“ vor, die die Regionalplanbeschlüsse und deren Inkrafttreten bereits für 2025 ermöglichen. Tr

PM-MLW vom 18.03.2022

Photovoltaik und gleichbleibend hoher Naturschutz

Mehr Photovoltaik-Anlagen auf landwirtschaftlichen Flächen

Die Bundesministerien Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), Umwelt (BMUV) und Landwirtschaft (BMEL) haben sich darauf verständigt, wie bestehende Flächenpotenziale besser für den Ausbau der Solarenergie genutzt werden können. Dies wird einfließen in das Osterpaket von Bundeswirtschaftsminister Habeck und damit in gesetzliche Regelungen und Förderungen im EEG. So sollen künftig verstärkt landwirtschaftliche Flächen sowie landwirtschaftlich genutzte Moorböden für die Photovoltaik genutzt werden. Dies soll an Naturschutzkriterien, wie gleichzeitige Wiedervernässung von Mooren, gekoppelt werden. Tr

PM-BMUV vom 10.02.2022  I  Eckpunktepapier

Plattform ÖkoNetzBW vorgestellt

Austausch für Landwirt*innen zum Ökolandbau

Anfang Februar 2022 fand die Auftaktveranstaltung für die neue Plattform „Netzwerk Demobetriebe ökologischer Landbau Baden-Württemberg“, kurz ÖkoNetzBW statt. Ziel des ÖkoNetzBW ist es, ein Netzwerk zu etablieren, um praktische Themen des Ökolandbaus und der Umstellung auf Ökolandbau in die Fläche zu bringen. Die Bewirtschafter*innen dieser Betriebe dienen als Kontaktpersonen für ihre Berufskolleg*innen und als Multiplikatoren in der Fläche für sogenannte „Bauer zu Bauer – Gespräche“. Bislang öffnen dafür 35 teilnehmende Betriebe ihre Hoftore. Tr

PM-MLR vom 7.02.2022 I Ökonetz direkt

Förderprogramm zur Modernisierung ländlicher Wege

Über 200 Wege modernisiert – 23. Bewilligungstranche

Seit Beginn des Förderprogramms im Jahr 2018 wurden über 200 ländliche Wege mit einer Gesamtlänge von über 187 km modernisiert. Mit ihrer Ertüchtigung wird laut MLR ihre Nutzung optimiert, ohne dabei neue Fläche zu versiegeln. Davon profitiert laut MLR nicht nur die Landwirtschaft. Ein modernes ländliches Wegenetz biete auch allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, unsere Kulturlandschaft zu erleben, so das Ministerium. Tr

PM-MLR 17.11.2021

Teerhaltige Abfälle reduzieren

Das Land braucht eine eigene thermische Behandlungsanlage

Teerbelastetes Asphaltfräsgut enthält krebserregende polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Es muss deponiert oder in die einzige europäische thermische Behandlungsanlage gefahren werden. Das VM wünscht sich von den heimischen Firmen daher den Bau einer thermischen Behandlungsanlage im Land. Nach der thermischen Behandlung sind die Mineralstoffe teerfrei und lassen sich wieder einsetzen. In BW fallen jährlich 400.000 t an teerhaltigem Aufbruch an, künftig deutlich mehr, denn mit Inkrafttreten der neuen Ersatzbaustoffverordnung des Bundes am 01.08.2023 werden die Grenzwerte strenger. Tr

PM-VM vom 20.01.2022

Daten, Fakten, Hintergründe

Stala-Kennzahlen zu aktuellen Umwelttrends in BW 

„Daten zur Umwelt – Umweltindikatoren BW“ neu aufgelegt

Wie entwickelt sich der Ausstoß von Treibhausgasen in BW? Wie hoch ist der Verbrauch von Flächen, Rohstoffen, Wasser und Energie? Welche Veränderungen zeigen sich in der Luftqualität? Wie viele Abfälle fallen an und wie hoch sind die Ausgaben für Umweltschutz im Land? Der Schwerpunkt des vom Statistischen Landesamt (StaLa) neu aufgelegten Faltblattes Daten zur Umwelt – Umweltindikatoren Baden-Württemberg liegt auf Kenngrößen, die die aktuelle Entwicklung wichtiger umweltpolitischer Handlungsfelder dokumentieren und die zur Messung der 17 globalen Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs) Verwendung finden. Logr 

PM Stala vom 07.02.2022

Vom Allerweltsvogel zum Seltenheitswert

Rebhuhn-Erläuterungsfilm der Allianz für Niederwild

Die „Allianz für Niederwild“ hat ein sehr sehenswertes neues Video online gestellt. Mit dem Filmbeitrag möchte die Allianz auf eine unserer Leitarten für das Offenland aufmerksam machen. Das Rebhuhn nimmt in seinem Bestand seit Jahrzehnten dramatisch ab. Gemeinsam mit Landwirten, Jägern und anderen Interessierten will das Kooperationsprojekt Allianz für Niederwild den Lebensraum für das Rebhuhn und für andere Arten des Offenlands erhalten und verbessern. Der LNV ist Mitglied. Tr

Wildtierportal

Auerhuhn – neuer FVA-Maßnahmenplan als letzte Chance

Unterstützung durch Verein „Auerhuhn im Schwarzwald“

Seit 1971 schrumpfte die Population des Auerhuhns im Land von 570 auf 114 balzende Auerhähne (2021). Der Auerhuhnaktionsplan 2008 und das Projekt „Lücken für Küken“ reichten bei weitem nicht zur Rettung der Art aus. Nun sieht der neue Maßnahmenplan der FVA drei Säulen vor: Erhalt und Wiederherstellung des Lebensraums, Verminderung von Störungen sowie Management der Fressfeinde. Ziele: Bis 2027 eine signifikante Trendumkehr und bis 2033 wieder mehr als 300 balzende Hähne im Schwarzwald. Der LNV-Mitgliedsverband ‚Auerhuhn im Schwarzwald e.V.‘ (AiS) berät die Waldbesitzenden und unterstützt bei der Planung der Finanzierung von Maßnahmen zur Entwicklung der Auerhuhn-Lebensräume. Der LNV wünscht: Möge es gelingen, es ist die letzte Chance. Tr

PM-MLR vom 24.02.2022 I Landtagsdrucksache

Salamanderpest

Umweltministerium bittet um Unterstützung

Die „Salamanderpest“, kurz Bsal (Batrachochytrium salamandrivorans), ist eine sich ausbreitende Pilz-Infektionskrankheit bei Schwanzlurchen. Der Pilz befällt die Haut der Amphibien, betroffene Feuersalamander sterben meist innerhalb von 14 Tagen. Gefahr besteht durch die sehr beständigen Dauersporen, die lange Zeit ohne Wirt überleben und leicht durch anhaftende Walderde, z. B. an Forstgeräten oder Schuhen, verschleppt werden können. Aus BW gibt es aktuell keine Nachweise, es ist jedoch absehbar, dass der Pilz auch hier den Artenschutz vor große Herausforderungen stellen wird. Bitte verbreiten Sie die Informationen weiter und melden Sie verdächtige (Tot-)Funde. Flo

Meldeplattform und Infos BWWeitere Informationen   I  BfN-Flyer mit Verbreitungskarte   I  Krankheitsbilder

Ein Hoch auf den Regenwurm

FVA-Projekt „Biodiversität von Waldböden: Bodenfauna“

Der Regenwurm ist für die Bodenbildung fast unverzichtbar. Unter anderem ihm widmet die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) das Projekt „Biodiversität von Waldböden: Bodenfauna“ Die FVA untersucht im Rahmen des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt die Verbreitung von Bodentieren im Wald. Dafür geht sie auch auf die Suche nach Regenwürmern. Doch wie lässt sich die Anzahl der versteckt lebenden Tiere im Boden überhaupt bestimmen? Logr

Kurzbeschreibung Projekt I Ausführliche Infos

Glyphosat verursacht Fehlbildungen bei Kaulquappen

Herbizid könnte zum weltweiten Amphibienschwund beitragen

Zu kleine Hirne, schwache Herzen, krumme Körper: Das Pflanzenschutzmittel Glyphosat führt zu massiven Fehlbildungen bei Froschlarven, wie ein Experiment an Krallenfröschen belegt. Diese Effekte traten bei Glyphosat-Konzentrationen auf, wie sie zwar noch nicht in Deutschland, aber in einigen Ländern wie Brasilien bereits in Gewässern gemessen wurden. Der Unkrautvernichter könnte demnach zum weltweiten Amphibienschwund beitragen, so das Wissenschaftlerteam an der Universität Ulm. Tr
Scinexx-Bericht

Schutzkonzept für 18 windkraftsensible Fledermausarten

Vorgelegt von NABU und AG Fledermausschutz

In BW gehören 18 der 23 heimischen Fledermausarten zu den „windenergiesensiblen“ Arten. Ihre Bestände sind größtenteils stark gefährdet. Wenn der Ausbau der Windenergie jetzt massiv beschleunigt wird, muss deshalb parallel in den Schutz der Arten investiert werden. NABU und Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz (AGF) e. V. haben daher ein „Schutzkonzept für Fledermäuse in Baden-Württemberg“ vorgelegt. Das Konzept umfasst erstmals landesweite Karten, die für Fledermäuse besonders sensible Bereiche im Südwesten darstellen. 1,5 Mio. Euro jährlich kostet dessen Umsetzung, errechnen beide Verbände. Tr

Pressedienst NABU

Rote Liste einheimischer Nutztierrassen 2021

Rassen und deren Gefährdungseinstufung

Die Broschüre „Einheimische Nutztierrassen in Deutschland und Rote Liste gefährdeter Nutztierrassen“ informiert über die aktuelle Lage der heimischen Nutztierrassen in Deutschland und stellt die Rasseportraits vieler Nutztierarten vor: Pferd, Rind, Schwein, Schaf und Ziege sowie die Geflügelarten und Kaninchen. Die Broschüre wird alle zwei Jahre von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) herausgegeben. Tr

Rote Liste Nutztier  I   BML-Service

183.000 Pflanzenmuster in Genbanken

Deutscher Beitrag zum Ziel 2 der SDG

Für Ziel 2 der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele „Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern“ der Agenda 2030 (im Englischen Sustainable Development Goals, SDGs abgekürzt) fragt die FAO ab sofort einmal jährlich ab, wie viele Pflanzenmuster weltweit mittel- und langfristig in Genbanken erhalten werden. Deutschland meldete dieses Jahr mehr als 183.000 in Genbanken erhaltene Pflanzenmuster und damit so viele wie noch nie. Tr

Genres Service

Grundwasser ist wichtigste Trinkwasser-Ressource

LUBW-Bericht zur Grundwasserüberwachung 2020 in BW

In den Jahren 2018 bis 2020 wurde erstmals das gesamte Landesmessnetz mit rund 1.900 Messstellen von der LUBW auf Glyphosat und Trifluoracetat (TFA) untersucht. Glyphosat als Breitbandherbizid ist nur sehr selten im Grundwasser nachweisbar. TFA als Abbauprodukt chemischer Erzeugnisse, wie Kältemittel, Pharmaka und Pflanzenschutzmittel, ist dagegen fast überall im Grundwasser zu finden. Die Nitratbelastung ist nach wie vor zu hoch (1994-2020: Abnahme von 29 mg/l auf 22 mg/l, in landwirtschaftlich beeinflussten Messstellen von 38 mg/l auf 30 mg/l). Tr

Publikation   I   PM-LUBW vom 22.03.2022

Klimatischer Jahresrückblick 2021 für BW

Lokal zu trocken oder viel zu nass, mit 100-jährlichen Hochwasserereignissen

Der klimatische Jahresrückblick 2021 der LUBW fasst das Wettergeschehen im Jahr 2021 zusammen: Ein sehr wechselhaftes und von extremen Gegensätzen geprägtes Jahr. Die Jahresmitteltemperatur lag bei 8,8 Grad und damit 0,7 Grad über dem Mittel. Der Mai mit Spätfrost war zu kühl. Mit fünf Tagen über 30 Grad hatte das Jahr 2021 nur halb so viel heiße Tage zu verzeichnen wie zwischen 1992 und 2021. Der Sommer war geprägt von einer extrem hohen Anzahl an Starkregenereignissen, die lokal zu schlimmen Überschwemmungen mit 20- bis 50-jährlichen und sogar 100-jährlichen Hochwassern führten. Tr

PM-UM vom 15.03.2022 I Jahresrückblick LUBW

Klimaschutz durch Moore

Zwei hörenswerte wissenschaftliche Beiträge über die Bedeutung der Moore

Moore sind die effektivsten Kohlenstoffspeicher aller Landlebensräume, und sie dienen dem Hoch- und Grundwasserschutz. Die Erhaltung und Renaturierung von Mooren trägt daher einen großen Teil zum Klimaschutz bei. Ein sehr faktenreicher Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Hans Joosten in Zusammenarbeit mit der Delmenhorster Universitäts-Gesellschaft e. V. „Klima, Wasser, Moore – Skizzen zu einem neuen Umgang mit Moorland“ ist im Internet abrufbar. Ebenfalls mit dem Thema beschäftigt sich Spektrum der Wissenschaft im hörenswerten Podcast „Moore: vom Klimakiller zum Hoffnungsträger“. Bo/ Logr

Hanse-Wissenschaftskolleg „Klima, Wasser, Moore“  I   Podcast Spektrum der Wissenschaft

Treibhausgasemissionen im Land gehen zurück

Größter Emittent bleibt der Verkehrsbereich mit 33 %

Der Monitoring-Kurzbericht 2020 zum Klimaschutzgesetz wurde nun vom UM veröffentlicht. Demnach betrugen die Treibhausgasemissionen im Land im Jahr 2019 etwa 72,2 Mio. t CO2-Äquivalente, 19 % unter dem Wert von 1990 und 4 % unter dem Vorjahresniveau von 2018. Auch im Jahr 2019 stammte der größte Anteil der Treibhausgasemissionen aus dem Verkehrsbereich (knapp 33 %), gefolgt von den privaten Haushalten (17 %), der Stromerzeugung (16 %) und der Industrie (12 %). Tr

PM-UM vom 11.02.2022   I   Kurzbericht

DNR-Gutachten zur Umsetzung einer Klimaprämie

Rechtliche und organisatorische Möglichkeiten

Eine Rückverteilung der Einnahmen aus der CO2-Bepreisung an die Bevölkerung ist bürokratiearm, kosteneffizient und rechtssicher machbar. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Universität Speyer im Auftrag von DNR, Klima-Allianz, BUND u.a. In diesem Modell würden die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung an die Haushalte zurückgegeben und jede Person denselben Betrag erhalten, unabhängig von deren Einkommen und CO2-Emissionen. Das würde insbesondere untere und mittlere Einkommensgruppen sowie Familien stärker entlasten und gleichzeitig die klimapolitische Lenkungswirkung des CO2-Preises nicht beeinflussen. Tr

Pressemitteilung I Studie

Energy Sharing

Deutschland bremst Ausbau der Erneuerbaren Energien

Das Modell „Energy Sharing“ hat die EU 2019 in die Erneuerbare-Energien-Richtlinie aufgenommen. Deutschland ließ die Umsetzungsfrist 30.06.2021 verstreichen. Das Bündnis Bürgerenergie reichte noch im August EU-Beschwerde ein. Die Europäische Union verfolgt die Vision einer Energieunion, in deren Mittelpunkt die Bürger*innen stehen, ohne vorrangig finanzielle Vorteile zu haben, sondern vielmehr ökologische, wirtschaftliche oder sozialgemeinschaftliche. Erneuerbare-Energie-Gemeinschaften sind berechtigt, Erneuerbare Energie zu produzieren, zu verbrauchen, zu speichern und zu verkaufen. Sie haben das Recht, die produzierte Energie gemeinsam zu nutzen – Energy Sharing. Tr

BUND-Bundesverbands-PM vom 09.03.2022

Tiefe Geothermie – Antwort auf häufig gestellte Fragen

Tiefe Geothermie ist wichtiger Baustein der Wärmewende

Zur Umsetzung der Energiewende gehört auch die Nutzung der Tiefen Geothermie, insbesondere für die Wärmeversorgung. Wegen des erheblichen Informationsbedarfs, etwa zu den Auswirkungen der Geothermie im lokalen Umfeld, hat das Landesforschungszentrum Geothermie (LFZG) Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) entwickelt. Unterstützt wurde das LFZG vom Experten-Arbeitskreis „Tiefe Geothermie“, in dem für den LNV Dr. Wilhelm Schloz und Bruno Lorinser mitwirkten. Es entstand ein ausführlicher und praxisbezogener Leitfaden auf dem neuesten Stand von Wissenschaft und Technik. Logr

FAQ Tiefe Geothermie

Versicherung gegen Naturgefahren

Sachverständigenrat schlägt Versicherungspflicht für Wohngebäude vor

Ausgangspunkt für die Untersuchung des Sachverständigenrats für Verbraucherfragen war die Flutkatastrophe im Ahrtal, durch die die letzte Bundesregierung 30 Mill. Euro u. a. für den Wiederaufbau unversicherter Wohngebäude bereitstellen musste. Der Sachverständigenrat schlägt in seinem Gutachten nun eine allgemeine Versicherungspflicht gegen Elementarschäden für Wohngebäude vor. Sie sei von der Bevölkerung mehrheitlich akzeptiert. Eine präventive Versicherung von Wohngebäuden gegen Naturgefahren sei wirksamer und nachhaltiger als die Bereitstellung von Ad-hoc-Mitteln im Katastrophenfall. Tr

PM BMU vom 24.02.2022 I Gutachten I PM-Sachverständigenrat vom 24.02.2022

LNV intern

Aktuelle Termine

LNV-Mitgliederversammlung am 30. April 2022

Zu den wichtigen Tagesordnungspunkten zählt die Würdigung der Verdienste um den Natur- und Umweltschutz und den LNV unseres früheren LNV-Vorsitzenden Dr. Michael Hassler (Bruchsal), der engagierten Naturschützerin Annette Schade-Michl (Stuttgart-Zuffenhausen) und des langjährigen Sprechers des LNV-AK Ostalbkreis-Aalen, Hans-Peter Pfeiffer mit der LNV-Ehrennadel. Neben den Vereinsregularien steht ein Vortrag von Herrn Prof. Dr. Gerd Hager, Professor am KIT und Verbanddirektor Regionalverband Mittlerer Oberrhein „Der Beitrag der Raumordnung für eine nachhaltige Flächenentwicklung“ auf dem Programm. Die Einladungen wurden bereits verschickt. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme, auf die Gespräche und Diskussionen. Logr

LNV-Arbeitskreis-Sprechertreffen in den Regierungsbezirken

  • Freiburg am April 2022 ab 15 Uhr (in Freiburg als Hybridveranstaltung)
  • Stuttgart am Mai 2022 ab 15 Uhr (in Stuttgart als Hybridveranstaltung)

Zum Vormerken: LNV-Zukunftsforum Naturschutz am 03.12.2022, geplantes Thema Flächenverbrauch / Flächengerechtigkeit,  Stuttgart

Termine und Aktionen

Fortbildungsprogramm des Schwarzwaldvereins

Naturschutzprogramm 2022 erschienen

Rechtzeitig zum Frühlingsbeginn ist das neue Fortbildungsprogramm des Naturschutzreferats im Schwarzwaldverein erschienen. Es bietet Naturschutzwart*innen im Schwarzwaldverein und weiteren Natur-Interessierten neues Wissen für das Engagement im Ortsverein oder Ideen für Naturschutz-Projekte. Nähere Informationen können unter naturschutz@schwarzwaldverein.de angefordert werden. Tr

Projektförderung für Amphibien und Reptilien 2022

EnBW-Förderprogramm „Impulse für die Vielfalt“, Bewerbungsfrist 15. Mai 2022

Auch 2022 können wieder im Rahmen des EnBW-Förderprogramms „Impulse für die Vielfalt“ Schutzmaßnahmen für heimische Amphibien und Reptilien im Land unterstützt werden. Förderfähig sind Projekte wie Anlage von Laichgewässern oder von Eiablageplätzen, Aufwertung von Landlebensräumen, Schaffung von Trittsteinhabitaten. Antragsfrist bei der LUBW ist der 15.Mai 2022. Die Umsetzung der Maßnahmen durch den Antragsteller muss zwischen 1. Oktober und Jahresende erfolgen. Die förderfähigen Kosten betragen max. 90 % der Gesamtsumme (max. 7.000 €). Tr

Projektanträge, Informationen   I  Biologische-Vielfalt@lubw.bwl.de

Birders Camp am Bodensee

Vogelbeobachtung für Jugendliche im Alter von 12 bis 27 Jahren

Beim ersten NABU-Birders Camp am Bodensee kommen junge Vogelfans im Alter von 12 bis 27 Jahren auf ihre Kosten! Spezielle Aktivitäten gibt es sowohl für die 12-15 Jährigen als auch für die über 16-Jährigen. Die Jugendlichen informieren sich über die Vogelwelt des Bodensees, lernen wissenschaftliche Methoden kennen und können sich mit anderen Birderinnen und Birdern austauschen. Auch der Besuch einer nahgelegenen Fledermauskolonie ist geplant Schl.

Informationen und Anmeldung

Bücher, Filme, Neuigkeiten

Deutschlands Wilder Osten

Im Land von Kranich, Wolf und Adler

Axel Gomille schreibt in seinem Buch über die Rückkehr verschwundener Arten seit dem Ende der DDR. Große Naturräume wurden unter Schutz gestellt und neue Gesetzte erhoben. Die Natur konnte sich langsam erholen. Kraniche, Wölfe, Seeadler und viele weitere seltene Wildtiere leben heute wieder zwischen der Ostseeküste und der Sächsischer Schweiz. Axel Gomille berichtet über historische Ereignisse, die zur Schaffung von Nationalparks und weiteren Schutzgebieten im Osten Deutschlands beitrugen. Neben den Texten bietet das Buch beeindruckende Fotos des Naturfotografen. Das Buch ist für 39,99 Euro erhältlich. Bo

Buchbesprechung von Verena Schiltenwolf  I  Buchpräsentation Axel Gomille

Naturschutz vor der Haustüre

Schwäbischer Albverein: Tipps für mehr Artenschutz in Garten und am Haus

Mit seiner neuen Broschüre „Naturschutz vor der Haustüre“ gibt der Schwäbische Albverein (SAV) Tipps, wie im eigenen Garten statt Zierrasen und Schotterflächen artenreiche Lebensräume entstehen können. In dem reich und anschaulich bebilderten Heft finden sich Bauanleitungen etwa für Nistkästen oder Behausungen für Wildbienen und Hummeln, Tipps zum Anlegen von naturnahen Gärten, Trockenmauern und Hecken oder zur Pflege von Streuobstwiesen. Dazu gibt es QR-Codes mit Links zu weiterführenden Informationen. Die Broschüre ist kostenlos, es gibt sie gedruckt und als download. Logr

Download und Bestellung

Gebietseigenes Saatgut und ebensolche Gehölze

Aktualisierte Handreichung des Deutschen Verbands für Landschaftspflege (DVL)

Die aktualisierte Fassung der DVL-Handreichung „Gebietseigenes Saatgut und gebietseigene Gehölze in Sachsen“ enthält rechtliche und fachliche Vorgaben, die bei Begrünungen in der freien Natur beachtet werden müssen. Außerdem beinhaltet es Hinweise und Hilfestellung, wie Begrünungen mit gebietseigenen Gehölzen und gebietseigenem Saatgut umgesetzt werden können. Neben Informationen, die bundesweit und auch für BW relevant sind, setzt sich das Werk auch speziell mit der Situation in Sachsen auseinander. Bo

DVL-Handreichung

… und außerdem

692,2  Millionen Eier im Jahr 2021 erzeugt

Zunahme von Freiland- und ökologischer Legehennenhaltung

Die Bodenhaltung bleibt mit einem Anteil von 60,6 % in der Eiererzeugung die dominierende Haltungsform, in der insgesamt 419,1 Mio. Eier produziert wurden. Zugang zu einem Auslauf haben Legehennen in der ökologischen Haltung sowie in der Freilandhaltung, die zusammen 37,7 % der Haltung ausmacht. Kleingruppen und Käfighaltung nahm 2021 noch einen Anteil von 1,3 % ein. Die erzeugten Bio-Eier haben 9,8 % an der Gesamterzeugung von 692,2 Mio. Eiern im Land erreicht. Laut Statischem Landesamt hat jede Henne im Jahr 2021 284,5 Eier oder 23,7 Eier pro Monat gelegt. Tr

PM-Stala vom 15.03.2022

Verzeichnis der Abkürzungen

  • BauGB – Baugesetzbuch
  • BfN – Bundesamt für Naturschutz
  • BImSchV – Bundesimmissionsschutzverordnung
  • BLHV – Badischer Landwirtschaftlicher Hauptverband
  • BLNN – Badischer Landesverein für Naturschutz und Naturkunde
  • BMEL – Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
  • BMUV – Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz
  • BMWK – Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
  • BNatSchG – Bundesnaturschutzgesetz
  • BSG – Biosphärengebiet
  • BUND – Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
  • BVDL – Berufsverband Landschaftsökologie Baden-Württemberg e. V.
  • BVWP – Bundesverkehrswegeplan
  • BW – Baden-Württemberg
  • dB(A) – Dezibel – Bewertungskurve A; Maßeinheit des Schalldruckpegels (ugs. Geräuschpegel)
  • DNR – Deutscher Naturschutzring
  • DUH – Deutsche Umwelthilfe
  • EEG – Erneuerbare-Energien-Gesetz
  • ELR – Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum
  • EnBW – Energie Baden-Württemberg AG
  • EuGH – Europäischer Gerichtshof
  • EW – Einwohner*innen
  • FAO – Food and Agriculture Organization of the United Nations; Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen
  • ForstBW – Landesbetrieb Forst Baden-Württemberg
  • FVA – Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg
  • GAP – Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union
  • HVZ – Hochwasservorhersagezentrale
  • IPCC – Intergovernmental Panel on Climate Change
  • JKI – Julius-Kühn-Institut
  • KEA BW – Klima- und Energieagentur Baden-Württemberg
  • KIT – Karlsruher Institut für Technologie
  • KNE – Kompetenzzentrum Naturschutz und Energiewende
  • LFVBW – Landesfischereiverband Baden-Württemberg e. V.
  • LRA – Landratsamt
  • LSG- Landschaftsschutzgebiet
  • LSV – Landessportverband Baden-Württemberg
  • LUBW – Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
  • MEPL – Maßnahmen- und Entwicklungsplan Ländlicher Raum
  • MLR – Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
  • MLW – Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg
  • NABU – Naturschutzbund Deutschland
  • ÖPNV – Öffentlicher Personennahverkehr
  • PM – Pressemitteilung
  • PV – Photovoltaik
  • RB – Regierungsbezirk
  • RP – Regierungspräsidium
  • SDG – Sustainable Development Goals; Ziele für nachhaltige Entwicklung
  • StaLa – Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  • StM – Staatsministerium
  • UBA – Umweltbundesamt
  • UM – Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg
  • UVP- Umweltverträglichkeitsprüfung
  • VCD – Verkehrsclub Deutschland
  • VDN – Verband Deutscher Naturparke e. V.
  • VG – Verwaltungsgericht
  • VM – Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg
  • VO – Verordnung
  • WM – Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg
  • WRRL – Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union

LNV-Infobrief als pdf zum Herunterladen: LNV-Infobrief April 2022

Impressum

Redaktion:  Christine Lorenz-Gräser
Bildredaktion: Jutta Ortlepp
Beiträge: Sophia Bosch (Bo), Julia Flohr (Flo), Christine Lorenz-Gräser (Logr), Jutta Ortlepp (Ort), Kristin Pfeiffer (Pf), Dr. Anke Trube (Tr), Kathrin Schlecht (Schl)

Der LNV-Infobrief ist ein kostenloser Service des Landesnaturschutzverbandes Baden-Württemberg e. V. (LNV) und berichtet regelmäßig über aktuelle Themen des Natur- und Umweltschutzes mit Schwerpunkt Baden-Württemberg. Die Anmeldung ist unter www.lnv-bw.de möglich. Eine Abbestellung kann jederzeit erfolgen. Ein Nachdruck – auch auszugsweise – ist nur mit Zustimmung des LNV unter Quellenangabe und der Überlassung von Belegexemplaren gestattet.
Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehmen wir keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für die Inhalte der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich.

Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e. V.

Olgastraße 19, 70182 Stuttgart, Telefon 0711.24 89 55-20, Telefax 0711.24 89 55-30, info@lnv-bw.de, www.lnv-bw.de

Spendenkonto: GLS Bank IBAN: DE28 4306 0967 7021 3263 02, BIC: GENODEM1GLS

Nahverkehrsanschluss, Stadtbahnhaltestelle Olgaeck, 3 Stationen ab Hauptbahnhof, mit U5, U6, U7, U12 oder U15

 

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