LNV-Infobrief April 2018

Im Blickpunkt: Kleinbäuerliche Landwirtschaft

Liebe Naturschützerinnen und Naturschützer,
im November 2017 wurde ich zur LNV-Referentin für die Landschaftserhaltungsverbände (LEV) berufen. Ich bin Biologin und im Naturschutz in verschiedenen Bereichen ehrenamtlich (z. B. 30 Jahre Naturschutzbeauftragte) wie hauptamtlich tätig mit Schwerpunkt im Landkreis Lörrach. Seit Mitte 2017 bin ich in Ruhestand. Gerade bei meinen beiden letzten beruflichen Stationen, Leitung des Naturschutzgroßprojekts Feldberg-Belchen-Oberes Wiesental und Geschäftsführung des LEV Lörrach lernte ich den Wert der kleinbäuerlichen Landwirtschaft als Partner für den Naturschutz kennen. Doch ihr Überleben ist stark gefährdet, Rote Liste 2.
Durch die extensive Beweidung über viele Jahrzehnte erhielten sich die arten- und strukturreichen Grünlandgesellschaften in den schwierigen Berglagen. Heute stehen sie unter dem Schutz des Naturschutzgesetzes und der FFH-Richtlinie. Mit der neuen Förderperiode traten aber Veränderungen ein, die sich katastrophal auf Betriebe mit extensiven Weideflächen auswirken.
Die enge Auslegung der EU-Richtlinien durch das MLR in der Definition der Bruttofläche führen dazu, dass die typischen Strukturen wie Gehölze, Felsen, Blockhalden, Sumpfflächen und trockene Heiden aus der Bruttofläche und damit auch der Förderung herausgerechnet werden. Zwischen den Vorgaben der Landwirtschaftsverwaltung und denen des Naturschutzes steht der Landwirt. Er hat erhebliche finanzielle Einbußen, nicht selten Sanktionen, da die Bruttofläche Voraussetzung für die Zahlung der Betriebsprämie und der Ausgleichszulage ist. Die Frustration ist groß. Die junge Generation sieht für die Hofübernahme keine Zukunft.
Um Borstgrasrasen und Wacholderheiden zu erhalten, brauchen wir eine von der Bruttofläche unabhängige Förderung der Beweidung sowie eine auf den landwirtschaftlichen Betrieb abgestimmte Beratung. Dazu wurden die LEVen gegründet, deren Hauptaufgabe die Umsetzung von Natura 2000 ist. Diese können aber nur so erfolgreich sein, wie es die Rahmenbedingungen zulassen.

Es grüßt Sie freundlich, Ihre
Sigrid Meineke
(LNV-Referentin für Landschaftserhaltungsverbände)

LNV-Infobrief April 2018

Inhalt
LNV Aktiv
Aus Politik und Verwaltung
Daten, Fakten, Hintergründe
LNV Intern
Aus den Mitgliedsvereinen
Zum Mitmachen und Hingehen
Bücher, Filme, Neuigkeiten
und außerdem

LNV aktiv

LNV-Stiftung fördert Naturschutzprojekte

Endspurt – Anträge noch bis 30.04.2018 möglich

Die LNV-Stiftung fördert Ideen und Aktivitäten, die dem Erhalt der natürlichen Umwelt und unserer Lebensgrundlagen dienen. Ein Förderschwerpunkt 2018 entfällt – in diesem Jahr unterstützt die LNV-Stiftung Projekte aus dem gesamten Naturschutzspektrum. Anträge stellen können bevorzugt Personen oder Gruppen, die sich ehrenamtlich im Natur- und Umweltschutz engagieren. Logr
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Antragsformular

Windkraft und Naturschutz

Planungshinweise der LUBW

Wie bekannt, ist bei der Planung und Genehmigung von Windkraftanlagen der Natur- und Artenschutz zu berücksichtigen. Nach den Ergebnissen der Evaluierung artenschutzrechtlicher Gutachten durch LNV, BUND und NABU und der Klage von LNV und NABU gegen ein Windrad bei Braunsbach im Lkr. Schwäbisch Hall erinnert der LNV nochmals ausdrücklich an die Hinweise und Planungshilfen der LUBW zur Thematik „Windkraft und Naturschutz”. Damit können naturschutzfachliche Belange beim Ausbau der Windkraftnutzung sachgerecht berücksichtigt werden. Auf der LUBW-Homepage finden sich auch Verbreitungskarten zu Artenvorkommen. Sch
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Datenschutz-Grundverordnung gilt ab dem 25.05.2018

Vorschriften auch für Vereine – Übergangsfrist einhalten!

Ab dem 25.05.2018 gilt in Deutschland und allen anderen EU-Staaten die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO). Ihre Vorschriften gelten grundsätzlich auch für Vereine. Die Anforderungen sind weitreichend, und der LNV empfiehlt allen Vereinen und Gruppen dringend, sich damit zu befassen. Die Übergangsfrist läuft noch bis zum 25.05.2018. Bis dahin müssen die Vorbereitungen abgeschlossen sein. Zusammengefasste Informationen enthalten u. a. die Homepage des Landesdatenschutzbeauftragten und das bei Beck erschienene Buch „Erste Hilfe zur Datenschutzgrundverordnung für Unternehmen und Vereine“ zum Preis von 5,50 €. Logr
Landesbeauftragter für Datenschutz, Datenschutz im Verein nach der Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) , Buch: Erste Hilfe zur Datenschutz-Grundverordnung

LNV-Pressemitteilungen

LNV-fordert zum Weltwassertag am 22.03.2018
Gewässerrandstreifen einhalten und keine Bebauung in Überschwemmungsgebieten

Aus Politik und Verwaltung

Grenzübergreifendes Konzept zum Umgang mit Wölfen

BW, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland kooperieren

Wölfe sind mobil und kennen keine Ländergrenzen. Die Bundesländer BW, Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland wollen deshalb beim Wolfsmanagement kooperieren. Um schnell handlungsfähig zu sein, etwa bei verhaltensauffälligen Wölfen, wurde ein länderübergreifendes Konzept entwickelt. Ein Monitoring soll bei der effektiven Überwachung helfen, so dass z. B. Halter/innen von Weidetieren rechtzeitig informiert werden können. Geplant sind ferner Experten-Teams, die einen Wolf im Bedarfsfall länderübergreifend verfolgen könnten. Logr Logr
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Tourismusförderung 2018

Justizministerium gibt Förderprojekte bekannt

Das Land unterstützt die Kommunen im Jahr 2018 mit mehr als 7 Mio. Euro bei touristischen Infrastrukturprojekten. Neben der Sanierung vorhandener Infrastruktur wie Bädern sind aus LNV-Sicht erstaunlich viele Förderungen von Wohnmobilstellplätzen und Rundwanderwegen unter den Förderzusagen. Sollten diese im Außenbereich oder in Uferrandstreifen liegen, wäre dies aus Naturschutzsicht sehr kritisch zu beurteilen. Tr
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Radverkehrsförderung Baden-Württemberg 2018

Investitionen für besseres Radpendeln

Im Förderprogramm 2018-2022 wurden 93 Projekte kommunaler Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur mit einem Gesamtfördervolumen von 46 Mio. Euro neu aufgenommen. Für die Umsetzung des Programms sind 2018 fast 20 Mio. Euro eingeplant. Um die Erhaltung der Wege in einem guten Zustand zu gewährleisten, startet das Land 2018 mit einer systematischen Zustandserfassung und -bewertung der Radwege in der Baulast des Bundes und des Landes. Um die Baulast für drei Pilotstrecken der Radschnellwege übernehmen zu können, wird derzeit das Straßengesetz angepasst. Tr
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Weg frei für Förderprogramm KLIMOPASS

Unterstützung der Anpassung an den Klimawandel und konkreter Maßnahmen

Der Ministerrat hat das Förderprogramm KLIMOPASS frei gegeben. 2018 und 2019 stehen insgesamt zwei Mio. Euro für Maßnahmen von Behörden und Institutionen zur Verfügung. Auch eingetragene gemeinnützige Vereine können Zuwendungen beantragen. Mit dem Förderprogramm will das Land dazu motivieren, Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu entwickeln und umzusetzen. Das Programm besteht aus den drei Modulen Beratung und Information, Planung und Konzeption sowie der Umsetzung konkreter Maßnahmen. Logr
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Daten, Fakten, Hintergründe

Korrekte Pflege von Gehölzbiotopen

Ökologische Bedeutung, Schutzbestimmungen und Anforderungen an die Pflege

Hecken sind lineare, kompakte Strukturen, die eine große Bedeutung für die Artenvielfalt haben und hervorragend dem Biotopverbund dienen. Es gibt Nieder-, Strauch- und Baumhecken. Andere Gehölzbiotope sind Baumgruppen und flächige Baum-Strauch-Gebiete. Damit Hecken nicht vergreisen, sollten sie abschnittsweise (maximal 1 Drittel pro Pflegeeinheit) gepflegt werden, und es muss genügend Zeit zwischen den Pflegeeinheiten bestehen (mindestens 3-5 Jahre). Wichtige Biotopelemente, wie Altholz und Höhlenbäume, sollten erhalten bleiben. Zorzi
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Neonikotinoide

EU-Behörde bestätigt Gefährlichkeit für Bienen

Die Mehrzahl der Anwendungen von neonikotinoidhaltigen Pestiziden stellt ein Risiko für Wild- und Honigbienen dar. Diese Einschätzung veröffentlichte die Europäische Lebensmittelbehörde (EFSA) Ende Februar 2018. Die EFSA hat die Risikobewertungen für drei Neonikotinoide – Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam – aktualisiert. Hummeln, Solitärbienen und Honigbienen sind demnach durch Pestizide mit diesen Wirkstoffen gefährdet. Die Risikobewertung bezieht rund 700 Studien ein. Tr
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„Pestizidfreie Kommune“

181 Städte und Gemeinden gegen Glyphosat

Der BUND zieht eine erste positive Zwischenbilanz des Projekts „Pestizidfreie Kommune“ zum Erhalt der Artenvielfalt. Seit der Veröffentlichung einer interaktiven Karte, auf der Kommunen eingetragen werden, die auf Glyphosat und andere Pestizide bei der Pflege ihrer Grün- und Freiflächen verzichten, ist die Anzahl der Kommunen in nur drei Monaten von 90 auf 181 gestiegen. Was in den Kommunen möglich ist, ist auch in der Landwirtschaft und in Hobbygärten machbar: umweltfreundliche Alternativen zu Glyphosat, die Insekten wie Bienen und Wildbienen nicht gefährden. Flo
www.bund.net, Interaktive Karte mit pestizidfreien Kommunen

CEF-Maßnahmen für Fledermäuse

Fledermauskästen und Wald-Nutzungsverzicht ungeeignet

Eine Studie der Bayerischen Koordinationsstelle für Flederm ausschutz weist nach, dass weder Fledermauskästen noch der Nutzungsverzicht von Wäldern geeignete CEF-Maßnahmen darstellen. Bei Zerstörungen von Quartierbäumen muss demnach von der Möglichkeit der Ausnahmegenehmigung gem. § 45 Abs. 7 BNatSchG Gebrauch gemacht werden. Der Nutzungsverzicht eines höhlenreichen Waldbestandes stellt keinen kurzfristigen Ausgleich dar, weil dieser Wald mit hoher Wahrscheinlichkeit durch ansässige Fledermauspopulationen und andere Tierarten genutzt wird. Er steht „ausquartierten“ Fledermäusen also nicht zur Verfügung. Tr
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Naturschonende Landwirtschaft per Pachtvertrag

Neues Modellprojekt nimmt Grundbesitzer/innen in den Blick

Rund 60 % der Agrarfläche Deutschlands wird verpachtet. Nur gemeinsam mit den Grundbesitzer/innen lässt sich die biologische Vielfalt auf Agrarflächen erhalten und erhöhen. Das Projekt „Fairpachten“ der NABU-Stiftung Nationales Naturerbe nimmt diese Gruppe gezielt in den Blick, um sie mit vielfältigen Beratungs- und Informationsangeboten für eine naturverträgliche Verpachtung ihrer Flächen zu gewinnen. Das Bundesumweltministerium fördert das Modellvorhaben mit 935.000 Euro. Es läuft bis 2023 und wird vom Bundesamt für Naturschutz fachlich betreut. Flo
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Patentierung von Saatgut

Europäisches Patentamt erteilt weiteres Patent auf Saatgut

Das Europäische Patentamt (EPA) führt seine umstrittene Praxis der Patentierung von Saatgut fort. Es erteilte im Januar ein Patent auf Melonen mit einer erhöhten Resistenz gegenüber falschem Mehltau. Der Patentinhaber, die Firma ENZA Zaden, hatte das Erbgut der Pflanzen nach zufälligen Mutationen durchsucht und sich auch Trauben, Gurken, Soja und Zwiebeln patentieren lassen. Die Organisation „Keine Patente auf Saatgut“ protestierte, eine einzige zufällige Mutation reiche aus, um den ganzen Gemüsegarten zu patentieren. Offensichtlich gehe es nicht um Erfindungen, sondern um Monopolisierung der biologischen Vielfalt, die für die Züchtung der Zukunft benötigt werde. Logr
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Windenergie im Jahre 2017

123 neue Windkraftanlagen

Im Jahr 2017 sind in BW 123 Windenergieanlagen in Betrieb gegangen (2016: 120 Anlagen). Zum Jahreswechsel haben damit in BW 684 Windkraftanlagen Strom erzeugt. In den nächsten Monaten wird die Fertigstellung von weiteren etwa 40 Windkraftanlagen erwartet. Ca. 100 Windenergieanlagen befinden sich im laufenden Verfahren. Seit 2011 hat sich die Anzahl der Windkraftanlagen im Land fast verdoppelt, die installierte Leistung mehr als verdreifacht (von 461 Megawatt um 956 Megawatt auf nunmehr 1.417 Megawatt). Im Jahr 2017 wurde aufgrund der EEG-Änderung nur eine neue Genehmigung erteilt (2016: 201 Anlagen). Tr
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Verkehrswende 2030 für Klimaschutz

Ausbau Schieneninfrastruktur und Verdopplung ÖPNV gef

Um die Klimaziele zu erreichen, sind weit mehr Investitionen in die Schieneninfrastruktur erforderlich, als im Bundesverkehrswegeplan 2030 vorgesehen, sowie eine Verdoppelung des Öffentlichen Verkehrs vor allem in den Städten. So fasst das VM die Ergebnisse der Studie „Verkehrsinfrastruktur 2030: Ein Klimaschutzszenario für Baden-Württemberg“ zusammen. Das Szenario für das Jahr 2030 und die Sensitivitätsanalysen sollen zeigen, wie eine Welt aussehen könnte, in der die Klimaschutzziele erreicht werden. Welche Bedeutung hat dann welches Verkehrsmittel und wie sähen die Infrastrukturen aus? Logr
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Schätzungsweise knapp 7 % der Landesfläche versiegelt

Niederschlagswassergebühr im Durchschnitt bei 47 ct / m²

Wie das Statistische Landesamt BW zum Tag des Wassers am 22.03.2018 mitteilte, beträgt der Anteil der versiegelten Fläche in BW schätzungsweise 6,7 %. Das entspricht einer Fläche von insgesamt rund 239.148 ha. Auf versiegelten Flächen versickert das Niederschlagswasser nicht, sondern wird zumindest teilweise in Kanalisation und Kläranlage abgeleitet. Für die Nutzung der Abwasserinfrastruktur setzen daher fast alle Gemeinden des Landes – dem Verursacherprinzip folgend – eine Niederschlagswassergebühr fest, die sich an der versiegelten Grundstücksfläche orientiert. Logr
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Recycling

Elektroschrott und PV-Module

Im Jahr 2016 waren in BW 36 Anlagen für die Erstbehandlung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten in Betrieb. Sie nahmen mehr als 86.000 t Elektroschrott zur Erstbehandlung an, von denen 86 % recycelt wurden. Die Vorbereitung zur Wiederverwendung kompletter Geräte und ganzer Bauteile spielte nur eine untergeordnete Rolle (0,3 %, bundesweit 1,3 %). Seit dem 01.02.2016 unterliegen auch Photovoltaikmodule der Pflicht zur Erstbehandlung. An baden-württembergischen Erstbehandlungsanlagen wurden bisher jedoch keine Photovoltaikmodule angenommen. Tr
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Nutzung von Abwasserwärme

Europaweit größte Anlage entsteht in Stuttgart

Laut UM könnten zehn Prozent aller Gebäude im Land mit Wärme aus Abwasser versorgt werden. Mit acht Anlagen, die bereits in Betrieb oder noch in Planung sind, rangiert BW deutschlandweit an der Spitze der innovativen Abwasserwärmenutzung. Die europaweit größte Anlage wird derzeit in Stuttgart im Stadtquartier NeckarPark gebaut. Sie soll rund 850 Wohnungen, Hotels sowie Dienstleistungs- und Gewerbebetriebe versorgen. Die Landesregierung bezuschusste von 2009 bis 2017 Konzeptionen von Kreisen, Städten und Gemeinden zur Wärmerückgewinnung aus Abwasser mit bis zu 50 % der anfallenden Kosten. Tr
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LNV intern

Aktuelle Termine
• LNV-Arbeitskreis-Sprechertreffen
– im Regierungsbezirk Stuttgart:
Montag, 16.04.2018 von 16:00 – 20:30 Uhr, Stuttgart
im Regierungsbezirk Freiburg: Mittwoch, 18.04.2018 von 16:00 – 20:30 Uhr, Freiburg
Die Einladungen wurden bereits verschickt. Bitte beachten Sie die dort angegebenen Anmeldefristen!
Samstag, 14.04.2018 LNV-Mitgliederversammlung
Bitte beachten Sie den geänderten Veranstaltungsort: Kulturcafé Merlin, Stuttgart

Festlicher Höhepunkt der diesjährigen LNV-Mitgliederversammlung ist die Würdigung der Verdienste des früheren LNV-Vorstandsmitglieds, Referenten und LNV-AK-Sprechers Hartmut Felgner mit der LNV-Ehrennadel. Mit der LNV-Ehrennadel ebenfalls ausgezeichnet wird der Vogelschützer und langjährige Sprecher des LNV-AK Ravensburg Georg Heine. Ab etwa 12.00 Uhr informiert der Leiter der Abteilung Naturschutz im UM, Ministerialdirigent Karl-Heinz Lieber, über den Naturschutz in Baden-Württemberg – aktuelle Perspektiven und zukünftige Herausforderungen. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und auf eine rege Diskussion.

Termine 2018 zum Vormerken
Freitag /Samstag 14./15.09.2018: Mobilität wohin? – Zur Rolle des Verbrennungsmotors auf dem Weg zu einer sauberen und klimaneutralen Mobilität in Bad Boll
Samstag, 10.11.2018 LNV-Zukunftsforum Naturschutz, Stuttgart, Hospitalhof
Thema: Natur im Siedlungsbereich (Artenschutz am Haus, Vogelschlag an Glas, lebensfeindliche Steingärten usw.)

Der LNV trauert um Anny Germann

Langjährige ehemalige Sprecherin des LNV-AK Bodenseekreis verstorben

Am 06.03.2018 ist Anny Germann im Alter von 87 Jahren von uns gegangen. Frau Germann leitete seit dem Tod ihres Mannes von 1985 bis Ende Juli 2015 engagiert, geradlinig und mit großer Verbindlichkeit den LNV-AK Bodenseekreis. Bescheiden und freundlich im Auftreten, hartnäckig und bestimmt wenn es um den Naturschutz ging, ging von ihr eine große Integrationskraft im Bodenseekreis aus. Sie war ein feiner Mensch. Der Naturschutz und der LNV verlieren mit Frau Germann eine kompetente, aufrichtige und freundliche Persönlichkeit. Wir vermissen sie und behalten Anny Germann in bester Erinnerung. Logr

Aus den Mitgliedsvereinen

SHB: Newsletter Schwäbischer Heimatbund

Schwäbischer Heimatbund veröffentlicht 6 bis 8 Newsletter im Jahr

Die Regional- und Ortsgruppen des Schwäbischen Heimatbundes geben umfangreiche Jahresprogramme heraus und freuen sich auf rege Teilnahme, die natürlich keineswegs nur auf Mitglieder beschränkt ist. Zum Projekt „Kulturlandschaft des Jahres 2018 Obere Donau“ gibt es 300 Veranstaltungen zwischen Tuttlingen und der Heuneburg. Ebenso lohnt zu jeder Jahreszeit ein Besuch im Naturschutz-Zentrum Wilhelmsdorf und im Pfrunger-Burgweiler Ried. Wer immer aktuell informiert sein will, kann den SHB-Newsletter abonnieren. Sch
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SWV: Schwarzwaldverein widerspricht Minister Hauk

Agrarminister Hauk äußerte sich zum Pestizideinsatz in der Landwirtschaft

Der Minister hatte in einer Pressekonferenz am 22.03.2018 erklärt, die Menge ausgebrachter Schädlingsbekämpfungsmittel gehe die Bevölkerung nichts an. Er bestritt, dass der Zusammenhang zwischen dem Einsatz chemischer Mittel auf den Feldern und einem Rückgang der Insekten zu belegen sei. Georg Keller, Präsident des Schwarzwaldvereins (SWV), ist anderer Meinung. In einem Schreiben an den Minister forderte er eine Reduzierung des Pestizideinsatzes und wünschte sich vom Landwirtschaftsminister Respekt vor dem Informationsbedürfnis und den berechtigten Interessen der Verbraucher, sowie die Einsicht in die Notwendigkeit der Erhaltung der Artenvielfalt. Die Äußerungen des Ministers standen im Zusammenhang mit dem Pestizidbericht des Naturschutzbundes NABU. Logr
SWV-Brief an Minister Hauk, NABU-Pestizidbericht

Zum Mitmachen und Hingehen

Phänomenale Waldpädagogik

Chancen / Herausforderungen des freien Lernens im Wald; 24.04.2018, Stuttgart

Das Forum beleuchtet unterschiedliche Aspekte waldpädagogischer Veranstaltungen im schulischen Kontext. Wünsche und Bedürfnisse von Jugendlichen werden vorgestellt. Untersucht wird, inwiefern die Methoden „an Phänomenen lernen” oder „Entdeckendes Lernen” die Ziele des Bildungsplans verwirklichen können. Im zweiten Teil können die Teilnehmenden in sechs Workshops konkrete Umsetzungsmöglichkeiten kennenlernen und erproben. Kostenbeitrag 30 €, eine Anmeldung ist erforderlich. Logr
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NaturErlebnisWoche

Heimat 4.0: 200 Jahre gelebte Nachhaltigkeit in BW; 29.04.-06. 05.2018

Mit dem Motto: „Heimat 4.0: 200 Jahre gelebte Nachhaltigkeit in Baden-Württemberg!“ bietet die NaturErlebnisWoche der Akademie für Umwelt- und Naturschutz viele Möglichkeiten, auf die heimische Natur und BW als Naturerlebnisland aufmerksam zu machen. Der Eintrag eigener Veranstaltungen oder die Anmeldung zu Aktionen ist über die Homepage möglich. Logr
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Insektensterben und was jetzt?h2>

Aktives Handeln für unsere Lebensgrundlage; 03.05.2018, Backnang

Insektensterben und was jetzt? Sofortmaßnahmen zur Schaffung von Überlebensinseln auf öffentlichen und privaten Grünflächen stehen derzeit im Fokus von vielen Ehrenamtlichen und von Kommunen. Um hier praktische Unterstützung zu leisten, stellt die Akademie für Natur- und Umweltschutz BW zusammen mit der Stadt Backnang und dem Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald konkrete Möglichkeiten vor. Den Vorträgen schließt sich am Nachmittag eine Fachexkursion an. Eine Anmeldung ist erforderlich. Logr
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Photovoltaik-Freiflächenanlagen und Naturschutz

Seminar und Exkursion, 04./05.05.2018, Singen

Seit 2017 können in BW Photovoltaik (PV)-Freiflächenanlagen auch auf Acker- und Grünlandflächen in sogenannten benachteiligten Gebieten errichtet werden. Die Landesregierung will damit die Energiewende vorantreiben. Die Veranstaltung des Dialogforums Erneuerbare Energien und Naturschutz informiert über mögliche Konflikte mit dem Natur- und Artenschutz und über Lösungsmöglichkeiten. Der Theorie folgt die Praxis mit der Besichtigung der PV-Anlage Mooshof, die als gutes Beispiel für den naturverträglichen Ausbau gilt. Der LNV sieht PV Freiflächenanlagen kritisch. Logr
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LNV-Stellungnahme

>12. Landesweiter Streuobsttag BW

Motto: Streuobst. Gemeinsam. Zukunft., 05.05.2018, Ludwigsburg

Der Landesweite Streuobsttag BW trägt seit elf Jahren zur Wissensvermittlung rund um das Streuobst. Für alle Streuobst-Akteure in Süddeutschland ist er eine einmalige Plattform zur Vernetzung, zum Ideenaustausch und zur Entwicklung von gemeinsamen Projekten. Das Programm ist gewohnt interessant und vielfältig und die Teilnahme allen Streuobstfreund/innen sehr zu empfehlen. Schirmherr des Streuobsttags ist Landwirtschaftsminister Peter Hauk. Logr
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Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg

Schutz der Ökosysteme und Erhalt der Artenvielfalt; 07.-10.06.2018

Die N!-Tage in BW sind Teil der Europäischen Nachhaltigkeitswoche und der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit. Ihr Themenschwerpunkt 2018 liegt u. a. im Schutz der Ökosysteme und Erhalt der Artenvielfalt. Alle sind eingeladen, mit eigenen Veranstaltungen mitzumachen. Die Nachhaltigkeitstage bieten damit eine hervorragende Plattform für Aktionen von Naturschutzverbänden. Logr
Weitere Infos und Anmeldung von Aktionenn

Bestimmungskurse für Pflanzen und Biotope

Angebote auch zur Zertifizierung von Feldbotanikern

Für alle, die sich neu mit der Bestimmung von Pflanzen beschäftigen oder die vorhandene Kenntnisse auffrischen wollen, bietet das Institut für Botanik und Landschaftskunde, teilweise in Zusammenarbeit mit der Akademie für Natur- und Umweltschutz, Kurse und Seminare an; am 18./19.05.2018 etwa zur Bestimmung von Grünland oder am 19./20.06.2018 zur Bestimmung von Gräsern. Die Kurse finden auch in Zusammenhang mit der Zertifizierung von Feldbotanikern statt. Weitere Informationen und Kurse enthält die Homepage. Logr
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Forschungsvorhaben zur Vermüllung

Bürgerwissenschaftliches UBA-Projekt von März bis Mai 2018

Das Umweltbundesamt (UBA) startete ein Forschungsvorhaben zum Littering, englisch für Vermüllen, an dem sich im Rahmen einer Zählstudie auch interessierte Institutionen, Schulen, Vereine sowie Bürger/innen beteiligen können. Ziel ist es, Erkenntnisse über die Vermüllung zu gewinnen und Maßnahmen zur Reduzierung des Litterings zu entwickeln. Unter dem Motto „Jetzt ist Zähltag!“ können Sie aktiv mitwirken! Einfach Art und Menge des gefundenen Abfalls mit Hilfe einer Zähl-App an öffentlichen Orten erfassen. Eine Anmeldung ist erforderlich. Flo
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Webinar-Reihe: Ihr Verein sicher im Netz

Angebot von zahlreichen Seminaren im Internet

Die Haus des Stiftens gGmbH bietet verschiedene Web-Seminare für Ehrenamtliche an, auch im Zusammenhang mit der Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO). Themen sind etwa: Welche rechtlichen Grundlagen sind im Internet grundsätzlich zu berücksichtigen? Wie kann die Webpräsenz auch in einem Team von Administratoren sicher gepflegt werden? Wie können Organisationen mit Kritik souverän und rechtssicher umgehen? Wie können Organisationen ihre Website online datensicher bewerben? Logr
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Bücher, Filme, Neuigkeiten

Gefährdete Haustierrassen

Erhalt tiergenetischer Ressourcen

Globalisierung und Intensivierung der Landwirtschaft, der Tierhaltung und der Tierzüchtung bringen viele Rassen an den Rand der Existenz. Laut Welternährungsorganisation sind weltweit über 7.000 Tierrassen erfasst oder gemeldet, etwa 20 % davon gelten als gefährdet. In Europa ist bereits etwa die Hälfte aller Tierrassen ausgestorben. Ein Drittel der verbleibenden Rassen ist als stark bestandsgefährdet einzustufen. Nach Angabe des Fachbeirats Tiergenetische Ressourcen sind in Deutschland von den 77 einheimischen Rassen, die dem Tierzuchtrecht unterliegen, 55 Rassen (von fünf Arten) gefährdet. Tr
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Besonders sparsame Haushaltsgeräte

UM Broschüre informiert über Strom- und Wasserverbrauch einzelner Modelle

Das Umweltministerium BW (UM) hat die Broschüre „Besonders sparsame Haushaltsgeräte“ aktualisiert. Bei der Anschaffung von Kühl- und Gefrierschränken, Spül- und Waschmaschinen usw. auf einen niedrigen Strom- oder Wasserverbrauch zu achten, lohnt sich sowohl finanziell als auch für die Umwelt. Dargestellt werden Verbräuche von Modellen verschiedener Hersteller. Zum Beispiel spart die sparsamste Spülmaschine einer bestimmten Kategorie gegenüber dem stromintensivsten Modell in 15 Jahren bis zu 1.000 Euro an Strom- und Wasserkosten. Logr
zur Broschüre

Newsletter des EU-Umweltbüros

Immer gut informiert…

Das EU Umweltbüro in Wien wurde 1994 als Kompetenzzentrum für Europäische Umweltpolitik und -gesetzgebung gegründet. Seine Kernkompetenzen sind umfassende Kenntnisse des politischen Gesetzwerdungsprozesses auf europäischer Ebene und Informationen über derzeitige und zukünftige Entwicklungen im Bereich der EU-Umweltpolitik. Die Internetseite bietet zahlreiche Informationen über Entwicklungen im Umweltbereich auf europäischer Ebene, der Newsletter informiert regelmäßig über neue Entwicklungen. Flo
Internetseite, Newsletter

Der symbiotische Planet

Wie die Evolution wirklich verlief

Die Evolution des Lebens wird oft auf die von Darwin beschriebenen Mechanismen Mutation und Selektion im „Kampf ums Dasein“ reduziert. In „Der symbiotische Planet“ zeigt Lynn Margulis eine andere Seite der Evolution auf. Sie belegt, dass mehrzelliges Leben vor Milliarden Jahren nicht im Krieg aller gegen alle, sondern nur durch Kooperation und Symbiose der frühen Organismen entstand. Dies lief allerdings der neo-darwinistischen These der „egoistischen Genen“ zuwider, und so dauerte es Jahrzehnte, bis diese Entdeckungen anerkannt wurden. Lynn Margulis war Biologie-Professorin an der University of Massachusetts und Ko-Direktorin des Planetary Biology Internship der NASA. Logr
weiterlesen, Rezensionen

Das Gesicht Deutschlands

Unsere Landschaften und ihre Geschichte

Auf den ersten Blick ein „Coffee-table-book“, entpuppt sich das Buch Bernd-Jürgen Seitz´ bei der Lektüre als wesentlich mehr. Der Text ist nicht nur eine Einordnung der – erstklassigen – Bilder, sondern hat die Qualität eines flüssig und abwechslungsreich geschriebenen Lehrbuchs. Es umfasst Disziplinen wie Geologie, Geographie, Geschichte, Botanik, Zoologie – eben alles was nötig ist, um zu erfahren, wie die Landschaften Deutschlands aussehen und warum. Im besten Sinne interdisziplinär, verzichtet der Autor soweit möglich auf fachspezifische Sprache. Dadurch kann der interessierte Laie das Buch ebenso mit Gewinn lesen, wie der Historiker, der Geologe oder Biologe. Erschienen im Theiss-Verlag 2017. Bronner
weiterlesen, Buchbesprechung von Dr. Gerhard Bronner

… und außerdem

Kurz-Video: „Die planetaren Belastbarkeitsgrenzen“

Kurz und bündig: Schweizer Bundesamt für Umwelt erklärt die Problematik

Das vom Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) produzierte fünfminütige Video „Die planetaren Belastbarkeitsgrenzen – und was sie für die Zukunft der Menschheit bedeuten“ greift Fragen wie „Wann überschreiten wir die Belastbarkeitsgrenzen dieser Umwelt-Systeme? Und was können wir tun, um innerhalb der Belastbarkeitsgrenzen unseres Planeten gut zu leben?“ auf. Aufgezeigt werden ferner Empfehlungen für Unternehmen, Forschung, Staat und Zivilgesellschaft. Logr
Link zum Video

LNV-Infobrief zum Herunterladen:

LNV-Infobrief April 2018

Impressum:

Endredaktion: Christine Lorenz-Gräser, Bildredaktion: Annette Schade-Michl und Kristin Pfeiffer
Beiträge: Julia Flohr (Flo), Christine Lorenz-Gräser (Logr), Dr. Anke Trube (Tr), Annette Schade-Michl (Sch)
Der LNV-Infobrief berichtet regelmäßig über aktuelle Themen des Natur- und Umweltschutzes.
Der Infobrief ist ein kostenloser Service des LNV. Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit Zustimmung des Herausgebers unter Quellenangabe und der Überlassung von Belegexemplaren gestattet.
Bestellung unter lnv-bw.de oder mit einer Email an info@lnv-bw.de. Bitte geben Sie Name, Verein/Institution, Funktion an. Persönliche Daten werden ausschließlich zum Zwecke des Versendens des Infobriefs gespeichert und nicht an Dritte weitergegeben. Er kann jederzeit per E-Mail oder unter lnv-bw.de abbestellt werden.